Archiv der Kategorie: Wandern

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Eggental: Zwischen Rosengarten & ruhigen Bilderbuchalmen

Latemar und Rosengarten laden in Eggental in den Südtiroler Dolomiten zu Paraderunden mit fantastischem Ausblick ein, welche bis in den späten Herbst viele Wanderer locken. Wer eher die Ruhe bevorzugt, wird am Weisshorn und seinen umliegenden Bilderbuchalmen glücklich. Neue Wandertipps im romantischen Eggental für Genießer, Pilz- und Panoramaliebhaber. Weiterlesen

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn (2317 m)

Im Vergleich zu Rosengarten und Latemar sind Schwarz- und Weißhorn in den Fleimstaler Alpen Berge, die in Eggental weitaus weniger begangen werden und dem Wanderer eine herrliche Ruhe und Alternative bieten. Unser Quartier liegt in Deutschnofen. Wanderführerin Heike Herbst vom Vitalpina Naturhotel Pfösl geht bei jedem Wetter gern in die Berge. So holt sie uns trotz regnerischem Wetter ab und begleitet uns auf einer mittelschweren Wanderung vom Jochgrimm über das Weißhorn (2.339 m) zur Neuhütt Alm.   Die Naturvielfalt ist beachtlich: Anemone, Bärtige Glockenblume, Fransenenzian, Herbstzeitlose, Salbei, Schafgarbe, Silberdistel, Zirbe.   Ebenso abwechslungsreich die Tierwelt: Adler, Eichelhäher und Schneeammer begegnen uns auf der herrlichen Wanderung.

 

 

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Der Spätsommer bis Anfang Oktober ist eine ausgezeichnete Zeit für Pilzliebhaber in Eggental. Kurz vor der Neuhütt Alm finden wir Schöpftintlinge, welche in jungem Alter herrliche Speisepilze sind. Auf der Alm bereitet uns Hüttenwirt Peter Franzelin damit ein köstliches Knödelgericht zu. Wie lecker mit den frischen Zutaten!  Aber Vorsicht: Das Pilze sammeln ist in Südtirol nur nach vorheriger Bewilligung und an bestimmten Tagen gestattet – also vorher informieren!  Alles in allem gibt es etwa  vierzig urige Hütten und Almen in Eggental. Jede Alm bietet seine eigenen kulinarischen Köstlichkeiten. Auf der Stadlalm mit Blick auf Latemar und Rosengarten gibt es herrliche Buttermilch und Konfitüren. Etwas Besonderes ist auch die Petersberger Leger Alm, die einzige vegetarische Alm Südtirols.

 

 

_wandern_eggental_detail1Insgesamt laden in Eggental im Angesicht von Rosengarten (bis zu 3.004 m), Latemar (2.842 m) und Schlern (2.563 m) 530 Kilometer Wanderwege  und acht Klettersteige dazu ein, die Bergschuhe zu schnüren. Ein Klassiker am Rosengarten ist eine Wanderung von der Kölner Hütte zur Paolinahütte. Für Bergerfahrene ist eine Rosengartenumrundung eine phantastische Erfahrung. Ein Klassiker am ebenso bezaubernden Latemar-Gebirgsstock ist eine Rundwanderung ab Obereggen zur Latemarhütte (2.671 m), die von den Italienern Pisahütte genannt wird. Die berühmteste Perle Eggentals ist der geheimnisvolle Karer See, in dem sich die Latemar-Wände auf faszinierende Art spiegeln. Hier reihen sich im Sommer oft die Reisebusse dicht an dicht.

 

Kraft tanken am Wetterkreuz

Kraft tanken am Wetterkreuz

Abseits der berühmten Klassiker ist aber auch in Eggental möglich, dem Alltag zu entfliehen und die Natur ganz für sich zu haben. Am Wetterkreuz oberhalb der Bletterbachschlucht, da ist so ein Kraftplatz. Das Rauschen des Bletterbachs im Hintergrund, lädt eine Bank ein zum innehalten. Die Natur mit allen Sinnen erleben: Riechen, schmecken, fühlen – das ist die Spezialität von Wanderführerin Heike Herbst. Kraftplätze gibt es im Wald, am Wasser und inmitten blühender Bergwiesen. Die reine Bergluft, die Stimmen der Natur und das Plätschern des Wassers beruhigen. Der Duft der Zirbelkiefer wirkt wohltuend auf den Organismus. Innerlich gestärkt und mit neuer Energie wirkt der Erholungseffekt nachhaltig. Heike Herbst bietet auch geführte Meditationen und autogenes Training an.

 

INFO

Allgemein

Das Eggental, nur etwa 20 Minuten von Bozen in den Bergen gelegen, bietet Wanderern eine ausgezeichnete Infrastruktur. Insgesamt sieben Dörfer reizen mit italienischer Lebensart und alpinem Flair:  Welschnofen, Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Carezza, Steinegg.

Anreise

Auto
Das Eggental wird am einfachsten über die Brennerautobahn erreicht (A22). Von Norden über Innsbruck-Brenner- Ausfahrt Bozen Nord/Eggental.

Bahn und Bus
Der Bahnhof Bozen ist schnell mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier direkter Anschluss mit Eurocity. Aus München Direktverbindung mit Eurocity nach Bozen. In Bozen etwa halbstündige Busverbindung ins Eggental. Vielfach wird auch eine Gratis-Abholung durch das reservierte Hotel organisiert.

Hotel-Tipps

Hotel Gasthof Stern
Dorf 18, I-39050 Deutschnofen
www.hotel-stern.it/de/

Vitalpina Naturhotel Pfösl
Schwarzenbach 2, I-39050 Deutschnofen
www.pfoesl.it

Kontakt

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
www.eggental.com

 

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Costa del Sud: Wandern zwischen Wildschwein & Wacholder

Der Süden Sardiniens bietet das ganze Jahr großes Bergglück. Auf versteckten Pfaden an der Costa del Sud, die ihre Reize auf geführten Touren mit einem Bergführer entfaltet. Dabei werden Gäste auf Gipfel mit Meerblick und in spektakuläre Schluchten begleitet.
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Monte Aidu in der wärmenden Abendsonne

Zwischen hellgrünem Schilf, Schopflavendel und Wacholder ragen Granitfelsen hervor, in welchen der Adler sein Nest baut und sich das Wildschwein versteckt. Auf den zahlreichen imposanten Aussichtspunkten der etwa vier Kilometer weiten Wanderung durch Myrten- und Ginstersträuche blinzelt immer wieder das azurblaue Meer hindurch. Das erleben Trekkingfreunde am Monte Aidu, wo im März 2016 ein neuer Weg errichtet worden ist.

 

Der Reit- und Wanderweg  Sentiero di Monte Aidu ist bei jedem Wetter ein großes Vergnügen. Sein Einstieg ist etwas schwer zu finden, weshalb sich für Urlauber ein organisierter Ausflug mit Wanderführer lohnt. Der ausgezeichnete und vielseitige Wanderführer Enrico Madeddu führt von Teulada aus regelmäßig Exkursionen in dieses wunderschöne Gebiet.

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Herrliche Ginsterblüte vor Teulada

Blaue Strände und bester Wein
Wir befinden uns eine gute Fahrstunde westlich von Cagliari auf dem überaus bezaubernden Territorium der Costa del Sud, welche ihre reizvolle Natur an traumhaften Badestränden mit Blauer Flagge, auf Panoramawanderungen in den Bergen entlang der Küste und in den  fruchtbaren Tälern, wo die Weinsorten Carignano und Vermentino gedeihen, dem Reisenden entfaltet. Für Weinliebhaber ist Santadi zu empfehlen, insbesondere „La Piccola Cantina“ von Andrea Taris oder die berühmte Cantina di Santadi mit seinem Terre Brune und dem Rocca Rubia. Unser Domizil befindet sich in Teulada, eines der schönen sardischen Städtchen, dass sich im Laufe seiner interessanten Geschichte seinen ursprünglichen Charme erhalten hat.

 

Hier im Städtchen Teulada ist  auch Enrico Madeddu in der Via Garibaldi zu Hause, wenn er nicht gerade eine Exkursion in die wunderschöne Wanderregion begleitet. Mit Liebe und Sorgfalt werden immer wieder neue Ziele in Angriff genommen. Meist in der Früh um sieben, oft auch schon in der Morgenfrische um halbsechs, wird gestartet, um zunächst mit PKW einsame Bergstraßen zu erklimmen, wo zu mehrstündigen Wanderungen ins Grüne aufgebrochen wird.

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Erdbeerbaum –  genießbar gegen Weihnachten

Wilder Spargel, Artischocken und Myrte
Wanderer erleben auf Wanderungen eine Pflanzenvielfalt, welche sie in  Südsardinien nicht erwartet hätten. Wilder Spargel, wilde Artischocken, wilder Oleander, Rhododendron und Myrte, aus welcher der berühmte Mirto, ein köstlicher Myrthenlikör, entsteht (sowohl aus der Blüte als auch aus der Beere). Zur Weihnachtszeit ist die Frucht des Erdbeerbaums genießbar.

 

Eine schöne Rundfahrt durch die Berge von Teulada führt in Richtung Punto Sebera. Bei der Auffahrt eröffnen sich schon im Winter vor gelben Ginsterblüten schöne Blicke auf Teulada. Später schweift das Auge aufs Meer hinaus zum Capo Teulada, der südlichsten Spitze Sardiniens. Auf der Punta Sebera sind die Hauptpersonen die Pfingstrosen und die Zyklamen.

An einer Quelle beim Santuario Madonna del Carmelo füllt Enrico die Wasserflaschen auf. Das frische Quellwasser ist im Winter wie im Sommer eine Wohltat. Gleich hinter der Kapelle lockt ein Spaziergang in einem zauberhaften Wald voll erfrischender  Minze. Besonders in der brütenden Sommerhitze lieben die Kühe den schattigen Wald. Am nächsten Tag fahren wir die Serpentinen nach Domus de Maria hinauf, wo wir zu einer Tour zu Is Portas Santas starten.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

In der Via Vittorio erwartet uns Anja in der Bar Musu, welche die Tour mit uns gemeinsam unternimmt. Zwischenetappen auf unserer Tour sind: Sa Tanka de Padenteddu-Sebestianu Fà-Piddizziri-Sa Galanza-Sa Kaxia-Is Arangius-Su Niu de S´Akili-Kazzola-S´Arroka de Antiogu Lay und zurueck. Die Tour erfordert Ortskenntnis oder einen Wanderführer, dafür darf sich der Wanderer auf absolute Wildnis freuen.

 

Eine leichte Wanderung führt von Villa San Pietro in das Tal Su Lilloni und zu den Wildschweinen im gleichnamigen Agriturismo. Ortskundige können die Wanderung bis tief ins Tal weiter forsetzen.

Die besten Jahreszeiten zum Wandern auf Sardinien sind das Frühjahr und der Herbst, denn im Sommer ist es bei bis zu 40 Grad viel zu heiß für derlei Aktivitäten. Aber auch im Winter ist Sardinien für den aktiven Urlaubstypen mit den geschnürten Wanderschuhen eine Reise wert.

INFO

Allgemein
Offizielle Tourismusinformation
der autonomen Region Sardinien
www.sardegnaturismo.it/de

Anreise
Flug Ryanair nach Cagliari, Abholung arrangieren oder Mietwagen oder Bus bis Teulada

Unterkunft

Ferienwohnung in Teulada

Web

Ferienregion Teulada Costa del Sud
www.facebook.com/ferienregionteuladacostadelsud/

Secretu Sardu – Wanderungen und Segeltouren
http://secretusardu.com/

 

 

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Mit Berggotta und Berggötte durch die Liechtensteiner Alpen

Die Schweiz hat das Matterhorn, Österreich die Streif, aber das kleine Liechtenstein hat neuerdings den Berggötte und die Berggotta, die dem Urlauber intimste Geheimnisse der Berge verraten. Mit ihrer Heimat innig verbunden, begleiten Sie die Gäste auf über 400 km Wanderwegen, sagenhaften alpinen Steigen und so manch atemberaubenden weglosen Gipfel.
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Eine Bergpatin ("Berggotta") ist mehr als nur Wanderführerin

Berggotta Rosaria: Mehr als nur Wanderführerin

Beim „Berggötte“ und der „Berggotta“ stand der Name Pate für einen Ausdruck tiefer Verbundenheit zwischen Wanderer und Bergführer, zwischen Urlauber und intimen Kennern der Bergwelt. „Gotta“ und „Götte“ (Alemannisch) sind in Liechtenstein und Vorarlberg Ausdrücke für Patin und Pate. Genau das ist der Gedanke hinter dem außergewöhnlichen Projekt, das man im Fürstentum Liechtenstein im Sommer 2016  ins Leben rief.

Wie ein Pate, der oft ein Leben lang Verbundenheit und Sicherheit schenkt, nehmen dabei ausgebildete Wanderleiter und Bergführer die Gäste an die Hand, um sie auf eine unvergessliche Reise in die Liechtensteiner Bergwelt zu begleiten. In Kleingruppen von maximal zehn Personen laden sie ein, verborgene Schätze, sagenumwobene Täler, tierreiche Wälder, atemberaubende Gipfel und die schönsten Ausblicke hautnah zu erleben.

Roasaria, Esther, Nikolaus, Michael,  Herbert und Robert: Sechs Berggotta und Berggötte begleiten den ganzen Sommer bis Mitte Oktober zweimal pro Woche die Urlaubsgäste in ihre Heimat, die Liechtensteiner Bergwelt.  „Wir wollen keinen Massentourismus, sondern die Alpen als echtes Naturerlebnis erhalten“, betont Berggotta Rosaria als Initiatorin.

Berggötte Herbert: Mit der alpinen Tierwelt verbunden.

Berggötte Herbert: Mit der alpinen Tierwelt verbunden

Berggötte Herbert erwartet uns in Vaduz, wo wir mit dem Liechtenstein Bus hinauf nach Gaflei fahren. Von dort erklimmen wir zunächst die Alpspitz (1.999 m), bevor uns unser Weg auf der anderen Bergseite auf den legendären Fürstensteig führt. Für schwindelfreie und trittsichere Wanderer ist der Fürstensteig ein einmaliges Erlebnis. Der 1898 eröffnete und spektakulär in den Fels gehauene Weg zählt zu den schönsten  Weganlagen des Rätikons.

Am Abend treffen wir oberhalb von Steg im Berggasthaus Sücka ein. Das ehemalige Kurhaus erfrischt uns mit „Weiza“ vom Liechtensteiner Brauhaus. Bei großem Wanderhunger bestellen Gäste gerne das „Sückabrett“, und fallen daraufhin auch meist bald ins frisch gemachte Bett. Wer sich die Panoramatour zur Pfälzerhütte über den Rappenstein  zutraut, sollte etwa achteinhalb Stunden reine Wanderzeit einplanen und muss daher schon früh raus.

Der Rappenstein (2.222 m) ist nicht etwa nach dem schwarzen Pferd, auch nicht nach dem kleinsten Schweizer Münzgeld, sondern nach der Bergdohle benannt, welche ebenfalls Rappe heißt. Diese stellt hier gern ihre Flugkünste zur Schau. Was für ein herrlicher Rundblick: Jenseits des Rheins grüßen die Gipfel der Glarner Alpen, die Churfirsten und der Säntis.

In der Ferne leuchtet bei gutem Wetter der Bodensee. Unterwegs passiert man die Jagdhütte „Auf dem Krüppel“, welche ihren Namen von dem ständigen Auf und Ab des Wegs hat – so bezeichneten ihn viele als „Krüppel“. Wem die 1.700 Höhenmeter über den Rappenstein zu viel sind, erreicht die Pfälzer Hütte auch etwas unterhalb auf bequemeren Weg.

Berggötte Nikolaus: Mit Pinot Noir und Malbuner Speck

Berggötte Nikolaus: Mit Pinot Noir und Malbuner Speck

„Jeder Mensch hat seinen eigenen Tritt“, weiß Berggötte Nikolaus. Daher stellt er sich mit angepasstem Schritttempo auf seine Gäste ein, um auf längeren Touren Durchhänger zu vermeiden. Für Nikolaus ist die Bergwelt das beste Heilmittel gegen Burnout und die Entspannung der wichtigste Moment. Wenn es zum Picknick geht, packt er gerne einen Pinot Noir aus dem Ländle und Malbuner Speck aus.

 

Gemeinsam mit Alpacas genießen wir unterhalb des Naafkopf die Rast. Nikolaus erzählt aus seiner Zeit als Trainer vom Liechtensteiner Skiteam und von der Streif-Ikone Marco Büchel, die er selbst ein Jahr trainiert hat. Lebhaft erinnert er sich an Zeiten, wo es noch den „Füferbolla“ gab, ein kleines Bonbon, das mal für fünf Rappen Kindern großes Glück bescherte.

Nach einigen Höhenmetern auf der Pfälzer Hütte (2.108 m) angekommen, hat es abgekühlt und die von Schneefeldern gescheckte Bergwelt Liechtensteins zeigt sich dieses Jahr noch im Juni von seiner winterlichen Seite. Gut, das uns am Abend ein leckeres Rösti erwartet.

Mit Berggötte Michael nachts auf den Naafkopf

Mit Berggötte Michael nachts auf den Naafkopf

Berggötte Michael, der als ausgebildeter Bergführer gerne auch schwerere Gipfel besteigt, macht uns mit den Herausforderungen des nächsten Tages und mit dem Achterknoten vertraut. Tapfere begeben sich mit ihm schon um vier in der Früh zur Sonnenaufgangswanderung auf den Naafkopf (2.571 m). Es ist zwar Ende Juni, aber dennoch wollen dabei einige steile Schneefelder überwunden werden.

 

Michael Bargetze war schon als kleiner Bub immer am Berg unterwegs. „Früher musste noch jeder mit anpacken und heuen.“ Schülerwanderungen führten oft quer durch Liechtenstein. So lernte er früh das „Land hinter dem Tunnel“ zu schätzen und die Berge zu lieben. Später zog es ihn auf die Berggiganten der Welt, nach Alaska, Neuseeland und nach Feuerland.

Zu den sportlichen Höhepunkten des talentierten Bergführers zählt eine Landesumrundung Liechtensteins in nur 23 Stunden und 20 Minuten. Mit erfahrenen Gästen erklimmt Berggötte Michael nach einer Vorbesprechung auf Wunsch auch schwere Gipfel wie Schwarzhorn (2.574 m) oder Grauspitz (2.599 m), auf die keine markierten Wege führen. Der Grauspitz wurde als einer der „European Summits“ (höchste Ländergipfel Europas) in den letzten Jahren immer beliebter, ist aber ohne Bergführer sehr gefährlich zu besteigen.

Auf dem Fürstin Gina Steig

Auf dem Fürstin Gina Steig

Nach einem gesunden Frühstück steht die nach dem Fürstensteig wohl schönste Panoramawanderung Liechtenstens auf dem Programm, der Fürstin Gina Steig. Bis zum höchsten Punkt, dem Gipfelkreuz am Augstenberg (2.359 m), queren wir mehrere Schneefelder. Am Augstenberg kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Michael, Nikolaus und Berggotta Rosaria, die aus Malbun zu uns hinzustößt.

 

Berggotta Rosaria: Geht gern auf weglose Gipfel

Berggotta Rosaria: Geht gern auf weglose Gipfel wie den Ochsenkopf

Berggotta Rosaria hat einen Lieblingsberg: Den Ochsenkopf. Sie geht am liebsten auf Gipfel, auf die keine Wege führen. Davon gibt es in ihrer Heimat noch einige. Heute hat sie das Hahnenspiel (1976m) ausgesucht, das ein tolles Rundum-Panorama zu den höchsten Liechtensteiner Bergspitzen Naafkopf, Schwarzhorn und Grauspitz sowie hinaus ins Walgau zum Dünser Älpele bietet. Auf dem Gipfel genießen wir einen auf wundersame Weise frisch zubereiteten Kaffee. Am Abstieg hält Rosaria eine weitere Überraschung  bereit. Aus einer riesigen Tasche zückt Sie ein Alphorn hervor und stimmt darauf romantische Bergmelodien an.  Später darf dem Schweizerischen Nationalinstrument jeder noch seine ganz individuellen Töne entlocken. Mit Berggotta und Berggötte sind immer einzigartige Erlebnisse vorprogrammiert.

 

INFO

Allgemein
Liechtenstein liegt im Dreiländereck von Liechtenstein, der Schweiz und Österreich. Als Einstieg in die herrliche Bergwelt eignet sich vor allem Malbun, welches von Vaduz aus über eine Bergstraße mit dem Auto oder mit dem Linienbus erreichbar ist.

www.tourismus.li

Wandern mit der Berggotta / dem Berggötte

Von Ende Juni bis Mitte Oktober findet beinahe wöchentlich eine etwas leichtere Dienstagstour (Gehzeit 3-5 Stunden) und eine anspruchsvollere Donnerstagstour (Gehzeit 4-7 Stunden) mit Berggotta/Berggötte statt. Die genauen Termine sind der Homepage zu entnehmen.

Für Gäste der liechtensteinischen Beherberger (Hotels und Pensionen) ist das Wandern mit der Berggotta / dem Berggötte kostenlos. Für Inhaber eines liechtensteinischen Museums- und Erlebnispasses ist das Angebot um CHF 10.- reduziert. Tagesgäste können gegen eine Gebühr von CHF 39.- teilnehmen. Die Teilnehmeranzahl ist pro Entdeckungstag auf 10 „Berg-Paten-Kinder“ beschränkt. Bei mehr als 10 „Berg-Paten-Kinder“ kommt ein zweiter Berggötte oder eine weitere Berggotta hinzu. Treffpunkt ist um 9 Uhr beim „Berggotta Berggötte“ Turm beim Ortseingang Malbun, gegenüber dem Alpenhotel Malbun unterhalb der Kapelle. Anmeldungen telefonisch oder per E-Mail am Vortag bis 10 Uhr an: Liechtenstein Center, Städtle 39, 9490 Vaduz, Liechtenstein, T +423 239 63 63, info@liechtenstein.li

Anreise

Auto
Von München über die A96, in Österreich auf die A14, Ausfahrt Feldkirch

Bahn und Bus
In Feldkirch steigt man einfach von der Bahn auf das gut ausgebaute Busnetz Liechtensteins (LIEmobil) um und erreicht so über die Hauptstadt Vaduz schnell das alpine Malbun.

www.liemobil.li

Übernachtung

Unterkunftssuche in Liechtenstein

Das Alpenhotel Vögeli gleich am Ortseingang von Malbun beim „Berggotta Berggötte“ Turm bietet ein beeindruckendes kulinarisches Angebot und ein erfrischendes Schwimmbad.
http://www.alpenhotel.li/

Die Pfälzerhütte (2108 m) des Liechtensteiner Alpenvereins ist von ca. Mitte Juni bis ca. Mitte Oktober durchgehend bewirtschaftet. Telefonische Reservierung, während der Saison direkt auf der Hütte. Tel. Pfälzer Hütte +423 / 263 36 79

www.alpenverein.li

 

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Wanderlust an der Costa Dorada

Ein Urlaub an der Costa Dorada, der Goldküste Kataloniens, ist ohne die goldenen Berge im Hinterland nicht komplett. Beim Wandern längs Weingärten,  im Kloster oder beim Klettern, unter Steineichen und in der Serra del Montsant entdeckt man erst die ganze Vielfalt und Schönheit der Region. Ein organisiertes Wanderprogramm macht das Ganze unvergesslich.
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Costa Daurada - Tarragona 005 -® Tarragona Turisme

Antikes Weltkulturerbe vor blauem Meer: Tarragona

Ein schöner Auftakt zum Wandern an der Costa Dorada ist Tarragona. Die antike Stadt mit Weltkulturerbe hat nicht nur ausgezeichnete Restaurants mit viel Flair, sondern auch eine Rambla mit Balkon. Am Ende der Flaniermeile hat man eine großartige Aussicht auf das Meer. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauern und über den Archäologischen Spazierweg.

 

Am Morgen darauf empfängt uns schon der Krauland Wanderbus, um mit uns die herrlichen Berge im Hinterland der Costa Daurada zu entdecken. „Ich hoffe, ihr habt´s alle Steigeisen und genug Seil dabei“, scherzt Wanderführer Gregor, als sich „Montblanc“ Wegweiser verdichten. Aber das gleichnamige Städtchen ist nicht ganz so alpin und liegt nur wenige Kilometer von Poblet, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, entfernt.

Mirador de la Pena bei Poblet

Mirador de la Pena: Fantastische Aussicht bei Poblet

Aussichtsloge mit Picknick
Gleicht hinter Poblet steigen wir in unsere erste Bergwanderung ein. Durch einen grandiosen Steineichenwald wandern wir bei herrlichem Herbstwetter aufwärts zum Mirador de la Pena auf 950 Metern Meereshöhe. Hier empfängt uns ein atemberaubender Rundblick in die weite Landschaft der Costa Daurada und ein Picknick mit Aussichtsloge.

 

Das mächtige Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet, 1151 gegründet und heute das größte bewohnte Zisterzienserkloster Europas, empfing uns als zweites Ausflugsziel. Seit etwa einem Jahrtausend  ist der Zisterzienserorden mit dem Weinbau verbunden. Hier wird der „Pinot Noir“ kultiviert, eine zarte und schwierige Sorte, die weiche und elegante Weine hervorbringt. Das Weingut Abadia de Poblet entstand aus dem Wunsch des Klosters heraus, die tausendjährige Weintradition wieder aufleben zu lassen. Heute werden hier edle Tropfen aus der Region verkostet, gern auch schon vor der anschließenden Klosterbesichtigung.

Santa Maria de Poblet, größtes bewohntes Zisterzienserkloster Europas

Das Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet

In Santa Maria de Poblet fanden einige katalanische und aragonesische Könige in kunstvollen Sarkophagen ihre letzte Ruhe. In dem schon 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Zisterzienserkloster lohnt sich, die schönen Bögen des Kreuzganges in Augenschein zu nehmen ebenso wie das Brunnenhaus. Am Abend werden schöne gregorianische Choräle vorgetragen.

 

Zedern und Zypressen
Tiefenentspannt von gregorianischen Gesängen lasst Gregor auf der Weiterfahrt noch mal verschiedene Pflanzenarten und Tiere des Tages Revue passieren. Salbeiblättrige Zistrose, Zedern und Zypressen. Bienenfresser und Eichelhäher. Unser abendliches Ziel heißt etwas später Falset. Die noch ursprünglich erhaltene Kleinstadt im Priorat strahlt eine behagliche Ruhe aus. Durch enge Gässchen erreichen wir unser gemütliches Hotel „L´Escoleta“, das auf mehreren Etagen einer alten jüdischen Schule schöne Appartements bietet.

La Villela Baixa in der Serra del Montsant

La Vilella Baixa: Montsant für die Fototapete

Nach einem reichlichen Frühstück geht die Fahrt in unserem bequemen Wanderbus morgens weiter. Bei blauem Himmel tingeln wir in die schmucken Berge des Montsant hinein. Einen ersten Stopp legen wir mit Aussicht auf das Bergdörfchen „La Vilella Baixa“ ein, das vor den Felswänden des Montsant seine Reize entfaltet. Nur etwa 200 Einwohner leben in dem verschlafenen Ort, der sich wie ein Gemälde in die Landschaft schmiegt.

Hier sind wir bereits am Eingang der Serra del Montsant. Noch etwa acht weitere Bergdörfer  zählen  zu dem Küstengebirge, das vor allem bei Kletterern äußerst beliebt ist. Die sich hoch auftürmenden Kalkfelsen des Montsant sind ein wahres Eldorado für Sportkletterer. Weltweit bekannt ist vor allem Margalef. Hier befinden sich einige bekannte und sehr schwere Routen. Etwas weniger bekannt Cornudella de Montsant, weit bekannter dessen Teilörtchen Siurana – mit einigen der schwersten Kletterrouten der Welt wie „La Rambla“.

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wein und Wacholder
Siurana ist aber erst unser morgiges Ziel, heute begnügen wir uns mit einer spätsommerlichen Wanderung, die weder Seil noch sonstige Sicherungen erfordert. Herrlich, zwischen bunt gefärbten Weinreben und Wacholderbüschen zu wandern und die Aussicht auf die Felsmassive des Montsant zu genießen. Von Ulldemolins nach Sant Bartomeu führt die von Gregor ausgewählte Tour.

Zum ersten Mal werden die Beine etwas schwer, die Sonne brennt und der Durst meldet sich. Zuerst mal ein Bier. Hervorragende Weine lassen den späteren Nachmittag in der benachbarten Weinregion Priorat äußerst lustig ausklingen. Entspanntes Mittagessen vom Grill im Les Figueres, anschließend eine Weinprobe in der Weinkellerei Clos Figueres. Syrah und Carbernet Sauvignon, gemischt mit den lokalen Traubensorten Garnacha und Carinena. Durchaus erschwinglich, eine Weinprobe ist ab etwa 15 Euro möglich.

 

Wacholder wächst am Wegesrand

Wacholder wächst am Wegesrand

Morgens im schunkeligen Bus nochmal Pflanzenkunde zur Auffrischung: Sternanis und Hagebutte, Immortelle und Currygewächs, Haselnuss und Bittermandel zählen wir auf, welchen wir bereits begegnet sind. Gregor ist stolz auf uns. Noch zu erwähnen ist der Wacholder, der auch im Gin sowie im wieder sehr beliebten Wermut Verwendung findet. Weiter geht die Fahrt ins schmucke Siurana.

 

Schön und spektakulär: Siurana

Auf einem beeindruckenden Felsplateau thront Siurana, ein kleines spektakuläres Bergdorf, das zu den 10 schönsten Dörfern Kataloniens zählt. Heute zählt der bei Kletterern beliebte Ort gerade mal drei Dutzend Einwohner und weit mehr Besucher, die entweder nur die Aussicht genießen oder die reizvolle Umgebung beim Wandern, Biken und Klettern erkunden.

Siurana thront auf einem Felsplateau

Siurana thront auf einem Felsplateau

Dennoch wurde Siurana (737 m ü.M.) nicht wegen des schönen Blicks in so schwindliger Höhe errichtet. Vielmehr diente die Lage zur Verteidigung, als die Christen versuchten, das Land den Mauren abzuringen. Lange galt Siurana als uneinnehmbar. Auch wer ganz einfach das Panorama und die Restaurants in Siurana genießt, hat eine Menge Spaß.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Küche im La Siuranella. Entenleber mit Mango, Gänseleberpastete, Kaviar mit luftgetrocknetem Schinken: Alles mit Liebe kunstvoll zubereitet. Vegetarier kommen bei Himbeer-Ziegenkäse, überbackenem grünen Spargel und Steinpilzen auf ihre Kosten. Dazu ein edler Tropfen Rot- oder Weisswein im urgemütlichen Gastgarten und dabei der unbezahlbare Blick in die Berge des Priorat.

Sonniger Sonntagsbrunch im La Siuranella

Sonntagsbrunch im La Siuranella

Ein Ort, den man gar nicht wieder verlassen möchte. Wer sich Hals über Kopf in das bezaubernde Bergdorf verliebt, kann im Hotel La Siuranella in einem der sechs hübschen Zimmer, welche nach Weintrauben benannt sind, vielleicht gleich ein Quartier beziehen. Es geht natürlich auch günstiger in einem nahe gelegenen Camping. Die goldene Mitte ist eine geführte Wanderwoche mit Krauland in Kooperation mit Neckermann Reisen. Das von Wolfgang Krauland geführte Familienunternehmen aus Österreich schnürt für Gruppen auch Wanderpakete nach Maß und bietet das genussvolle Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ wieder ab Mitte März an (das Detailprogramm steht unter www.krauland.at zum Download bereit).

 

INFO

Allgemein

Katalonien Tourismus
http://katalonien-tourismus.de/

Fremdenverkehrsbüro des Priorat
www.turismepriorat.org/de/

Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona Costa Daurada
www.costadaurada.info

Krauland Reisen
Wandern mit Krauland: Katalonien – Costa Dorada

Facebook
www.facebook.com/catalunyaexperience.de/?fref=ts

App
katalonien-tourismus.de/app-katalonien-ist-aktivurlaub

Anreise

Flug
Abflughäfen für Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ siehe Neckermann Reisen-Katalog Spanien Festland.

Individuelle Anreise mit Flug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Reus und Barcelona. Entfernung Reus-Tarragona 13,5 km, Reus-Siurana 35 km.  Barcelona-Tarragona 98,5 km, Barcelona-Siurana 147 km
Individuelle Anreise mit Bahn: Bahnhof Marsa-Falset, ca. 2 Std. Fahrtzeit ab Barcelona

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Vitalurlaub im Meraner Land

Wenn der Gastgeber gleichzeitig geprüfter Wanderführer oder Mountainbike-Guide ist, der Morgen mit Yoga und Gymnastik startet und am Abend regionale Köstlichkeiten locken, ist ein entspannter Aktivurlaub in Südtirol programmiert. Genau dafür stehen die Vitalpina Hotels, welche im Meraner Land einladen, die Wanderstiefel zu schnüren und in die Pedale zu treten. Weiterlesen

Schneebedeckte Bergspitzen und Palmenpromenaden, Cappuccino auf der Piazza, Apfelblüten so weit das Auge reicht: Im Meraner Land zeigt sich Südtirol von seiner sonnigsten Seite. Abwechslungsreichen Aktivurlaub bieten hier die Vitalpina Hotels Ansitz Golserhof in Dorf Tirol sowie das Design Hotel Tyrol in Rabland, welches speziell Mountainbikern allerhand bietet.

In Schwung kommen

Erst einmal richtig durchatmen. Manche machen das ganz automatisch, wenn Sie im sonnigen Südtirol ankommen. Anderen fällt es nicht so leicht, gänzlich vom Arbeitsstress abzuschalten. Daher haben Vitalpina Hotels das Programm „Durchatmen“ enwickelt. Das fein abgestimmte Programm ist ein Schlüssel zu tiefer Entspannung und schließt neben Yoga- und Atemübungen verschiedene Gymnastikübungen ein, die auch die Gelenkigkeit und Muskelentspannung fördern. Der traumhafte Ausblick von der Terrasse im Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol tut sein Übriges, um schon beim Frühstück in den Urlaubsmodus zu schalten.

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Restaurant Culinaria im Farmerkreuz

Das Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof in Dorf Tirol ist der ideale Ausgangspunkt für leichte und anspruchsvolle Wanderungen, zu denen Wanderführer Luis und Hausherr Patrick mit den Gästen aufbrechen. Idyllisch, aussichtsreich und zugleich kulinarisch ist eine Wanderung über den Herrschaftsweg zum Gasthof Farmerkreuz mit exzellenter Gourmet-Küche und Interpretationen Südtiroler Küche. Dabei überrascht eine riesige Auswahl aus einem Dutzend verschiedener Grappas, viele aus Brennereien in Südtirol. Anspruchsvoller, aber sehr reizvoll sind Touren zu den Spronser Seen, hochalpine Bergseen zwischen 2117 und 2589 Metern Höhe, zu denen geführte Wanderungen angeboten werden. Auch eine Gipfeltour zum Ifinger mit gesichertem Klettersteig setzt Bergerfahrung und Schwindelfreiheit voraus.

 

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Pool am Design Hotel Tyrol

Im Flow bleiben

Eine mittelschwere Wanderung folgt von Dorf Tirol dem Algunder Waalweg nach Rabland im Vinschgau, wo mit dem Design Hotel Tyrol ein weiteres, modernes Vitalpina Hotel mit schönem Pool auf Wanderer und Biker wartet. Boris Frei, Gastgeber im Design Hotel Tyrol in Rabland, ist geprüfter „Bike-Guide Südtirol“. Jeden Mittwoch bricht er mit seinen Gästen zu Mountainbike-Touren in die umliegenden Berge auf. An den übrigen Tagen (außer Sonntag) laden Guides der „Ötzi Bike-Academy“ zu geführten Mountainbike-Touren ein. Ein Monitor an der Rezeption verrät, wann die nächste Biketour startet. Die Infrastruktur zum Biken ist gigantisch, was schon die Auswahl an Leihrädern deutlich macht.

 

Rent a mountainbike: 29-Zoll-Fully von Bergamont

Rent a MTB: Bergamont 29er-Fully

Im Design Hotel Tyrol hat der Kunde die Wahl zwischen neuesten Fully-MTBs und Rennrädern aus dem Rose Test Center im Haus oder nagelneuen Fullys aus dem Bergamont Test Center im Nachbardorf. In das brandneue Bergamont Contrail 6.0 29 Zoll Fully mit 120 mm Federweg und Shimano SLX 3×10 Schaltung, mit SPD-Kombipedalen montiert und für 30 Euro am Tag fast ein Schnäppchen, verliebe ich mich blitzschnell. Boris hat mir eine Radrunde herausgesucht, die für einen dreiviertel Tag genau das richtige ist. Als Aufstiegshilfe dient die 2013 neu errichtete Panoramaseilbahn Aschbach, welche als Bikeshuttle auf 1.350 Meter Meereshöhe führt. Hier startet meine Mountainbike-Runde, welche über Eggerhof und  Eggersteig auf das traumhafte Hochplateau Vigiljoch auf rund 1.800 Metern Höhe führt.

 

Nur wenig weiter besteht am Seespitz die Möglichkeit, urig einzukehren, ehe von dort die Abfahrt entweder über den Güterweg oder wesentlich spektakulärer auf dem Steinbruch Trail erfolgt, der auf knapp sechs Kilometern 930 Höhenmeter Downhill-Spaß bietet, einschließlich Wurzelpassagen, flowigen Teilstücken und bis zu 30 Zentimeter hohen Absätzen (steil bis sehr steil). Zurück am Hotel, warten der erfrischende Pool und die Sauna auf die müden Bikerbeine.

Tipp: Die Aktiv Panorama Karte vom Tourismusverein Partschins, Rabland und Töll enthält Beschreibungen der MTB-Touren in und Trails in der Region.

INFO

Anreise

Auto
München – Rosenheim – Kufstein (A 12 Inntalautobahn, mautpflichtig) – Innsbruck (A 13 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Brenner (A 22 Brennerautobahn, mautpflichtig) – Bozen (Ausfahrt Bozen Süd) – Meran (MEBO-Schnellstraße) (weiter Richtung Reschenpass (SS 38) bis Rabland (Design Hotel Tyrol) oder Ausfahrt Meran Süd/Sinich –Tirol/Tirolo (Ansitz Golserhof)

Bregenz – Arlberg – Landeck – Reschenpass (Staatsstraße 40 + 38) – Rabland – Meran

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene. Anreise zum Gölser Hof bis zum Bahnhof Meran, Anreise zum Design Hotel Tyrol bis Bahnhof Rabland (Vinschgaubahn). Tipp: Die österreischische Bahn lockt mit der „Sparschiene Brenner“, mit welcher Fahrten bis zum Brenner aus ganz Österreich ab 9,00 Euro erhältlich sind. Ab dem Brenner beginnt der Verkehrsverbund Südtirol, der mit Mobilcard Südtirol eine günstige Möglichkeit bietet, ganz Südtirol zu bereisen. Diese Karte ist für einen, drei oder sieben Tage erhältlich und gilt in Regionalzügen in ganz Südtirol. Allerdings muss sie vor Fahrtantritt erworben und ebenso davor im Verkehrsverbundsautomaten entwertet werden. Attraktive Direktverbindungen mit Regionalzug Brenner-Meran.

Tourismusinformationen

Meraner Land
www.meranerland.com

Dorf Tirol
www.dorf-tirol.it

Partschins-Rabland-Töll
www.partschins.com

Hotels

Vitalpina Hotels Südtirol
Pfarrplatz 11
I-39100 Bozen
Tel.: +39 0471 999 980
info@vitalpina.info
www.vitalpina.info

Vitalpina Hotel Ansitz Golserhof
Aichweg 32
I-39019 Dorf Tirol / Meran
Südtirol – Italien
www.golserhof.it

Design Hotel Tyrol
Familie Frei
Hans-Guet-Str. 40
I-39020 Rabland
Südtirol – Italien
www.tyrol-hotel.it

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Sanft mobil: Zauberhafter Urlaub in Ratschings

Keine Hektik, kein Lärm, dafür Natur pur und eine bezaubernde Bergwelt zu entdecken: Gleich hinter dem Brenner eröffnet sich in der Ferienregion Ratschings ein alpiner Traum, der zur sanften Erkundung mit E-Bikes, Mountainbikes oder den Bergschuhen einlädt. Neuerdings ist das Eingangstor in diese herrliche Gegend noch leichter mit der Bahn ab Österreich erreichbar. Weiterlesen

Im "FLIRT" Zug nach Italien

Im „FLIRT“ Zug nach Italien: Verführerischer Urlaubsstart

Es ist herrlich entspannend, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen. Kein Stau, keine Maut, keine Baustellen. Einfach die Landschaft genießen und ausgeruht in Italien ankommen. Während die internationalen Züge nur die größeren Städte wie Brixen und Bozen ansteuern, werden viele kleine bezaubernde Orte nur von Regionalzügen angefahren. Dazu musste man lange am Brennerbahnhof mit improvisierten Hinweisschildern umsteigen.

 

Nun kann man zumindest einmal am Tag von Innsbruck in einem der modernen „FLIRT“ Züge von Innsbruck in viele der kleineren Urlaubsperlen Südtirols durchstarten. Und somit auch nach Sterzing (Vipiteno), dem Tor zur Alpinen Perle Ratschings am Eingang ins Ridnauntal, wo Urlauber von vielen Hotels in die bezaubernde Bergwelt abgeholt werden.

Sanft mobil bis auf die Gipfel

Die Alpine Perle Ratschings in Südtirol bietet ein für alpine Urlaubsorte einzigartiges Angebot sanfter Mobilität. So werden regelmäßig geführte E-Bike-Touren angeboten, an verschiedenen Stationen können E-Bikes auch für mehrere Tage geliehen werden. Wer das Mountainbiken mit dem E-Mountainbike entdecken möchte, dem eröffnen sich tolle Touren. Aber auch Wanderungen zu Almen und Gipfelspitzen sind aussichtsreich und genussvoll.

_ratschingsdetail2Majestätisch erhebt sich das Gebirge, so weit das Auge blickt. Bis hinauf zum Übeltalferner, dem größten Gletscher Südtirols, zieht sich das Ridnauntal. In der Ferne ist auf 3.195 Metern Meereshöhe das Becherhaus erkennbar. Wanderer gehen ab Maiern sieben Stunden zur höchstgelegenen Schutzhütte Südtirols. So hoch muss mit Mountainbike oder E-Bike niemand hinaus.

In kombinierten Bike-and-Hike-Touren lässt sich auch alpines Gelände erkunden. Eine schöne, beschilderte Biketour führt auf die Aglsbodenalm (1.717 m), von der aus bis zu Bergspitzen gewandert werden kann. Auch wer nicht so hoch hinaus will, findet im Ratschings-, Jaufen- und Ridnauntal jede Menge Abwechslung. Von seiner lieblichen Seite zeigt sich ganz besonders das Ridnauntal bis Maiern, welches mit dem E-Bike problemlos in einer Nachmittagstour ab Sterzing oder Gasteig erkundet werden kann. Von den Berghängen stürzen malerische Wasserfälle ins Tal hinab. Ratschings zählt zu den Alpinen Perlen, welche sich dem nachhaltigen Tourismus und der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Bike-Guide mit E-Mountainbike

Auf zur E-Bike-Tour

Am Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental empfängt uns Werner Pittracher. Die durchtrainierten Beine und das 29-Zoll-Mountainbike von Scott (im Bereich der Trinkflasche unscheinbar elektronisch unterstützt) lassen nicht darauf schließen, dass er uns der Bike-Guide auf eine E-Bike-Tour begleitet. Kurz erklärt Werner die wichtigsten Funktionen der elektronisch unterstützten Mountain- und Trekkingbikes, dann geht es los. Zuerst gleiten wir hinab nach Gastein (970 Meter), um von dort das Ridnauntal hinauf zu strampeln. Bis nach Ridnaun, einer 800 Seelen Gemeinde auf 1342 Metern, sind es knapp 400 Höhenmeter.

 

 

In Ridnaun steigen wir in die „Talrundfahrt Ridnauntal“ (E-Bike-Tour 1) ein. Ridnaun lockt allerdings auch mit bezaubernden Wanderungen: Ein steiler aber kurzer Aufstieg führt in 3,5 Stunden auf das Gipfelplateau des Mareiter Stein, ein leichter Rundwanderweg mit 4 bis 5 Stunden Gehzeit bietet sich am Gospeneid auf 1.455m Seehöhe. Traumhafte Ausblicke haben Aktivurlauber auch bei einer Rundwanderung auf die Zunderspitze.

Im urigen Gasthof "Zum Pfitscher" fehlt es an nichts.

Im urigen Gasthof „Zum Pfitscher“

Urig einkehren

Etwas weiter auf unserer E-Bike-Tour kehren wir im Restaurant „Zum Pfitscher“ ein. Das schön renovierte, denkmalgeschützte Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert verzaubert durch sein besonderes Ambiente und verführt die Gäste mit regionalen kulinarischen Genüssen: Eine erlesene Auswahl an Südtiroler Weinen, exquisite Gourmet-Küche und eine große Auswahl an Pizzas lassen keine Wünsche offen. Wer hier erst spätabends von ausgedehnten Touren einkehrt, kann sich noch bis Mitternacht satt essen. Sollte eines der romantischen Zimmer frei sein, wird sich so manches Biker-Paar überlegen, hier nach der Tour die Nacht zu verbringen.

 

Nach der rasanten und malerischen Abfahrt über das Schloss Wolfsthurn stehen nochmal etwa 200 Höhenmeter zu unserem Natur- und Wanderhotel Rainer im Jaufental an. Bei diesem Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer nachhaltig unterwegs war, also vorwiegend mit Muskelkraft ohne unterwegs die elektronische Unterstützung hochzustellen, hat genug Akku bis ans Ziel. Alles in allem ein Lehrstück in sanfter Mobilität in bezaubernder Bergwelt.

INFO

Anreise

Bahn
Günstige Tickets mit Sparbillet Europa der SBB, Europa Spezial der DB oder ÖBB Sparschiene bis Brenner (von dort aus nur 20 Minuten mit Trenitalia-Regionalzügen bis zum Bahnhof Vipiteno/Sterzing). Einmal täglich direkte Regionalzugverbindung ab/bis Innsbruck (Stand 12/2014). Hotels holen Reisende gerne am Bahnhof Sterzing ab, von dort sind es je nach Ferienort im Ridnauntal, Ratschingstal oder Jaufental etwa 10 bis 15 Minuten Fahrzeit.

Aktivitäten

E-Bike
Ein E-Bike-Tourenführer auf www.ratschings.info enthält zahlreiche Tourenvorschläge einschließlich Distanz und Höhenmetern, ebenso sind Verleih- und Batteriewechselstationen verzeichnet. Dienstags und Donnerstags geführte E-Bike-Touren, Anmeldung und Info bei rent and go Rosskopf (+39 0472 760 627).

Mountainbike
Mittelschwere und anspruchsvolle MTB-Touren mit bis über 1.000 Höhenmetern und Schiebepassagen. Weitere Infos auf www.ratschings.info

Wandern
Die Auswahl an Wanderungen ist groß. Im Ridnauntal, dem Ratschingstal und dem Jaufental liegen etwa zwanzig bewirtschaftete Almen, die zur Einkehr einladen.

Hotels und Gasthöfe

Mittertal
Das idyllisch gelegene Natur- und Wanderhotel Rainer in Mittertal im Jaufental zeichnet sich durch ein nachhaltiges Konzept und schöne Zirbenholz-Zimmer aus. Kathrin und Johannes Rainer sind auf Wünsche von Bikern ebenso wie Wanderer eingestellt und bieten entspannende Extras wie Kräuterseminare und Massagen.
www.hotel-rainer.it

Braunhofe
Der romantische Pfitscher Hof in einem denkmalgeschütztem Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert in Braunhofe im Ridnauntal zeichnet sich durch eine exquisite Gourmet-Küche, aber auch heimische Spezialitäten aus. Zwei gemütliche Doppelzimmer laden darüber hinaus auch zum Übernachten ein.
www.zumpfitscher.it

Fahrradverleih

– Radverleih M2-Bike und Walter’s Radlklinik in Sterzing
– Radverleih Rent & Go Ridnaun, Rosskopf, Ratschings

Kontakt

Tourismusverein Ratschings
I-39040 Gasteig
Tel. +39 0472 760 608
www.ratschings.info

Alpine Pearls – natürlich sanfter Urlaub
www.alpine-pearls.com