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Wanderlust an der Costa Dorada

Ein Urlaub an der Costa Dorada, der Goldküste Kataloniens, ist ohne die goldenen Berge im Hinterland nicht komplett. Beim Wandern längs Weingärten,  im Kloster oder beim Klettern, unter Steineichen und in der Serra del Montsant entdeckt man erst die ganze Vielfalt und Schönheit der Region. Ein organisiertes Wanderprogramm macht das Ganze unvergesslich.
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Costa Daurada - Tarragona 005 -® Tarragona Turisme

Antikes Weltkulturerbe vor blauem Meer: Tarragona

Ein schöner Auftakt zum Wandern an der Costa Dorada ist Tarragona. Die antike Stadt mit Weltkulturerbe hat nicht nur ausgezeichnete Restaurants mit viel Flair, sondern auch eine Rambla mit Balkon. Am Ende der Flaniermeile hat man eine großartige Aussicht auf das Meer. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauern und über den Archäologischen Spazierweg.

 

Am Morgen darauf empfängt uns schon der Krauland Wanderbus, um mit uns die herrlichen Berge im Hinterland der Costa Daurada zu entdecken. „Ich hoffe, ihr habt´s alle Steigeisen und genug Seil dabei“, scherzt Wanderführer Gregor, als sich „Montblanc“ Wegweiser verdichten. Aber das gleichnamige Städtchen ist nicht ganz so alpin und liegt nur wenige Kilometer von Poblet, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, entfernt.

Mirador de la Pena bei Poblet

Mirador de la Pena: Fantastische Aussicht bei Poblet

Aussichtsloge mit Picknick
Gleicht hinter Poblet steigen wir in unsere erste Bergwanderung ein. Durch einen grandiosen Steineichenwald wandern wir bei herrlichem Herbstwetter aufwärts zum Mirador de la Pena auf 950 Metern Meereshöhe. Hier empfängt uns ein atemberaubender Rundblick in die weite Landschaft der Costa Daurada und ein Picknick mit Aussichtsloge.

 

Das mächtige Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet, 1151 gegründet und heute das größte bewohnte Zisterzienserkloster Europas, empfing uns als zweites Ausflugsziel. Seit etwa einem Jahrtausend  ist der Zisterzienserorden mit dem Weinbau verbunden. Hier wird der „Pinot Noir“ kultiviert, eine zarte und schwierige Sorte, die weiche und elegante Weine hervorbringt. Das Weingut Abadia de Poblet entstand aus dem Wunsch des Klosters heraus, die tausendjährige Weintradition wieder aufleben zu lassen. Heute werden hier edle Tropfen aus der Region verkostet, gern auch schon vor der anschließenden Klosterbesichtigung.

Santa Maria de Poblet, größtes bewohntes Zisterzienserkloster Europas

Das Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet

In Santa Maria de Poblet fanden einige katalanische und aragonesische Könige in kunstvollen Sarkophagen ihre letzte Ruhe. In dem schon 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Zisterzienserkloster lohnt sich, die schönen Bögen des Kreuzganges in Augenschein zu nehmen ebenso wie das Brunnenhaus. Am Abend werden schöne gregorianische Choräle vorgetragen.

 

Zedern und Zypressen
Tiefenentspannt von gregorianischen Gesängen lasst Gregor auf der Weiterfahrt noch mal verschiedene Pflanzenarten und Tiere des Tages Revue passieren. Salbeiblättrige Zistrose, Zedern und Zypressen. Bienenfresser und Eichelhäher. Unser abendliches Ziel heißt etwas später Falset. Die noch ursprünglich erhaltene Kleinstadt im Priorat strahlt eine behagliche Ruhe aus. Durch enge Gässchen erreichen wir unser gemütliches Hotel „L´Escoleta“, das auf mehreren Etagen einer alten jüdischen Schule schöne Appartements bietet.

La Villela Baixa in der Serra del Montsant

La Vilella Baixa: Montsant für die Fototapete

Nach einem reichlichen Frühstück geht die Fahrt in unserem bequemen Wanderbus morgens weiter. Bei blauem Himmel tingeln wir in die schmucken Berge des Montsant hinein. Einen ersten Stopp legen wir mit Aussicht auf das Bergdörfchen „La Vilella Baixa“ ein, das vor den Felswänden des Montsant seine Reize entfaltet. Nur etwa 200 Einwohner leben in dem verschlafenen Ort, der sich wie ein Gemälde in die Landschaft schmiegt.

Hier sind wir bereits am Eingang der Serra del Montsant. Noch etwa acht weitere Bergdörfer  zählen  zu dem Küstengebirge, das vor allem bei Kletterern äußerst beliebt ist. Die sich hoch auftürmenden Kalkfelsen des Montsant sind ein wahres Eldorado für Sportkletterer. Weltweit bekannt ist vor allem Margalef. Hier befinden sich einige bekannte und sehr schwere Routen. Etwas weniger bekannt Cornudella de Montsant, weit bekannter dessen Teilörtchen Siurana – mit einigen der schwersten Kletterrouten der Welt wie „La Rambla“.

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wein und Wacholder
Siurana ist aber erst unser morgiges Ziel, heute begnügen wir uns mit einer spätsommerlichen Wanderung, die weder Seil noch sonstige Sicherungen erfordert. Herrlich, zwischen bunt gefärbten Weinreben und Wacholderbüschen zu wandern und die Aussicht auf die Felsmassive des Montsant zu genießen. Von Ulldemolins nach Sant Bartomeu führt die von Gregor ausgewählte Tour.

Zum ersten Mal werden die Beine etwas schwer, die Sonne brennt und der Durst meldet sich. Zuerst mal ein Bier. Hervorragende Weine lassen den späteren Nachmittag in der benachbarten Weinregion Priorat äußerst lustig ausklingen. Entspanntes Mittagessen vom Grill im Les Figueres, anschließend eine Weinprobe in der Weinkellerei Clos Figueres. Syrah und Carbernet Sauvignon, gemischt mit den lokalen Traubensorten Garnacha und Carinena. Durchaus erschwinglich, eine Weinprobe ist ab etwa 15 Euro möglich.

 

Wacholder wächst am Wegesrand

Wacholder wächst am Wegesrand

Morgens im schunkeligen Bus nochmal Pflanzenkunde zur Auffrischung: Sternanis und Hagebutte, Immortelle und Currygewächs, Haselnuss und Bittermandel zählen wir auf, welchen wir bereits begegnet sind. Gregor ist stolz auf uns. Noch zu erwähnen ist der Wacholder, der auch im Gin sowie im wieder sehr beliebten Wermut Verwendung findet. Weiter geht die Fahrt ins schmucke Siurana.

 

Schön und spektakulär: Siurana

Auf einem beeindruckenden Felsplateau thront Siurana, ein kleines spektakuläres Bergdorf, das zu den 10 schönsten Dörfern Kataloniens zählt. Heute zählt der bei Kletterern beliebte Ort gerade mal drei Dutzend Einwohner und weit mehr Besucher, die entweder nur die Aussicht genießen oder die reizvolle Umgebung beim Wandern, Biken und Klettern erkunden.

Siurana thront auf einem Felsplateau

Siurana thront auf einem Felsplateau

Dennoch wurde Siurana (737 m ü.M.) nicht wegen des schönen Blicks in so schwindliger Höhe errichtet. Vielmehr diente die Lage zur Verteidigung, als die Christen versuchten, das Land den Mauren abzuringen. Lange galt Siurana als uneinnehmbar. Auch wer ganz einfach das Panorama und die Restaurants in Siurana genießt, hat eine Menge Spaß.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Küche im La Siuranella. Entenleber mit Mango, Gänseleberpastete, Kaviar mit luftgetrocknetem Schinken: Alles mit Liebe kunstvoll zubereitet. Vegetarier kommen bei Himbeer-Ziegenkäse, überbackenem grünen Spargel und Steinpilzen auf ihre Kosten. Dazu ein edler Tropfen Rot- oder Weisswein im urgemütlichen Gastgarten und dabei der unbezahlbare Blick in die Berge des Priorat.

Sonniger Sonntagsbrunch im La Siuranella

Sonntagsbrunch im La Siuranella

Ein Ort, den man gar nicht wieder verlassen möchte. Wer sich Hals über Kopf in das bezaubernde Bergdorf verliebt, kann im Hotel La Siuranella in einem der sechs hübschen Zimmer, welche nach Weintrauben benannt sind, vielleicht gleich ein Quartier beziehen. Es geht natürlich auch günstiger in einem nahe gelegenen Camping. Die goldene Mitte ist eine geführte Wanderwoche mit Krauland in Kooperation mit Neckermann Reisen. Das von Wolfgang Krauland geführte Familienunternehmen aus Österreich schnürt für Gruppen auch Wanderpakete nach Maß und bietet das genussvolle Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ wieder ab Mitte März an (das Detailprogramm steht unter www.krauland.at zum Download bereit).

 

INFO

Allgemein

Katalonien Tourismus
http://katalonien-tourismus.de/

Fremdenverkehrsbüro des Priorat
www.turismepriorat.org/de/

Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona Costa Daurada
www.costadaurada.info

Krauland Reisen
Wandern mit Krauland: Katalonien – Costa Dorada

Facebook
www.facebook.com/catalunyaexperience.de/?fref=ts

App
katalonien-tourismus.de/app-katalonien-ist-aktivurlaub

Anreise

Flug
Abflughäfen für Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ siehe Neckermann Reisen-Katalog Spanien Festland.

Individuelle Anreise mit Flug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Reus und Barcelona. Entfernung Reus-Tarragona 13,5 km, Reus-Siurana 35 km.  Barcelona-Tarragona 98,5 km, Barcelona-Siurana 147 km
Individuelle Anreise mit Bahn: Bahnhof Marsa-Falset, ca. 2 Std. Fahrtzeit ab Barcelona

Klettern am Fuße der Geislerspitzen.

Villnöss – Kletterparadies in den Dolomiten

Das Villnösser Tal ist eines der schönsten Bergorte der Dolomiten. Am Fuße der majestätisch anmutenden Gipfel der Geislergruppe, wo Reinhold Messner das Klettern erlernte, lockt ein kinderfreundlicher Klettergarten mit traumhaftem Panorama und spannenden Routen. Weiterlesen

Sonne, blauer Himmel, Dolomiten. Und noch dazu ein traumhafter Klettergarten am Fuße der Dreitausender-Spitzen von Forchetta und Sass Rigais. Was will das Kletterherz mehr? All das kann man im Klettergarten am Adolf-Munkel-Weg in Villnöss erleben. In etwa 40 Minuten gelangt man von der Zanser Alm dorthin. Gemeinsam mit Bergführer Josef Fischnaller, der als Reinhold Messner noch in Villnöss lebte, persönlich mit ihm befreundet war, erklimmen wir zunächst eine leichte Route , auf der das Klettersteiggehen mit Hüftgurt trainiert werden kann.

Traumhaft Klettern in den Dolomiten

Traumhaft Klettern in den Dolomiten

Kurze Zeit später wagen wir uns an die erste seilgesicherte Kletterei, Josef sichert uns dabei professionell. Dann winkt schon wieder die nächste Route im Fels, diesmal schwerer, die sogenannte „Hermikante“, benannt nach Hermine Lottersberger, die erste Frau, welche mit Reinhold Messner die Forketta Nordwand durchstiegen ist. Hier sollte man bereits Klettererfahrung haben. Neben dem herrlichen Klettergarten an der Zanser Alm locken in Villnöss eine Reihe von Klettersteigen, zum Beispiel zum Peitlerkofel (2.875 m) und zum Sas Rigais (3.025 m). Erfahrene Bergsteiger können sich an den Günther Messner Steig wagen. Mittwochs werden regelmäßig geführte Bergtouren auch auf diesen Klettersteigen angeboten.

 

Logenplatz an der Glatsch Alm

Logenplatz an der Glatsch Alm

Nur zwei Stunden hatten wir zum Schnupperklettern in Villnöss. Da fiel der Abschied natürlich schwer! Einmal infiziert, lässt einen nämlich der Klettervirus nie wieder los. Hier könnte man eine Woche bleiben und sich jeden Tag an neue Routen wagen. Auch bei Familien ist Villnöss beliebt. Dienstags werden regelmäßig Kinderkletterkurse angeboten. Für die anschließende Stärkung ist ganz in der Nähe gesorgt: Nur wenige Minuten vom Klettergarten erreicht man den Berggasthof Glatsch Alm (1.902 m, Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet), wo man bei einer deftigen Brotzeit mit Südtiroler Wein den besten Logenplatz zum Ausblick auf die Nordwände der Geislerspitzen hat. Ohne Zweifel eine der schönsten Almen Südtirols!

 

INFO

Als „Alpine Perle“ setzt Villnöss auf sanfte Mobilität und nachhaltigen Tourismus.  Die Urlaubsorte von „Alpine Pearls“ garantieren ein umweltverträgliches, kulturell vielfältiges und klimaschonendes Ferienerlebnis. Villnöss bietet ein gut ausgebautes Öffentliches Busnetz, Wanderbusse bringen Gipfelstürmer zu den Ausgangspunkten der schönsten Wanderungen.

Anreise

Empfehlenswert ist die Anreise in die „Alpine Perle“ Villnöss mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bahn bis Brixen Bhf., Umstieg auf Buslinie 340 ins Villnösser Tal. Besonders zu empfehlen ist die „Mobilcard Südtirol“, welche in den Regionalzügen, Nahverkehrsbussen, sowie diversen Seilbahnen gültig und ab 15 € erhältlich.

Kontakt

Dolomitental Villnöss
St. Peter 11
I-39040 Vilnösser Tal
Tel. +39 0472 840 180
info@villnoess.info
www.villnoess.info

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Rund 250 Sportkletterrouten am Achensee

Vom kniffligen Fels ins kühle Nass: Klettern am Achensee

Rund 250 Sportkletterrouten, acht Klettersteige und bis zu 400 Meter hohe Wände: Das Rofan- und Karwendelgebirge am Achensee zieht immer mehr Kletterer an. Sowohl Anfänger als auch Profis finden hier den passenden Fels. Dennoch sind die Kletterrouten noch nicht überlaufen. Zauberhaft Reisen hat die Region unter die Lupe genommen. Nach drei Tagen professionellem Klettertraining können wir diese Region nur empfehlen.

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Sammle Klettertage & gewinne einen Urlaub im Vier-Sterne-Hotel Achentaler Hof am Achensee!

Erste Übungen im Fels

Erste Übungen im Fels

Übung macht den Meister. „Die Almkuh ist sicher, weil sie pausenlos geht“, erklärt Bergführer Stefan Wierer, der 280 Tage im Jahr im Gebirge ist und schon Berge wie den Alpamayo (5.947 Meter) in Peru und den Ama Dablam (6.812 Meter) im Himalaya bestiegen hat. Seit 1989 ist Stefan Bergführer, im Sommer bietet er Einführungen ins Sportklettern, im Winter bietet er Skitouren an. Am ersten Tag trainieren wir zunächst den sicheren Tritt im groben und steilen Gelände. An einem Naturkletterstein unweit der Bergstation der Rofanseilbahn (1.840 Meter) üben wir erst einmal, auf unsere Füße zu vertrauen und nicht zu sehr die Hände einzusetzen. Eine wichtige Vorübung, damit uns beim Klettern im Fels nicht gleich die Kraft ausgeht. Mit kleinen Tritten und Hüfteinsatz erhöhen wir die Balance.

Nur fünf Minuten entfernt befindet sich unterhalb der  Mauritzalm auch schon unsere erste Übungswand. Vier kurze, etwa acht bis zehn Meter hohe Routen mit den Namen Pippi Langstrumpf, Popeye, Donald Duck und Biene Maja eignen sich für Kinder und Anfänger. Stefan macht sich erst mal ein Bild, wie sicher wir uns beim Klettern in der Wand fühlen.

Klettern bis 5c an der Grubastiege

Klettern bis 5c an der Grubastiege

Die erste seilgesicherte Kletterei im Freien erleben Bernadette, Daniela, Martin, Peter und ich nach etwa zwanzig Minuten an der Grubastiege. Wir klettern an einer schönen, etwa fünfzehn Meter hohen Wand  direkt am aussichtsreichen Wanderweg zur Rofanspitze  (2.259 Meter). In einem schönen, mit Wasserrillen übersäten Fels stehen sieben Routen zur Wahl. Dabei reicht der Schwierigkeitsgrad bis zu 5c (franz. Skala) bei der der Pinocchio Route. Aufregend genug, um mit den ersten Impressionen den Freunden daheim schon mal eine lange Nase zu machen. Ich klettere an der Goofy, während mich Martin mit der Tube am Seil sichert. Bernadette und Daniela üben auf der Snoopy das Absichern am Halbautomaten. Herausfordernd ist auch die Route „Spider Man“, wo wir das Reibungsklettern trainieren.

Ab in die Vertikale

Bei herrlichem Sonnenschein führt uns Stefan am nächsten Tag zum Klettergarten am Bärenkopf. Das aufregende neue Klettergebiet liegt nur etwa zehn Minuten hinter dem ruhig gelegenen Karwendel-Camping in der Lärchenwiese bei Maurach. Ein kleiner Pfad führt nach oben in den Wald. Kurz darauf erblicken wir die Felsen. Steil ragen sie empor und das Gelände ist abschüssig. Vom Schwierigkeitsgrad ist das hier etwa gleich wie gestern, und dennoch wirkt das hier doch etwas gefährlicher als gestern.

Aber dennoch steht heute auch neues im Lehrprogramm: Vom Nachstieg zum Vorstieg heißt das Motto. Unser Bergführer erklärt den feinen Unterschied. Bernadette klemmt sich mit einer Reihe von Expressschlingen und dem Seil bewaffnet in den Fels, während Stefan unten sichert. Es gilt, das Seil über eine Reihe von Zwischensicherungen ganz oben einzuhängen. Wer sich das noch nicht traut, immerhin ist heute erst Tag zwei und wir sind ja noch weitgehend untrainiert, klettert weiter auf Top Rope Basis. Aber auch das ist nicht so ohne.

Sportklettern am Bärenkopf beim Karwendel-Camping

Sportklettern am Bärenkopf beim Karwendel-Camping

Senkrecht steigen die Kalkfelsen empor, teilweise mit Überhängen. Äußerste Aufmerksamkeit und zugleich alle Kraft in den Beinen und Armen sind gefordert. Ob „Johannesbär“ oder „Stoanbeißer“ – jetzt heißt es beißen! Peter hat schon am Vortag alles gegeben und sich die Daumen getaped. „Heute wird ein harter Move gezogen“, kommentiert Stefan die leichten Blessuren und feuert uns an, nicht aufzugeben. Immer hält er eine passende Lebensweisheit bereit: „Mit dem Klettern ist es wie mit einer schönen Frau – man darf nicht zögerlich sein.“ Im oberen Routenabschnitt wird laut gestöhnt und öfters geflucht. „Da ist nichts“, hallt es vom Fels herab. Kurze Zeit später ist dann doch ein Halt entdeckt. Wir ringen mit unseren Kräften. Noch ein Überhang, ein fester Tritt. Geschafft.

 

Klettern im Karwendel

Am nächsten Morgen brechen wir ins Karwendelgebirge auf. Im neuen Klettergebiet Gramai nördlich von Pertisau finden Felsbegeisterte alles, was das Kletterherz höher schlägen lässt. Nicht alle Routen sind sofort zu finden, aber sie sind ein Geheimtipp und sollten bei allen, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen, unbedingt auf der To-Do-Liste stehen. Wer den Zustieg über grobes Geröll geschafft hat, darf sich über traute Zweisamkeit mit seiner besten Kletterpartnerin oder seinem Lieblings-Kletterpartner freuen. Denn hierher finden auch bei schönstem Wetter bislang kaum andere. Zehn neue Mehrseillängenrouten wurden etwa zwanzig Minuten von der Gramaialm in den Karwendelstein gebohrt.

Neue Kletterrouten oberhalb der Gramai-Alm

Oberhalb der Gramai-Alm

Was für eine Szenerie. Uns erwartet eine kleine aber feine Kletterroute am Fuße des Sonnjoch (2.475 Meter) mit herrlichen Ausblicken ins Karwendelgebirge. Beim Aufstieg schweifen die Blicke hinüber zur Lamsenspitze (2.508 Meter), ein alpines Klettergebiet mit bis zu 400 Meter hohen Wänden. Auf den Rücken tragen Stefan, Martin und ich drei 55 Meter lange Doppelseile. „Hoch das Bein, die Liebe winkt“, scherzt unser Bergführer. Endlich sind wir angekommen. Auf einem versteckten Schild ist der Name der Kletterroute eingraviert:  „Paparazzi im Rücken“. Irgendwie passend, denn links davon wird gerne ein Schnappschuss nach dem anderen im Fels geschossen. Insgesamt gibt es im Klettergebiet Gramai schon zehn neue Routen.

 

In der chilligen Strandlounge in Pertisau lassen wir gemeinsam mit Stefan das Gelernte anschließend noch einmal Revue passieren. Alle sind vom Klettervirus infiziert und hätten nicht manche eine lange Abreise, wären wir noch länger oben am Fels geblieben. Blitzartig rückt die Abreise näher. Aber für ein erfrischendes Bad im smaragdgrünen Achensee mit Trinkwasserqualität bleibt noch ausreichend Zeit. Dann heißt es auch schon Abschied nehmen. „Immer fleißig dran bleiben“, treibt uns Stefan an.

Aus heiterem Himmel zieht kurz darauf plötzlich ein Gewitter auf. Regen peitscht herab, und unter dunklen Wolken schnauft die Dampflok der Achenseebahn durch das Tal. Aber selbst das wirkt irgendwie zauberhaft. Zwei Stunden später ist der Spuk schon vorbei und die Sonne lacht wieder. Einmal infiziert, lässt einem der Klettervirus vom Achensee nie wieder los.

Ach, wie gern wär ich noch eine Woche hier geblieben.

INFO

Klettern am Achensee

Empfohlener Reiseführer

Allgemein

Achensee Tourismus
Im Rathaus 387
6215 Achenkirch
Österreich

www.achensee.info

www.climbers-paradise.com/achensee

Prospekt als PDF: Kletterführer Achensee

Kletterausrüstungsverleiher

Anreise

Auto

1. Inntalautobahn A12 (Vignettenpflicht), Ausfahrt Wiesing/Achensee

2. Mautfreie Anreise über den Achenpass oder Bad Tölz.

Bahn und Bus

Mit Zug bis Bahnhof Jenbach, anschließend umsteigen auf die Achensee Dampf-Zahnradbahn (verkehrt bis zur Anlegestelle der Achenseeschifffahrt) oder weiter mit dem Linienbus. Die An- und Abreise mit dem Linienbus von Jenbach zu den Orten Achenkirch, Maurach, Pertisau, Steinberg und Wiesing ist gratis für alle Gäste, die die Reservierungsbestätigung Ihrer gebuchten Unterkunft am Achensee zeigen. Schon seit 10 Jahren können Gäste am Achensee kostenlos die Busse der Region nutzen.
www.oebb.at

www.achenseebahn.at

Kletterkurse und Bergführer 

Einführung ins Sportklettern – 2 Tage
Gebiet: In den Klettergärten der Region Achensee. Buchbar ab 2 Personen.
Preis: EUR 125,- pro Person pro Tag exkl. Kletterausrüstung und Liftkarte.
Programm: Vermitteln von Klettertechnik, Sicherungstechnik, Seil und Knotenkunde, Abseilen auf Toprope Basis, Von Nachstieg zum Vorstieg, Zwischensicherungen, Standplatzbau.

Um eine rechtzeitige vorherige Anmeldung bei Stefan Wierer wird gebeten.

Kontakt: Stefan Wierer
Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer
Mitglied im IVBV (Internationaler Verband der Bergführer Verbände)
Mobil: +43 (0)664 1240069
stefan.wierer@gmail.com

 

 

Achentaler Hof Gewinnspiel

Sammle Sonnentage in der K1 Kletterhalle & gewinne einen Urlaub im Vier-Sterne-Hotel Achentaler Hof am Achensee

Kletterfreunde aufgepasst, jetzt kann der Klettersommer so richtig beginnen! Holt Euch den Sonnenpass in der K1 Kletterhalle, vertraut auf die zauberhafte Glücksfee und freut euch auf sportlichen Kletterspaß am Achensee.
Sammelt einfach 10 Sonnentage in der K1 Kletterhalle und gewinnt zwei Nächte für zwei Personen mit Halbpension im Vier-Sterne-Hotel Achentalerhof. Weiterlesen

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Klettern am Achensee – ein echter Geheimtipp

Einsteiger und Fortgeschrittene finden im Rofan- und Karwendelgebirge am Achensee ein echtes Kletterparadies vor. Vom Klettergarten für Kinder und Erwachsene bis zum alpinen Steig für Profis fehlt es an nichts. Hier locken unzählige Routen, auf denen man noch mit dem Berg alleine ist. Manche wie im neuen „Kletterparadies Gramai“ wurden neu in den Fels gebohrt.

Klettern am Klobenjoch am Achensee

Klettern am Klobenjoch am Achensee

Lustige Namen wie „Schokoladentafel“, „Himmelsleiter“, „verbohrter Typ“ oder „Karwendla Knäckebrot“ sollten nicht den Eindruck erwecken, dass die zum Teil hoch über dem Achensee in den Fels gebohrten Routen und Klettersteige ein Kinderspiel sind. Richtig darauf vorbereiten könnt ihr euch – auch bei schlechtem Wetter – in der K1 Kletterhalle!

 

P.S. Zauberhaft Reisen wird im August noch weitere Geheimtipps aus dieser herrlichen Urlaubsregion, die sich sowohl zum Schnuppern als auch zum Sportklettern eignet, vorstellen. Mal sehen, wie hoch sich unser Redakteur, der vor Ort recherchiert, dann wagt (zwinker).

*Teilnahmebedingungen

>> Video: Vier-Sterne-Hotel Achentalerhof am Achensee

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