Schlagwort-Archive: Südtirol

meran620

Vitalurlaub im Meraner Land

Wenn der Gastgeber gleichzeitig geprüfter Wanderführer oder Mountainbike-Guide ist, der Morgen mit Yoga und Gymnastik startet und am Abend regionale Köstlichkeiten locken, ist ein entspannter Aktivurlaub in Südtirol programmiert. Genau dafür stehen die Vitalpina Hotels, welche im Meraner Land einladen, die Wanderstiefel zu schnüren und in die Pedale zu treten. Weiterlesen

Schneebedeckte Bergspitzen und Palmenpromenaden, Cappuccino auf der Piazza, Apfelblüten so weit das Auge reicht: Im Meraner Land zeigt sich Südtirol von seiner sonnigsten Seite. Abwechslungsreichen Aktivurlaub bieten hier die Vitalpina Hotels Ansitz Golserhof in Dorf Tirol sowie das Design Hotel Tyrol in Rabland, welches speziell Mountainbikern allerhand bietet.

In Schwung kommen

Erst einmal richtig durchatmen. Manche machen das ganz automatisch, wenn Sie im sonnigen Südtirol ankommen. Anderen fällt es nicht so leicht, gänzlich vom Arbeitsstress abzuschalten. Daher haben Vitalpina Hotels das Programm „Durchatmen“ enwickelt. Das fein abgestimmte Programm ist ein Schlüssel zu tiefer Entspannung und schließt neben Yoga- und Atemübungen verschiedene Gymnastikübungen ein, die auch die Gelenkigkeit und Muskelentspannung fördern. Der traumhafte Ausblick von der Terrasse im Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol tut sein Übriges, um schon beim Frühstück in den Urlaubsmodus zu schalten.

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Das Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol ist der ideale Ausgangspunkt für leichte und anspruchsvolle Wanderungen, zu denen Wanderführer Luis und Hausherr Patrick mit den Gästen aufbrechen. Idyllisch, aussichtsreich und zugleich kulinarisch ist eine Wanderung über den Herrschaftsweg zum Gasthof Farmerkreuz mit exzellenter Gourmet-Küche und Interpretationen Südtiroler Küche. Dabei überrascht eine riesige Auswahl aus einem Dutzend verschiedener Grappas, viele aus Brennereien in Südtirol. Anspruchsvoller, aber sehr reizvoll sind Touren zu den Spronser Seen, hochalpine Bergseen zwischen 2117 und 2589 Metern Höhe, zu denen geführte Wanderungen angeboten werden. Auch eine Gipfeltour zum Ifinger mit gesichertem Klettersteig setzt Bergerfahrung und Schwindelfreiheit voraus.

 

meran_detail4

Pool am Design Hotel Tyrol

Im Flow bleiben

Eine mittelschwere Wanderung folgt von Dorf Tirol dem Algunder Waalweg nach Rabland im Vinschgau, wo mit dem Design Hotel Tyrol ein weiteres, modernes Vitalpina Hotel mit schönem Pool auf Wanderer und Biker wartet. Boris Frei, Gastgeber im Design Hotel Tyrol in Rabland, ist geprüfter „Bike-Guide Südtirol“. Jeden Mittwoch bricht er mit seinen Gästen zu Mountainbike-Touren in die umliegenden Berge auf. An den übrigen Tagen (außer Sonntag) laden Guides der „Ötzi Bike-Academy“ zu geführten Mountainbike-Touren ein. Ein Monitor an der Rezeption verrät, wann die nächste Biketour startet. Die Infrastruktur zum Biken ist gigantisch, was schon die Auswahl an Leihrädern deutlich macht.

 

Rent a mountainbike: 29-Zoll-Fully von Bergamont

Rent a MTB: Bergamont 29er-Fully

Im Design Hotel Tyrol hat der Kunde die Wahl zwischen neuesten Fully-MTBs und Rennrädern aus dem Rose Test Center im Haus oder nagelneuen Fullys aus dem Bergamont Test Center im Nachbardorf. In das brandneue Bergamont Contrail 6.0 29 Zoll Fully mit 120 mm Federweg und Shimano SLX 3×10 Schaltung, mit SPD-Kombipedalen montiert und für 30 Euro am Tag fast ein Schnäppchen, verliebe ich mich blitzschnell. Boris hat mir eine Radrunde herausgesucht, die für einen dreiviertel Tag genau das richtige ist. Als Aufstiegshilfe dient die 2013 neu errichtete Panoramaseilbahn Aschbach, welche als Bikeshuttle auf 1.350 Meter Meereshöhe führt. Hier startet meine Mountainbike-Runde, welche über Eggerhof und  Eggersteig auf das traumhafte Hochplateau Vigiljoch auf rund 1.800 Metern Höhe führt.

 

Nur wenig weiter besteht am Seespitz die Möglichkeit, urig einzukehren, ehe von dort die Abfahrt entweder über den Güterweg oder wesentlich spektakulärer auf dem Steinbruch Trail erfolgt, der auf knapp sechs Kilometern 930 Höhenmeter Downhill-Spaß bietet, einschließlich Wurzelpassagen, flowigen Teilstücken und bis zu 30 Zentimeter hohen Absätzen (steil bis sehr steil). Zurück am Hotel, warten der erfrischende Pool und die Sauna auf die müden Bikerbeine.

Tipp: Die Aktiv Panorama Karte vom Tourismusverein Partschins, Rabland und Töll enthält Beschreibungen der MTB-Touren in und Trails in der Region.

INFO

Anreise

Auto
München – Rosenheim – Kufstein (A 12 Inntalautobahn, mautpflichtig) – Innsbruck (A 13 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Brenner (A 22 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Bozen (Ausfahrt Bozen Süd) – Meran (MEBO-Schnellstraße) (weiter Richtung Reschenpass (SS 38) bis Rabland (Design Hotel Tyrol) oder Ausfahrt Meran Süd/Sinich –Tirol/Tirolo (Ansitz Golserhof)

Bregenz – Arlberg – Landeck – Reschenpass (Staatsstraße 40 + 38) – Rabland – Meran

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene. Anreise zum Gölser Hof bis zum Bahnhof Meran, Anreise zum Design Hotel Tyrol bis Bahnhof Rabland (Vinschgaubahn). Tipp: Die österreischische Bahn lockt mit der „Sparschiene Brenner“, mit welcher Fahrten bis zum Brenner aus ganz Österreich ab 9,00 Euro erhältlich sind. Ab dem Brenner beginnt der Verkehrsverbund Südtirol, der mit Mobilcard Südtirol eine günstige Möglichkeit bietet, ganz Südtirol zu bereisen. Diese Karte ist für einen, drei oder sieben Tage erhältlich und gilt in Regionalzügen in ganz Südtirol. Allerdings muss sie vor Fahrtantritt erworben und ebenso davor im Verkehrsverbundsautomaten entwertet werden. Attraktive Direktverbindungen mit Regionalzug Brenner-Meran.

Tourismusinformationen

Meraner Land
www.meranerland.com

Dorf Tirol
www.dorf-tirol.it

Partschins-Rabland-Töll
www.partschins.com

Hotels

Vitalpina Hotels Südtirol
Pfarrplatz 11
I-39100 Bozen
Tel.: +39 0471 999 980
info@vitalpina.info
www.vitalpina.info

Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof
Aichweg 32
I-39019 Dorf Tirol / Meran
Südtirol – Italien
www.golserhof.it

Design Hotel Tyrol
Familie Frei
Hans-Guet-Str. 40
I-39020 Rabland
Südtirol – Italien
www.tyrol-hotel.it

_ratschingsheader620

Sanft mobil: Zauberhafter Urlaub in Ratschings

Keine Hektik, kein Lärm, dafür Natur pur und eine bezaubernde Bergwelt zu entdecken: Gleich hinter dem Brenner eröffnet sich in der Ferienregion Ratschings ein alpiner Traum, der zur sanften Erkundung mit E-Bikes, Mountainbikes oder den Bergschuhen einlädt. Neuerdings ist das Eingangstor in diese herrliche Gegend noch leichter mit der Bahn ab Österreich erreichbar. Weiterlesen

Im "FLIRT" Zug nach Italien

Im „FLIRT“ Zug nach Italien: Verführerischer Urlaubsstart

Es ist herrlich entspannend, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen. Kein Stau, keine Maut, keine Baustellen. Einfach die Landschaft genießen und ausgeruht in Italien ankommen. Während die internationalen Züge nur die größeren Städte wie Brixen und Bozen ansteuern, werden viele kleine bezaubernde Orte nur von Regionalzügen angefahren. Dazu musste man lange am Brennerbahnhof mit improvisierten Hinweisschildern umsteigen.

 

Nun kann man zumindest einmal am Tag von Innsbruck in einem der modernen „FLIRT“ Züge von Innsbruck in viele der kleineren Urlaubsperlen Südtirols durchstarten. Und somit auch nach Sterzing (Vipiteno), dem Tor zur Alpinen Perle Ratschings am Eingang ins Ridnauntal, wo Urlauber von vielen Hotels in die bezaubernde Bergwelt abgeholt werden.

Sanft mobil bis auf die Gipfel

Die Alpine Perle Ratschings in Südtirol bietet ein für alpine Urlaubsorte einzigartiges Angebot sanfter Mobilität. So werden regelmäßig geführte E-Bike-Touren angeboten, an verschiedenen Stationen können E-Bikes auch für mehrere Tage geliehen werden. Wer das Mountainbiken mit dem E-Mountainbike entdecken möchte, dem eröffnen sich tolle Touren. Aber auch Wanderungen zu Almen und Gipfelspitzen sind aussichtsreich und genussvoll.

_ratschingsdetail2Majestätisch erhebt sich das Gebirge, so weit das Auge blickt. Bis hinauf zum Übeltalferner, dem größten Gletscher Südtirols, zieht sich das Ridnauntal. In der Ferne ist auf 3.195 Metern Meereshöhe das Becherhaus erkennbar. Wanderer gehen ab Maiern sieben Stunden zur höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols. So hoch muss mit Mountainbike oder E-Bike niemand hinaus.

In kombinierten Bike-and-Hike-Touren lässt sich auch alpines Gelände erkunden. Eine schöne, beschilderte Biketour führt auf die Aglsbodenalm (1.717 m), von der aus bis zu Bergspitzen gewandert werden kann. Auch wer nicht so hoch hinaus will, findet im Ratschings-, Jaufen- und Ridnauntal jede Menge Abwechslung. Von seiner lieblichen Seite zeigt sich ganz besonders das Ridnauntal bis Maiern, welches mit dem E-Bike problemlos in einer Nachmittagstour ab Sterzing oder Gasteig erkundet werden kann. Von den Berghängen stürzen malerische Wasserfälle ins Tal hinab. Ratschings zählt zu den Alpinen Perlen, welche sich dem nachhaltigen Tourismus und der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Auf zur E-Bike-Tour

Am Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental empfängt uns Werner Pittracher. Die durchtrainierten Beine und das 29-Zoll-Mountainbike von Scott (im Bereich der Trinkflasche unscheinbar elektronisch unterstützt) lassen nicht darauf schließen, dass er uns der Bike-Guide auf eine E-Bike-Tour begleitet. Kurz erklärt Werner die wichtigsten Funktionen der elektronisch unterstützten Mountain- und Trekkingbikes, dann geht es los. Zuerst gleiten wir hinab nach Gastein (970 Meter), um von dort das Ridnauntal hinauf zu strampeln. Bis nach Ridnaun, einer 800 Seelen Gemeinde auf 1342 Metern, sind es knapp 400 Höhenmeter.

 

 

In Ridnaun steigen wir in die „Talrundfahrt Ridnauntal“ (E-Bike-Tour 1) ein. Ridnaun lockt allerdings auch mit bezaubernden Wanderungen: Ein steiler aber kurzer Aufstieg führt in 3,5 Stunden auf das Gipfelplateau des Mareiter Stein, ein leichter Rundwanderweg mit 4 bis 5 Stunden Gehzeit bietet sich am Gospeneid auf 1.455m Seehöhe. Traumhafte Ausblicke haben Aktivurlauber auch bei einer Rundwanderung auf die Zunderspitze.

Im urigen Gasthof "Zum Pfitscher" fehlt es an nichts.

Im urigen Gasthof „Zum Pfitscher“

Urig einkehren

Etwas weiter auf unserer E-Bike-Tour kehren wir im Restaurant „Zum Pfitscher“ ein. Das schön renovierte, denkmalgeschützte Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert verzaubert durch sein besonderes Ambiente und verführt die Gäste mit regionalen kulinarischen Genüssen: Eine erlesene Auswahl an Südtiroler Weinen, exquisite Gourmet-Küche und eine große Auswahl an Pizzas lassen keine Wünsche offen. Wer hier erst spätabends von ausgedehnten Touren einkehrt, kann sich noch bis Mitternacht satt essen. Sollte eines der romantischen Zimmer frei sein, wird sich so manches Biker-Paar überlegen, hier nach der Tour die Nacht zu verbringen.

 

Nach der rasanten und malerischen Abfahrt über das Schloss Wolfsthurn stehen nochmal etwa 200 Höhenmeter zu unserem Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental an. Bei diesem Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer nachhaltig unterwegs war, also vorwiegend mit Muskelkraft ohne unterwegs die elektronische Unterstützung hochzustellen, hat genug Akku bis ans Ziel. Alles in allem ein Lehrstück in sanfter Mobilität in bezaubernder Bergwelt.

INFO

Anreise

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene bis Brenner (von dort aus nur 20 Minuten mit Trenitalia-Regionalzügen bis zum Bahnhof Vipiteno/Sterzing). Einmal täglich direkte Regionalzugverbindung ab/bis Innsbruck (Stand 12/2014). Hotels holen Reisende gerne am Bahnhof Sterzing ab, von dort sind es je nach Ferienort im Ridnauntal, Ratschingstal oder Jaufental etwa 10 bis 15 Minuten Fahrzeit.

Aktivitäten

E-Bike
Ein E-Bike-Tourenführer auf www.ratschings.info enthält zahlreiche Tourenvorschläge einschließlich Distanz und Höhenmetern, ebenso sind Verleih- und Batteriewechselstationen verzeichnet. Dienstags und Donnerstags geführte E-Bike-Touren, Anmeldung und Info bei rent and go Rosskopf (+39 0472 760 627).

Mountainbike
Mittelschwere und anspruchsvolle MTB-Touren mit bis über 1.000 Höhenmetern und Schiebepassagen. Weitere Infos auf www.ratschings.info

Wandern
Die Auswahl an Wanderungen ist groß. Im Ridnauntal, dem Ratschingstal und dem Jaufental liegen etwa zwanzig bewirtschaftete Almen, die zur Einkehr einladen.

Hotels und Gasthöfe

Mittertal
Das idyllisch gelegene Natur- und Wanderhotel Rainer in Mittertal im Jaufental zeichnet sich durch ein nachhaltiges Konzept und schöne Zirbenholz-Zimmer aus. Kathrin und Johannes Rainer sind auf Wünsche von Bikern ebenso wie Wanderer eingestellt und bieten entspannende Extras wie Kräuterseminare und Massagen.
www.hotel-rainer.it

Braunhofe
Der romantische Pfitscher Hof in einem denkmalgeschütztem Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert in Braunhofe im Ridnauntal zeichnet sich durch eine exquisite Gourmet-Küche, aber auch heimische Spezialitäten aus. Zwei gemütliche Doppelzimmer laden darüber hinaus auch zum Übernachten ein.
www.zumpfitscher.it

Fahrradverleih

– Radverleih M2-Bike und Walter’s Radlklinik in Sterzing
– Radverleih Rent & Go Ridnaun, Rosskopf, Ratschings

Kontakt

Tourismusverein Ratschings
I-39040 Gasteig
Tel. +39 0472 760 608
www.ratschings.info

Alpine Pearls – natürlich sanfter Urlaub
www.alpine-pearls.com

Latemar: Ein Gebirgsstock der Superlative

Eggental: Die bezaubernde Sonnenseite der Dolomiten

Nur etwa 20 Kilometer von Bozen liegt eine Perle der Dolomiten versteckt: Wer im Südtiroler Eggental die Wanderschuhe schnürt, kann das Unesco-Welterbe mit Rosengarten, Latemar und Schlernmassiv von seiner Sonnenseite erleben. Sagenhaft günstig und zugleich entspannt kommt man übrigens mit den Sparpreisen der Bahnen und der Mobilcard Südtirol ans Ziel. Weiterlesen

Für 9 Euro auf den Brenner

Für 9 Euro auf den Brenner

Wer zum Wanderurlaub in die Südtiroler Dolomiten aufbricht, überquert zumeist erst einmal den Brenner auf der vielbefahrenen Brennerautobahn. Doch dabei geht es auch günstiger und umweltfreundlicher. Allein die Maut für Arlberg Tunnel und Brennerautobahn zusammen kostet zum Beispiel bis auf den Brenner schon knapp 18 Euro, Benzinkosten nicht eingerechnet. Schon für die Hälfte, nämlich ab 9 Euro, kann man mit der ÖBB mit Sparschiene Österreich aus Vorarlberg bis auf den Brenner fahren.

Mit der Mobilcard Südtirol ist man ab Brenner Südtirolweit für 28 Euro eine ganze Woche in Bus und Bahn (Regionalzüge) mobil. Ähnlich günstige Preise bietet die Deutsche Bahn, z.B. im EuroCity umstiegsfrei von München nach Bozen ab 29 Euro (Europa Spezial). In Bozen angekommen, ist es auch nur noch ein Katzensprung bis ins Eggental. Viele Hotels arrangieren einen kostenlosen Abholservice, es gibt aber auch gute Busverbindungen ins Eggental.

Erst einmal im Eggental angekommen, sind es neben Sonnenschein und gutem Schuhwerk im Grunde nur zwei Dinge, die benötigt werden, damit ein erholsamer Wanderurlaub auch ganz ohne Auto gelingt: Die Mobilitätsfibel und die Wanderfibel des Tourismusverbands. Erstere enthält alle Busverbindungen und Wandertipps ab den Haltestellen, zweitere 35 Wandertipps und Klettersteige, die zu den schönsten der Region zählen. Beide Fibeln sind so leicht, dass sie auch auf dem höchsten Gipfel nie eine Last sind. Die Wanderfibel ist zugleich Wanderpass, mit der die Eggental-Wandernadel in Silber und Gold erwandert werden kann.

Zu den echten Wander-Highlights im Eggental zählen die Rosengartenumrundung und eine Rundwanderung zur Latemarhütte (2.671 m), bei Italienern Pisahütte genannt. Der beste Weg dorthin beginnt in Obereggen, wo in unmittelbarer Liftnähe das Sporthotel die Wanderer empfängt. Mit dem Oberholzlift geht´s hinauf auf 2.150 Meter. Nur fünf Minuten von der Bergstation entfernt, lohnt sich ein Abstecher zur neuen Aussichtsplattform „latemar.360°“, welche den Blick auf Brenta, Ortler sowie die Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen eröffnet.

Alpiner Rundweg zur Latemarhütte

Bis zur Latemarhütte auf 2.671 Metern sind es von der Bergstation Oberholz drei bis vier Stunden, über Geröll- und Schneefelder, vorbei an imposanten Türmen und Kaminen und über die beeindruckende Gamstalscharte.

Am Eingang zur Gamsstallscharte

Am Aufstieg zur Gamsstallscharte

Die Latemarhütte, im Trentino Pisahütte („Rifugio Torre di Pisa“) genannt und auch oft so beschildert, thront wie ein Adlerhorst auf dem Felsen, zu welchem wir gut 500 Höhenmeter durch eine zerklüftete Bergwelt zurücklegen. Antonio und Maria Theresa empfangen hier etwa 4.000 Wanderer pro Saison, welche oft an der einfacheren Seite am Satteljoch („Passo Feudo“) auf- und absteigen und das Beste verpassen.

Rückblende: Mitte der 50er Jahre hatte Camillo Gabrielli, Antonios inzwischen verstorbener Vater, hier die erste alpine Schutzhütte im Latemar-Gebirge erbaut. Eine echte Pionierleistung. Ende Mai bis Mitte Oktober ist die Pisahütte heute für Bergwanderer am Latemar geöffnet.

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Wenn der Himmel Schnee bringt, manchmal auch im August, sind Antonio und Maria Theresa oft nächtelang allein oder mit den letzten Gästen von der Außenwelt isoliert. 20 Betten in zwei Lagern stehen erschöpften Wanderern zur Verfügung. Antonio kennt die Gegend schon wie seine Westentasche, schon mit acht ist er als Bub hier heraufgegangen. „Es ist meine Heimat“, weiß Antonio.

 

Bergaster: Blumenpracht im Sommer

Bergaster in voller Pracht

Familien mit kleinen Kindern fühlen sich im Eggental eher unterhalb des hochalpinen Bereichs wohl. Mit dem Latemar als beeindruckende Kulisse am Horizont, lässt sich eine herrliche Blumenvielfalt entdecken. Die Blütenpracht der Bergwiesen reicht von Bergaster und Bergbalsam über Knabenkraut und Händlwurz bis zur Bärtigen Glockenblume, freilich dürfen Edelweiss und Enzian nicht fehlen.

 

Baumtelefon: Klänge der Natur neu wahrnehmen

Baumtelefon: Vögel-SOS

Direkt an der Bergstation Oberholz startet auch der Erlebnisweg „latemar.natura“, auf dem Groß und Klein spielerisch viel über Bewohner und Pflanzen des Latemar erfahren. Ein Glück, dass Holz die Schallwellen so gut überträgt. Am „Baumtelefon“ lässt sich die Angst von Tannenhäherkindern begreifen, wenn ein Marder am Baum kratzt. Beim Holzklangspiel lernt man, wie sich Fichte, Zirbe, Lärche und Bergahorn in ihrem Klang unterscheiden.

 

Sagenumwoben: Karer See

Sagenumwoben: Karer See

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Eggental liegt auf einer Höhe von 1.520 Metern: Der sagenhafte Karer See, in welchem sich die Nordwände des Latemar spiegeln. Hier hält sich die Sage eines liebeskranken Hexenmeisters, welcher sein Kunstwerk eines Regenbogens aus Juwelen im Himmel einer hübschen, aber leider nicht interessierten Nixe in den See hinterherwarf – daher noch heute die Spiegelung der Berge im See.

 

Am Karersee lässt sich anhand verschiedener Holzspiele eine Menge über den besonderen Klang des lokalen Holzes erfahren: Das Latemar-Holz, speziell das der Haselfichte mit seinem großen Klangfarbenspektrum, wird seit Jahrhunderten im Gitarren- und Geigenbau eingesetzt. Wieder anderes Holz wird für den Mühlenbau verwendet. Eine etwa zweistündige, leichte Wanderung führt von der Haltestelle Grandhotel Karersee zur Moseralm. Das Berghotel Moseralm am Fuße des Rosengartens ist eines der schönsten Plätze, um den Bergsommer in den Dolomiten zu genießen. Unweit der Moseralm ist von der Schützenkompanie Welschnofen mit viel Liebe die älteste, etwa 600 Jahre alte, Getreidemühle Eggentals wiedererrichtet worden.

Getreide mahlen wie vor 500 Jahren

Eine Mühle wie vor 500 Jahren

Lärchenholz für die Wasserleitung und das Schindeldach, Steinbuche für das Mühlrad, Zirbenholz für die Mahlinstrumente: Für jeden Zweck gibt es im Eggental das passende Holz. Auch für die auf Wanderungen beliebte Brettljause – hier schließt sich der Kreis. Auf der Terrasse der Moser-Alm, eines der gemütlichsten 4-Sterne-Häuser im Eggental, reicht eine Brettljause meistens für zwei. Es sei denn, zwei hungrige Wanderer kommen vom Rosengarten herab.

 

INFO

Allgemein
Im Eggental reizen sieben Dörfer im Unesco Welterbe Dolomiten mit einer Mischung aus italienischer Lebensart und alpinem Flair: Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Welschnofen, Carezza und Steinegg. Im Angesicht zackiger Bergmassive lassen sich im Eggental 530 Kilometer Wanderwege, acht Klettersteige und zahlreiche Mountainbike-Routen entdecken. Der Waldhochseilgarten Obereggen und die rasante Abfahrt auf einer 90 Meter langen Zipline bietet zusätzlichen Spaß und Nervenkitzel für die ganze Familie.

Anreise
Der Bahnhof Bozen ist leicht mit der Bahn über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Bodenseeraum) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht Anschluss nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) bestehen direkte Verbindungen nach Südtirol. In Bozen Busse ins Eggental (http://www.sii.bz.it/de) oder kostenlose Abholung durch das Hotel.

Hotel-Tipps

Berghotel Moseralm
Schönblickstrasse 8
I-39056 Karersee
www.moseralm.com

Sporthotel Obereggen
Obereggen 17
I-39050 Obereggen
www.obereggen.it

Kontakt
Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
Tel.: +39 (0) 0471 61 95 00
info@eggental.com 
www.eggental.com

_eggental960

Familienfreundliches Skivergnügen im Eggental

Bequem mit dem Eurocity über den Brenner nach Bozen, ein paar Serpentinen erklommen und schon breitet sich das verschneite Eggental vor uns aus: Der Bürgermeister ist gleichzeitig Skilehrer, und der „Vater der Schneekanonen“ nimmt gerne beim Eisstockschießen teil. Weiterlesen

Auf ausgezeichnet präparierten Pisten ins Tal sausen und in hervorragenden Hotels hausen: Im Eggental verbindet sich alpines Wintersportvergnügen mit italienischer Lebensart zu einer überaus charmanten Mischung. Unser Viersternehotel Moseralm liegt direkt an der Piste und bietet einen blitzschnellen Einstieg ins Skivergnügen. Urig und gemütlich geht es zu, und zugleich wird den Hotelgästen Gourmet-Küche vom Allerfeinsten geboten.

Beschneiung wie im Bilderbuch

Beim gemeinsamen Abendessen treffen wir zum ersten Mal Georg Eisath, der in der Region als „Vater der Schneekanonen“ bekannt ist. Eisath ist der Herr über 190 Schneekanonen im Familienskigebiet Carezza, welche er vom Hotel aus steuert. Hier erwarten Skiurlauber 40 Pistenkilometer vor dem Bilderbuchpanorama der Rosengartengruppe, welche überwiegend für Anfänger geeignet sind. Mancherorts nehmen die Skigebiete Abstand von Schneekanonen und rühmen sich ihrer Schneesicherheit und ihres Naturschnees. In den sonnigen Dolomiten wird die Beschneiung zelebriert und zur Perfektion getrieben. Die von Eisath gegründete Firma TechnoAlpin ist seit vielen Jahren Weltmarktführer in der Beschneiungsanlagenproduktion. Dass man Eisath öfter bei einer Partie Eisstockschießen oder auf Spaziergängen mit Bernhardiner-Hündin July vor der Moseralm trifft, ist kein Zufall, denn seine Frau Monika leitet das ausgezeichnete Hotel. Auch bekannte Wintersportler wie der fünffache Ski-Weltcup-Gesamtsieger Marc Girardelli kommen hier gerne zu Besuch.

Bürgermeister auf Brettern

Am Morgen darauf erwartet uns Markus Dejori, der nicht nur Bürgermeister der 2000-Seelen-Gemeinde Welschnofen ist, sondern gleichzeitig auch Skilehrer. Schnell können wir uns von der ausgezeichneten Pistenqualität des Skigebiets Carezza Ski überzeugen. Elegant zieht Dejori sportliche Schwünge ins Tal, und gibt uns nebenbei noch Tipps zur richtigen Körperhaltung beim Skifahren. Die noch untrainierten Beine kommen auf den breiten und relativ flachen Hügeln des Skigebiets zur Saisoneröffnung in Schwung, bevor uns mit der Pra di Tori zum ersten Mal eine schwarze Piste auf die erste sportliche Mutprobe stellt. Kurz darauf wartet auch schon der gemütliche „Hennenstall“ auf uns, um uns zu stärken. Frisch vom Feuer wird uns ein Grillteller gereicht, dessen Dimensionen sich auch mit einer Mutprobe vergleichen ließen, allerdings eine noch genussvollere. Wie schön, wenn man sich einmal richtig satt essen kann. Es warten ja noch genug einfache blaue und rote Pisten darauf, entdeckt zu werden.

Aperitif im Abendrot

Am Abend erleben wir dann bei einem Buffet an der Bergstation der neuen Kabinenseilbahn „Laurin 1“ ein Alpenglühen in atemberaubender Pracht. Seit diesem Winter verbindet die neue Umlauf-Kabinenseilbahn  das Dorfzentrum von Welschnofen direkt mit dem Skigebiet Carezza. So gelangt man aus Bozen noch schneller in das sonnige Skigebiet am Fuße der Rosengarten-gruppe. Benannt nach dem Zwergenkönig, handelt es sich nicht um einen Zwergenlift:¨Auf 3,6 Kilometern wird in nur 10 Minuten ein Höhenunterschied von 650 Metern überwunden. Wer das Alpenglühen des Rosengartens erleben möchte, liegt mit dem Lift goldrichtig.

Pistenzauber auch für Profis

Am nächsten Morgen erwartet die Skireporter nach einer lustigen Partie Eisstockschießen noch etwas verschlafen ein blauer Himmel und ein abfahrbereiter Bus ins nächste Skigebiet. Obereggen punktet bei sportlichen Skifahrern mit topmodernen Liftanlagen und 48 Kilometern mehrfach für Schneequalität und Präparierung ausgezeichneter Pisten, welche bis in die Skizentren von Pampeago und Predazzo reichen. Snowboarder und Freestyler schwärmen vom großen Snowpark direkt an der Talstation, der mit Halfpipe und Boardercross vielfältige Jump-Möglichkeiten bietet. Familien erfreuen sich an der 2,5 Kilometer langen Rodelbahn, die laut ADAC zu den sichersten im gesamten Alpenraum zählt. Die schönsten Hänge führen hinunter zum Rifugio Gardone und herab vom Rigugio Agnello.

Gemütlicher Ausklang

Auf der Mayerl Alm wartet auf aktive Wintersportler echte Spitzengastronomie, bevor der Skitag in Obereggen bei Aprés Ski Hits ausklingt. Zurück im warmen Bus, wird schon wieder vom Eisstockschießen auf dem Natureislaufplatz der Moseralm geschwärmt. „Können wir heute noch einmal eine Partie spielen?“, hallt es von Sitz zu Sitz. Zurück im Hotel begrüßt July die müden Skifahrer schon im Eingang und mag am liebsten auch gleich wieder zum Eislaufplatz zurück. Nach dem Abendessen kommt Georg noch einmal vorbei. „Auf geht´s“ ruft er in die fröhliche Runde, nachdem er die Schneekanonen wieder eingeschalten hat.

INFO

Anreise

Empfehlung: Umweltfreundlich mit der Bahn
Der Bahnhof Bozen ist leicht mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen, mit der „SparSchiene Brenner“ bereits ab 29 EUR aus ganz Österreich und mit „Europa Spezial“ ab 39 Euro aus Deutschland mit der Deutschen Bahn (ab München sogar ab 29,- EUR). Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) besteht ebenfalls Anreisemöglichkeit über Innsbruck, dort Umstieg auf Eurocity über den Brenner.
Ab Bozen Zubringer- und Abholservice direkt zum Hotel.

Weitere Infos

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056  Welschnofen
Tel. 0039/0471/619500
www.eggental.com

Moseralm
Schönblickstraße 8
I-39056 Karersee
Tel. 0039/0471/612171
www.moseralm.it

Tipp für Familienferien im Viersternehotel Moseralm (Carezza/Dolomiten):
Kids free Wochen (18.01.-01.02.2014)
Kostenloser Aufenthalt und Skipass für das erste Kind bis 12 Jahren

Skigebiet Carezza-Karersee-Rosengarten

Saison
05
.12.2015-03.04. 2016
Höhenunterschied
1.182-2.337 Meter
Pistenkilometer
41
Schwierigkeitsgrad
55 % blaue, 30 % rote und 15 % schwarze Pisten
Längste Piste
König Laurin-Welschnofen 9,7 km
Steilste Piste
Pra di Tori, 67 % Neigung
Skipass-Preise
Tageskarte (Erwachsene Hochsaison) 46,- EUR, (Junioren Hochsaison) 32,- EUR.

www.carezza.it

Skigebiet Ski Center Latemar-Obereggen

Saison
28
.11.2015 – 10.04.2016
Höhenunterschied
1.550 – 2.500 Meter
Pistenkilometer
48
Schwierigkeitsgrad
19 % blaue, 67 % rote und 14 % schwarze Pisten
Steilste Piste
Pala di Santa / Zanggen, 58 % Neigung
Skipass-Preise
Tageskarte (Erwachsene Hochsaison) 45,- EUR, (Junioren Hochsaison) 31,- EUR.

www.obereggen.com