Archiv der Kategorie: Wandern

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Vitalurlaub im Meraner Land

Wenn der Gastgeber gleichzeitig geprüfter Wanderführer oder Mountainbike-Guide ist, der Morgen mit Yoga und Gymnastik startet und am Abend regionale Köstlichkeiten locken, ist ein entspannter Aktivurlaub in Südtirol programmiert. Genau dafür stehen die Vitalpina Hotels, welche im Meraner Land einladen, die Wanderstiefel zu schnüren und in die Pedale zu treten. Weiterlesen

Schneebedeckte Bergspitzen und Palmenpromenaden, Cappuccino auf der Piazza, Apfelblüten so weit das Auge reicht: Im Meraner Land zeigt sich Südtirol von seiner sonnigsten Seite. Abwechslungsreichen Aktivurlaub bieten hier die Vitalpina Hotels Ansitz Golserhof in Dorf Tirol sowie das Design Hotel Tyrol in Rabland, welches speziell Mountainbikern allerhand bietet.

In Schwung kommen

Erst einmal richtig durchatmen. Manche machen das ganz automatisch, wenn Sie im sonnigen Südtirol ankommen. Anderen fällt es nicht so leicht, gänzlich vom Arbeitsstress abzuschalten. Daher haben Vitalpina Hotels das Programm „Durchatmen“ enwickelt. Das fein abgestimmte Programm ist ein Schlüssel zu tiefer Entspannung und schließt neben Yoga- und Atemübungen verschiedene Gymnastikübungen ein, die auch die Gelenkigkeit und Muskelentspannung fördern. Der traumhafte Ausblick von der Terrasse im Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol tut sein Übriges, um schon beim Frühstück in den Urlaubsmodus zu schalten.

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Das Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol ist der ideale Ausgangspunkt für leichte und anspruchsvolle Wanderungen, zu denen Wanderführer Luis und Hausherr Patrick mit den Gästen aufbrechen. Idyllisch, aussichtsreich und zugleich kulinarisch ist eine Wanderung über den Herrschaftsweg zum Gasthof Farmerkreuz mit exzellenter Gourmet-Küche und Interpretationen Südtiroler Küche. Dabei überrascht eine riesige Auswahl aus einem Dutzend verschiedener Grappas, viele aus Brennereien in Südtirol. Anspruchsvoller, aber sehr reizvoll sind Touren zu den Spronser Seen, hochalpine Bergseen zwischen 2117 und 2589 Metern Höhe, zu denen geführte Wanderungen angeboten werden. Auch eine Gipfeltour zum Ifinger mit gesichertem Klettersteig setzt Bergerfahrung und Schwindelfreiheit voraus.

 

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Pool am Design Hotel Tyrol

Im Flow bleiben

Eine mittelschwere Wanderung folgt von Dorf Tirol dem Algunder Waalweg nach Rabland im Vinschgau, wo mit dem Design Hotel Tyrol ein weiteres, modernes Vitalpina Hotel mit schönem Pool auf Wanderer und Biker wartet. Boris Frei, Gastgeber im Design Hotel Tyrol in Rabland, ist geprüfter „Bike-Guide Südtirol“. Jeden Mittwoch bricht er mit seinen Gästen zu Mountainbike-Touren in die umliegenden Berge auf. An den übrigen Tagen (außer Sonntag) laden Guides der „Ötzi Bike-Academy“ zu geführten Mountainbike-Touren ein. Ein Monitor an der Rezeption verrät, wann die nächste Biketour startet. Die Infrastruktur zum Biken ist gigantisch, was schon die Auswahl an Leihrädern deutlich macht.

 

Rent a mountainbike: 29-Zoll-Fully von Bergamont

Rent a MTB: Bergamont 29er-Fully

Im Design Hotel Tyrol hat der Kunde die Wahl zwischen neuesten Fully-MTBs und Rennrädern aus dem Rose Test Center im Haus oder nagelneuen Fullys aus dem Bergamont Test Center im Nachbardorf. In das brandneue Bergamont Contrail 6.0 29 Zoll Fully mit 120 mm Federweg und Shimano SLX 3×10 Schaltung, mit SPD-Kombipedalen montiert und für 30 Euro am Tag fast ein Schnäppchen, verliebe ich mich blitzschnell. Boris hat mir eine Radrunde herausgesucht, die für einen dreiviertel Tag genau das richtige ist. Als Aufstiegshilfe dient die 2013 neu errichtete Panoramaseilbahn Aschbach, welche als Bikeshuttle auf 1.350 Meter Meereshöhe führt. Hier startet meine Mountainbike-Runde, welche über Eggerhof und  Eggersteig auf das traumhafte Hochplateau Vigiljoch auf rund 1.800 Metern Höhe führt.

 

Nur wenig weiter besteht am Seespitz die Möglichkeit, urig einzukehren, ehe von dort die Abfahrt entweder über den Güterweg oder wesentlich spektakulärer auf dem Steinbruch Trail erfolgt, der auf knapp sechs Kilometern 930 Höhenmeter Downhill-Spaß bietet, einschließlich Wurzelpassagen, flowigen Teilstücken und bis zu 30 Zentimeter hohen Absätzen (steil bis sehr steil). Zurück am Hotel, warten der erfrischende Pool und die Sauna auf die müden Bikerbeine.

Tipp: Die Aktiv Panorama Karte vom Tourismusverein Partschins, Rabland und Töll enthält Beschreibungen der MTB-Touren in und Trails in der Region.

INFO

Anreise

Auto
München – Rosenheim – Kufstein (A 12 Inntalautobahn, mautpflichtig) – Innsbruck (A 13 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Brenner (A 22 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Bozen (Ausfahrt Bozen Süd) – Meran (MEBO-Schnellstraße) (weiter Richtung Reschenpass (SS 38) bis Rabland (Design Hotel Tyrol) oder Ausfahrt Meran Süd/Sinich –Tirol/Tirolo (Ansitz Golserhof)

Bregenz – Arlberg – Landeck – Reschenpass (Staatsstraße 40 + 38) – Rabland – Meran

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene. Anreise zum Gölser Hof bis zum Bahnhof Meran, Anreise zum Design Hotel Tyrol bis Bahnhof Rabland (Vinschgaubahn). Tipp: Die österreischische Bahn lockt mit der „Sparschiene Brenner“, mit welcher Fahrten bis zum Brenner aus ganz Österreich ab 9,00 Euro erhältlich sind. Ab dem Brenner beginnt der Verkehrsverbund Südtirol, der mit Mobilcard Südtirol eine günstige Möglichkeit bietet, ganz Südtirol zu bereisen. Diese Karte ist für einen, drei oder sieben Tage erhältlich und gilt in Regionalzügen in ganz Südtirol. Allerdings muss sie vor Fahrtantritt erworben und ebenso davor im Verkehrsverbundsautomaten entwertet werden. Attraktive Direktverbindungen mit Regionalzug Brenner-Meran.

Tourismusinformationen

Meraner Land
www.meranerland.com

Dorf Tirol
www.dorf-tirol.it

Partschins-Rabland-Töll
www.partschins.com

Hotels

Vitalpina Hotels Südtirol
Pfarrplatz 11
I-39100 Bozen
Tel.: +39 0471 999 980
info@vitalpina.info
www.vitalpina.info

Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof
Aichweg 32
I-39019 Dorf Tirol / Meran
Südtirol – Italien
www.golserhof.it

Design Hotel Tyrol
Familie Frei
Hans-Guet-Str. 40
I-39020 Rabland
Südtirol – Italien
www.tyrol-hotel.it

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Sanft mobil: Zauberhafter Urlaub in Ratschings

Keine Hektik, kein Lärm, dafür Natur pur und eine bezaubernde Bergwelt zu entdecken: Gleich hinter dem Brenner eröffnet sich in der Ferienregion Ratschings ein alpiner Traum, der zur sanften Erkundung mit E-Bikes, Mountainbikes oder den Bergschuhen einlädt. Neuerdings ist das Eingangstor in diese herrliche Gegend noch leichter mit der Bahn ab Österreich erreichbar. Weiterlesen

Im "FLIRT" Zug nach Italien

Im „FLIRT“ Zug nach Italien: Verführerischer Urlaubsstart

Es ist herrlich entspannend, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen. Kein Stau, keine Maut, keine Baustellen. Einfach die Landschaft genießen und ausgeruht in Italien ankommen. Während die internationalen Züge nur die größeren Städte wie Brixen und Bozen ansteuern, werden viele kleine bezaubernde Orte nur von Regionalzügen angefahren. Dazu musste man lange am Brennerbahnhof mit improvisierten Hinweisschildern umsteigen.

 

Nun kann man zumindest einmal am Tag von Innsbruck in einem der modernen „FLIRT“ Züge von Innsbruck in viele der kleineren Urlaubsperlen Südtirols durchstarten. Und somit auch nach Sterzing (Vipiteno), dem Tor zur Alpinen Perle Ratschings am Eingang ins Ridnauntal, wo Urlauber von vielen Hotels in die bezaubernde Bergwelt abgeholt werden.

Sanft mobil bis auf die Gipfel

Die Alpine Perle Ratschings in Südtirol bietet ein für alpine Urlaubsorte einzigartiges Angebot sanfter Mobilität. So werden regelmäßig geführte E-Bike-Touren angeboten, an verschiedenen Stationen können E-Bikes auch für mehrere Tage geliehen werden. Wer das Mountainbiken mit dem E-Mountainbike entdecken möchte, dem eröffnen sich tolle Touren. Aber auch Wanderungen zu Almen und Gipfelspitzen sind aussichtsreich und genussvoll.

_ratschingsdetail2Majestätisch erhebt sich das Gebirge, so weit das Auge blickt. Bis hinauf zum Übeltalferner, dem größten Gletscher Südtirols, zieht sich das Ridnauntal. In der Ferne ist auf 3.195 Metern Meereshöhe das Becherhaus erkennbar. Wanderer gehen ab Maiern sieben Stunden zur höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols. So hoch muss mit Mountainbike oder E-Bike niemand hinaus.

In kombinierten Bike-and-Hike-Touren lässt sich auch alpines Gelände erkunden. Eine schöne, beschilderte Biketour führt auf die Aglsbodenalm (1.717 m), von der aus bis zu Bergspitzen gewandert werden kann. Auch wer nicht so hoch hinaus will, findet im Ratschings-, Jaufen- und Ridnauntal jede Menge Abwechslung. Von seiner lieblichen Seite zeigt sich ganz besonders das Ridnauntal bis Maiern, welches mit dem E-Bike problemlos in einer Nachmittagstour ab Sterzing oder Gasteig erkundet werden kann. Von den Berghängen stürzen malerische Wasserfälle ins Tal hinab. Ratschings zählt zu den Alpinen Perlen, welche sich dem nachhaltigen Tourismus und der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Auf zur E-Bike-Tour

Am Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental empfängt uns Werner Pittracher. Die durchtrainierten Beine und das 29-Zoll-Mountainbike von Scott (im Bereich der Trinkflasche unscheinbar elektronisch unterstützt) lassen nicht darauf schließen, dass er uns der Bike-Guide auf eine E-Bike-Tour begleitet. Kurz erklärt Werner die wichtigsten Funktionen der elektronisch unterstützten Mountain- und Trekkingbikes, dann geht es los. Zuerst gleiten wir hinab nach Gastein (970 Meter), um von dort das Ridnauntal hinauf zu strampeln. Bis nach Ridnaun, einer 800 Seelen Gemeinde auf 1342 Metern, sind es knapp 400 Höhenmeter.

 

 

In Ridnaun steigen wir in die „Talrundfahrt Ridnauntal“ (E-Bike-Tour 1) ein. Ridnaun lockt allerdings auch mit bezaubernden Wanderungen: Ein steiler aber kurzer Aufstieg führt in 3,5 Stunden auf das Gipfelplateau des Mareiter Stein, ein leichter Rundwanderweg mit 4 bis 5 Stunden Gehzeit bietet sich am Gospeneid auf 1.455m Seehöhe. Traumhafte Ausblicke haben Aktivurlauber auch bei einer Rundwanderung auf die Zunderspitze.

Im urigen Gasthof "Zum Pfitscher" fehlt es an nichts.

Im urigen Gasthof „Zum Pfitscher“

Urig einkehren

Etwas weiter auf unserer E-Bike-Tour kehren wir im Restaurant „Zum Pfitscher“ ein. Das schön renovierte, denkmalgeschützte Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert verzaubert durch sein besonderes Ambiente und verführt die Gäste mit regionalen kulinarischen Genüssen: Eine erlesene Auswahl an Südtiroler Weinen, exquisite Gourmet-Küche und eine große Auswahl an Pizzas lassen keine Wünsche offen. Wer hier erst spätabends von ausgedehnten Touren einkehrt, kann sich noch bis Mitternacht satt essen. Sollte eines der romantischen Zimmer frei sein, wird sich so manches Biker-Paar überlegen, hier nach der Tour die Nacht zu verbringen.

 

Nach der rasanten und malerischen Abfahrt über das Schloss Wolfsthurn stehen nochmal etwa 200 Höhenmeter zu unserem Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental an. Bei diesem Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer nachhaltig unterwegs war, also vorwiegend mit Muskelkraft ohne unterwegs die elektronische Unterstützung hochzustellen, hat genug Akku bis ans Ziel. Alles in allem ein Lehrstück in sanfter Mobilität in bezaubernder Bergwelt.

INFO

Anreise

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene bis Brenner (von dort aus nur 20 Minuten mit Trenitalia-Regionalzügen bis zum Bahnhof Vipiteno/Sterzing). Einmal täglich direkte Regionalzugverbindung ab/bis Innsbruck (Stand 12/2014). Hotels holen Reisende gerne am Bahnhof Sterzing ab, von dort sind es je nach Ferienort im Ridnauntal, Ratschingstal oder Jaufental etwa 10 bis 15 Minuten Fahrzeit.

Aktivitäten

E-Bike
Ein E-Bike-Tourenführer auf www.ratschings.info enthält zahlreiche Tourenvorschläge einschließlich Distanz und Höhenmetern, ebenso sind Verleih- und Batteriewechselstationen verzeichnet. Dienstags und Donnerstags geführte E-Bike-Touren, Anmeldung und Info bei rent and go Rosskopf (+39 0472 760 627).

Mountainbike
Mittelschwere und anspruchsvolle MTB-Touren mit bis über 1.000 Höhenmetern und Schiebepassagen. Weitere Infos auf www.ratschings.info

Wandern
Die Auswahl an Wanderungen ist groß. Im Ridnauntal, dem Ratschingstal und dem Jaufental liegen etwa zwanzig bewirtschaftete Almen, die zur Einkehr einladen.

Hotels und Gasthöfe

Mittertal
Das idyllisch gelegene Natur- und Wanderhotel Rainer in Mittertal im Jaufental zeichnet sich durch ein nachhaltiges Konzept und schöne Zirbenholz-Zimmer aus. Kathrin und Johannes Rainer sind auf Wünsche von Bikern ebenso wie Wanderer eingestellt und bieten entspannende Extras wie Kräuterseminare und Massagen.
www.hotel-rainer.it

Braunhofe
Der romantische Pfitscher Hof in einem denkmalgeschütztem Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert in Braunhofe im Ridnauntal zeichnet sich durch eine exquisite Gourmet-Küche, aber auch heimische Spezialitäten aus. Zwei gemütliche Doppelzimmer laden darüber hinaus auch zum Übernachten ein.
www.zumpfitscher.it

Fahrradverleih

– Radverleih M2-Bike und Walter’s Radlklinik in Sterzing
– Radverleih Rent & Go Ridnaun, Rosskopf, Ratschings

Kontakt

Tourismusverein Ratschings
I-39040 Gasteig
Tel. +39 0472 760 608
www.ratschings.info

Alpine Pearls – natürlich sanfter Urlaub
www.alpine-pearls.com

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Im Fassatal bei der „Fee der Dolomiten“

Moena – auch die „Fee der Dolomiten“ genannt – ist ein beschauliches Städtchen im Norden Trentinos, welches voller Geschichte und alpiner Erlebnisse steckt. Wo vor 100 Jahren noch der Krieg tobte, treffen heute Biker und Bergsteiger in friedlicher Absicht aufeinander. Mal wird beschleunigt, mal entschleunigt: Von der rasanten Abfahrt geht es auf den Barfußpfad, und wer sich traut, kann sogar an Italiens größtem Mountainbike-Rennen teilnehmen. Weiterlesen

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Das Wanderparadies beginnt direkt hinterm Terrassenzaun meines schönen Zimmers im Hotel Zirmes. Wer so einen Ausblick hat, der möchte doch gleich die Wanderschuhe schnüren. Dazu gibt es auch reichlich Gelegenheiten im Fassatal. Ein dichtverzweigtes Wanderwegnetz ermöglicht über eine Gesamtlänge von 2.440 km, wahre Meisterwerke der Dolomiten zu entdecken wie die Latemartürme, die Sellagruppe und die Marmolada. Wie mag es wohl gewesen sein, als sich an den Bergkämmen, welche heute Südtirol und Trentino trennen, einst feindliche Truppen gegenüberstanden? Einen lebendigen Eindruck darüber vermittelt der „Percorso della GrandeGuerra“ am St Pellegrino Pass, welchen wir von der Bergstation „Costabella“ erkunden.

 

Wandern, wo einst der Weltkrieg wütete

Wo einst der Krieg in den Dolomiten wütete

Schauplätze des 1. Weltkriegs

Unweit des Sessellifts lassen sich bereits einige italienische Stellungen und Bunker besichtigen. Für trittsichere Wanderer gibt es auch eine etwa fünfstündige alpine Wanderung auf den Costabellakämmen, welche allerdings mit Sicherungsseil begangen werden sollte. Mit Riccardo Franceschetti, dem Bürgermeister von Moena, wanderen wir auf einem faszinierenden Weg voller Erinnerungen an den ersten Weltkrieg, zwischen Schützengräben und Bunkern inmitten der heute idyllischen Landschaft. Wo heute der Enzian blüht, ergossen sich einst Tonnen von Blei und Granaten über die Soldaten. Da läuft es einem ganz schön schaurig den Rücken runter! Welch ein Segen, dass längst Frieden eingekehrt ist im Fassatal.

Barfußlaufen in besonderer Blütenpracht

Barfuß die Natur neu entdecken

Barfuß die Natur neu entdecken

Segensreich ist auch die Wiederentdeckung einer ganz einfachen Form der Naturwahrnehmung: Das Barfußlaufen. Der Barfußpfad in Moena ist ein Weg für alle Altersgruppen, welcher barfuß begangen werden sollte, um Wasser, Moose, Kräuter, Blüten, duftende Wälder und Tannennadeln hautnah und lebendig zu spüren. Während die Fußsohlen den Waldboden spüren, weckt Poesie den Geist für die Natur. Das ist Entschleunigung pur und nachhaltige Erholung für alle Sinne. Auf einer Informationstafel ist ein Gedicht von Hermann Hesse zu lesen, für den Bäume als Heiligtümer galten, auf einer anderen der italienische Autor Mario Rigoni Stern, der ebenso erkannte: „Ohne den Wald wäre unsere Erde nur träge Materie im Kosmos.“

 

Biken, bis die Beine brennen

Moena macht Mountainbiker munter

Moena macht Mountainbiker munter

Einmal im Jahr findet in Moena der größte Mountainbike-Marathon ganz Italiens statt. Jeweils im September wird der Ort zum Treffpunkt sportlicher Mountainbiker, denn dann findet „Val di Fassa Bike“ statt, ein echter Klassiker unter den Mountainbike-Veranstaltungen, welcher aus dem MTB-Marathon „Rampilonga“ hervorgegangen ist, der hier schon 1989 das erste Mal stattfand. Über 4500 Teilnehmer aus Nah und Fern messen Ihr Können über drei Distanzen. Aber auch Mountainbike-Einsteiger fühlen sich im Fassatal wohl. Mountainbike-Fans haben die Qual der Wahl. Die Auswahl reicht von besonders einfachen bis zu schwereren Strecken, welche selbst talentierte Mountainbiker auf die Probe stellen. Eine Mountainbike-Karte mit 13 Tourenvorschlägen ist kostenlos erhältlich.

INFO

Allgemein

Die kleine Stadt Moena im Fassatal liegt umgeben von den Dolomiten im Trentino und ist ein beliebtes Urlaubsziel für Naturliebhaber, Biker und Wanderer.

Hintergrund 

Moena zählt seit 2011 zu den „Alpine Pearls“. Dabei handelt es sich um einen vielfach prämierten Verein, der sich für nachhaltiges Reisen im Alpenraum engagiert. Seit neun Jahren machen sich die nunmehr 29 Mitgliedsorte in sechs Ländern dafür stark, bei Reisen auf das Auto zu verzichten und lieber auf sanft-mobile Weise, sprich: umweltfreundlich und klimaneutral die Alpen zu erkunden.

www.alpine-pearls.com

Anreise

Umweltfreundlich mit Bus & Bahn

Die kürzeste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht von Bozen (EC-Anschluss) mit Bus nach Vigo di Fassa, Linie Bolzano-Vigo, dann weiter mit dem Bus Richtung Trient bis Moena (Linie 101 Trento-Penia) oder mit dem Abholservice in Vigo di Fassa nach Moena. Eine leichtere, etwas längere Verbindung besteht von Trient (direkter EC-Anschluss mit Bahn über den Brenner). Von hier verkehren direkte Busse Richtung Penia (Linie 101) bis Moena.

Tipp: Busverbindungen im Trentino sucht man auf den Webseiten der Bahn, ÖBB und SBB meist vergeblich, für die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen sich jedoch auf der Webseite von Trentino Trasporti (deutsche Version) internationale Abreisebahnhöfe angeben und durchgehende Verbindungen mit Umstieg auf Bus bis Moena berechnen.

Die Bahnhöfe Bozen oder Trient sind leicht mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) ebenfalls über Innsbruck, dort Umstieg auf Eurocity über den Brenner.

Nützliche Links

Alpine Pearls – Moena

http://www.alpine-pearls.com/perlen/italien/moena.html

Val di Fassa

www.fassa.com

Val di Fassa Bike
www.valdifassabike.it

 

Latemar: Ein Gebirgsstock der Superlative

Eggental: Die bezaubernde Sonnenseite der Dolomiten

Nur etwa 20 Kilometer von Bozen liegt eine Perle der Dolomiten versteckt: Wer im Südtiroler Eggental die Wanderschuhe schnürt, kann das Unesco-Welterbe mit Rosengarten, Latemar und Schlernmassiv von seiner Sonnenseite erleben. Sagenhaft günstig und zugleich entspannt kommt man übrigens mit den Sparpreisen der Bahnen und der Mobilcard Südtirol ans Ziel. Weiterlesen

Für 9 Euro auf den Brenner

Für 9 Euro auf den Brenner

Wer zum Wanderurlaub in die Südtiroler Dolomiten aufbricht, überquert zumeist erst einmal den Brenner auf der vielbefahrenen Brennerautobahn. Doch dabei geht es auch günstiger und umweltfreundlicher. Allein die Maut für Arlberg Tunnel und Brennerautobahn zusammen kostet zum Beispiel bis auf den Brenner schon knapp 18 Euro, Benzinkosten nicht eingerechnet. Schon für die Hälfte, nämlich ab 9 Euro, kann man mit der ÖBB mit Sparschiene Österreich aus Vorarlberg bis auf den Brenner fahren.

Mit der Mobilcard Südtirol ist man ab Brenner Südtirolweit für 28 Euro eine ganze Woche in Bus und Bahn (Regionalzüge) mobil. Ähnlich günstige Preise bietet die Deutsche Bahn, z.B. im EuroCity umstiegsfrei von München nach Bozen ab 29 Euro (Europa Spezial). In Bozen angekommen, ist es auch nur noch ein Katzensprung bis ins Eggental. Viele Hotels arrangieren einen kostenlosen Abholservice, es gibt aber auch gute Busverbindungen ins Eggental.

Erst einmal im Eggental angekommen, sind es neben Sonnenschein und gutem Schuhwerk im Grunde nur zwei Dinge, die benötigt werden, damit ein erholsamer Wanderurlaub auch ganz ohne Auto gelingt: Die Mobilitätsfibel und die Wanderfibel des Tourismusverbands. Erstere enthält alle Busverbindungen und Wandertipps ab den Haltestellen, zweitere 35 Wandertipps und Klettersteige, die zu den schönsten der Region zählen. Beide Fibeln sind so leicht, dass sie auch auf dem höchsten Gipfel nie eine Last sind. Die Wanderfibel ist zugleich Wanderpass, mit der die Eggental-Wandernadel in Silber und Gold erwandert werden kann.

Zu den echten Wander-Highlights im Eggental zählen die Rosengartenumrundung und eine Rundwanderung zur Latemarhütte (2.671 m), bei Italienern Pisahütte genannt. Der beste Weg dorthin beginnt in Obereggen, wo in unmittelbarer Liftnähe das Sporthotel die Wanderer empfängt. Mit dem Oberholzlift geht´s hinauf auf 2.150 Meter. Nur fünf Minuten von der Bergstation entfernt, lohnt sich ein Abstecher zur neuen Aussichtsplattform „latemar.360°“, welche den Blick auf Brenta, Ortler sowie die Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen eröffnet.

Alpiner Rundweg zur Latemarhütte

Bis zur Latemarhütte auf 2.671 Metern sind es von der Bergstation Oberholz drei bis vier Stunden, über Geröll- und Schneefelder, vorbei an imposanten Türmen und Kaminen und über die beeindruckende Gamstalscharte.

Am Eingang zur Gamsstallscharte

Am Aufstieg zur Gamsstallscharte

Die Latemarhütte, im Trentino Pisahütte („Rifugio Torre di Pisa“) genannt und auch oft so beschildert, thront wie ein Adlerhorst auf dem Felsen, zu welchem wir gut 500 Höhenmeter durch eine zerklüftete Bergwelt zurücklegen. Antonio und Maria Theresa empfangen hier etwa 4.000 Wanderer pro Saison, welche oft an der einfacheren Seite am Satteljoch („Passo Feudo“) auf- und absteigen und das Beste verpassen.

Rückblende: Mitte der 50er Jahre hatte Camillo Gabrielli, Antonios inzwischen verstorbener Vater, hier die erste alpine Schutzhütte im Latemar-Gebirge erbaut. Eine echte Pionierleistung. Ende Mai bis Mitte Oktober ist die Pisahütte heute für Bergwanderer am Latemar geöffnet.

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Wenn der Himmel Schnee bringt, manchmal auch im August, sind Antonio und Maria Theresa oft nächtelang allein oder mit den letzten Gästen von der Außenwelt isoliert. 20 Betten in zwei Lagern stehen erschöpften Wanderern zur Verfügung. Antonio kennt die Gegend schon wie seine Westentasche, schon mit acht ist er als Bub hier heraufgegangen. „Es ist meine Heimat“, weiß Antonio.

 

Bergaster: Blumenpracht im Sommer

Bergaster in voller Pracht

Familien mit kleinen Kindern fühlen sich im Eggental eher unterhalb des hochalpinen Bereichs wohl. Mit dem Latemar als beeindruckende Kulisse am Horizont, lässt sich eine herrliche Blumenvielfalt entdecken. Die Blütenpracht der Bergwiesen reicht von Bergaster und Bergbalsam über Knabenkraut und Händlwurz bis zur Bärtigen Glockenblume, freilich dürfen Edelweiss und Enzian nicht fehlen.

 

Baumtelefon: Klänge der Natur neu wahrnehmen

Baumtelefon: Vögel-SOS

Direkt an der Bergstation Oberholz startet auch der Erlebnisweg „latemar.natura“, auf dem Groß und Klein spielerisch viel über Bewohner und Pflanzen des Latemar erfahren. Ein Glück, dass Holz die Schallwellen so gut überträgt. Am „Baumtelefon“ lässt sich die Angst von Tannenhäherkindern begreifen, wenn ein Marder am Baum kratzt. Beim Holzklangspiel lernt man, wie sich Fichte, Zirbe, Lärche und Bergahorn in ihrem Klang unterscheiden.

 

Sagenumwoben: Karer See

Sagenumwoben: Karer See

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Eggental liegt auf einer Höhe von 1.520 Metern: Der sagenhafte Karer See, in welchem sich die Nordwände des Latemar spiegeln. Hier hält sich die Sage eines liebeskranken Hexenmeisters, welcher sein Kunstwerk eines Regenbogens aus Juwelen im Himmel einer hübschen, aber leider nicht interessierten Nixe in den See hinterherwarf – daher noch heute die Spiegelung der Berge im See.

 

Am Karersee lässt sich anhand verschiedener Holzspiele eine Menge über den besonderen Klang des lokalen Holzes erfahren: Das Latemar-Holz, speziell das der Haselfichte mit seinem großen Klangfarbenspektrum, wird seit Jahrhunderten im Gitarren- und Geigenbau eingesetzt. Wieder anderes Holz wird für den Mühlenbau verwendet. Eine etwa zweistündige, leichte Wanderung führt von der Haltestelle Grandhotel Karersee zur Moseralm. Das Berghotel Moseralm am Fuße des Rosengartens ist eines der schönsten Plätze, um den Bergsommer in den Dolomiten zu genießen. Unweit der Moseralm ist von der Schützenkompanie Welschnofen mit viel Liebe die älteste, etwa 600 Jahre alte, Getreidemühle Eggentals wiedererrichtet worden.

Getreide mahlen wie vor 500 Jahren

Eine Mühle wie vor 500 Jahren

Lärchenholz für die Wasserleitung und das Schindeldach, Steinbuche für das Mühlrad, Zirbenholz für die Mahlinstrumente: Für jeden Zweck gibt es im Eggental das passende Holz. Auch für die auf Wanderungen beliebte Brettljause – hier schließt sich der Kreis. Auf der Terrasse der Moser-Alm, eines der gemütlichsten 4-Sterne-Häuser im Eggental, reicht eine Brettljause meistens für zwei. Es sei denn, zwei hungrige Wanderer kommen vom Rosengarten herab.

 

INFO

Allgemein
Im Eggental reizen sieben Dörfer im Unesco Welterbe Dolomiten mit einer Mischung aus italienischer Lebensart und alpinem Flair: Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Welschnofen, Carezza und Steinegg. Im Angesicht zackiger Bergmassive lassen sich im Eggental 530 Kilometer Wanderwege, acht Klettersteige und zahlreiche Mountainbike-Routen entdecken. Der Waldhochseilgarten Obereggen und die rasante Abfahrt auf einer 90 Meter langen Zipline bietet zusätzlichen Spaß und Nervenkitzel für die ganze Familie.

Anreise
Der Bahnhof Bozen ist leicht mit der Bahn über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Bodenseeraum) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht Anschluss nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) bestehen direkte Verbindungen nach Südtirol. In Bozen Busse ins Eggental (http://www.sii.bz.it/de) oder kostenlose Abholung durch das Hotel.

Hotel-Tipps

Berghotel Moseralm
Schönblickstrasse 8
I-39056 Karersee
www.moseralm.com

Sporthotel Obereggen
Obereggen 17
I-39050 Obereggen
www.obereggen.it

Kontakt
Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
Tel.: +39 (0) 0471 61 95 00
info@eggental.com 
www.eggental.com

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Weitwandern mit Watzmannblick

Wanderungen mit Panoramablick auf den Watzmann sind oft genauso schön wie eine Tour auf den Watzmann selbst. Wer neue Strecken im Berchtesgadener Land entdecken und seine Ausdauer unter Beweis stellen möchte, wird viel Freude beim gemeinsamen 24-Stunden-Wandern erleben. Ein neues Highlight für Wanderer ist zudem der 235 Kilometer lange, grenzübergreifende „SalzAlpenSteig“, welcher auch in einzelnen Etappen reizvoll ist. Weiterlesen

Wandern auf dem SalzAlpenSteig

Wandern auf dem SalzAlpenSteig

Noch vor der offiziellen Eröffnung des neuen Weitwanderwegs „SalzAlpenSteig“ hatte Zauberhaft Reisen die Gelegenheit, einige Stunden auf dem neuen, dem Salz gewidmeten Wanderweg durch das Berchtesgadener Land zu wandern. Heuer fand das 24-Stunden-Wandern, welches nun schon zum vierten Mal in Berchtesgaden stattfand, auf einer Teiletappe des neuen Salzalpensteigs statt.

Wie denn das funktioniere, fragten mich Freunde, als ich erklärte, ich berichte über eine 24-Stunden-Wanderung in Berchtesgaden. 24 Stunden wandern? Wie hält man das aus, und wann geht man schlafen? Aus den 24 Stunden wurden zwar letztendlich für die Journalistenrunde „nur“ 6, aber dennoch bekam ich einen Eindruck davon, welche Konditionsleistung hinter einer 24-Stunden-Wanderung, welche immer mehr Bergläufer anzieht und inzwischen auch schon an anderen Orten Nachahmer gefunden hat, stecken muss.

24 Stunden Wandern

Am Zipfhäusl steigen wir in die 24-Stunden-Wanderung im Rahmen des Berchtesgadener Wander-Festivals ein. Viele Teilnehmer, die wir dort treffen, haben dort bereits über 6 Stunden in den Knochen. Unser Wanderführer Willi treibt uns auf einem Teilstück des des „Salzalpensteigs“ hinauf auf die idyllische Mordaualm.

Erfrischung und Stärkung an der Mordaualm

Erfrischung und Stärkung an der Mordaualm

Auf der Mordaualm, auf 1.200 Metern im Lattengebirge gelegen, warten Wasser, Erfrischungsgetränke und alkoholfreies Wieninger Weißbier auf die durstigen Wanderer, welche hier zum Teil schon an die acht Stunden unterwegs sind. Ebenso stehen Schokoladenkuchen, frisches Obst wie Äpfel und Bananen und Müsli zum Verzeht bereit. Eine Stärkung, die wie gerufen kommt.

 

Ab der Mordaualm folgt ein längerer Abschnitt ohne bewirtschaftete Hütte oder Verpflegungsstation, und der Weg wird zunehmend alpiner. Wanderführer Willi scherzt: „Der Hubschrauber kommt heut nicht“, ein paar erschöpfte Wanderer gehen auf Nummer Sicher und nehmen ein Wandertaxi hinab ins Tal.

Alpine Abkürzung

Der folgende Weg von der Mordaualm über die Törlalm zur Schlegelmulde soll mal eine alpine Abkürzervariante des SalzAlpenSteigs werden. Bis hinauf zum Karkopf (1.738 m) sind einige Höhenmeter zu überwinden. Kurze seilverhangene Passagen sind mit etwas Übung leicht zu überwinden. An den Felsen des Südhangs des Karkopfes wird es noch etwas kraxlig. Dafür lockt oben auf dem höchsten Gipfel des Lattengebirges ein traumhaftes Panorama über das umgebende Bergmassiv. Nun ist das gröbste geschafft. In leichtem Bergab erreichen wir die Schlegelmulde bei Bad Reichenhall. Nach uriger Einkehr bei Brotzeit und Käsknödelsuppe nehmen wir in der Predigtstuhlbahn faszinierende Eindrücke mit hinab ins Tal.

Tags darauf klingelt morgens um halb fünf der Wecker, denn gerne nehmen wir mit den Teilnehmern der 24-Stunden-Wanderung an der Bergmesse teil. Schon vor sechs sitzen wir etwas verfroren in der Sesselbahn, die uns in der frischen Morgenluft zum Hirschkaser bringt. Die uns hier erwartende Aussicht auf den Watzmann krönt das grandiose Wanderwochenende im Berchtesgadener Land.

Auf den Spuren des Salzes

Der neue SalzAlpenSteig ist ein über 230 Kilometer langer Premium-Weitwanderweg zwischen Österreich und Deutschland auf den Spuren des Salzes. Weitere 330 Kilometer kürzere Rundwege sind daran angelehnt als „SalzAlpenTouren“ ausgewiesen. „Der Weg ist vielseitig begehbar und eignet sich hervorragend für alle, die trotz gemütlichem Wanderstil alpine Glücksmomente und kulturelle Highlights erleben wollen“, erklärt Stephan Köhl, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, treffend.

Märchenhafter Zauberwald

Etwas oberhalb von Ramsau, wo in der Marxenklamm das Wasser in vielen Jahrtausenden eine tiefe Schlucht in den Fels geschliffen hat, beginnt der Zauberwald. Einst kam hier vom Hochkalter ein Felssturz herab, der eine wildromantische Märchenlandschaft entstehen ließ.

Verzaubernder Zauberwald

Verzaubernder Zauberwald

Tiefgrünes Moos durchzieht den Wald. Unzählige geschützte Pflanzen wie das Knabenkraut, Trollblumen und Enzian säumen den Weg. Etwas später wird der Hintersee erreicht. Auch eine im Rahmen des neuen SalzAlpenSteigs angelegte „SalzAlpenTour“ führt durch den Zauberwald: Der „Ramsauer Schattseitweg“ ist eine schöne Bergrundtour ab Ramsau, auf welchem sowohl der Zauberwald als auch der verträumte Hintersee passiert wird. Wer es etwas leichter angehen möchte, wandert einfach im Tal von Ramsau durch den Zauberwald an den Hintersee. Lohnenswert ist auch, den bezaubernden Gebirgssee in etwa einer dreiviertel Stunde zu umrunden oder ab dem Hintersee im Klausbachtal entlang der alten Salzhandelsroute in Richtung Pinzgau zu wandern.

 

Auf den Spuren des Weißen Goldes locken noch viele weitere „Alpensalzwanderungen“ im Berchtesgadener Land. Spezielle Wanderführer und ab Ende Juli die neue Homepage des SalzAlpenSteigs geben interessierten Wanderern darüber einen schnellen Überblick.


INFO

Salzalpensteig
Neuer, 230 km langer Premium-Weitwanderweg auf den Spuren des Salzes
(wird im Spätsommer eröffnet)

www.salzalpensteig.com (Website ab Ende Juli 2014 aktiv)

Allgemein
Das Berchtesgadener Land erstreckt sich im südöstlichsten Zipfel Deutschlands. Die herausragenden Naturschönheiten des Nationalparks Berchtesgaden machen den besonderen Reiz des Berchtesgadener Landes aus.

www.berchtesgadener-land.de

Anreise

Auto
Von München lässt sich das Berchtesgadener Land über die Autobahn München-Salzburg (A 8) Ausfahrt Bad Reichenhall erreichen.

Bahn und Bus
Umweltfreundlich und stressfrei erreicht man Berchtesgaden mit der Bahn. Täglich eine Direktverbindung zwischen Hamburg und Berchtesgaden mit dem IC „Königssee“ in beiden Richtungen. Mit Regionalzug ab Freilassing mit der Berchtesgadener Landbahn (www.blb.info) bis Berchtesgaden. Das BGL-TagesTicket Bus & Bahn ermöglicht für 12,00 Euro die Fortbewegung im gesamten Berchtesgadener Land. Der RVO-Bus 846 Richtung Hintersee verkehrt nach Ramsau, dem Ausgangspunkt der hier vorgestellten Wanderungen.

Kontakt
Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
Bahnhofplatz 4, 83471 Berchtesgaden
Tel.: +49-8652-6565050
info@berchtesgadener-land.com
www.berchtesgadener-land.com

Auch die Antoniuskapelle mit ihren umgebenden Wiesen ist ein Kraftort. (Foto: Ferienland Kufstein)

Kraft tanken im Kaisertal

Im Ferienland Kufstein, das dem Wanderer zwischen dem Wilden und dem Zahmen Kaiser in einem idyllischen Naturschutzgebiet seine Reize entfaltet, finden die Gäste alles, was einen gesunden und erholsamen Urlaub ausmacht.  Ein Highlight im vielfältigen Programm sind kostenlose Tai Chi- und Qi Gong-Wanderungen mit Wanderführer „Hikingharry“. Weiterlesen

Wanderführer "hikingharry" führt in die Kunst des Qi Gong ein.

Wanderführer „hikingharry“ erklärt die Kunst des Qi Gong

Es muss nicht immer ein Gipfel sein. Bergwanderführer Harald „hikingharry“ Löffel geht gerne Höhenwege, ohne dabei überhaupt einen der Gipfel zu besteigen. Am liebsten mit leichtem Gepäck. Unterwegs zeigt er den Wanderern, wie sich Tai Chi und Qi Gong Übungen im Grünen anfühlen und wie man bei jedem Wetter energiegeladen und erholt ins Tal zurückkehrt. 

 

Qi Gong im Grünen

„Macht man Rast beim Heiligen Antonius, die Wadeln sind schon Pflaumenmuß“, steht im Gästebuch der schmucken Antoniuskapelle geschrieben. Dass man sich nicht derart verausgabt und sich lieber selbst mit den Schätzen der Natur etwas Gutes tut, dafür sorgt „hikingharry“. Auf der ersten Bergwanderung im Jahr ist die grüne Anhöhe rund um die Kapelle ein idealer Ort, um erst einmal inne zu halten. Das Kaisertal, idyllisch zwischen dem zahmen und dem wilden Kaiser gelegen, ist bestens geeignet, um sich körperlich mit einigen Übungen im Yin und Yang eine Wohltat zu gönnen. In der Langsamkeit, im Entschleunigen, nimmt man die Natur noch viel intensiver wahr. Kurz hintern der Antoniuskapelle erklärt „hikingharry“ mit viel Feingefühl einige Übungen im Qi Gong. Die Übungen spenden sofort frische Lebensenergie. Nur schade, dass danach schon wieder der Rückweg ansteht. Die große Leidenschaft von „hikingharry“ ist das Übernachten in freier Natur – mit den Sternen als Dach. Im Kaisertal nicht gestattet. Wer es einmal woanders erleben will, dem hat „hikingharry“ immer gute Tipps.

Der Pfandlhof hat alles, was das Herz begehrt.

Erholsame Pause im Pfandlhof

Unterwegs urig einkehren

Unterwegs lädt der „Pfandlhof“ auf 783 Metern zur Einkehr ein. Seit Jahrhunderten in Familienbetrieb, lädt der urige Gasthof zu Schmankerln aus der Tiroler Küche und zu Wildspezialitäten ein. Bei köstlichen Speisen lässt sich allerhand über das „Pfandl-Moidl“ erfahren, das lange als das schönste Mädchen in ganz Tirol galt. Auch im benachbarten Bayern war man ihr zu Füßen erlegen. Dabei handelt es sich um Marie Schwaighofer, welche 1873 im Pfandlhof geboren wurde, eine echte Kaisertalerin, mit der die Gäste unterwegs gerne einmal das Tanzbein schwangen.

Gratis auf geführten Touren

Kostenlose geführte Gesundheitswanderungen sucht man vielerorts vergeblich. Im Ferienland Kufstein nicht. Jeden Montag finden zum Beispiel Qi Gong Wanderungen zu Kraftplätzen ab dem Dorfplatz Hinterthiersee statt. Mittwochs kann man an der energetischen Heilwanderung oder auch auf einer geführten Nachtwanderung teilnehmen. Donnerstags wird „Yoga für alle“ geboten. Aufgetankt mit frischer Energie kehren die Feriengäste abends ins Tal zurück.

Schöne Brücke über den Kaiserbach

Schöne Brücke über den Kaiserbach

Vom Kaiserbach ins Auracher Löchl

Hat mein beim Aufgang ins Kaisertal nicht die Tischofer Höhle passiert, sollte man es spätestens auf dem Rückweg nicht versäumen. Die Tischofer Höhle fasziniert die Wissenschaft seit Jahrhunderten. Hier hat man 37.000 Jahre alte bearbeitete Knochenspitzen gefunden, der älteste Nachweis menschlicher Siedlung in Tirol. Von der Höhle führt der Weg über eine spektakuläre Brücke über den Kaiserbach, und dann ist es auch nicht mehr weit zurück nach Kufstein. Aber was wäre die schönste Wanderung ohne die geschmackvolle Einkehr danach? Eine besondere Empfehlung ist das Auracher Löchl, welches sich direkt unterhalb der Festung befindet.

 

Das traditionsreiche Genusshotel und Wirts- und Weinhaus liegt direkt am Inn. Bei großem Hunger lockt ein riesiger Hamburger, mit Bauern Pommes oder Ofenkartoffel garniert, frei nach Bewertung der Köche schon ab einem Euro (bei Zufriedenheit werden gerne 12 Euro gezahlt) erhältlich. Vegetarier werden an der köstlichen Knoblauchsuppe gefolgt von  Tiroler Bärlauch-Schlutzkrapfen Gefallen finden. Die Speisekarte ist in antike Wälzer geklebt. So zum Beispiel in Reiseführer der siebziger Jahre. Hat man das Glück, in einem der Zimmer des Hotels untergebracht zu sein, klingt der Tag auf dem sonnigen Balkon direkt am Inn aus.

INFO

Ferienland Kufstein

Lage
Anreise mit der Bahn: IC-, EC- und Regionalzüge halten in Kufstein.

Unterkünfte
Das Auracher Löchl im Zentrum von Kufstein, unterhalb der Festung direkt am Inn gelegen, ist ein gemütliches Basislager für Unternehmungen im Ferienland.

Hotel Auracher Löchl
Römerhofgasse 4
6330 Kufstein 

www.auracher-loechl.at

Adressen
Ferienland Kufstein
Unterer Stadtplatz 8
6330 Kufstein
Telefon +43 5372 62207 – 0

www.kufstein.com