Archiv der Kategorie: Wandern

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Mit Berggotta und Berggötte durch die Liechtensteiner Alpen

Die Schweiz hat das Matterhorn, Österreich die Streif, aber das kleine Liechtenstein hat neuerdings den Berggötte und die Berggotta, die dem Urlauber intimste Geheimnisse der Berge verraten. Mit ihrer Heimat innig verbunden, begleiten Sie die Gäste auf über 400 km Wanderwegen, sagenhaften alpinen Steigen und so manch atemberaubenden weglosen Gipfel.
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Eine Bergpatin ("Berggotta") ist mehr als nur Wanderführerin

Berggotta Rosaria: Mehr als nur Wanderführerin

Beim „Berggötte“ und der „Berggotta“ stand der Name Pate für einen Ausdruck tiefer Verbundenheit zwischen Wanderer und Bergführer, zwischen Urlauber und intimen Kennern der Bergwelt. „Gotta“ und „Götte“ (Alemannisch) sind in Liechtenstein und Vorarlberg Ausdrücke für Patin und Pate. Genau das ist der Gedanke hinter dem außergewöhnlichen Projekt, das man im Fürstentum Liechtenstein im Sommer 2016  ins Leben rief.

Wie ein Pate, der oft ein Leben lang Verbundenheit und Sicherheit schenkt, nehmen dabei ausgebildete Wanderleiter und Bergführer die Gäste an die Hand, um sie auf eine unvergessliche Reise in die Liechtensteiner Bergwelt zu begleiten. In Kleingruppen von maximal zehn Personen laden sie ein, verborgene Schätze, sagenumwobene Täler, tierreiche Wälder, atemberaubende Gipfel und die schönsten Ausblicke hautnah zu erleben.

Roasaria, Esther, Nikolaus, Michael,  Herbert und Robert: Sechs Berggotta und Berggötte begleiten den ganzen Sommer bis Mitte Oktober zweimal pro Woche die Urlaubsgäste in ihre Heimat, die Liechtensteiner Bergwelt.  „Wir wollen keinen Massentourismus, sondern die Alpen als echtes Naturerlebnis erhalten“, betont Berggotta Rosaria als Initiatorin.

Berggötte Herbert: Mit der alpinen Tierwelt verbunden.

Berggötte Herbert: Mit der alpinen Tierwelt verbunden

Berggötte Herbert erwartet uns in Vaduz, wo wir mit dem Liechtenstein Bus hinauf nach Gaflei fahren. Von dort erklimmen wir zunächst die Alpspitz (1.999 m), bevor uns unser Weg auf der anderen Bergseite auf den legendären Fürstensteig führt. Für schwindelfreie und trittsichere Wanderer ist der Fürstensteig ein einmaliges Erlebnis. Der 1898 eröffnete und spektakulär in den Fels gehauene Weg zählt zu den schönsten  Weganlagen des Rätikons.

Am Abend treffen wir oberhalb von Steg im Berggasthaus Sücka ein. Das ehemalige Kurhaus erfrischt uns mit „Weiza“ vom Liechtensteiner Brauhaus. Bei großem Wanderhunger bestellen Gäste gerne das „Sückabrett“, und fallen daraufhin auch meist bald ins frisch gemachte Bett. Wer sich die Panoramatour zur Pfälzerhütte über den Rappenstein  zutraut, sollte etwa achteinhalb Stunden reine Wanderzeit einplanen und muss daher schon früh raus.

Der Rappenstein (2.222 m) ist nicht etwa nach dem schwarzen Pferd, auch nicht nach dem kleinsten Schweizer Münzgeld, sondern nach der Bergdohle benannt, welche ebenfalls Rappe heißt. Diese stellt hier gern ihre Flugkünste zur Schau. Was für ein herrlicher Rundblick: Jenseits des Rheins grüßen die Gipfel der Glarner Alpen, die Churfirsten und der Säntis.

In der Ferne leuchtet bei gutem Wetter der Bodensee. Unterwegs passiert man die Jagdhütte „Auf dem Krüppel“, welche ihren Namen von dem ständigen Auf und Ab des Wegs hat – so bezeichneten ihn viele als „Krüppel“. Wem die 1.700 Höhenmeter über den Rappenstein zu viel sind, erreicht die Pfälzer Hütte auch etwas unterhalb auf bequemeren Weg.

Berggötte Nikolaus: Mit Pinot Noir und Malbuner Speck

Berggötte Nikolaus: Mit Pinot Noir und Malbuner Speck

„Jeder Mensch hat seinen eigenen Tritt“, weiß Berggötte Nikolaus. Daher stellt er sich mit angepasstem Schritttempo auf seine Gäste ein, um auf längeren Touren Durchhänger zu vermeiden. Für Nikolaus ist die Bergwelt das beste Heilmittel gegen Burnout und die Entspannung der wichtigste Moment. Wenn es zum Picknick geht, packt er gerne einen Pinot Noir aus dem Ländle und Malbuner Speck aus.

 

Gemeinsam mit Alpacas genießen wir unterhalb des Naafkopf die Rast. Nikolaus erzählt aus seiner Zeit als Trainer vom Liechtensteiner Skiteam und von der Streif-Ikone Marco Büchel, die er selbst ein Jahr trainiert hat. Lebhaft erinnert er sich an Zeiten, wo es noch den „Füferbolla“ gab, ein kleines Bonbon, das mal für fünf Rappen Kindern großes Glück bescherte.

Nach einigen Höhenmetern auf der Pfälzer Hütte (2.108 m) angekommen, hat es abgekühlt und die von Schneefeldern gescheckte Bergwelt Liechtensteins zeigt sich dieses Jahr noch im Juni von seiner winterlichen Seite. Gut, das uns am Abend ein leckeres Rösti erwartet.

Mit Berggötte Michael nachts auf den Naafkopf

Mit Berggötte Michael nachts auf den Naafkopf

Berggötte Michael, der als ausgebildeter Bergführer gerne auch schwerere Gipfel besteigt, macht uns mit den Herausforderungen des nächsten Tages und mit dem Achterknoten vertraut. Tapfere begeben sich mit ihm schon um vier in der Früh zur Sonnenaufgangswanderung auf den Naafkopf (2.571 m). Es ist zwar Ende Juni, aber dennoch wollen dabei einige steile Schneefelder überwunden werden.

 

Michael Bargetze war schon als kleiner Bub immer am Berg unterwegs. „Früher musste noch jeder mit anpacken und heuen.“ Schülerwanderungen führten oft quer durch Liechtenstein. So lernte er früh das „Land hinter dem Tunnel“ zu schätzen und die Berge zu lieben. Später zog es ihn auf die Berggiganten der Welt, nach Alaska, Neuseeland und nach Feuerland.

Zu den sportlichen Höhepunkten des talentierten Bergführers zählt eine Landesumrundung Liechtensteins in nur 23 Stunden und 20 Minuten. Mit erfahrenen Gästen erklimmt Berggötte Michael nach einer Vorbesprechung auf Wunsch auch schwere Gipfel wie Schwarzhorn (2.574 m) oder Grauspitz (2.599 m), auf die keine markierten Wege führen. Der Grauspitz wurde als einer der „European Summits“ (höchste Ländergipfel Europas) in den letzten Jahren immer beliebter, ist aber ohne Bergführer sehr gefährlich zu besteigen.

Auf dem Fürstin Gina Steig

Auf dem Fürstin Gina Steig

Nach einem gesunden Frühstück steht die nach dem Fürstensteig wohl schönste Panoramawanderung Liechtenstens auf dem Programm, der Fürstin Gina Steig. Bis zum höchsten Punkt, dem Gipfelkreuz am Augstenberg (2.359 m), queren wir mehrere Schneefelder. Am Augstenberg kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Michael, Nikolaus und Berggotta Rosaria, die aus Malbun zu uns hinzustößt.

 

Berggotta Rosaria: Geht gern auf weglose Gipfel

Berggotta Rosaria: Geht gern auf weglose Gipfel wie den Ochsenkopf

Berggotta Rosaria hat einen Lieblingsberg: Den Ochsenkopf. Sie geht am liebsten auf Gipfel, auf die keine Wege führen. Davon gibt es in ihrer Heimat noch einige. Heute hat sie das Hahnenspiel (1976m) ausgesucht, das ein tolles Rundum-Panorama zu den höchsten Liechtensteiner Bergspitzen Naafkopf, Schwarzhorn und Grauspitz sowie hinaus ins Walgau zum Dünser Älpele bietet. Auf dem Gipfel genießen wir einen auf wundersame Weise frisch zubereiteten Kaffee. Am Abstieg hält Rosaria eine weitere Überraschung  bereit. Aus einer riesigen Tasche zückt Sie ein Alphorn hervor und stimmt darauf romantische Bergmelodien an.  Später darf dem Schweizerischen Nationalinstrument jeder noch seine ganz individuellen Töne entlocken. Mit Berggotta und Berggötte sind immer einzigartige Erlebnisse vorprogrammiert.

 

INFO

Allgemein
Liechtenstein liegt im Dreiländereck von Liechtenstein, der Schweiz und Österreich. Als Einstieg in die herrliche Bergwelt eignet sich vor allem Malbun, welches von Vaduz aus über eine Bergstraße mit dem Auto oder mit dem Linienbus erreichbar ist.

www.tourismus.li

Wandern mit der Berggotta / dem Berggötte

Von Ende Juni bis Mitte Oktober findet beinahe wöchentlich eine etwas leichtere Dienstagstour (Gehzeit 3-5 Stunden) und eine anspruchsvollere Donnerstagstour (Gehzeit 4-7 Stunden) mit Berggotta/Berggötte statt. Die genauen Termine sind der Homepage zu entnehmen.

Für Gäste der liechtensteinischen Beherberger (Hotels und Pensionen) ist das Wandern mit der Berggotta / dem Berggötte kostenlos. Für Inhaber eines liechtensteinischen Museums- und Erlebnispasses ist das Angebot um CHF 10.- reduziert. Tagesgäste können gegen eine Gebühr von CHF 39.- teilnehmen. Die Teilnehmeranzahl ist pro Entdeckungstag auf 10 „Berg-Paten-Kinder“ beschränkt. Bei mehr als 10 „Berg-Paten-Kinder“ kommt ein zweiter Berggötte oder eine weitere Berggotta hinzu. Treffpunkt ist um 9 Uhr beim „Berggotta Berggötte“ Turm beim Ortseingang Malbun, gegenüber dem Alpenhotel Malbun unterhalb der Kapelle. Anmeldungen telefonisch oder per E-Mail am Vortag bis 10 Uhr an: Liechtenstein Center, Städtle 39, 9490 Vaduz, Liechtenstein, T +423 239 63 63, info@liechtenstein.li

Anreise

Auto
Von München über die A96, in Österreich auf die A14, Ausfahrt Feldkirch

Bahn und Bus
In Feldkirch steigt man einfach von der Bahn auf das gut ausgebaute Busnetz Liechtensteins (LIEmobil) um und erreicht so über die Hauptstadt Vaduz schnell das alpine Malbun.

www.liemobil.li

Übernachtung

Unterkunftssuche in Liechtenstein

Das Alpenhotel Vögeli gleich am Ortseingang von Malbun beim „Berggotta Berggötte“ Turm bietet ein beeindruckendes kulinarisches Angebot und ein erfrischendes Schwimmbad.
http://www.alpenhotel.li/

Die Pfälzerhütte (2108 m) des Liechtensteiner Alpenvereins ist von ca. Mitte Juni bis ca. Mitte Oktober durchgehend bewirtschaftet. Telefonische Reservierung, während der Saison direkt auf der Hütte. Tel. Pfälzer Hütte +423 / 263 36 79

www.alpenverein.li

 

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Wanderlust an der Costa Dorada

Ein Urlaub an der Costa Dorada, der Goldküste Kataloniens, ist ohne die goldenen Berge im Hinterland nicht komplett. Beim Wandern längs Weingärten,  im Kloster oder beim Klettern, unter Steineichen und in der Serra del Montsant entdeckt man erst die ganze Vielfalt und Schönheit der Region. Ein organisiertes Wanderprogramm macht das Ganze unvergesslich.
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Costa Daurada - Tarragona 005 -® Tarragona Turisme

Antikes Weltkulturerbe vor blauem Meer: Tarragona

Ein schöner Auftakt zum Wandern an der Costa Dorada ist Tarragona. Die antike Stadt mit Weltkulturerbe hat nicht nur ausgezeichnete Restaurants mit viel Flair, sondern auch eine Rambla mit Balkon. Am Ende der Flaniermeile hat man eine großartige Aussicht auf das Meer. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauern und über den Archäologischen Spazierweg.

 

Am Morgen darauf empfängt uns schon der Krauland Wanderbus, um mit uns die herrlichen Berge im Hinterland der Costa Daurada zu entdecken. „Ich hoffe, ihr habt´s alle Steigeisen und genug Seil dabei“, scherzt Wanderführer Gregor, als sich „Montblanc“ Wegweiser verdichten. Aber das gleichnamige Städtchen ist nicht ganz so alpin und liegt nur wenige Kilometer von Poblet, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, entfernt.

Mirador de la Pena bei Poblet

Mirador de la Pena: Fantastische Aussicht bei Poblet

Aussichtsloge mit Picknick
Gleicht hinter Poblet steigen wir in unsere erste Bergwanderung ein. Durch einen grandiosen Steineichenwald wandern wir bei herrlichem Herbstwetter aufwärts zum Mirador de la Pena auf 950 Metern Meereshöhe. Hier empfängt uns ein atemberaubender Rundblick in die weite Landschaft der Costa Daurada und ein Picknick mit Aussichtsloge.

 

Das mächtige Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet, 1151 gegründet und heute das größte bewohnte Zisterzienserkloster Europas, empfing uns als zweites Ausflugsziel. Seit etwa einem Jahrtausend  ist der Zisterzienserorden mit dem Weinbau verbunden. Hier wird der „Pinot Noir“ kultiviert, eine zarte und schwierige Sorte, die weiche und elegante Weine hervorbringt. Das Weingut Abadia de Poblet entstand aus dem Wunsch des Klosters heraus, die tausendjährige Weintradition wieder aufleben zu lassen. Heute werden hier edle Tropfen aus der Region verkostet, gern auch schon vor der anschließenden Klosterbesichtigung.

Santa Maria de Poblet, größtes bewohntes Zisterzienserkloster Europas

Das Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet

In Santa Maria de Poblet fanden einige katalanische und aragonesische Könige in kunstvollen Sarkophagen ihre letzte Ruhe. In dem schon 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Zisterzienserkloster lohnt sich, die schönen Bögen des Kreuzganges in Augenschein zu nehmen ebenso wie das Brunnenhaus. Am Abend werden schöne gregorianische Choräle vorgetragen.

 

Zedern und Zypressen
Tiefenentspannt von gregorianischen Gesängen lasst Gregor auf der Weiterfahrt noch mal verschiedene Pflanzenarten und Tiere des Tages Revue passieren. Salbeiblättrige Zistrose, Zedern und Zypressen. Bienenfresser und Eichelhäher. Unser abendliches Ziel heißt etwas später Falset. Die noch ursprünglich erhaltene Kleinstadt im Priorat strahlt eine behagliche Ruhe aus. Durch enge Gässchen erreichen wir unser gemütliches Hotel „L´Escoleta“, das auf mehreren Etagen einer alten jüdischen Schule schöne Appartements bietet.

La Villela Baixa in der Serra del Montsant

La Vilella Baixa: Montsant für die Fototapete

Nach einem reichlichen Frühstück geht die Fahrt in unserem bequemen Wanderbus morgens weiter. Bei blauem Himmel tingeln wir in die schmucken Berge des Montsant hinein. Einen ersten Stopp legen wir mit Aussicht auf das Bergdörfchen „La Vilella Baixa“ ein, das vor den Felswänden des Montsant seine Reize entfaltet. Nur etwa 200 Einwohner leben in dem verschlafenen Ort, der sich wie ein Gemälde in die Landschaft schmiegt.

Hier sind wir bereits am Eingang der Serra del Montsant. Noch etwa acht weitere Bergdörfer  zählen  zu dem Küstengebirge, das vor allem bei Kletterern äußerst beliebt ist. Die sich hoch auftürmenden Kalkfelsen des Montsant sind ein wahres Eldorado für Sportkletterer. Weltweit bekannt ist vor allem Margalef. Hier befinden sich einige bekannte und sehr schwere Routen. Etwas weniger bekannt Cornudella de Montsant, weit bekannter dessen Teilörtchen Siurana – mit einigen der schwersten Kletterrouten der Welt wie „La Rambla“.

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wein und Wacholder
Siurana ist aber erst unser morgiges Ziel, heute begnügen wir uns mit einer spätsommerlichen Wanderung, die weder Seil noch sonstige Sicherungen erfordert. Herrlich, zwischen bunt gefärbten Weinreben und Wacholderbüschen zu wandern und die Aussicht auf die Felsmassive des Montsant zu genießen. Von Ulldemolins nach Sant Bartomeu führt die von Gregor ausgewählte Tour.

Zum ersten Mal werden die Beine etwas schwer, die Sonne brennt und der Durst meldet sich. Zuerst mal ein Bier. Hervorragende Weine lassen den späteren Nachmittag in der benachbarten Weinregion Priorat äußerst lustig ausklingen. Entspanntes Mittagessen vom Grill im Les Figueres, anschließend eine Weinprobe in der Weinkellerei Clos Figueres. Syrah und Carbernet Sauvignon, gemischt mit den lokalen Traubensorten Garnacha und Carinena. Durchaus erschwinglich, eine Weinprobe ist ab etwa 15 Euro möglich.

 

Wacholder wächst am Wegesrand

Wacholder wächst am Wegesrand

Morgens im schunkeligen Bus nochmal Pflanzenkunde zur Auffrischung: Sternanis und Hagebutte, Immortelle und Currygewächs, Haselnuss und Bittermandel zählen wir auf, welchen wir bereits begegnet sind. Gregor ist stolz auf uns. Noch zu erwähnen ist der Wacholder, der auch im Gin sowie im wieder sehr beliebten Wermut Verwendung findet. Weiter geht die Fahrt ins schmucke Siurana.

 

Schön und spektakulär: Siurana

Auf einem beeindruckenden Felsplateau thront Siurana, ein kleines spektakuläres Bergdorf, das zu den 10 schönsten Dörfern Kataloniens zählt. Heute zählt der bei Kletterern beliebte Ort gerade mal drei Dutzend Einwohner und weit mehr Besucher, die entweder nur die Aussicht genießen oder die reizvolle Umgebung beim Wandern, Biken und Klettern erkunden.

Siurana thront auf einem Felsplateau

Siurana thront auf einem Felsplateau

Dennoch wurde Siurana (737 m ü.M.) nicht wegen des schönen Blicks in so schwindliger Höhe errichtet. Vielmehr diente die Lage zur Verteidigung, als die Christen versuchten, das Land den Mauren abzuringen. Lange galt Siurana als uneinnehmbar. Auch wer ganz einfach das Panorama und die Restaurants in Siurana genießt, hat eine Menge Spaß.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Küche im La Siuranella. Entenleber mit Mango, Gänseleberpastete, Kaviar mit luftgetrocknetem Schinken: Alles mit Liebe kunstvoll zubereitet. Vegetarier kommen bei Himbeer-Ziegenkäse, überbackenem grünen Spargel und Steinpilzen auf ihre Kosten. Dazu ein edler Tropfen Rot- oder Weisswein im urgemütlichen Gastgarten und dabei der unbezahlbare Blick in die Berge des Priorat.

Sonniger Sonntagsbrunch im La Siuranella

Sonntagsbrunch im La Siuranella

Ein Ort, den man gar nicht wieder verlassen möchte. Wer sich Hals über Kopf in das bezaubernde Bergdorf verliebt, kann im Hotel La Siuranella in einem der sechs hübschen Zimmer, welche nach Weintrauben benannt sind, vielleicht gleich ein Quartier beziehen. Es geht natürlich auch günstiger in einem nahe gelegenen Camping. Die goldene Mitte ist eine geführte Wanderwoche mit Krauland in Kooperation mit Neckermann Reisen. Das von Wolfgang Krauland geführte Familienunternehmen aus Österreich schnürt für Gruppen auch Wanderpakete nach Maß und bietet das genussvolle Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ wieder ab Mitte März an (das Detailprogramm steht unter www.krauland.at zum Download bereit).

 

INFO

Allgemein

Katalonien Tourismus
http://katalonien-tourismus.de/

Fremdenverkehrsbüro des Priorat
www.turismepriorat.org/de/

Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona Costa Daurada
www.costadaurada.info

Krauland Reisen
Wandern mit Krauland: Katalonien – Costa Dorada

Facebook
www.facebook.com/catalunyaexperience.de/?fref=ts

App
katalonien-tourismus.de/app-katalonien-ist-aktivurlaub

Anreise

Flug
Abflughäfen für Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ siehe Neckermann Reisen-Katalog Spanien Festland.

Individuelle Anreise mit Flug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Reus und Barcelona. Entfernung Reus-Tarragona 13,5 km, Reus-Siurana 35 km.  Barcelona-Tarragona 98,5 km, Barcelona-Siurana 147 km
Individuelle Anreise mit Bahn: Bahnhof Marsa-Falset, ca. 2 Std. Fahrtzeit ab Barcelona

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Vitalurlaub im Meraner Land

Wenn der Gastgeber gleichzeitig geprüfter Wanderführer oder Mountainbike-Guide ist, der Morgen mit Yoga und Gymnastik startet und am Abend regionale Köstlichkeiten locken, ist ein entspannter Aktivurlaub in Südtirol programmiert. Genau dafür stehen die Vitalpina Hotels, welche im Meraner Land einladen, die Wanderstiefel zu schnüren und in die Pedale zu treten. Weiterlesen

Schneebedeckte Bergspitzen und Palmenpromenaden, Cappuccino auf der Piazza, Apfelblüten so weit das Auge reicht: Im Meraner Land zeigt sich Südtirol von seiner sonnigsten Seite. Abwechslungsreichen Aktivurlaub bieten hier die Vitalpina Hotels Ansitz Golserhof in Dorf Tirol sowie das Design Hotel Tyrol in Rabland, welches speziell Mountainbikern allerhand bietet.

In Schwung kommen

Erst einmal richtig durchatmen. Manche machen das ganz automatisch, wenn Sie im sonnigen Südtirol ankommen. Anderen fällt es nicht so leicht, gänzlich vom Arbeitsstress abzuschalten. Daher haben Vitalpina Hotels das Programm „Durchatmen“ enwickelt. Das fein abgestimmte Programm ist ein Schlüssel zu tiefer Entspannung und schließt neben Yoga- und Atemübungen verschiedene Gymnastikübungen ein, die auch die Gelenkigkeit und Muskelentspannung fördern. Der traumhafte Ausblick von der Terrasse im Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol tut sein Übriges, um schon beim Frühstück in den Urlaubsmodus zu schalten.

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Das Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol ist der ideale Ausgangspunkt für leichte und anspruchsvolle Wanderungen, zu denen Wanderführer Luis und Hausherr Patrick mit den Gästen aufbrechen. Idyllisch, aussichtsreich und zugleich kulinarisch ist eine Wanderung über den Herrschaftsweg zum Gasthof Farmerkreuz mit exzellenter Gourmet-Küche und Interpretationen Südtiroler Küche. Dabei überrascht eine riesige Auswahl aus einem Dutzend verschiedener Grappas, viele aus Brennereien in Südtirol. Anspruchsvoller, aber sehr reizvoll sind Touren zu den Spronser Seen, hochalpine Bergseen zwischen 2117 und 2589 Metern Höhe, zu denen geführte Wanderungen angeboten werden. Auch eine Gipfeltour zum Ifinger mit gesichertem Klettersteig setzt Bergerfahrung und Schwindelfreiheit voraus.

 

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Pool am Design Hotel Tyrol

Im Flow bleiben

Eine mittelschwere Wanderung folgt von Dorf Tirol dem Algunder Waalweg nach Rabland im Vinschgau, wo mit dem Design Hotel Tyrol ein weiteres, modernes Vitalpina Hotel mit schönem Pool auf Wanderer und Biker wartet. Boris Frei, Gastgeber im Design Hotel Tyrol in Rabland, ist geprüfter „Bike-Guide Südtirol“. Jeden Mittwoch bricht er mit seinen Gästen zu Mountainbike-Touren in die umliegenden Berge auf. An den übrigen Tagen (außer Sonntag) laden Guides der „Ötzi Bike-Academy“ zu geführten Mountainbike-Touren ein. Ein Monitor an der Rezeption verrät, wann die nächste Biketour startet. Die Infrastruktur zum Biken ist gigantisch, was schon die Auswahl an Leihrädern deutlich macht.

 

Rent a mountainbike: 29-Zoll-Fully von Bergamont

Rent a MTB: Bergamont 29er-Fully

Im Design Hotel Tyrol hat der Kunde die Wahl zwischen neuesten Fully-MTBs und Rennrädern aus dem Rose Test Center im Haus oder nagelneuen Fullys aus dem Bergamont Test Center im Nachbardorf. In das brandneue Bergamont Contrail 6.0 29 Zoll Fully mit 120 mm Federweg und Shimano SLX 3×10 Schaltung, mit SPD-Kombipedalen montiert und für 30 Euro am Tag fast ein Schnäppchen, verliebe ich mich blitzschnell. Boris hat mir eine Radrunde herausgesucht, die für einen dreiviertel Tag genau das richtige ist. Als Aufstiegshilfe dient die 2013 neu errichtete Panoramaseilbahn Aschbach, welche als Bikeshuttle auf 1.350 Meter Meereshöhe führt. Hier startet meine Mountainbike-Runde, welche über Eggerhof und  Eggersteig auf das traumhafte Hochplateau Vigiljoch auf rund 1.800 Metern Höhe führt.

 

Nur wenig weiter besteht am Seespitz die Möglichkeit, urig einzukehren, ehe von dort die Abfahrt entweder über den Güterweg oder wesentlich spektakulärer auf dem Steinbruch Trail erfolgt, der auf knapp sechs Kilometern 930 Höhenmeter Downhill-Spaß bietet, einschließlich Wurzelpassagen, flowigen Teilstücken und bis zu 30 Zentimeter hohen Absätzen (steil bis sehr steil). Zurück am Hotel, warten der erfrischende Pool und die Sauna auf die müden Bikerbeine.

Tipp: Die Aktiv Panorama Karte vom Tourismusverein Partschins, Rabland und Töll enthält Beschreibungen der MTB-Touren in und Trails in der Region.

INFO

Anreise

Auto
München – Rosenheim – Kufstein (A 12 Inntalautobahn, mautpflichtig) – Innsbruck (A 13 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Brenner (A 22 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Bozen (Ausfahrt Bozen Süd) – Meran (MEBO-Schnellstraße) (weiter Richtung Reschenpass (SS 38) bis Rabland (Design Hotel Tyrol) oder Ausfahrt Meran Süd/Sinich –Tirol/Tirolo (Ansitz Golserhof)

Bregenz – Arlberg – Landeck – Reschenpass (Staatsstraße 40 + 38) – Rabland – Meran

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene. Anreise zum Gölser Hof bis zum Bahnhof Meran, Anreise zum Design Hotel Tyrol bis Bahnhof Rabland (Vinschgaubahn). Tipp: Die österreischische Bahn lockt mit der „Sparschiene Brenner“, mit welcher Fahrten bis zum Brenner aus ganz Österreich ab 9,00 Euro erhältlich sind. Ab dem Brenner beginnt der Verkehrsverbund Südtirol, der mit Mobilcard Südtirol eine günstige Möglichkeit bietet, ganz Südtirol zu bereisen. Diese Karte ist für einen, drei oder sieben Tage erhältlich und gilt in Regionalzügen in ganz Südtirol. Allerdings muss sie vor Fahrtantritt erworben und ebenso davor im Verkehrsverbundsautomaten entwertet werden. Attraktive Direktverbindungen mit Regionalzug Brenner-Meran.

Tourismusinformationen

Meraner Land
www.meranerland.com

Dorf Tirol
www.dorf-tirol.it

Partschins-Rabland-Töll
www.partschins.com

Hotels

Vitalpina Hotels Südtirol
Pfarrplatz 11
I-39100 Bozen
Tel.: +39 0471 999 980
info@vitalpina.info
www.vitalpina.info

Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof
Aichweg 32
I-39019 Dorf Tirol / Meran
Südtirol – Italien
www.golserhof.it

Design Hotel Tyrol
Familie Frei
Hans-Guet-Str. 40
I-39020 Rabland
Südtirol – Italien
www.tyrol-hotel.it

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Sanft mobil: Zauberhafter Urlaub in Ratschings

Keine Hektik, kein Lärm, dafür Natur pur und eine bezaubernde Bergwelt zu entdecken: Gleich hinter dem Brenner eröffnet sich in der Ferienregion Ratschings ein alpiner Traum, der zur sanften Erkundung mit E-Bikes, Mountainbikes oder den Bergschuhen einlädt. Neuerdings ist das Eingangstor in diese herrliche Gegend noch leichter mit der Bahn ab Österreich erreichbar. Weiterlesen

Im "FLIRT" Zug nach Italien

Im „FLIRT“ Zug nach Italien: Verführerischer Urlaubsstart

Es ist herrlich entspannend, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen. Kein Stau, keine Maut, keine Baustellen. Einfach die Landschaft genießen und ausgeruht in Italien ankommen. Während die internationalen Züge nur die größeren Städte wie Brixen und Bozen ansteuern, werden viele kleine bezaubernde Orte nur von Regionalzügen angefahren. Dazu musste man lange am Brennerbahnhof mit improvisierten Hinweisschildern umsteigen.

 

Nun kann man zumindest einmal am Tag von Innsbruck in einem der modernen „FLIRT“ Züge von Innsbruck in viele der kleineren Urlaubsperlen Südtirols durchstarten. Und somit auch nach Sterzing (Vipiteno), dem Tor zur Alpinen Perle Ratschings am Eingang ins Ridnauntal, wo Urlauber von vielen Hotels in die bezaubernde Bergwelt abgeholt werden.

Sanft mobil bis auf die Gipfel

Die Alpine Perle Ratschings in Südtirol bietet ein für alpine Urlaubsorte einzigartiges Angebot sanfter Mobilität. So werden regelmäßig geführte E-Bike-Touren angeboten, an verschiedenen Stationen können E-Bikes auch für mehrere Tage geliehen werden. Wer das Mountainbiken mit dem E-Mountainbike entdecken möchte, dem eröffnen sich tolle Touren. Aber auch Wanderungen zu Almen und Gipfelspitzen sind aussichtsreich und genussvoll.

_ratschingsdetail2Majestätisch erhebt sich das Gebirge, so weit das Auge blickt. Bis hinauf zum Übeltalferner, dem größten Gletscher Südtirols, zieht sich das Ridnauntal. In der Ferne ist auf 3.195 Metern Meereshöhe das Becherhaus erkennbar. Wanderer gehen ab Maiern sieben Stunden zur höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols. So hoch muss mit Mountainbike oder E-Bike niemand hinaus.

In kombinierten Bike-and-Hike-Touren lässt sich auch alpines Gelände erkunden. Eine schöne, beschilderte Biketour führt auf die Aglsbodenalm (1.717 m), von der aus bis zu Bergspitzen gewandert werden kann. Auch wer nicht so hoch hinaus will, findet im Ratschings-, Jaufen- und Ridnauntal jede Menge Abwechslung. Von seiner lieblichen Seite zeigt sich ganz besonders das Ridnauntal bis Maiern, welches mit dem E-Bike problemlos in einer Nachmittagstour ab Sterzing oder Gasteig erkundet werden kann. Von den Berghängen stürzen malerische Wasserfälle ins Tal hinab. Ratschings zählt zu den Alpinen Perlen, welche sich dem nachhaltigen Tourismus und der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Auf zur E-Bike-Tour

Am Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental empfängt uns Werner Pittracher. Die durchtrainierten Beine und das 29-Zoll-Mountainbike von Scott (im Bereich der Trinkflasche unscheinbar elektronisch unterstützt) lassen nicht darauf schließen, dass er uns der Bike-Guide auf eine E-Bike-Tour begleitet. Kurz erklärt Werner die wichtigsten Funktionen der elektronisch unterstützten Mountain- und Trekkingbikes, dann geht es los. Zuerst gleiten wir hinab nach Gastein (970 Meter), um von dort das Ridnauntal hinauf zu strampeln. Bis nach Ridnaun, einer 800 Seelen Gemeinde auf 1342 Metern, sind es knapp 400 Höhenmeter.

 

 

In Ridnaun steigen wir in die „Talrundfahrt Ridnauntal“ (E-Bike-Tour 1) ein. Ridnaun lockt allerdings auch mit bezaubernden Wanderungen: Ein steiler aber kurzer Aufstieg führt in 3,5 Stunden auf das Gipfelplateau des Mareiter Stein, ein leichter Rundwanderweg mit 4 bis 5 Stunden Gehzeit bietet sich am Gospeneid auf 1.455m Seehöhe. Traumhafte Ausblicke haben Aktivurlauber auch bei einer Rundwanderung auf die Zunderspitze.

Im urigen Gasthof "Zum Pfitscher" fehlt es an nichts.

Im urigen Gasthof „Zum Pfitscher“

Urig einkehren

Etwas weiter auf unserer E-Bike-Tour kehren wir im Restaurant „Zum Pfitscher“ ein. Das schön renovierte, denkmalgeschützte Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert verzaubert durch sein besonderes Ambiente und verführt die Gäste mit regionalen kulinarischen Genüssen: Eine erlesene Auswahl an Südtiroler Weinen, exquisite Gourmet-Küche und eine große Auswahl an Pizzas lassen keine Wünsche offen. Wer hier erst spätabends von ausgedehnten Touren einkehrt, kann sich noch bis Mitternacht satt essen. Sollte eines der romantischen Zimmer frei sein, wird sich so manches Biker-Paar überlegen, hier nach der Tour die Nacht zu verbringen.

 

Nach der rasanten und malerischen Abfahrt über das Schloss Wolfsthurn stehen nochmal etwa 200 Höhenmeter zu unserem Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental an. Bei diesem Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer nachhaltig unterwegs war, also vorwiegend mit Muskelkraft ohne unterwegs die elektronische Unterstützung hochzustellen, hat genug Akku bis ans Ziel. Alles in allem ein Lehrstück in sanfter Mobilität in bezaubernder Bergwelt.

INFO

Anreise

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene bis Brenner (von dort aus nur 20 Minuten mit Trenitalia-Regionalzügen bis zum Bahnhof Vipiteno/Sterzing). Einmal täglich direkte Regionalzugverbindung ab/bis Innsbruck (Stand 12/2014). Hotels holen Reisende gerne am Bahnhof Sterzing ab, von dort sind es je nach Ferienort im Ridnauntal, Ratschingstal oder Jaufental etwa 10 bis 15 Minuten Fahrzeit.

Aktivitäten

E-Bike
Ein E-Bike-Tourenführer auf www.ratschings.info enthält zahlreiche Tourenvorschläge einschließlich Distanz und Höhenmetern, ebenso sind Verleih- und Batteriewechselstationen verzeichnet. Dienstags und Donnerstags geführte E-Bike-Touren, Anmeldung und Info bei rent and go Rosskopf (+39 0472 760 627).

Mountainbike
Mittelschwere und anspruchsvolle MTB-Touren mit bis über 1.000 Höhenmetern und Schiebepassagen. Weitere Infos auf www.ratschings.info

Wandern
Die Auswahl an Wanderungen ist groß. Im Ridnauntal, dem Ratschingstal und dem Jaufental liegen etwa zwanzig bewirtschaftete Almen, die zur Einkehr einladen.

Hotels und Gasthöfe

Mittertal
Das idyllisch gelegene Natur- und Wanderhotel Rainer in Mittertal im Jaufental zeichnet sich durch ein nachhaltiges Konzept und schöne Zirbenholz-Zimmer aus. Kathrin und Johannes Rainer sind auf Wünsche von Bikern ebenso wie Wanderer eingestellt und bieten entspannende Extras wie Kräuterseminare und Massagen.
www.hotel-rainer.it

Braunhofe
Der romantische Pfitscher Hof in einem denkmalgeschütztem Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert in Braunhofe im Ridnauntal zeichnet sich durch eine exquisite Gourmet-Küche, aber auch heimische Spezialitäten aus. Zwei gemütliche Doppelzimmer laden darüber hinaus auch zum Übernachten ein.
www.zumpfitscher.it

Fahrradverleih

– Radverleih M2-Bike und Walter’s Radlklinik in Sterzing
– Radverleih Rent & Go Ridnaun, Rosskopf, Ratschings

Kontakt

Tourismusverein Ratschings
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www.ratschings.info

Alpine Pearls – natürlich sanfter Urlaub
www.alpine-pearls.com

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Im Fassatal bei der „Fee der Dolomiten“

Moena – auch die „Fee der Dolomiten“ genannt – ist ein beschauliches Städtchen im Norden Trentinos, welches voller Geschichte und alpiner Erlebnisse steckt. Wo vor 100 Jahren noch der Krieg tobte, treffen heute Biker und Bergsteiger in friedlicher Absicht aufeinander. Mal wird beschleunigt, mal entschleunigt: Von der rasanten Abfahrt geht es auf den Barfußpfad, und wer sich traut, kann sogar an Italiens größtem Mountainbike-Rennen teilnehmen. Weiterlesen

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Das Wanderparadies beginnt direkt hinterm Terrassenzaun meines schönen Zimmers im Hotel Zirmes. Wer so einen Ausblick hat, der möchte doch gleich die Wanderschuhe schnüren. Dazu gibt es auch reichlich Gelegenheiten im Fassatal. Ein dichtverzweigtes Wanderwegnetz ermöglicht über eine Gesamtlänge von 2.440 km, wahre Meisterwerke der Dolomiten zu entdecken wie die Latemartürme, die Sellagruppe und die Marmolada. Wie mag es wohl gewesen sein, als sich an den Bergkämmen, welche heute Südtirol und Trentino trennen, einst feindliche Truppen gegenüberstanden? Einen lebendigen Eindruck darüber vermittelt der „Percorso della GrandeGuerra“ am St Pellegrino Pass, welchen wir von der Bergstation „Costabella“ erkunden.

 

Wandern, wo einst der Weltkrieg wütete

Wo einst der Krieg in den Dolomiten wütete

Schauplätze des 1. Weltkriegs

Unweit des Sessellifts lassen sich bereits einige italienische Stellungen und Bunker besichtigen. Für trittsichere Wanderer gibt es auch eine etwa fünfstündige alpine Wanderung auf den Costabellakämmen, welche allerdings mit Sicherungsseil begangen werden sollte. Mit Riccardo Franceschetti, dem Bürgermeister von Moena, wanderen wir auf einem faszinierenden Weg voller Erinnerungen an den ersten Weltkrieg, zwischen Schützengräben und Bunkern inmitten der heute idyllischen Landschaft. Wo heute der Enzian blüht, ergossen sich einst Tonnen von Blei und Granaten über die Soldaten. Da läuft es einem ganz schön schaurig den Rücken runter! Welch ein Segen, dass längst Frieden eingekehrt ist im Fassatal.

Barfußlaufen in besonderer Blütenpracht

Barfuß die Natur neu entdecken

Barfuß die Natur neu entdecken

Segensreich ist auch die Wiederentdeckung einer ganz einfachen Form der Naturwahrnehmung: Das Barfußlaufen. Der Barfußpfad in Moena ist ein Weg für alle Altersgruppen, welcher barfuß begangen werden sollte, um Wasser, Moose, Kräuter, Blüten, duftende Wälder und Tannennadeln hautnah und lebendig zu spüren. Während die Fußsohlen den Waldboden spüren, weckt Poesie den Geist für die Natur. Das ist Entschleunigung pur und nachhaltige Erholung für alle Sinne. Auf einer Informationstafel ist ein Gedicht von Hermann Hesse zu lesen, für den Bäume als Heiligtümer galten, auf einer anderen der italienische Autor Mario Rigoni Stern, der ebenso erkannte: „Ohne den Wald wäre unsere Erde nur träge Materie im Kosmos.“

 

Biken, bis die Beine brennen

Moena macht Mountainbiker munter

Moena macht Mountainbiker munter

Einmal im Jahr findet in Moena der größte Mountainbike-Marathon ganz Italiens statt. Jeweils im September wird der Ort zum Treffpunkt sportlicher Mountainbiker, denn dann findet „Val di Fassa Bike“ statt, ein echter Klassiker unter den Mountainbike-Veranstaltungen, welcher aus dem MTB-Marathon „Rampilonga“ hervorgegangen ist, der hier schon 1989 das erste Mal stattfand. Über 4500 Teilnehmer aus Nah und Fern messen Ihr Können über drei Distanzen. Aber auch Mountainbike-Einsteiger fühlen sich im Fassatal wohl. Mountainbike-Fans haben die Qual der Wahl. Die Auswahl reicht von besonders einfachen bis zu schwereren Strecken, welche selbst talentierte Mountainbiker auf die Probe stellen. Eine Mountainbike-Karte mit 13 Tourenvorschlägen ist kostenlos erhältlich.

INFO

Allgemein

Die kleine Stadt Moena im Fassatal liegt umgeben von den Dolomiten im Trentino und ist ein beliebtes Urlaubsziel für Naturliebhaber, Biker und Wanderer.

Hintergrund 

Moena zählt seit 2011 zu den „Alpine Pearls“. Dabei handelt es sich um einen vielfach prämierten Verein, der sich für nachhaltiges Reisen im Alpenraum engagiert. Seit neun Jahren machen sich die nunmehr 29 Mitgliedsorte in sechs Ländern dafür stark, bei Reisen auf das Auto zu verzichten und lieber auf sanft-mobile Weise, sprich: umweltfreundlich und klimaneutral die Alpen zu erkunden.

www.alpine-pearls.com

Anreise

Umweltfreundlich mit Bus & Bahn

Die kürzeste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht von Bozen (EC-Anschluss) mit Bus nach Vigo di Fassa, Linie Bolzano-Vigo, dann weiter mit dem Bus Richtung Trient bis Moena (Linie 101 Trento-Penia) oder mit dem Abholservice in Vigo di Fassa nach Moena. Eine leichtere, etwas längere Verbindung besteht von Trient (direkter EC-Anschluss mit Bahn über den Brenner). Von hier verkehren direkte Busse Richtung Penia (Linie 101) bis Moena.

Tipp: Busverbindungen im Trentino sucht man auf den Webseiten der Bahn, ÖBB und SBB meist vergeblich, für die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen sich jedoch auf der Webseite von Trentino Trasporti (deutsche Version) internationale Abreisebahnhöfe angeben und durchgehende Verbindungen mit Umstieg auf Bus bis Moena berechnen.

Die Bahnhöfe Bozen oder Trient sind leicht mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) ebenfalls über Innsbruck, dort Umstieg auf Eurocity über den Brenner.

Nützliche Links

Alpine Pearls – Moena

http://www.alpine-pearls.com/perlen/italien/moena.html

Val di Fassa

www.fassa.com

Val di Fassa Bike
www.valdifassabike.it

 

Latemar: Ein Gebirgsstock der Superlative

Eggental: Die bezaubernde Sonnenseite der Dolomiten

Nur etwa 20 Kilometer von Bozen liegt eine Perle der Dolomiten versteckt: Wer im Südtiroler Eggental die Wanderschuhe schnürt, kann das Unesco-Welterbe mit Rosengarten, Latemar und Schlernmassiv von seiner Sonnenseite erleben. Sagenhaft günstig und zugleich entspannt kommt man übrigens mit den Sparpreisen der Bahnen und der Mobilcard Südtirol ans Ziel. Weiterlesen

Für 9 Euro auf den Brenner

Für 9 Euro auf den Brenner

Wer zum Wanderurlaub in die Südtiroler Dolomiten aufbricht, überquert zumeist erst einmal den Brenner auf der vielbefahrenen Brennerautobahn. Doch dabei geht es auch günstiger und umweltfreundlicher. Allein die Maut für Arlberg Tunnel und Brennerautobahn zusammen kostet zum Beispiel bis auf den Brenner schon knapp 18 Euro, Benzinkosten nicht eingerechnet. Schon für die Hälfte, nämlich ab 9 Euro, kann man mit der ÖBB mit Sparschiene Österreich aus Vorarlberg bis auf den Brenner fahren.

Mit der Mobilcard Südtirol ist man ab Brenner Südtirolweit für 28 Euro eine ganze Woche in Bus und Bahn (Regionalzüge) mobil. Ähnlich günstige Preise bietet die Deutsche Bahn, z.B. im EuroCity umstiegsfrei von München nach Bozen ab 29 Euro (Europa Spezial). In Bozen angekommen, ist es auch nur noch ein Katzensprung bis ins Eggental. Viele Hotels arrangieren einen kostenlosen Abholservice, es gibt aber auch gute Busverbindungen ins Eggental.

Erst einmal im Eggental angekommen, sind es neben Sonnenschein und gutem Schuhwerk im Grunde nur zwei Dinge, die benötigt werden, damit ein erholsamer Wanderurlaub auch ganz ohne Auto gelingt: Die Mobilitätsfibel und die Wanderfibel des Tourismusverbands. Erstere enthält alle Busverbindungen und Wandertipps ab den Haltestellen, zweitere 35 Wandertipps und Klettersteige, die zu den schönsten der Region zählen. Beide Fibeln sind so leicht, dass sie auch auf dem höchsten Gipfel nie eine Last sind. Die Wanderfibel ist zugleich Wanderpass, mit der die Eggental-Wandernadel in Silber und Gold erwandert werden kann.

Zu den echten Wander-Highlights im Eggental zählen die Rosengartenumrundung und eine Rundwanderung zur Latemarhütte (2.671 m), bei Italienern Pisahütte genannt. Der beste Weg dorthin beginnt in Obereggen, wo in unmittelbarer Liftnähe das Sporthotel die Wanderer empfängt. Mit dem Oberholzlift geht´s hinauf auf 2.150 Meter. Nur fünf Minuten von der Bergstation entfernt, lohnt sich ein Abstecher zur neuen Aussichtsplattform „latemar.360°“, welche den Blick auf Brenta, Ortler sowie die Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen eröffnet.

Alpiner Rundweg zur Latemarhütte

Bis zur Latemarhütte auf 2.671 Metern sind es von der Bergstation Oberholz drei bis vier Stunden, über Geröll- und Schneefelder, vorbei an imposanten Türmen und Kaminen und über die beeindruckende Gamstalscharte.

Am Eingang zur Gamsstallscharte

Am Aufstieg zur Gamsstallscharte

Die Latemarhütte, im Trentino Pisahütte („Rifugio Torre di Pisa“) genannt und auch oft so beschildert, thront wie ein Adlerhorst auf dem Felsen, zu welchem wir gut 500 Höhenmeter durch eine zerklüftete Bergwelt zurücklegen. Antonio und Maria Theresa empfangen hier etwa 4.000 Wanderer pro Saison, welche oft an der einfacheren Seite am Satteljoch („Passo Feudo“) auf- und absteigen und das Beste verpassen.

Rückblende: Mitte der 50er Jahre hatte Camillo Gabrielli, Antonios inzwischen verstorbener Vater, hier die erste alpine Schutzhütte im Latemar-Gebirge erbaut. Eine echte Pionierleistung. Ende Mai bis Mitte Oktober ist die Pisahütte heute für Bergwanderer am Latemar geöffnet.

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Wenn der Himmel Schnee bringt, manchmal auch im August, sind Antonio und Maria Theresa oft nächtelang allein oder mit den letzten Gästen von der Außenwelt isoliert. 20 Betten in zwei Lagern stehen erschöpften Wanderern zur Verfügung. Antonio kennt die Gegend schon wie seine Westentasche, schon mit acht ist er als Bub hier heraufgegangen. „Es ist meine Heimat“, weiß Antonio.

 

Bergaster: Blumenpracht im Sommer

Bergaster in voller Pracht

Familien mit kleinen Kindern fühlen sich im Eggental eher unterhalb des hochalpinen Bereichs wohl. Mit dem Latemar als beeindruckende Kulisse am Horizont, lässt sich eine herrliche Blumenvielfalt entdecken. Die Blütenpracht der Bergwiesen reicht von Bergaster und Bergbalsam über Knabenkraut und Händlwurz bis zur Bärtigen Glockenblume, freilich dürfen Edelweiss und Enzian nicht fehlen.

 

Baumtelefon: Klänge der Natur neu wahrnehmen

Baumtelefon: Vögel-SOS

Direkt an der Bergstation Oberholz startet auch der Erlebnisweg „latemar.natura“, auf dem Groß und Klein spielerisch viel über Bewohner und Pflanzen des Latemar erfahren. Ein Glück, dass Holz die Schallwellen so gut überträgt. Am „Baumtelefon“ lässt sich die Angst von Tannenhäherkindern begreifen, wenn ein Marder am Baum kratzt. Beim Holzklangspiel lernt man, wie sich Fichte, Zirbe, Lärche und Bergahorn in ihrem Klang unterscheiden.

 

Sagenumwoben: Karer See

Sagenumwoben: Karer See

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Eggental liegt auf einer Höhe von 1.520 Metern: Der sagenhafte Karer See, in welchem sich die Nordwände des Latemar spiegeln. Hier hält sich die Sage eines liebeskranken Hexenmeisters, welcher sein Kunstwerk eines Regenbogens aus Juwelen im Himmel einer hübschen, aber leider nicht interessierten Nixe in den See hinterherwarf – daher noch heute die Spiegelung der Berge im See.

 

Am Karersee lässt sich anhand verschiedener Holzspiele eine Menge über den besonderen Klang des lokalen Holzes erfahren: Das Latemar-Holz, speziell das der Haselfichte mit seinem großen Klangfarbenspektrum, wird seit Jahrhunderten im Gitarren- und Geigenbau eingesetzt. Wieder anderes Holz wird für den Mühlenbau verwendet. Eine etwa zweistündige, leichte Wanderung führt von der Haltestelle Grandhotel Karersee zur Moseralm. Das Berghotel Moseralm am Fuße des Rosengartens ist eines der schönsten Plätze, um den Bergsommer in den Dolomiten zu genießen. Unweit der Moseralm ist von der Schützenkompanie Welschnofen mit viel Liebe die älteste, etwa 600 Jahre alte, Getreidemühle Eggentals wiedererrichtet worden.

Getreide mahlen wie vor 500 Jahren

Eine Mühle wie vor 500 Jahren

Lärchenholz für die Wasserleitung und das Schindeldach, Steinbuche für das Mühlrad, Zirbenholz für die Mahlinstrumente: Für jeden Zweck gibt es im Eggental das passende Holz. Auch für die auf Wanderungen beliebte Brettljause – hier schließt sich der Kreis. Auf der Terrasse der Moser-Alm, eines der gemütlichsten 4-Sterne-Häuser im Eggental, reicht eine Brettljause meistens für zwei. Es sei denn, zwei hungrige Wanderer kommen vom Rosengarten herab.

 

INFO

Allgemein
Im Eggental reizen sieben Dörfer im Unesco Welterbe Dolomiten mit einer Mischung aus italienischer Lebensart und alpinem Flair: Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Welschnofen, Carezza und Steinegg. Im Angesicht zackiger Bergmassive lassen sich im Eggental 530 Kilometer Wanderwege, acht Klettersteige und zahlreiche Mountainbike-Routen entdecken. Der Waldhochseilgarten Obereggen und die rasante Abfahrt auf einer 90 Meter langen Zipline bietet zusätzlichen Spaß und Nervenkitzel für die ganze Familie.

Anreise
Der Bahnhof Bozen ist leicht mit der Bahn über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Bodenseeraum) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht Anschluss nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) bestehen direkte Verbindungen nach Südtirol. In Bozen Busse ins Eggental (http://www.sii.bz.it/de) oder kostenlose Abholung durch das Hotel.

Hotel-Tipps

Berghotel Moseralm
Schönblickstrasse 8
I-39056 Karersee
www.moseralm.com

Sporthotel Obereggen
Obereggen 17
I-39050 Obereggen
www.obereggen.it

Kontakt
Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
Tel.: +39 (0) 0471 61 95 00
info@eggental.com 
www.eggental.com