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Autofrei im Aostatal: Charmantes Chamois & La Magdeleine

Autofreier Urlaub in Italien? Das gibt es nur einmal in einem kleinen Ort südlich des Matterhorns. Wer weit weg sein will vom Rummel, der sollte sich im Aostatal die alpine Perle Chamois aussuchen. In Ruhe mit dem Hund spazieren, eine Runde Mountainbiken oder Wandern auf einsamen Wegen. Danach eine köstliche Polenta vom Ofen. Hier ist es noch möglich. Weiterlesen

Das Auto muss sich nicht den Berg hinaufschinden. Die 700 Höhenmeter aus dem Aostatal  hinauf in das autofreie Chamois auf 1.800 Metern lassen sich nur mit der Seilbahn überwinden. Der Urlaub im kleinen hundert Seelen Dorf Chamois oder nebenan in La Magedeleine (welches zur Not mit PKW erreichbar ist) beginnt ebenso entspannt, wie er irgendwann wieder aufhört. Vielleicht bei Polenta mit Fontinakäse über dem Feuer nach einem genussvollen Spaziergang.

Als Alpine Perlen haben sich 25 schöne Urlaubsorte in sechs Alpenländern zusammgeschlossen, die sanfte Mobilität und umweltfreundlichen Urlaub mitten in alpiner Bergkulisse versprechen. Zum ABC dieser besonderen Orte zählt neben mondänen Orten wie Arosa und Berchtesgaden auch das kleine autofreie Chamois mit dem benachbarten La Magdeleine. Wer sich hierher verirrt, findet noch nachhaltige Urlaubsfreude, echte Ruhe und sanft-mobile Ferienerlebnisse.

Mit Hund oder Helm
Von leichten Biketouren übers Gleitschirmfliegen bis hin zu spannenden Hochgebirgswanderungen reicht die Vielfalt der Urlaubserlebnisse. Wanderer finden in Chamois und La Magdeleine ein vielfältiges Angebot aussichtsreicher Spazier- und Wanderwege mit einem besonderen Startvorteil: Beide Orte liegen auf 1.600 bis 1.800 n Seehöhe und ermöglichen, auch das Hochgebirge ohne allzu große Anstrengung zu Fuß zu erreichen. Auch Mountainbiker mit etwas Abenteuergeist finden schnell spannende Wege & Touren. Familien mit Hund fühlen sich speziell in La Magdeleine wohl. Hier heißen nicht nur Hotels und Gasthäuser Hunde ausdrücklich willkommen, es gibt auch einen tollen „Trekking & Dog Bike Park.“

Chamois heißt übrigens auf Französisch Gams, so heißt aber auch das Polster der Radlerhose. Gämsle wurden zwar nicht gesichtet, dafür aber schöne Radwege und auch spannende Trails, die allerdings erst einmal entdeckt werden wollen. Der Mountainbiker kann sich dafür auf Lifte freuen, auch wenn diese vielleicht etwas altmodisch sind. Gern wird das Bike an den Sessellift  angehängt und fährt rauf zum Lago Lod, von wo aus gern Touren in Angriff genommen werden. Vom benachbarten La Magdeleine sind vor allem Touren über den Col Pilaz empfehlenswert.

20180906_140047Großer Genuss
Groß wird der Genuss geschrieben, sowohl in den ausgezeichneten Restaurants wie auf den vielen Festen. Probiert werden sollten Crespelle (Pfannkuchen) alla Valdostana, Pasta alla Valdostana, Spezzatini di Vitello (Kalbsgeschnetzeltes) sowie natürlich Polenta: Polenta Concia mit Fontina Käse aus dem Aoastatal oder Tomino alla boscailola mit Pilzen. Ausgezeichnet ist auch die Küche im Hotel Albergo Residence du Village in La Magdeleine, wo Fabio immer etwas Herzhaftes zubereitet,  das er bei Lob bescheiden mit „meno male“ quittiert. Echte Genießer sollten nicht „Il Gusta di una Passeggiata“ verpassen: 60 Stände mit regionalen Spezialitäten stehen am dritten Sonntag im August auf dem Weg von La Magdeleine nach Chamois zur Wahl. Hochprozentig gehts Anfang September beim „Grappa Summit“ zu.

Sowohl Chamois als auch La Magdeleine haben beide nur jeweils rund einhundert Einwohner. Dem nachhaltigen Tourismuskonzept der beiden Gemeinden als „Alpine Perlen“ ist Erfolg zu wünschen,  aber natürlich ist auch hier die Überalterung ein Problem. Viele Junge wandern ab.

chamois_galerie12Nachhaltig in die Zukunft
Nicht so Simone und David. Sie haben eine klare Idee davon, von dem was sie hier oben erreichen wollen. Sie setzen ein starkes Zeichen gegen die Abwanderung, ihre Leidenschaft hat nichts mit iPhones und Discoteken zu tun, von dem ihre Altersgenossen schwärmen. Sie haben beschlossen, Ziegen zu hüten. Mitten in Chamois grüßen sie uns von einem Bild. Beste Wünsche dabei, Jungs! La Magdeleine und Chamois zeigen, dass abseits der Gigantomanie riesiger Skigebiete auch ein nachhaltiger Tourismus möglich ist, der im Sommer wie im Winter sowohl die landwirtschaftlichen Wurzeln erhält als auch Urlaubsgäste dazu einlädt, schöne Urlaubstage in einem Alpendorf zu verbringen, wie es früher einmal war.

INFO

Allgemein
Alpine Pearls
www.alpine-pearls.com

Chamois und La Mageleine – Alpine Perlen
www.alpine-pearls.com/urlaub/italien/chamois-la-magdeleine/

Verkehrsamt Chamois
Loc Corgnolaz
E-Mail: info@infochamois.it

Anreise
Bahn: Eurocity bis Mailand, Umstieg auf Regionalzüge, Zielbahnhof Chatillon. Ganzjährig verkehrt die Seilbahn von Buisson hinauf nach Chamois. Vom Bahnhof Chatillon ins Aostatal verkehren Busse von SAVDA/Arriva, die in Buisson halten (Aktuelle Linienpläne im Internet).
Viele Unterkünfte arrangieren aber auch gerne eine Abholung ab Chatillon.
www.savda.it

Aktiv
Sommer
Mountainbike- und Fahrradverleihstation sowohl in Chamois als auch in La Magdeleine
Winter
Im Winter lockt Chamois mit einem preiswerten Skigebiet bis auf 2.470 Meter, in dem es noch Tagesskipässe zu  20 EUR (Mo-Fr) bzw. 26 EUR (Sa-So) gibt.

Unterkunft
Residence du Village, La Magdeleine

 

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Sanft mobil: Zauberhafter Urlaub in Ratschings

Keine Hektik, kein Lärm, dafür Natur pur und eine bezaubernde Bergwelt zu entdecken: Gleich hinter dem Brenner eröffnet sich in der Ferienregion Ratschings ein alpiner Traum, der zur sanften Erkundung mit E-Bikes, Mountainbikes oder den Bergschuhen einlädt. Neuerdings ist das Eingangstor in diese herrliche Gegend noch leichter mit der Bahn ab Österreich erreichbar. Weiterlesen

Im "FLIRT" Zug nach Italien

Im „FLIRT“ Zug nach Italien: Verführerischer Urlaubsstart

Es ist herrlich entspannend, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen. Kein Stau, keine Maut, keine Baustellen. Einfach die Landschaft genießen und ausgeruht in Italien ankommen. Während die internationalen Züge nur die größeren Städte wie Brixen und Bozen ansteuern, werden viele kleine bezaubernde Orte nur von Regionalzügen angefahren. Dazu musste man lange am Brennerbahnhof mit improvisierten Hinweisschildern umsteigen.

 

Nun kann man zumindest einmal am Tag von Innsbruck in einem der modernen „FLIRT“ Züge von Innsbruck in viele der kleineren Urlaubsperlen Südtirols durchstarten. Und somit auch nach Sterzing (Vipiteno), dem Tor zur Alpinen Perle Ratschings am Eingang ins Ridnauntal, wo Urlauber von vielen Hotels in die bezaubernde Bergwelt abgeholt werden.

Sanft mobil bis auf die Gipfel

Die Alpine Perle Ratschings in Südtirol bietet ein für alpine Urlaubsorte einzigartiges Angebot sanfter Mobilität. So werden regelmäßig geführte E-Bike-Touren angeboten, an verschiedenen Stationen können E-Bikes auch für mehrere Tage geliehen werden. Wer das Mountainbiken mit dem E-Mountainbike entdecken möchte, dem eröffnen sich tolle Touren. Aber auch Wanderungen zu Almen und Gipfelspitzen sind aussichtsreich und genussvoll.

_ratschingsdetail2Majestätisch erhebt sich das Gebirge, so weit das Auge blickt. Bis hinauf zum Übeltalferner, dem größten Gletscher Südtirols, zieht sich das Ridnauntal. In der Ferne ist auf 3.195 Metern Meereshöhe das Becherhaus erkennbar. Wanderer gehen ab Maiern sieben Stunden zur höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols. So hoch muss mit Mountainbike oder E-Bike niemand hinaus.

In kombinierten Bike-and-Hike-Touren lässt sich auch alpines Gelände erkunden. Eine schöne, beschilderte Biketour führt auf die Aglsbodenalm (1.717 m), von der aus bis zu Bergspitzen gewandert werden kann. Auch wer nicht so hoch hinaus will, findet im Ratschings-, Jaufen- und Ridnauntal jede Menge Abwechslung. Von seiner lieblichen Seite zeigt sich ganz besonders das Ridnauntal bis Maiern, welches mit dem E-Bike problemlos in einer Nachmittagstour ab Sterzing oder Gasteig erkundet werden kann. Von den Berghängen stürzen malerische Wasserfälle ins Tal hinab. Ratschings zählt zu den Alpinen Perlen, welche sich dem nachhaltigen Tourismus und der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Auf zur E-Bike-Tour

Am Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental empfängt uns Werner Pittracher. Die durchtrainierten Beine und das 29-Zoll-Mountainbike von Scott (im Bereich der Trinkflasche unscheinbar elektronisch unterstützt) lassen nicht darauf schließen, dass er uns der Bike-Guide auf eine E-Bike-Tour begleitet. Kurz erklärt Werner die wichtigsten Funktionen der elektronisch unterstützten Mountain- und Trekkingbikes, dann geht es los. Zuerst gleiten wir hinab nach Gastein (970 Meter), um von dort das Ridnauntal hinauf zu strampeln. Bis nach Ridnaun, einer 800 Seelen Gemeinde auf 1342 Metern, sind es knapp 400 Höhenmeter.

 

 

In Ridnaun steigen wir in die „Talrundfahrt Ridnauntal“ (E-Bike-Tour 1) ein. Ridnaun lockt allerdings auch mit bezaubernden Wanderungen: Ein steiler aber kurzer Aufstieg führt in 3,5 Stunden auf das Gipfelplateau des Mareiter Stein, ein leichter Rundwanderweg mit 4 bis 5 Stunden Gehzeit bietet sich am Gospeneid auf 1.455m Seehöhe. Traumhafte Ausblicke haben Aktivurlauber auch bei einer Rundwanderung auf die Zunderspitze.

Im urigen Gasthof "Zum Pfitscher" fehlt es an nichts.

Im urigen Gasthof „Zum Pfitscher“

Urig einkehren

Etwas weiter auf unserer E-Bike-Tour kehren wir im Restaurant „Zum Pfitscher“ ein. Das schön renovierte, denkmalgeschützte Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert verzaubert durch sein besonderes Ambiente und verführt die Gäste mit regionalen kulinarischen Genüssen: Eine erlesene Auswahl an Südtiroler Weinen, exquisite Gourmet-Küche und eine große Auswahl an Pizzas lassen keine Wünsche offen. Wer hier erst spätabends von ausgedehnten Touren einkehrt, kann sich noch bis Mitternacht satt essen. Sollte eines der romantischen Zimmer frei sein, wird sich so manches Biker-Paar überlegen, hier nach der Tour die Nacht zu verbringen.

 

Nach der rasanten und malerischen Abfahrt über das Schloss Wolfsthurn stehen nochmal etwa 200 Höhenmeter zu unserem Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental an. Bei diesem Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer nachhaltig unterwegs war, also vorwiegend mit Muskelkraft ohne unterwegs die elektronische Unterstützung hochzustellen, hat genug Akku bis ans Ziel. Alles in allem ein Lehrstück in sanfter Mobilität in bezaubernder Bergwelt.

INFO

Anreise

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene bis Brenner (von dort aus nur 20 Minuten mit Trenitalia-Regionalzügen bis zum Bahnhof Vipiteno/Sterzing). Einmal täglich direkte Regionalzugverbindung ab/bis Innsbruck (Stand 12/2014). Hotels holen Reisende gerne am Bahnhof Sterzing ab, von dort sind es je nach Ferienort im Ridnauntal, Ratschingstal oder Jaufental etwa 10 bis 15 Minuten Fahrzeit.

Aktivitäten

E-Bike
Ein E-Bike-Tourenführer auf www.ratschings.info enthält zahlreiche Tourenvorschläge einschließlich Distanz und Höhenmetern, ebenso sind Verleih- und Batteriewechselstationen verzeichnet. Dienstags und Donnerstags geführte E-Bike-Touren, Anmeldung und Info bei rent and go Rosskopf (+39 0472 760 627).

Mountainbike
Mittelschwere und anspruchsvolle MTB-Touren mit bis über 1.000 Höhenmetern und Schiebepassagen. Weitere Infos auf www.ratschings.info

Wandern
Die Auswahl an Wanderungen ist groß. Im Ridnauntal, dem Ratschingstal und dem Jaufental liegen etwa zwanzig bewirtschaftete Almen, die zur Einkehr einladen.

Hotels und Gasthöfe

Mittertal
Das idyllisch gelegene Natur- und Wanderhotel Rainer in Mittertal im Jaufental zeichnet sich durch ein nachhaltiges Konzept und schöne Zirbenholz-Zimmer aus. Kathrin und Johannes Rainer sind auf Wünsche von Bikern ebenso wie Wanderer eingestellt und bieten entspannende Extras wie Kräuterseminare und Massagen.
www.hotel-rainer.it

Braunhofe
Der romantische Pfitscher Hof in einem denkmalgeschütztem Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert in Braunhofe im Ridnauntal zeichnet sich durch eine exquisite Gourmet-Küche, aber auch heimische Spezialitäten aus. Zwei gemütliche Doppelzimmer laden darüber hinaus auch zum Übernachten ein.
www.zumpfitscher.it

Fahrradverleih

– Radverleih M2-Bike und Walter’s Radlklinik in Sterzing
– Radverleih Rent & Go Ridnaun, Rosskopf, Ratschings

Kontakt

Tourismusverein Ratschings
I-39040 Gasteig
Tel. +39 0472 760 608
www.ratschings.info

Alpine Pearls – natürlich sanfter Urlaub
www.alpine-pearls.com

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Im Fassatal bei der „Fee der Dolomiten“

Moena – auch die „Fee der Dolomiten“ genannt – ist ein beschauliches Städtchen im Norden Trentinos, welches voller Geschichte und alpiner Erlebnisse steckt. Wo vor 100 Jahren noch der Krieg tobte, treffen heute Biker und Bergsteiger in friedlicher Absicht aufeinander. Mal wird beschleunigt, mal entschleunigt: Von der rasanten Abfahrt geht es auf den Barfußpfad, und wer sich traut, kann sogar an Italiens größtem Mountainbike-Rennen teilnehmen. Weiterlesen

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Das Wanderparadies beginnt direkt hinterm Terrassenzaun meines schönen Zimmers im Hotel Zirmes. Wer so einen Ausblick hat, der möchte doch gleich die Wanderschuhe schnüren. Dazu gibt es auch reichlich Gelegenheiten im Fassatal. Ein dichtverzweigtes Wanderwegnetz ermöglicht über eine Gesamtlänge von 2.440 km, wahre Meisterwerke der Dolomiten zu entdecken wie die Latemartürme, die Sellagruppe und die Marmolada. Wie mag es wohl gewesen sein, als sich an den Bergkämmen, welche heute Südtirol und Trentino trennen, einst feindliche Truppen gegenüberstanden? Einen lebendigen Eindruck darüber vermittelt der „Percorso della GrandeGuerra“ am St Pellegrino Pass, welchen wir von der Bergstation „Costabella“ erkunden.

 

Wandern, wo einst der Weltkrieg wütete

Wo einst der Krieg in den Dolomiten wütete

Schauplätze des 1. Weltkriegs

Unweit des Sessellifts lassen sich bereits einige italienische Stellungen und Bunker besichtigen. Für trittsichere Wanderer gibt es auch eine etwa fünfstündige alpine Wanderung auf den Costabellakämmen, welche allerdings mit Sicherungsseil begangen werden sollte. Mit Riccardo Franceschetti, dem Bürgermeister von Moena, wanderen wir auf einem faszinierenden Weg voller Erinnerungen an den ersten Weltkrieg, zwischen Schützengräben und Bunkern inmitten der heute idyllischen Landschaft. Wo heute der Enzian blüht, ergossen sich einst Tonnen von Blei und Granaten über die Soldaten. Da läuft es einem ganz schön schaurig den Rücken runter! Welch ein Segen, dass längst Frieden eingekehrt ist im Fassatal.

Barfußlaufen in besonderer Blütenpracht

Barfuß die Natur neu entdecken

Barfuß die Natur neu entdecken

Segensreich ist auch die Wiederentdeckung einer ganz einfachen Form der Naturwahrnehmung: Das Barfußlaufen. Der Barfußpfad in Moena ist ein Weg für alle Altersgruppen, welcher barfuß begangen werden sollte, um Wasser, Moose, Kräuter, Blüten, duftende Wälder und Tannennadeln hautnah und lebendig zu spüren. Während die Fußsohlen den Waldboden spüren, weckt Poesie den Geist für die Natur. Das ist Entschleunigung pur und nachhaltige Erholung für alle Sinne. Auf einer Informationstafel ist ein Gedicht von Hermann Hesse zu lesen, für den Bäume als Heiligtümer galten, auf einer anderen der italienische Autor Mario Rigoni Stern, der ebenso erkannte: „Ohne den Wald wäre unsere Erde nur träge Materie im Kosmos.“

 

Biken, bis die Beine brennen

Moena macht Mountainbiker munter

Moena macht Mountainbiker munter

Einmal im Jahr findet in Moena der größte Mountainbike-Marathon ganz Italiens statt. Jeweils im September wird der Ort zum Treffpunkt sportlicher Mountainbiker, denn dann findet „Val di Fassa Bike“ statt, ein echter Klassiker unter den Mountainbike-Veranstaltungen, welcher aus dem MTB-Marathon „Rampilonga“ hervorgegangen ist, der hier schon 1989 das erste Mal stattfand. Über 4500 Teilnehmer aus Nah und Fern messen Ihr Können über drei Distanzen. Aber auch Mountainbike-Einsteiger fühlen sich im Fassatal wohl. Mountainbike-Fans haben die Qual der Wahl. Die Auswahl reicht von besonders einfachen bis zu schwereren Strecken, welche selbst talentierte Mountainbiker auf die Probe stellen. Eine Mountainbike-Karte mit 13 Tourenvorschlägen ist kostenlos erhältlich.

INFO

Allgemein

Die kleine Stadt Moena im Fassatal liegt umgeben von den Dolomiten im Trentino und ist ein beliebtes Urlaubsziel für Naturliebhaber, Biker und Wanderer.

Hintergrund 

Moena zählt seit 2011 zu den „Alpine Pearls“. Dabei handelt es sich um einen vielfach prämierten Verein, der sich für nachhaltiges Reisen im Alpenraum engagiert. Seit neun Jahren machen sich die nunmehr 29 Mitgliedsorte in sechs Ländern dafür stark, bei Reisen auf das Auto zu verzichten und lieber auf sanft-mobile Weise, sprich: umweltfreundlich und klimaneutral die Alpen zu erkunden.

www.alpine-pearls.com

Anreise

Umweltfreundlich mit Bus & Bahn

Die kürzeste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht von Bozen (EC-Anschluss) mit Bus nach Vigo di Fassa, Linie Bolzano-Vigo, dann weiter mit dem Bus Richtung Trient bis Moena (Linie 101 Trento-Penia) oder mit dem Abholservice in Vigo di Fassa nach Moena. Eine leichtere, etwas längere Verbindung besteht von Trient (direkter EC-Anschluss mit Bahn über den Brenner). Von hier verkehren direkte Busse Richtung Penia (Linie 101) bis Moena.

Tipp: Busverbindungen im Trentino sucht man auf den Webseiten der Bahn, ÖBB und SBB meist vergeblich, für die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen sich jedoch auf der Webseite von Trentino Trasporti (deutsche Version) internationale Abreisebahnhöfe angeben und durchgehende Verbindungen mit Umstieg auf Bus bis Moena berechnen.

Die Bahnhöfe Bozen oder Trient sind leicht mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) ebenfalls über Innsbruck, dort Umstieg auf Eurocity über den Brenner.

Nützliche Links

Alpine Pearls – Moena

http://www.alpine-pearls.com/perlen/italien/moena.html

Val di Fassa

www.fassa.com

Val di Fassa Bike
www.valdifassabike.it