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Eggental: Zwischen Rosengarten & ruhigen Bilderbuchalmen

Latemar und Rosengarten laden in Eggental in den Südtiroler Dolomiten zu Paraderunden mit fantastischem Ausblick ein, welche bis in den späten Herbst viele Wanderer locken. Wer eher die Ruhe bevorzugt, wird am Weisshorn und seinen umliegenden Bilderbuchalmen glücklich. Neue Wandertipps im romantischen Eggental für Genießer, Pilz- und Panoramaliebhaber. Weiterlesen

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn (2317 m)

Im Vergleich zu Rosengarten und Latemar sind Schwarz- und Weißhorn in den Fleimstaler Alpen Berge, die in Eggental weitaus weniger begangen werden und dem Wanderer eine herrliche Ruhe und Alternative bieten. Unser Quartier liegt in Deutschnofen. Wanderführerin Heike Herbst vom Vitalpina Naturhotel Pfösl geht bei jedem Wetter gern in die Berge. So holt sie uns trotz regnerischem Wetter ab und begleitet uns auf einer mittelschweren Wanderung vom Jochgrimm über das Weißhorn (2.339 m) zur Neuhütt Alm.   Die Naturvielfalt ist beachtlich: Anemone, Bärtige Glockenblume, Fransenenzian, Herbstzeitlose, Salbei, Schafgarbe, Silberdistel, Zirbe.   Ebenso abwechslungsreich die Tierwelt: Adler, Eichelhäher und Schneeammer begegnen uns auf der herrlichen Wanderung.

 

 

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Der Spätsommer bis Anfang Oktober ist eine ausgezeichnete Zeit für Pilzliebhaber in Eggental. Kurz vor der Neuhütt Alm finden wir Schöpftintlinge, welche in jungem Alter herrliche Speisepilze sind. Auf der Alm bereitet uns Hüttenwirt Peter Franzelin damit ein köstliches Knödelgericht zu. Wie lecker mit den frischen Zutaten!  Aber Vorsicht: Das Pilze sammeln ist in Südtirol nur nach vorheriger Bewilligung und an bestimmten Tagen gestattet – also vorher informieren!  Alles in allem gibt es etwa  vierzig urige Hütten und Almen in Eggental. Jede Alm bietet seine eigenen kulinarischen Köstlichkeiten. Auf der Stadlalm mit Blick auf Latemar und Rosengarten gibt es herrliche Buttermilch und Konfitüren. Etwas Besonderes ist auch die Petersberger Leger Alm, die einzige vegetarische Alm Südtirols.

 

 

_wandern_eggental_detail1Insgesamt laden in Eggental im Angesicht von Rosengarten (bis zu 3.004 m), Latemar (2.842 m) und Schlern (2.563 m) 530 Kilometer Wanderwege  und acht Klettersteige dazu ein, die Bergschuhe zu schnüren. Ein Klassiker am Rosengarten ist eine Wanderung von der Kölner Hütte zur Paolinahütte. Für Bergerfahrene ist eine Rosengartenumrundung eine phantastische Erfahrung. Ein Klassiker am ebenso bezaubernden Latemar-Gebirgsstock ist eine Rundwanderung ab Obereggen zur Latemarhütte (2.671 m), die von den Italienern Pisahütte genannt wird. Die berühmteste Perle Eggentals ist der geheimnisvolle Karer See, in dem sich die Latemar-Wände auf faszinierende Art spiegeln. Hier reihen sich im Sommer oft die Reisebusse dicht an dicht.

 

Kraft tanken am Wetterkreuz

Kraft tanken am Wetterkreuz

Abseits der berühmten Klassiker ist aber auch in Eggental möglich, dem Alltag zu entfliehen und die Natur ganz für sich zu haben. Am Wetterkreuz oberhalb der Bletterbachschlucht, da ist so ein Kraftplatz. Das Rauschen des Bletterbachs im Hintergrund, lädt eine Bank ein zum innehalten. Die Natur mit allen Sinnen erleben: Riechen, schmecken, fühlen – das ist die Spezialität von Wanderführerin Heike Herbst. Kraftplätze gibt es im Wald, am Wasser und inmitten blühender Bergwiesen. Die reine Bergluft, die Stimmen der Natur und das Plätschern des Wassers beruhigen. Der Duft der Zirbelkiefer wirkt wohltuend auf den Organismus. Innerlich gestärkt und mit neuer Energie wirkt der Erholungseffekt nachhaltig. Heike Herbst bietet auch geführte Meditationen und autogenes Training an.

 

INFO

Allgemein

Das Eggental, nur etwa 20 Minuten von Bozen in den Bergen gelegen, bietet Wanderern eine ausgezeichnete Infrastruktur. Insgesamt sieben Dörfer reizen mit italienischer Lebensart und alpinem Flair:  Welschnofen, Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Carezza, Steinegg.

Anreise

Auto
Das Eggental wird am einfachsten über die Brennerautobahn erreicht (A22). Von Norden über Innsbruck-Brenner- Ausfahrt Bozen Nord/Eggental.

Bahn und Bus
Der Bahnhof Bozen ist schnell mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier direkter Anschluss mit Eurocity. Aus München Direktverbindung mit Eurocity nach Bozen. In Bozen etwa halbstündige Busverbindung ins Eggental. Vielfach wird auch eine Gratis-Abholung durch das reservierte Hotel organisiert.

Hotel-Tipps

Hotel Gasthof Stern
Dorf 18, I-39050 Deutschnofen
www.hotel-stern.it/de/

Vitalpina Naturhotel Pfösl
Schwarzenbach 2, I-39050 Deutschnofen
www.pfoesl.it

Kontakt

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
www.eggental.com

 

Latemar: Ein Gebirgsstock der Superlative

Eggental: Die bezaubernde Sonnenseite der Dolomiten

Nur etwa 20 Kilometer von Bozen liegt eine Perle der Dolomiten versteckt: Wer im Südtiroler Eggental die Wanderschuhe schnürt, kann das Unesco-Welterbe mit Rosengarten, Latemar und Schlernmassiv von seiner Sonnenseite erleben. Sagenhaft günstig und zugleich entspannt kommt man übrigens mit den Sparpreisen der Bahnen und der Mobilcard Südtirol ans Ziel. Weiterlesen

Für 9 Euro auf den Brenner

Für 9 Euro auf den Brenner

Wer zum Wanderurlaub in die Südtiroler Dolomiten aufbricht, überquert zumeist erst einmal den Brenner auf der vielbefahrenen Brennerautobahn. Doch dabei geht es auch günstiger und umweltfreundlicher. Allein die Maut für Arlberg Tunnel und Brennerautobahn zusammen kostet zum Beispiel bis auf den Brenner schon knapp 18 Euro, Benzinkosten nicht eingerechnet. Schon für die Hälfte, nämlich ab 9 Euro, kann man mit der ÖBB mit Sparschiene Österreich aus Vorarlberg bis auf den Brenner fahren.

Mit der Mobilcard Südtirol ist man ab Brenner Südtirolweit für 28 Euro eine ganze Woche in Bus und Bahn (Regionalzüge) mobil. Ähnlich günstige Preise bietet die Deutsche Bahn, z.B. im EuroCity umstiegsfrei von München nach Bozen ab 29 Euro (Europa Spezial). In Bozen angekommen, ist es auch nur noch ein Katzensprung bis ins Eggental. Viele Hotels arrangieren einen kostenlosen Abholservice, es gibt aber auch gute Busverbindungen ins Eggental.

Erst einmal im Eggental angekommen, sind es neben Sonnenschein und gutem Schuhwerk im Grunde nur zwei Dinge, die benötigt werden, damit ein erholsamer Wanderurlaub auch ganz ohne Auto gelingt: Die Mobilitätsfibel und die Wanderfibel des Tourismusverbands. Erstere enthält alle Busverbindungen und Wandertipps ab den Haltestellen, zweitere 35 Wandertipps und Klettersteige, die zu den schönsten der Region zählen. Beide Fibeln sind so leicht, dass sie auch auf dem höchsten Gipfel nie eine Last sind. Die Wanderfibel ist zugleich Wanderpass, mit der die Eggental-Wandernadel in Silber und Gold erwandert werden kann.

Zu den echten Wander-Highlights im Eggental zählen die Rosengartenumrundung und eine Rundwanderung zur Latemarhütte (2.671 m), bei Italienern Pisahütte genannt. Der beste Weg dorthin beginnt in Obereggen, wo in unmittelbarer Liftnähe das Sporthotel die Wanderer empfängt. Mit dem Oberholzlift geht´s hinauf auf 2.150 Meter. Nur fünf Minuten von der Bergstation entfernt, lohnt sich ein Abstecher zur neuen Aussichtsplattform „latemar.360°“, welche den Blick auf Brenta, Ortler sowie die Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen eröffnet.

Alpiner Rundweg zur Latemarhütte

Bis zur Latemarhütte auf 2.671 Metern sind es von der Bergstation Oberholz drei bis vier Stunden, über Geröll- und Schneefelder, vorbei an imposanten Türmen und Kaminen und über die beeindruckende Gamstalscharte.

Am Eingang zur Gamsstallscharte

Am Aufstieg zur Gamsstallscharte

Die Latemarhütte, im Trentino Pisahütte („Rifugio Torre di Pisa“) genannt und auch oft so beschildert, thront wie ein Adlerhorst auf dem Felsen, zu welchem wir gut 500 Höhenmeter durch eine zerklüftete Bergwelt zurücklegen. Antonio und Maria Theresa empfangen hier etwa 4.000 Wanderer pro Saison, welche oft an der einfacheren Seite am Satteljoch („Passo Feudo“) auf- und absteigen und das Beste verpassen.

Rückblende: Mitte der 50er Jahre hatte Camillo Gabrielli, Antonios inzwischen verstorbener Vater, hier die erste alpine Schutzhütte im Latemar-Gebirge erbaut. Eine echte Pionierleistung. Ende Mai bis Mitte Oktober ist die Pisahütte heute für Bergwanderer am Latemar geöffnet.

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Antonio und Maria Theresa auf der Schutzhütte

Wenn der Himmel Schnee bringt, manchmal auch im August, sind Antonio und Maria Theresa oft nächtelang allein oder mit den letzten Gästen von der Außenwelt isoliert. 20 Betten in zwei Lagern stehen erschöpften Wanderern zur Verfügung. Antonio kennt die Gegend schon wie seine Westentasche, schon mit acht ist er als Bub hier heraufgegangen. „Es ist meine Heimat“, weiß Antonio.

 

Bergaster: Blumenpracht im Sommer

Bergaster in voller Pracht

Familien mit kleinen Kindern fühlen sich im Eggental eher unterhalb des hochalpinen Bereichs wohl. Mit dem Latemar als beeindruckende Kulisse am Horizont, lässt sich eine herrliche Blumenvielfalt entdecken. Die Blütenpracht der Bergwiesen reicht von Bergaster und Bergbalsam über Knabenkraut und Händlwurz bis zur Bärtigen Glockenblume, freilich dürfen Edelweiss und Enzian nicht fehlen.

 

Baumtelefon: Klänge der Natur neu wahrnehmen

Baumtelefon: Vögel-SOS

Direkt an der Bergstation Oberholz startet auch der Erlebnisweg „latemar.natura“, auf dem Groß und Klein spielerisch viel über Bewohner und Pflanzen des Latemar erfahren. Ein Glück, dass Holz die Schallwellen so gut überträgt. Am „Baumtelefon“ lässt sich die Angst von Tannenhäherkindern begreifen, wenn ein Marder am Baum kratzt. Beim Holzklangspiel lernt man, wie sich Fichte, Zirbe, Lärche und Bergahorn in ihrem Klang unterscheiden.

 

Sagenumwoben: Karer See

Sagenumwoben: Karer See

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Eggental liegt auf einer Höhe von 1.520 Metern: Der sagenhafte Karer See, in welchem sich die Nordwände des Latemar spiegeln. Hier hält sich die Sage eines liebeskranken Hexenmeisters, welcher sein Kunstwerk eines Regenbogens aus Juwelen im Himmel einer hübschen, aber leider nicht interessierten Nixe in den See hinterherwarf – daher noch heute die Spiegelung der Berge im See.

 

Am Karersee lässt sich anhand verschiedener Holzspiele eine Menge über den besonderen Klang des lokalen Holzes erfahren: Das Latemar-Holz, speziell das der Haselfichte mit seinem großen Klangfarbenspektrum, wird seit Jahrhunderten im Gitarren- und Geigenbau eingesetzt. Wieder anderes Holz wird für den Mühlenbau verwendet. Eine etwa zweistündige, leichte Wanderung führt von der Haltestelle Grandhotel Karersee zur Moseralm. Das Berghotel Moseralm am Fuße des Rosengartens ist eines der schönsten Plätze, um den Bergsommer in den Dolomiten zu genießen. Unweit der Moseralm ist von der Schützenkompanie Welschnofen mit viel Liebe die älteste, etwa 600 Jahre alte, Getreidemühle Eggentals wiedererrichtet worden.

Getreide mahlen wie vor 500 Jahren

Eine Mühle wie vor 500 Jahren

Lärchenholz für die Wasserleitung und das Schindeldach, Steinbuche für das Mühlrad, Zirbenholz für die Mahlinstrumente: Für jeden Zweck gibt es im Eggental das passende Holz. Auch für die auf Wanderungen beliebte Brettljause – hier schließt sich der Kreis. Auf der Terrasse der Moser-Alm, eines der gemütlichsten 4-Sterne-Häuser im Eggental, reicht eine Brettljause meistens für zwei. Es sei denn, zwei hungrige Wanderer kommen vom Rosengarten herab.

 

INFO

Allgemein
Im Eggental reizen sieben Dörfer im Unesco Welterbe Dolomiten mit einer Mischung aus italienischer Lebensart und alpinem Flair: Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Welschnofen, Carezza und Steinegg. Im Angesicht zackiger Bergmassive lassen sich im Eggental 530 Kilometer Wanderwege, acht Klettersteige und zahlreiche Mountainbike-Routen entdecken. Der Waldhochseilgarten Obereggen und die rasante Abfahrt auf einer 90 Meter langen Zipline bietet zusätzlichen Spaß und Nervenkitzel für die ganze Familie.

Anreise
Der Bahnhof Bozen ist leicht mit der Bahn über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Bodenseeraum) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht Anschluss nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) bestehen direkte Verbindungen nach Südtirol. In Bozen Busse ins Eggental (http://www.sii.bz.it/de) oder kostenlose Abholung durch das Hotel.

Hotel-Tipps

Berghotel Moseralm
Schönblickstrasse 8
I-39056 Karersee
www.moseralm.com

Sporthotel Obereggen
Obereggen 17
I-39050 Obereggen
www.obereggen.it

Kontakt
Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
Tel.: +39 (0) 0471 61 95 00
info@eggental.com 
www.eggental.com