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Bild Links: Franken Tourismus A.Hub Bild Mitte: Zauberhaft Reisen Bild Rechts: Fränkische Toskana

Wo in der Toskana das kühle Gold fließt: Wandern und Genußradeln auf dem 13-Brauereien-Weg in Oberfranken

13 Brauereien, Gasthöfe und Bierkeller, hübsche Fachwerkdörfer und die liebliche Landschaft der Fränkischen Toskana – wenn das mal keine Motivation für den genussvollen Wanderer ist!  33 km lang, folgt ein Biergarten auf den nächsten auf dem 13-Brauereien-Weg aber längst nicht immer am Schnürchen. Das ist wiederum gut fürs „Figürchen“. Zwischen den ersten Bierkellern und der Brauerei Hönig in Tiefenellern warten Wiesen, Wälder und weite Wege. Und bevor das kühle Posthörnla fließt, wird erst mal der Stammberg mit seinen Höhenmetern überwunden. Weiterlesen

Ob auf Schusters Rappen oder mit dem Rad: Am besten erobert man den 13-Brauereien-Weg ab Memmelsdorf bei Bamberg in kleineren Teilstrecken und „Häppchen“, damit genügend Zeit zur Einkehr bleibt. Die traditionsreichen, kleinen Familienbrauereien bieten neben dem Verkauf ihrer Biersorten auch Bierführungen und Verkostungen an und empfangen durstige Bier-Pilger zumeist mit einem urigen Gasthaus und einem schattigen Biergarten direkt an der Brauerei.

Brauerei-Gasthof Drei Kronen

Brauerei-Gasthof Drei Kronen in Memmelsdorf

Der Wanderer oder Radler, der den 13-Brauereien-Weg in der Fränkischen Toskana entdecken will, startet am Besten im idyllischen Memmelsdorf, das nur etwa 6 Kilometer vom Zentrum der uralten Bierstadt Bamberg entfernt liegt. Gleich zwei alte Brauereigasthöfe liegen in Memmelsdorf.  Was läge näher, als direkt im urigen Brauerei-Gasthof Drei Kronen zu übernachten, wo seit 1457 Bier gebraut wird.

 

Stöffla (Kellerrauchbier), Lager und Helle Lotte sind die drei Hauptsorten in den Drei Kronen, dazu gibt es je nach Saison Fastenbier, Dinkelweisse, Entebier, Böckla und was dem Braumeister gerade so einfällt. „HolladieBierfee“ ist ein Bier von Frauen für Frauen, gebraut von der Braumeisterin Isabella Mereien. Regelmäßig werden Brauereiführungen angeboten, auf denen sich allerlei über die über 560jährige Geschichte der Brauerei erfahren lässt.

_franken_brauereienweg_story02Direkt nebenan zieht der ebenfalls traditionsreiche, seit 1783 familiengeführte Brauerei-Gasthof Höhn mit seinem schönen Hofgarten vor allem im Sommer scharenweise Gäste an. Das selbstgebraute „Görchla-Bier“ wird süffig, spritzig und naturtrüb in der kleinen Brauerei handwerklich hergestellt. Im Sommer fließt dieses in Strömen, im Winter kann es auch einmal ein kleines Gläschen sein. Dazu mundet regionale Genussküche  wie Schäuferla und Krenfleisch.

FT_Gasthof_Hhn_Memmelsdorf_FamilieAuch im Gasthof Höhn findet der geneigte Genießer fränkischer Braukunst ein angeschlossenes Hotel, das neben schönen Zimmern Arrangements für Gruppen einschließlich Stadtführung in Bamberg anbietet. Ein Geheimtipp sind die Bulli-Touren (bis zu acht Personen), wobei auch die Weltrekordgemeinde Aufseß angesteuert wird: Deren vier Gemeindeteile mit insgesamt 1500 Einwohnern haben vier Brauereien und weisen somit die größte Brauereidichte der Welt auf.

_franken_brauereienweg_galerie09Los geht´s auf den 13-Brauereien-Weg von Memmelsdorf entweder nach Norden oder nach Osten, je nach Lust und Zeitbudget. Eine kleine Brauereienrunde für etwa einen halben Tag lässt sich von Memmelsdorf nach Merkendorf unternehmen, wo den durstigen Wanderer schon wieder zwei ausgezeichnete Brauereien erwarten. Die Brauerei Wagner, erstmals 1797 erwähnt, hat einen schönen schattigen Biergarten, wo zum Pils hausgemachte Brotzeit mundet.

Die Braumeister Günter, Rainer und Hermann Wagner brauen hier eine Biervielfalt ein, die ein erster Blick nicht vermuten lässt und der fränkischen Brautradition gerecht wird. Die beliebteste Sorte ist das Pils, aber auch das Märzen, das ungespundete Lagerbier, die Wagner-Weisse oder das Kupferstich-Rotbier munden.  Mit einer Goldmedaille wurde der helle Bock prämiert.

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Seit 1556: Brauerei Hummel im fränkischen Merkendorf

Bevor die Rückreise aus dem kaum 900 Seelen zählenden Dörfchen Merkendorf angetreten wird, sollte auch die Brauerei Hummel besucht werden, die auf über 460 Jahre Brautradition zurückblickt. Hier ist neben dem ungespundeten Kellerbier das dunkle „Räucherla“ sehr zu empfehlen, ein typisches Bamberger Rauchbier. Im Sommer haben Wanderer die Wahl zwischen hellem, dunklem und leichtem Weißbier.

 

_franken_brauereienweg_story04Köstliche handwerklich gebraute Biere sind freilich nicht die einzigen Trümpfe, die dieser Landstrich zu bieten hat. Die Fränkische Toskana steht für eine zauberhafte Landschaft, die sich dem Wanderer oder Radfahrer eigentlich erst auf einer großen Runde auf dem Brauereienweg nach Schammelsdorf und über den Stammberg weiter nach Tiefenellern, Lohndorf, Geisfeld, Roßdorf am Forst und Strullendorf offenbart, wo wieder Bahnanschluss nach Bamberg besteht.

Sanfte Hügel, verspielte Bächlein, Streuobst- und Blumenwiesen – die friedliche Landschaft der Fränkischen Toskana wirkt schon beim ersten Atemzug entspannend und zieht sich hinaus bis zu den Höhenzügen des Stammbergs. Skurrile Felsformationen, die bei Kletterern beliebt sind, markieren im Osten bei Tiefenellern den Übergang in die Fränkische Schweiz.

Schammelsdorf liegt idyllisch auf einer Anhöhe am Fuße des Stammbergs und lässt sich von Memmelsdorf im Auf und ab über Meedensdorf auf einem Wald- und Wiesenweg erreichen. In dem 800-Seelen-Dorf liegt eine von außen etwas unscheinbare Brauerei, die keinesfalls links liegen gelassen werden sollte, weil sie die fränkische Bierkultur besonders schön widerspiegelt.

_franken_brauereienweg_story05Einen süffigen Gerstensaft genießt nämlich der Franke am liebsten in seinem eigenen Steinkrug, und im Gasthof der Brauerei Knoblach in Schammelsdorf, die noch immer ihren urtümlichen Charme erhalten hat, hat dies ein ganz  besondere Tradition. „Wir haben über 380 eigene Krügla für unsere Stammkunden“, erzählt der Wirt. Dazu zählen der Pfarrer und der Bürgermeister, aber auch ein Kanadier und Südafrikaner haben ihre „Krügla“ hier im Gasthaus geparkt.

Die Knoblach´s sind eine alteingesessene Schammelsdorfer Familie. Aus der Landwirtschaft entwickelte sich um 1880 herum die Gastwirtschaft. Nach alten fränkischen Rezepten wird hier noch gekocht, dazu serviert Braumeister Michael Knoblach den hauseigenen Gerstensaft. Als Absackerl gibt´s einen Hopfentropfen, einen Bierschnaps, besonders bei Männern beliebt.

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Brauerei Knoblach: Bier und köstliche Zwetschgenbames

Frauen lieben Birnenschnaps regionaler Streuobstwiesen. Gar nichts mit Früchten zu tun hat die Zwetschgenbaames, eine fränkische Rohschinkenspezialität, die hier hauchdünn wie ein Carpaccio serviert wird und köstlich mundet.  Auch wenn das süffige Bier einmal nicht im Steinkrug sondern im hauseigenen Glashumpen kommt, schmeckt es hervorragend. Wer einmal hier war, kommt immer wieder gern.

 

Wie der Franke an sich, lässt man bei einem guten Bier und einer Brotzeit gerne mal die Seele baumeln. Für die köstliche Rast im Gasthaus der Brauerei Knoblach sollte also Zeit eingeplant werden. Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass das eigentliche Abenteuer auf dem 13-Brauereien-Weg erst auf dem langen Abschnitt über den dicht bewaldeten Stammberg etwa 200 Höhenmeter bergauf und wieder bergab ins entfernt gelegene Tiefenellern folgt,

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13-Brauereien-Weg: Am Stammberg geht´s Abenteuer los

Von der Litzendorfer Straße geht es links in die Stammbergstraße: In Schammelsdorf den Ausgang des 13-Brauereien-Wegs  in Richtung Strullendorf bzw. Tiefenellern zu finden, ist etwas knifflig. Direkt hinter dem Wohngebiet beginnt der bezaubernde Wald, dem wir den Stammberg hinauf folgen. Kurze Zeit später läuft der Weg einer Art Bikepark mit Schanzen entlang, der aber nicht mehr genutzt wird.

 

Etwas später mündet der Weg auf einen breiten  Güterweg ein, der sich einige Zeit lang den Berg hinauf schlängelt. Nach mehreren Kilometern biegt wieder ein Pfad rechts von dem Güterweg ab, der bergab nach Tiefenellern führt, ein winziges Kleinod mit eigener Brauerei.

Köstliche Jause in der Brauerei Hönig

Köstliche Jause in der Brauerei Hönig

Wir erreichen ein Idyll, das erobert werden will – die Brauerei Hönig in Tiefenellern ist klar die Königsdisziplin des 13-Brauereien-Wegs. Im Sommer lädt der urige Biergarten zur Einkehr bei einer traditionellen Brotzeit mit selbst gebackenem Brot bei einem süffigen Seidla Bier ein. Beliebt ist hier Hausmannskost: Sülze mit Bratkartoffeln oder Schlachtschüssel, deftiges zum Durst.

 

_franken_brauereienweg_galerie13Weiter geht die Reise auf dem 13-Brauereien-Weg, nur kurze Zeit später folgen im kaum 400 Einwohner zählenden Lohndorf wieder zwei Brauereien auf einen Streich. Die größere von beiden ist die Brauerei Reh, deren Getränkeverkauf einschließlich Stehausschank ebenso direkt an der Hauptstraße liegt wie die kurz darauf folgende Brauerei Hölzlein mit schöner Gaststätte, deftigen Brotzeiten aus Hausschlachtung, prima Schnitzeln und gut 225 Jahren Brautradition.

_franken_brauereienweg_story06aWer den  13-Brauereien-Weg komplett wandert, läuft von Lohndorf weiter nach Melkendorf. Dort wartet ein schöner Naturerlebnispfad darauf, Pflanzen und Tiere mit allen Sinnen zu erleben. Weiter geht die Reise ins benachbarte Geisfeld, wo schon wieder zwei Brauereien ihren  Gerstensaft feil bieten:  Die Brauerei Krug mit ihrem schönen Gastgarten Zwetschgenbames & co und die Brauerei Griess mit dem schönen Griess Keller unter alten Laubbäumen.

In Geisfeld hat der Bierpilger nun die Möglichkeit, den 13-Brauereien-Weg weiter Richtung Strullendorf zur letzten Station in Roßdorf am Forst fortzusetzen und mit den Spezialitäten der Brauerei Sauer mit sechs Generationen Brauerfahrung abzuschließen und anschließend in Strullendorf den Zug zu nehmen, oder über Litzendorf nach Memmelsdorf zurückzukehren,

Neben den genannten Brauereien lockt auf dem 13-Brauereien-Weg auch noch die Brauerei Göller in Drosendorf, eine 1865 gegründete kleine Familienbrauerei mit schönem Biergarten. Spätestens beim unverzichtbaren Besuch der Bierstadt Bamberg schlägt´s Dreizehn und der Liebhaber fränkischer Braukunst hat schneller als gedacht tatsächlich 13 Brauereien besucht.
Die Weltkulturerbestadt Bamberg ist aber einen eigenen Reisebericht wert, der in Kürze folgt.

INFO

Allgemein

Tourist-Information Fränkische Toskana
Am Wehr 3, 96123 Litzendorf
Tel. +49 9505-80 64 106
www.fraenkische-toskana.com

Anreise
Bahn und Bus: Bahnanschluss in Bamberg und Strullendorf. Busverbindung von Bamberg nach Memmelsdorf (Linie 907) sowie nach Litzendorf, Lohndorf und Tiefenellern (Bus 970).
www.stadtwerke-bamberg.de/mobilitaet/bus/fahrplan.html

Aktiv

Fahrradverleih / geführte Radtouren
Bei vielen Unterkünften sowie beim Radlhof Riedl in Litzendorf (E-MTB-Verleih)
www.radlhof.com/verleih/

13-Brauereien-Weg

Wanderprospekt zum Download mit Infos zu allen Braueren

„Genusswanderung am 13-Brauereien-Weg“

Erleben Sie die Traditionsbrauereien in der Fränkischen Toskana: Gemeinsam mit einem unterhaltsamen Braumeister wandern Sie rund 9 km am beliebten 13-Brauereien-Weg. Besichtigung eines historischen Bierkellers, Einkehrschwung in drei Brauerei-Gasthöfe, Verkostung von einem Bier und einem „Bierhappa“. Jeden 1. und 3. Samstag im Monat, jeweils 10:00 – ca. 14:30 Uhr, vom 5. Mai bis 20. Oktober 2018. Preis p.P. € 18,50 inklusive
Führung, ein Bier, ein Bierhappa, ab 18 Jahre. Anmeldung bein der Tourist-Info.

Unterkunft

Unterkunftsverzeichnis 2018: Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Ferienwohnungen

Events

04.-05. Mai 2018 Bierkulturfest in Memmelsdorf (Fassanstich, Partybands, Krönung des Bierkönigs u.a.)
06. Mai 2018 Maimarkt Memmelsdorf (Verkaufsoffener Sonntag mit Marktständen)
10. Mai 2018   Bier-Genießer-Tour zum Vatertag (Gutscheine beim Tourismusverband)
 18.-21.Mai 2018 Schammelsdorfer Biertage mit Live-Musik
 16. Juni 2018   Live Earth Festival Litzendorf (Live-Musik, Indianer-Tipi, Kastenklettern u.v.a)
  29. September  1. Brauereienlauf Fränkische Toskana ( (Marathon, Halbmarathon, 10-km, Bambini)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Links Heilmann Foto Mitte:  Allgäu Tourismus Foto Rechts: Heilmann

Radrunde Allgäu (Teil 1): Fünf Genuss-Hotspots im Süden

Seit fünf Jahren lädt die Radrunde Allgäu auf 450 Kilometern dazu ein, in die malerischen Landschaften, Geschichten  und Orte des lieblichen Alpenvorlands einzutauchen. Wer das Allgäu in all seinen Facetten sportlich und klimaneutral entdecken möchte, erblickt dabei nicht nur weltberühmte Sehenswürdigkeiten, sondern auch idyllische kleine Örter mit schattigen Biergärten, urigen Gasthäusern und deftiger Brotzeit. Das Allgäu hat über 30 Brauereien, die fast alle an der Radrunde liegen und mit Braukunst begeistern. Teil 1:  Fünf Hotspots im Süden. Weiterlesen

Kißlegg: Badeseen und Brauereikunst (Foto: Tourismus Marketing GmbH Baden - Württemberg)

Kißlegg: Badeseen und Brauereikunst (Fotocredit: Tourismus Marketing GmbH Baden – Württemberg)

1 Kißlegg – Badeseen, Barock und Braukultur

Einer der schönsten Orte auf der Radrunde Allgäu ist das in Baden-Württemberg liegende barocke Kleinod Kißlegg .
Es gab einmal eine Zeit, in der es im Allgäu nichts anderes gab als das gewaltige Eis der Gletscher. Der Eiszeit hat das Allgäu vieles seiner heutigen landschaftlichen Schönheit und reizvollen Vielfalt zu verdanken: Die weißen Gipfel der Bergspitzen und das Blau der vielen Seen und Flüsse. Rund um Kißlegg gibt es noch viele natürliche Badeseen, die in der Eiszeit entstanden sind und heute einladen, in heißen Sommern nach schweißtreibenden Radtouren das kühle Nass der Seen zu genießen. Vom eher touristischen Strandbad Obersee über den Metzisweiler Weiher und Argensee bis zum Holzmühleweiher. Ein echter Geheimtipp für Groß und Klein ist der romantische Stockweiher.

 

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„A goldig´s Kißlegger“ ist ein erfrischendes, untergäriges Zwickelbier des noch jungen Kißlegger Kellerbräus. (Foto: HE)

Jeder kennt die Edelweißbrauerei Farny aus Kißlegg, die rund 20 Millionen Flaschen Bier im Jahr produziert, aber eigentlich auch nur für sein Weißbier berühmt ist und dessen Export nicht unbedingt begeistert. Doch seit rund vier Jahren wird im  kleinen Örtchen Kißlegg auch noch an anderer Stelle gebraut: Die Traditionswirtshaft Schlosskeller schenkt seit der Wiedereröffnung „Kißlegger Kellerbier“ aus, in fünf Sorten: Ein Helles, ein Dunkles und ein Weizen sowie ein Bockbier zur Fastenzeit und ein Festbier zur Wiesnzeit. Erfrischend ist vor allem „A Goldig´s Kißlegger“, ein untergäriges Zwickelbier, für das man das Hofgutsbier von Farny gerne stehen lässt. Im Schlosskeller und im angeschlossenen Biergarten gibt es zum köstlichen Bier für Radler eine leckere Brotzeit oder bei großem Hunger auch ein Krustenbraten oder eine Schweinshaxe, bis die Tour auf der Radrunde wieder fortgesetzt wird.

 

Radrunde Allgäu – Etappe nach Kißlegg

Radrunde Allgäu – Etappe Kißlegg – Isny

Infos Kisslegg

Ferienregion Allgäu – Naturseen rund um Kißlegg

Kisslegger Kellerbräu – www.heimatbier.com

Radvergnügen im Westallgäu (Foto: HE)

Radvergnügen im Westallgäu (Foto: HE)

2 Meckatz & Westallgäu – Beim Allgäuer Sonntagsbier

Ein wahrhaft „goldenes Land“ für Bikefreunde, Bier- und Käseliebhaber ist das Westallgäu.  Nicht nur vorzügliche Sennereien sind hier beheimatet, sondern auch die erste Allgäuer Biermarke: Das ausgezeichnete „Meckatzer Weiß Gold“. Um die Brauerei Meckatzer Löwenbräu oder zumindest das Meckatzer Bräustüble zu besichtigen, lohnt es sich, die Radrunde Allgäu in Wangen auf die Westallgäuer Käsestraße zu verlassen, die ohnehin eine Abkürzung ist. Kenner schwören, dass sich die Käsestraße radelnd in ihrer ganzen Schönheit erleben lässt.  Sowohl für Genussradler und Tourenradler als auch für Mountainbiker oft Liebe auf den ersten Blick.  Von Wangen kommend, erreicht man Meckatz kurz vor Heimenkirch.

 

Meckatzer Weiss Gold (Foto: Meckatzer Löwenbräu)

Meckatzer Weiss Gold im Grünen (Foto: Meckatzer Löwenbräu)

Ohne ein „Meckatzer Weiss Gold“ mit einer köstlichen hausgemachten Brotzeit in den historischen Mauern des Meckatzer Bräustübles wäre eine Genusstour auf der Radrunde Allgäu nicht komplett. Noch tiefer in die Geheimnisse der Braukunst und die Unternehmensgeschichte kann man bei einer Brauereibesichtigung eintauchen. Auf dem Rundgang durch Sudhaus und Gärkeller mit Zwickelnbierverkostung lernen Besucher, wie in Meckatz heute noch mit besonderen traditionellen Verfahren Bier gebraut wird. Unter brauereibesichtigung@meckatzer.de werden Anmeldungen entgegengenommen. Auf der Meckatzer Homepage erfährt man aktuelle Termine. Kurz nach Heimenkirch biegt man wieder auf die Radrunde Allgäu ein, die schon kurze Zeit später die nächsten Highlights für Freunde des guten Biergeschmacks bereithält.

 

Infos Westallgäu

Westallgäu – Infos Radtouren

Meckatzer Bräustüble

Meckatzer Löwenbräu

3 Weiler-Simmerberg – Die doppelte Braukunst

Weiler und Simmerberg waren bis Ende der sechziger Jahre eigenständige Gemeinden, und bis heute haben sich hier zwei traditionsreiche eigenständige Brauereien erhalten, die feinstes Bier brauen: Die Post Brauerei Weiler und die Aktienbrauerei Simmerberg.

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Brauereigasthof und Hotel Post in Weiler im Allgäu (Foto: Axel Mauruszat / Creative Commons)

Das Stammhaus der Post Brauerei Weiler ist das Hotel & Gasthof Zur Post in Weiler. Im urigen Bräustüble, das im Sommer auch an Tischen im Freien serviert, gibt es Post-Bier vom Fass.

_CAM00535smallDer wunderschöne Biergarten an der Bräustatt Simmerberg lädt nach gut 3 Kilometern und 160 zurückgelegten Höhenmetern schon zur nächsten genussvollen Rast ein. Hier in „Sepp Holzer´s Taferne“, eine der urigsten Einkehrstuben im Allgäu, lohnt sich auch, einen Blick auf die schönen Kupferkessel der Braumanufaktur Aktienbrauerei Simmerberg zu werfen. Ein Geheimtipp ist der „Simmerberg Rödler“, ein bernsteinfarbenes Kellerbier. Für Radler ist der „Heuhüfer“, ein Biermischgetränk aus Weizenbier, Apfelsaft und Allgäuer Bergwiesenheu, eine interessante Option. Nur wertvollste Bio-Zutaten aus der Region werden verwendet. Ein Genuss sind die hausgemachten Schupfnudeln. Oder wie wäre es mit dem Braumeisterfladen mit Schinken, Bergkäse und Ruccola?

Radrunde Allgäu – Etappe Isny-Immenstadt über Weiler-Simmerberg

Infos Weiler-Simmerberg

Post Brauerei Weiler

Brauereigasthof Hotel zu Post

Braumanufaktur Simmerberg

Gasthof Bräustätt Simmerberg

4 Brauereidorf Rettenberg – Himmlische Vielfalt

Bei gleich drei ausgezeichneten Brauereien haben Kenner und Liebhaber guten Biers  im Allgäuer Brauereidorf Rettenberg die Qual der Wahl. Hier hat das Bierbrauen schon seit vielen Jahrhunderten Tradition. Die Privatbrauerei Zötler entstand  im Jahr 1447 und ist schon seit 21 Generationen in der Hand der Familie Zötler, damit ist sie die älteste Familienbrauerei der Welt. Etwa 15 verschiedene Biere werden heute gebraut, vom Export über zahlreiche Weizen-Variationen bis hin  zu alkoholfreien Varianten, dazu kommen neuerdings auch Craft-Biere und „Sagen-Biere“ besonderer Stilart.

_rettenberg_engelbraeu_detailDie zweite Brauerei in Rettenberg ist Engelbräu, welche im Jahr 1668 gegründet wurde. Auch hier locken etwa 15 Biervarianten vom Allgäuer Brotzeitbier bis zum Doppelbock. Nicht verpasst werden darf ein Besuch im Brauereigasthof Engel. Brauerschnitzel mit Dunkelbiersoße und Kässpatzen, Allgäuer Krautkrapfen mit Röstzwiebel, Bierjus und Salat oder Biergulasch mit Spätzle locken ebenso wie Weißwürste mit Brezeln. Einen weiteren Rekord hält seit 2015 Bernardi Bräu: Das Sudhaus der höchstgelegenen Privatbrauerei Bayerns befindet sich in der umgebauten Seilbahnstation. Am Fuße des Grüntens werden in der jüngsten Brauerei Rettenbergs nach handwerklicher Braukunst allerfeinste Biere gebraut, die sich lohnen, zu probieren.

Radrunde Allgäu – Etappe Immenstadt-Jungholz über das Brauereidorf Rettenberg

Infos Rettenberg

Brauereidorf Rettenberg

Brauereigasthof Engel

Brauereigasthof Adler-Post

5 Nesselwang & Tannheimer Tal – Feines Brauhandwerk_tannheim999

Die Radrunde Allgäu ist auch ohne Nesselwang und ohne das Tannheimer Tal nicht komplett. Das reizvolle Nesselwang ist mit zwei Dritteln Sommergästen eine beliebte Sommerregion.  Wunderschön gelegene Naturbadeseen inmitten duftender Blumenwiesen wie der Grüntensee mit eigener Badebucht für Hunde laden zum Erfrischen und Faulenzen direkt an der Radrunde ein. Weiter geht die Fahrt ins Tannheimer Tal, das manche als schönstes Hochtal der Alpen bezeichnen. Überall an der bezaubernden Strecken tun sich Panoramalogen auf. Nesselwang und Tannheim liegen an einer hübschen Schleife der Radrunde Allgäu, die sich auch als kleine Runde fahren lässt. Beide Orte haben Biergenießern viel zu bieten.

 

_nesselwang_detail01In der Nesselwanger Postbrauerei kredenzen die beiden Brauschwestern Kathrin und Stephanie Meyer raffinierte handwerklich gebraute Biere, weshalb sie sich auch zu Recht Brau-Manufactur Allgäu nennt. Davon zeugt die Vielfalt: Vom beliebten altbayerischen Nesselwanger Dunkel bis zum Gold und Weizen, dazu ist eine Vielzahl von Edel- und Craft-Bieren eine Versuchung.Im Brauerei-Gasthof Hotel Post kommen deftige Gerichte auf den Tisch, gerne mit Bier zubereitet wie das Brauereigulasch mit hausgemachten Spätzle. Zu empfehlen ist die Bierprobe mit vier verschiedenen Bierspezialitäten à 0,1 l sowie Testbogen und sensorischer Bewertung um nur 4,50 Euro. Freitags um 19 Uhr und Samstags um 11 Uhr finden die beliebten Besichtigungen statt, auf denen ein Blick in das Brauereihandwerk geworfen werden kann.

Auch in Tannheim gibt es für Genießer einen Geheimtipp. In einem der ältesten Häuser des Orts hat die Familie Kleiner 2004 eine Privatbrauerei errichtet. „s´Höf Bräuhaus“ braut seither Helles, Dunkles und Weizenbier im Sudkessel. Hier gibt´s nicht nur erfrischende Biere, sondern auch putzige Tiere: Wollschweine, Hochlandrinder und Hühner sind auf dem Hof.

Radrunde Allgäu – Etappe über Nesselwang und Tannheimer Tal

Infos Nesselwang

Sommerurlaub in Nesselwang

Postbrauerei Nesselwang

Infos Tannheimer Tal

Tourismusinformation Tannheimer Tal

s´Höfbräuhaus Privatbrauerei in Tannheim

INFO

Alle Infos zur 450 km langen Radrunde Allgäu gibt es unter www.allgaeu.de/rad oder per Telefon: 083 23/80 25 93 1. Hier sind auch kostenloses Kartenmaterial sowie Tipps zu Unterkünften und Aktivitäten erhältlich. Viele der präsentierten Genuss-Hotspots für Bierliebhaber entlang der Radrunde sind mit der Bahn erreichbar (Kißlegg, Heimenkirch, Nesselwang) und alle bieten Bett & Bike Unterkünfte für den sicheren und bewußten Biergenuss.

Radrunde Allgäu

Brauereien im Allgäu

Bett & Bike Gastgeber

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Den Sommer im Spreewald aktiv und gesund genießen

Die Hitze treibt den Gurkenpflückern die Schweißperlen auf die Stirn. Wir dagegen steigen aufs Rad und steuern den Bootsverleih an. Zum Abschluss unserer Kanutour ins Grüne genießen wir einen frischen Gurkentopf und baden in der Therme. Das fühlt sich doch wie Urlaub an. Weiterlesen

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Im Kanadier durch den Spreewald

Die Gurkenpflücker auf den Äckern müssen ackern. Der Schleusenwärter muss buckeln. Wir dagegen genießen einfach die Ausfahrt mit dem Paddelboot. Das fühlt sich doch wie Urlaub an. Und das vor allem deshalb, weil es so Spaß macht, die Kanäle im dichten Spreewald zu entdecken.  Dazu diese herrliche Ruhe von Schleuse zu Schleuse. Stolze 1.500 km Wasserwege führen durch den Spreewald.

 

Kajak, Kanu, Kanadier

Das macht den Spreewald zu einem Paradies für allerlei Wassersportaktivitäten. Kajak, Kanu und Kanadier können bei den Bootsverleihen auch für mehrere Tage ausgeliehen werden. Eine Bootsfahrt, die ist lustig: Malerische Spreewaldhäuser, gemütliche Gartenrestaurants, alte Holzbrücken und Mühlen sowie zahlreiche handbetriebene Schleusen werden passiert. In jüngster Zeit ist auch Stand up Paddling (SUP) immer mehr im kommen. Eine besonders entspannte Art, die einzigartige Natur des Spreewaldes auf Surfbrettern übers Wasser gleitend zu erkunden.

Deftiges aus der Region

»Kartoffeln, Leinöl und Quark, machen den Spreewälder stark«, lautet ein altes Sprichwort. Wer deftiges liebt, bekommt nach dem Paddeln im Spreewald garantiert etwas leckeres serviert. Der Spreewald ist ein Paradies für Liebhaber einfacher Hausmannskost. Spreewaldgurke, Quark mit Pellkartoffeln und Leinöl oder Quarkkäulchen  sind typische Spezialitäten. Schnell werden Erinnerungen an Muttis Küche wach, wenn man familiäre Wurzeln in Sachsen hat.

Spreewälder Gurkentopf im Traditionsgasthaus.

Spreewälder Gurkentopf

Einmal sollte man ihn wenigstens probiert haben: Den Spreewälder Gurkentopf im Biergarten des Traditionsgasthauses „Zum grünen Strand der Spree“. Mit Senfgurken, Salzgurken und Gewürzgurken. Ebensowenig darf Schmalz dabei fehlen, sowie das selbstgebackene Holzofenbrot. Dazu ein dunkles Malzbier, und die Mahlzeit ist perfekt. Deftig und zugleich vegetarisch ist das Gurkengulasch mit Tomaten und Kartoffeln.  Wer sich Leberwurst, Blutwurst, Sülze, Schmalz und Gurke auf einmal zutraut, kann sich an die Spreewälder Schlachteplatte wagen. Hungrige Kanuten werden am grünen Strand der Spree garantiert satt. Im Restaurant „Flaggschiff“ lockt der „Lübbenauer Heuschober“, ein auf einem Salatbett angerichteter hausgemachter kalter Wurstsalat mit Gewürzgurken, dazu Salatgurke, hausgebackenes Gurkenbrot und Butter.

 

Das hochwertige einheimische Leinöl wirkt cholesterinsenkend und enthält Vitamin B 6 und E sowie wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Flur, Jod, Kalium, Magnesium und Eisen. Verwendet wird es auch im Gourmetrestaurant „17fuffzig“ im Bleiche Resort & Spa in Burg. Hier führt seit diesem Jahr ein neuer Küchenchef aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald Regie, der mit französischer und japanischer Küche, Entenleber und Jakobsmuschel verzaubert.

Entspannt radeln

Der Spreewald mit seiner bezaubernden Natur ist auch eine ideale Destination für Radfahrer,  welche nur geringe Steigungen aufweist. Der Gurkenradweg führt auf 260 Kilometern durch das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald und ist noch etwas länger als der Ruhrtalradweg.

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Au dem Gurkenradweg (Foto: Bleiche Resort & Spa)

Vorbei an Spreewaldhäuschen, wo die Post noch mit dem Kahn zugestellt wird, vorbei an den typischen Spreewaldfließen, vorbei an Mühlen führt der Gurkenradweg durch schattige Birkenwälder zu Gurkenfeldern und Gurkeneinlegereien und lädt dazu ein, die Heimat der Spreewaldgurke zu entdecken. Alle beliebten Orte im Spreewald wie Burg, Lübbenau, Lübben, Schlepzig und Straupitz werden dabei entdeckt.

 

Fitnessstudio in der Natur

Im Freien aktiv sein kann aber auch heißen, in einem der beliebtesten Hotels im Spreewald, dem Bleiche Resort & Spa in Burg, an Outdoor-Trainings teilzunehmen: Kraftvoll geht es hier im »Fitnessstudio in der Natur« zu – am Water Rower (Rudergerät), Kurbeltrainer oder SlimBeam (Seilzug). Wenn das orangefarbene Gummiseil (Stroops) auf der grünen Wiese so richtig in Schwingung kommt, sind Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Explosivkraft gefragt.

Rudertraining im Grünen im Bleiche Resort & Spa

Rudertraining im Grünen (Foto: Bleiche Resort & Spa)

Das Battle Rope ist ideal, um Muskelkraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit zu trainieren. Kraft, Körperbalance, Beweglichkeit und Rumpfstabilität werden am TRX-Schlingentrainer verbessert oder beim ElliptiGO – eine Kombination aus elliptischem Radfahren und Crosstraining. Abgerundet wird das Sportprogramm an den top-aktuellen Geräten in der Bleiche durch neue »Box dich fit«-Kurse.

 

Wasser und Wellness

Nicht nur an den Spreewaldfließen ist man von Wasser umgeben, auch in den ausgezeichneten Bädern der Region. Besonders attraktiv für Kinder ist ein Besuch der Spreewelten in Lübbenau. Hier sind beim Baden echte Pinguine zum greifen nah.  Riesenrutschen, Strömungskanal und Wellenbad machen ebenfalls der ganzen Familie Spaß.  In Burg lohnt sich ein Ausflug in die Spreewald Therme mit Solebad und Saunagarten. Nicht weit ist auch ein Ausflug in die Tropcial Islands, wo tropisches Urlaubsvergnügen mit Strand, Wasser und Palmen geboten wird.

Schwimmbad mit Kamin im "Bleiche"

Schwimmbad mit Kamin (Foto: Bleiche Resort & Spa)

Für die Gäste im Bleiche Resort & Spa in Burg steht mit der Landtherme ein 5.000 Quadratmeter großes Badehaus im original Spreewälder Stil bereit: Ein Schwimmbad mit offenem Kamin, ein 25 Meter langes Außenbecken,  ein Türkisches Hamam (42 °C), eine Banja – russische Sauna (60 °C), ein Dampfbad (45 °C), eine Kelosauna (90 °C), eine Kräuterkammer (45 °C), Familienpool mit Sauna für Kinder und mehr.

 

Für jedes Budget

Zahlreiche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze, originelle preiswerte Unterkünfte, aber auch luxuröse Resorts wie das 5-Sterne-Hotel Bleiche Resort & Spa in Burg bieten eine große Vielfalt an Unterkunftsmöglichen im Spreewald für unterschiedlichste Ansprüche.

INFO

Allgemein

Tourismusverband Spreewald
www.spreewald.de

Lage

Der Spreewald liegt etwa 100 km südöstlich von Berlin. Die Größe des Biosphärenreservats ist rund 475 Quadratkilometer. Etwa 18.000 Tier- und Pflanzenarten sind hier zu Hause.

Bootsverleih

Bootsverleih Richter (Lübbenau)
www.bootsverleih-richter.de

Einkehren

Zum Grünen Strand der Spree (Lübbenau)
www.schwerdtners-kahnfahrten.de/

17Fuffzig (Gourmet Restaurant, Burg)
www.bleiche.de/de/17fuffzig

Übernachten

Pension Spreewelten
Schlafen im Kunstwerk. Originelle Zimmer. Günstig für Bahnreisende im Bahnhof  Lübbenau.
www.pension.spreewelten.de

Kartoffelgasthaus & Pension Knidle
Reichhaltiges Frühstücksbuffet, gemütlicher Biergarten, 300 m vom Bahnhof
www.spreewaldsommer.de/knidle/index.html

Bleiche Resort & Spa
Exklusives 5-Sterne-Resort mit 5.000 m² Badehaus in Burg für gehobene Ansprüche.
www.bleiche.de

Events

22.07 & 19.08. 2017 „Lübbener Kahnnächte“ – Erlebniskahnfahrten im nächtlichen Spreewald

25.08.-27.08. 2017 25. Heimat- und Trachtenfest, Burg im Spreewald

23.-24.09. 2017 26. Lehde-Fest, Spreewalddorf Lehde

 

 

 

 

 

 

 

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Costa del Sud: Wandern zwischen Wildschwein & Wacholder

Der Süden Sardiniens bietet das ganze Jahr großes Bergglück. Auf versteckten Pfaden an der Costa del Sud, die ihre Reize auf geführten Touren mit einem Bergführer entfaltet. Dabei werden Gäste auf Gipfel mit Meerblick und in spektakuläre Schluchten begleitet.
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Monte Aidu in der wärmenden Abendsonne

Zwischen hellgrünem Schilf, Schopflavendel und Wacholder ragen Granitfelsen hervor, in welchen der Adler sein Nest baut und sich das Wildschwein versteckt. Auf den zahlreichen imposanten Aussichtspunkten der etwa vier Kilometer weiten Wanderung durch Myrten- und Ginstersträuche blinzelt immer wieder das azurblaue Meer hindurch. Das erleben Trekkingfreunde am Monte Aidu, wo im März 2016 ein neuer Weg errichtet worden ist.

 

Der Reit- und Wanderweg  Sentiero di Monte Aidu ist bei jedem Wetter ein großes Vergnügen. Sein Einstieg ist etwas schwer zu finden, weshalb sich für Urlauber ein organisierter Ausflug mit Wanderführer lohnt. Der ausgezeichnete und vielseitige Wanderführer Enrico Madeddu führt von Teulada aus regelmäßig Exkursionen in dieses wunderschöne Gebiet.

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Herrliche Ginsterblüte vor Teulada

Blaue Strände und bester Wein
Wir befinden uns eine gute Fahrstunde westlich von Cagliari auf dem überaus bezaubernden Territorium der Costa del Sud, welche ihre reizvolle Natur an traumhaften Badestränden mit Blauer Flagge, auf Panoramawanderungen in den Bergen entlang der Küste und in den  fruchtbaren Tälern, wo die Weinsorten Carignano und Vermentino gedeihen, dem Reisenden entfaltet. Für Weinliebhaber ist Santadi zu empfehlen, insbesondere „La Piccola Cantina“ von Andrea Taris oder die berühmte Cantina di Santadi mit seinem Terre Brune und dem Rocca Rubia. Unser Domizil befindet sich in Teulada, eines der schönen sardischen Städtchen, dass sich im Laufe seiner interessanten Geschichte seinen ursprünglichen Charme erhalten hat.

 

Hier im Städtchen Teulada ist  auch Enrico Madeddu in der Via Garibaldi zu Hause, wenn er nicht gerade eine Exkursion in die wunderschöne Wanderregion begleitet. Mit Liebe und Sorgfalt werden immer wieder neue Ziele in Angriff genommen. Meist in der Früh um sieben, oft auch schon in der Morgenfrische um halbsechs, wird gestartet, um zunächst mit PKW einsame Bergstraßen zu erklimmen, wo zu mehrstündigen Wanderungen ins Grüne aufgebrochen wird.

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Erdbeerbaum –  genießbar gegen Weihnachten

Wilder Spargel, Artischocken und Myrte
Wanderer erleben auf Wanderungen eine Pflanzenvielfalt, welche sie in  Südsardinien nicht erwartet hätten. Wilder Spargel, wilde Artischocken, wilder Oleander, Rhododendron und Myrte, aus welcher der berühmte Mirto, ein köstlicher Myrthenlikör, entsteht (sowohl aus der Blüte als auch aus der Beere). Zur Weihnachtszeit ist die Frucht des Erdbeerbaums genießbar.

 

Eine schöne Rundfahrt durch die Berge von Teulada führt in Richtung Punto Sebera. Bei der Auffahrt eröffnen sich schon im Winter vor gelben Ginsterblüten schöne Blicke auf Teulada. Später schweift das Auge aufs Meer hinaus zum Capo Teulada, der südlichsten Spitze Sardiniens. Auf der Punta Sebera sind die Hauptpersonen die Pfingstrosen und die Zyklamen.

An einer Quelle beim Santuario Madonna del Carmelo füllt Enrico die Wasserflaschen auf. Das frische Quellwasser ist im Winter wie im Sommer eine Wohltat. Gleich hinter der Kapelle lockt ein Spaziergang in einem zauberhaften Wald voll erfrischender  Minze. Besonders in der brütenden Sommerhitze lieben die Kühe den schattigen Wald. Am nächsten Tag fahren wir die Serpentinen nach Domus de Maria hinauf, wo wir zu einer Tour zu Is Portas Santas starten.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

In der Via Vittorio erwartet uns Anja in der Bar Musu, welche die Tour mit uns gemeinsam unternimmt. Zwischenetappen auf unserer Tour sind: Sa Tanka de Padenteddu-Sebestianu Fà-Piddizziri-Sa Galanza-Sa Kaxia-Is Arangius-Su Niu de S´Akili-Kazzola-S´Arroka de Antiogu Lay und zurueck. Die Tour erfordert Ortskenntnis oder einen Wanderführer, dafür darf sich der Wanderer auf absolute Wildnis freuen.

 

Eine leichte Wanderung führt von Villa San Pietro in das Tal Su Lilloni und zu den Wildschweinen im gleichnamigen Agriturismo. Ortskundige können die Wanderung bis tief ins Tal weiter forsetzen.

Die besten Jahreszeiten zum Wandern auf Sardinien sind das Frühjahr und der Herbst, denn im Sommer ist es bei bis zu 40 Grad viel zu heiß für derlei Aktivitäten. Aber auch im Winter ist Sardinien für den aktiven Urlaubstypen mit den geschnürten Wanderschuhen eine Reise wert.

INFO

Allgemein
Offizielle Tourismusinformation
der autonomen Region Sardinien
www.sardegnaturismo.it/de

Anreise
Flug Ryanair nach Cagliari, Abholung arrangieren oder Mietwagen oder Bus bis Teulada

Unterkunft

Ferienwohnung in Teulada

Web

Ferienregion Teulada Costa del Sud
www.facebook.com/ferienregionteuladacostadelsud/

Secretu Sardu – Wanderungen und Segeltouren
http://secretusardu.com/

 

 

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Wanderlust an der Costa Dorada

Ein Urlaub an der Costa Dorada, der Goldküste Kataloniens, ist ohne die goldenen Berge im Hinterland nicht komplett. Beim Wandern längs Weingärten,  im Kloster oder beim Klettern, unter Steineichen und in der Serra del Montsant entdeckt man erst die ganze Vielfalt und Schönheit der Region. Ein organisiertes Wanderprogramm macht das Ganze unvergesslich.
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Costa Daurada - Tarragona 005 -® Tarragona Turisme

Antikes Weltkulturerbe vor blauem Meer: Tarragona

Ein schöner Auftakt zum Wandern an der Costa Dorada ist Tarragona. Die antike Stadt mit Weltkulturerbe hat nicht nur ausgezeichnete Restaurants mit viel Flair, sondern auch eine Rambla mit Balkon. Am Ende der Flaniermeile hat man eine großartige Aussicht auf das Meer. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauern und über den Archäologischen Spazierweg.

 

Am Morgen darauf empfängt uns schon der Krauland Wanderbus, um mit uns die herrlichen Berge im Hinterland der Costa Daurada zu entdecken. „Ich hoffe, ihr habt´s alle Steigeisen und genug Seil dabei“, scherzt Wanderführer Gregor, als sich „Montblanc“ Wegweiser verdichten. Aber das gleichnamige Städtchen ist nicht ganz so alpin und liegt nur wenige Kilometer von Poblet, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, entfernt.

Mirador de la Pena bei Poblet

Mirador de la Pena: Fantastische Aussicht bei Poblet

Aussichtsloge mit Picknick
Gleicht hinter Poblet steigen wir in unsere erste Bergwanderung ein. Durch einen grandiosen Steineichenwald wandern wir bei herrlichem Herbstwetter aufwärts zum Mirador de la Pena auf 950 Metern Meereshöhe. Hier empfängt uns ein atemberaubender Rundblick in die weite Landschaft der Costa Daurada und ein Picknick mit Aussichtsloge.

 

Das mächtige Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet, 1151 gegründet und heute das größte bewohnte Zisterzienserkloster Europas, empfing uns als zweites Ausflugsziel. Seit etwa einem Jahrtausend  ist der Zisterzienserorden mit dem Weinbau verbunden. Hier wird der „Pinot Noir“ kultiviert, eine zarte und schwierige Sorte, die weiche und elegante Weine hervorbringt. Das Weingut Abadia de Poblet entstand aus dem Wunsch des Klosters heraus, die tausendjährige Weintradition wieder aufleben zu lassen. Heute werden hier edle Tropfen aus der Region verkostet, gern auch schon vor der anschließenden Klosterbesichtigung.

Santa Maria de Poblet, größtes bewohntes Zisterzienserkloster Europas

Das Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet

In Santa Maria de Poblet fanden einige katalanische und aragonesische Könige in kunstvollen Sarkophagen ihre letzte Ruhe. In dem schon 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Zisterzienserkloster lohnt sich, die schönen Bögen des Kreuzganges in Augenschein zu nehmen ebenso wie das Brunnenhaus. Am Abend werden schöne gregorianische Choräle vorgetragen.

 

Zedern und Zypressen
Tiefenentspannt von gregorianischen Gesängen lasst Gregor auf der Weiterfahrt noch mal verschiedene Pflanzenarten und Tiere des Tages Revue passieren. Salbeiblättrige Zistrose, Zedern und Zypressen. Bienenfresser und Eichelhäher. Unser abendliches Ziel heißt etwas später Falset. Die noch ursprünglich erhaltene Kleinstadt im Priorat strahlt eine behagliche Ruhe aus. Durch enge Gässchen erreichen wir unser gemütliches Hotel „L´Escoleta“, das auf mehreren Etagen einer alten jüdischen Schule schöne Appartements bietet.

La Villela Baixa in der Serra del Montsant

La Vilella Baixa: Montsant für die Fototapete

Nach einem reichlichen Frühstück geht die Fahrt in unserem bequemen Wanderbus morgens weiter. Bei blauem Himmel tingeln wir in die schmucken Berge des Montsant hinein. Einen ersten Stopp legen wir mit Aussicht auf das Bergdörfchen „La Vilella Baixa“ ein, das vor den Felswänden des Montsant seine Reize entfaltet. Nur etwa 200 Einwohner leben in dem verschlafenen Ort, der sich wie ein Gemälde in die Landschaft schmiegt.

Hier sind wir bereits am Eingang der Serra del Montsant. Noch etwa acht weitere Bergdörfer  zählen  zu dem Küstengebirge, das vor allem bei Kletterern äußerst beliebt ist. Die sich hoch auftürmenden Kalkfelsen des Montsant sind ein wahres Eldorado für Sportkletterer. Weltweit bekannt ist vor allem Margalef. Hier befinden sich einige bekannte und sehr schwere Routen. Etwas weniger bekannt Cornudella de Montsant, weit bekannter dessen Teilörtchen Siurana – mit einigen der schwersten Kletterrouten der Welt wie „La Rambla“.

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wein und Wacholder
Siurana ist aber erst unser morgiges Ziel, heute begnügen wir uns mit einer spätsommerlichen Wanderung, die weder Seil noch sonstige Sicherungen erfordert. Herrlich, zwischen bunt gefärbten Weinreben und Wacholderbüschen zu wandern und die Aussicht auf die Felsmassive des Montsant zu genießen. Von Ulldemolins nach Sant Bartomeu führt die von Gregor ausgewählte Tour.

Zum ersten Mal werden die Beine etwas schwer, die Sonne brennt und der Durst meldet sich. Zuerst mal ein Bier. Hervorragende Weine lassen den späteren Nachmittag in der benachbarten Weinregion Priorat äußerst lustig ausklingen. Entspanntes Mittagessen vom Grill im Les Figueres, anschließend eine Weinprobe in der Weinkellerei Clos Figueres. Syrah und Carbernet Sauvignon, gemischt mit den lokalen Traubensorten Garnacha und Carinena. Durchaus erschwinglich, eine Weinprobe ist ab etwa 15 Euro möglich.

 

Wacholder wächst am Wegesrand

Wacholder wächst am Wegesrand

Morgens im schunkeligen Bus nochmal Pflanzenkunde zur Auffrischung: Sternanis und Hagebutte, Immortelle und Currygewächs, Haselnuss und Bittermandel zählen wir auf, welchen wir bereits begegnet sind. Gregor ist stolz auf uns. Noch zu erwähnen ist der Wacholder, der auch im Gin sowie im wieder sehr beliebten Wermut Verwendung findet. Weiter geht die Fahrt ins schmucke Siurana.

 

Schön und spektakulär: Siurana

Auf einem beeindruckenden Felsplateau thront Siurana, ein kleines spektakuläres Bergdorf, das zu den 10 schönsten Dörfern Kataloniens zählt. Heute zählt der bei Kletterern beliebte Ort gerade mal drei Dutzend Einwohner und weit mehr Besucher, die entweder nur die Aussicht genießen oder die reizvolle Umgebung beim Wandern, Biken und Klettern erkunden.

Siurana thront auf einem Felsplateau

Siurana thront auf einem Felsplateau

Dennoch wurde Siurana (737 m ü.M.) nicht wegen des schönen Blicks in so schwindliger Höhe errichtet. Vielmehr diente die Lage zur Verteidigung, als die Christen versuchten, das Land den Mauren abzuringen. Lange galt Siurana als uneinnehmbar. Auch wer ganz einfach das Panorama und die Restaurants in Siurana genießt, hat eine Menge Spaß.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Küche im La Siuranella. Entenleber mit Mango, Gänseleberpastete, Kaviar mit luftgetrocknetem Schinken: Alles mit Liebe kunstvoll zubereitet. Vegetarier kommen bei Himbeer-Ziegenkäse, überbackenem grünen Spargel und Steinpilzen auf ihre Kosten. Dazu ein edler Tropfen Rot- oder Weisswein im urgemütlichen Gastgarten und dabei der unbezahlbare Blick in die Berge des Priorat.

Sonniger Sonntagsbrunch im La Siuranella

Sonntagsbrunch im La Siuranella

Ein Ort, den man gar nicht wieder verlassen möchte. Wer sich Hals über Kopf in das bezaubernde Bergdorf verliebt, kann im Hotel La Siuranella in einem der sechs hübschen Zimmer, welche nach Weintrauben benannt sind, vielleicht gleich ein Quartier beziehen. Es geht natürlich auch günstiger in einem nahe gelegenen Camping. Die goldene Mitte ist eine geführte Wanderwoche mit Krauland in Kooperation mit Neckermann Reisen. Das von Wolfgang Krauland geführte Familienunternehmen aus Österreich schnürt für Gruppen auch Wanderpakete nach Maß und bietet das genussvolle Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ wieder ab Mitte März an (das Detailprogramm steht unter www.krauland.at zum Download bereit).

 

INFO

Allgemein

Katalonien Tourismus
http://katalonien-tourismus.de/

Fremdenverkehrsbüro des Priorat
www.turismepriorat.org/de/

Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona Costa Daurada
www.costadaurada.info

Krauland Reisen
Wandern mit Krauland: Katalonien – Costa Dorada

Facebook
www.facebook.com/catalunyaexperience.de/?fref=ts

App
katalonien-tourismus.de/app-katalonien-ist-aktivurlaub

Anreise

Flug
Abflughäfen für Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ siehe Neckermann Reisen-Katalog Spanien Festland.

Individuelle Anreise mit Flug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Reus und Barcelona. Entfernung Reus-Tarragona 13,5 km, Reus-Siurana 35 km.  Barcelona-Tarragona 98,5 km, Barcelona-Siurana 147 km
Individuelle Anreise mit Bahn: Bahnhof Marsa-Falset, ca. 2 Std. Fahrtzeit ab Barcelona

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Zu den Reben radeln: Gardasee & Brescia auf Weinstraßen

Am Südwestufer des Gardasees laden an der Strada del Vino Colli dei Langobardi bei Brescia und der Strada dei Vini e dei Sapori del Garda leichte Radtouren zur Entdeckung der Wein- und Kulturgüter der Region ein. Wer hier die zauberhaften Orte voller Geschichte erkundet und in das genussvolle Leben entlang der Weinstraßen eintaucht, genießt einen entspannten Urlaub. Weiterlesen

Insgesamt sind an den beiden Weinstraßen im Hinterland von Brescia und am Gardasee zwölf Radtouren verzeichnet und es bleibt jedem selbst überlassen, wo er den Einstieg wählt und an welchen Weingütern, Restaurants, Museen und malerischen Orten er haltmacht. Tourenbeschreibungen inklusive Höhenmeterangaben und GPS-Tracks können auf den Homepages der Weinstraßen heruntergeladen werden, auch Karten sind erhältlich.

Strada del Vino Colli dei Langobardi

Kapitolinischer Tempel in Brescia

Kapitolinischer Tempel in Brescia

Römische Kultur gepaart mit traditionsreichem Weinbau lässt sich auf der Weinstraße der Colli dei Langobardi erleben, die auf etwa 80 Kilometern von Brescia in das hügelige Hinterland führt. Die Reiseroute startet mit Archäologie und Geschichte: So liegt das Santa Giulia Stadtmuseum in Brescia an der Route. Sehenswert sind ebenso der Kapitolinische Tempel und der Alte Dom (Rotonda).

 

Weinberg von Brescia am Fuße der Burg

Weinberg von Brescia am Fuße der Burg

Doch der Wein lässt nicht lange auf sich warten: Im Herzen von Brescia, zu Füßen der über die Stadt thronenden Burg, liegt bereits der erste Weinberg. Hier werden längst in Vergessenheit geratene Rebsorten angebaut, die jedoch früher um Brescia weit verbreitet waren, wie Invernenga, Uccelina und Schiava. Der hier erzeugte Pusterla Wein wird auch im Santa Giulia Museum verkauft.

 

Slow Food und ausgezeichneter Wein in Poncarale

Slow Food und ausgezeichneter Wein in Poncarale

Nicht verpasst werden sollte auf der Weinstraße ein Besuch der Tenuta La Vigna in Capriano del Colle und der Azienda Agricola San Bernardo in Poncarale, ein in fünfter Generation geführtes Weingut mit ausgezeichneten Marzemino-Rotweinen, welches auch Führungen anbietet. In der Trattoria La Tana del Grillo munden dazu Pasta Gratinata al forno mit Gemüse.

 

Auf der sonnenverwöhnten Hochebene des Monte Netto gedeihen neben dem Marzemino, welcher mit Lagrain und Teroldego verwandt ist, weitere Rebsorten wie Sangiovese, Merlot und Trebbiano di Verona.  Durch die Rebstöcke schlängeln sich kaum befahrene Straßen, die Radler von einem Weingut zum nächsten führen. In Variation der gesamten Weinroute stehen auf der Webseite der Weinstraße sechs kürzere Radrouten (GPX, Google Earth, PDF) zum Download zur Verfügung. Neben dem Genuss feinster Speisen und Weine kommt, wie in der Casa Museo Acasa Gallery in Poncarale, auch der Kunstgenuss nicht zu kurz.

Strada dei Vini e dei Sapori del Garda

Die Strada dei Vini e dei Sapori del Garda ist eine Wein- und Genussstraße am Westufer des Gardasees, welche zu Köstlichkeiten dieser Region wie Wein, Olivenöl, Trüffel, Käse und Fisch führt. Fahrradfahrer finden über die reizvollen Orte der Weinstraße verteilt sechs Routen einschließlich GPS-Tracks. Vier Routen sind einfache, auch für Familien geeignete Genusstouren im hügeligen Gelände und zwei richten sich an Mountainbiker, welche Berge erobern wollen.

Bezaubernde Halbinsel Sirmione

Bezaubernde Halbinsel Sirmione

Tour 1 Sirmione – Lugana (32 km)
Die Tour 1 beginnt auf der bezaubernden Halbinsel Sirmione und führt zu den schönsten Orten und Weingütern im Weinbaugebiet Lugana. Kulinarische Tipps auf dieser Route sind das Ristorante al Braciere in Sirmione (ausgezeichnete Fischküche und Pizza vom Holzofen) und das Fenil Conter Ristorante in Pozzolengo (erstklassiges Restaurant)

 

Agriturismo Unicorno in Bedizzole

Agriturismo Unicorno in Bedizzole

Tour 2 Bedizzole – Veltènesi (30 km)
Tour 2 beginnt im idyllischen Bedizzole, etwa 9 km vom westlichen Gardaseeufer entfernt, und führt auf 30 km Distanz rund um den durch viele Weingüter geprägten Ort wieder an den Ausgangspunkt zurück. Eine abwechslungsreiche Tour durch die hügelige Landschaft des Valtenesi. Tipp: Das herrlich ruhige Agriturismo Unicorno in Bedizzole.

 

Tour 3 Desenzano – Lonato – Salo (44 km)
Tour 3 führt von Desenzano del Garda über Lonato nach Salo. Auf- und Abstiege erfordern hier etwas körperliche Fitness, aber werden mit zauberhaften Ausblicken auf den See belohnt.

Cantina Costaripa in Moniga del Garda

Cantina Costaripa in Moniga del Garda

Tour 4 Salo – Rocca di Manerba (33 km)
Tour 4 führt von Salo am westlichen Gardaseeufer zum majestätischen Felsen Rocca di Manerba und über eine Schleife nach Moniga del Garda zurück nach Salo. Tipp: Ausgezeichnete Rosé-Weine, welche in Eichenholzfässern reifen, zum Teil  mit 100 Prozent der autochthonen Rebsorte Gropello, stellt die Cantina Costaripa in Moniga her.

 

Tour 5 Corna Vecchia (19 km, MTB)
Tour 5 am nordwestlichen Gardasee beginnt in Vesio am Eingang des Valle di Bondo unweit von Limone sul Garda. Sie eignet sich auch für Mountainbiker am Gardasee, die etwas Abwechslung zur Kultstrecke Tremalzo suchen. Etwa 700 Höhenmeter sind auf alten Militärpisten zu bewältigen.

 

Excellente Fischküche im Ristorante Il Giglio

Exzellente Fischküche im Ristorante Il Giglio

Tour 6 Salo – Serniga (16,5 km, MTB)
Tour 6 ist eine MTB-Runde ab Salo rund um den Monte St Bartolomeo, auf der etwa 640 Höhenmeter zu bewältigen sind. Kulinarischer Tipp: Ein kurzer Abstecher (2km) von der Route nach Gardone Riviera zum Restaurante Il Giglio, wo ein sardischer Koch ausgezeichnete Fischgerichte vom Gardasee und aus dem Mittelmeer kreiert.

 

In wenigen Tagen verschiedene Teilabschnitte der Weinrouten erradelt, steht nach kurzer erlebnisreicher Zeit schon wieder der Abschied an. Die Weinstraßen um Brescia und am südlichen Gardasee garantieren genussvolle Radtouren mit Kunst- und Kulturgenuss. Die meisten  Touren sind einfach, aber wer möchte kann sich auch etwas sportlicher austoben. Nach dem Motto „Ein großer Wein steckt in einer kleinen Flasche“ kann man mit Vernunft trinken, ausgezeichnet essen und nach einer Tasse italienischen Kaffee munter weiterradeln.

INFO

Allgemein
Bresciatourism
www.bresciatourism.it

Museen in Brescia
www.bresciamusei.com

Turismo Brescia
www.turismobrescia.it

Weinstraße der Colli dei Langobardi
www.stradadevinocollideilangobardi.it

Strada dei Vini e dei Sapori del Garda
www.stradadeivini.it

Anreise
Wir empfehlen die umweltfreundliche Anreise mit der Bahn. Kostengünstig mit SparSchiene Brenner (ÖBB) oder Europa Spezial (DB) bis Verona und Anschlussticket Trenitalia bis Brescia oder Desanzano del Garda-Sirmione (Tickets vom Automaten vor Fahrtantritt entwerten)

Empfehlenswerte Hotels
Hotel Vittoria, Brescia
www.hotelvittoria.com

Agriturismo L´Unicorno, Beddizole
www.unicorno.eu

Weingüter & Restaurants
Signorvino Wine Store and Restaurant, Brescia
www.signorvino.com

Weingut Vigneto Urbano Pusterla, Brescia
www.vignetopusterla.com

Azienda Agricola San Bernardo, Poncarale
www.aziendasanbernardo.it

Fenil Conter Restaurant, Pozzolengo
www.fenilconter.it

Weingut Costaripa, Moniga del Garda
www.costaripa.it

Restaurant Al Braciere, Sirmione
www.ristorantealbraciere.com

Ristorante Il Giglio, Gardone Riviera
www.ristoranteilgiglio.com