Archiv der Kategorie: Wandern

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Bella Italia am Idrosee: Die besten MTB- und Wandertouren

Es muss nicht immer Tremalzo und Gardasee sein. Der Lago d´Idro, sonst eher fürs Surfen bekannt, bietet auch viel Spaß für Mountainbiker, und besonders schöne Bike- und Hike-Touren. Vom Monte Censo bis zum Monte Stino lockt Bergfreunde ein faszinierendes Panoramakino. Weiterlesen

Zwischen Gardasee und Iseosee liegt etwas versteckt der Idrosee, wo zwar wenig MTB Strecken ausgewiesen sind, dafür wird der Sprung ins Abenteuer mit anderen Annehmlichkeiten versüßt. Der Idrosee ist der höchstgelegene Voralpensee der Lombardei und bietet an der Grenze zum Trentino Ruhe und Erholung pur. Im Gegensatz zum Gardasee, der mit seinen MTB- Klassikern wie Tremalzo speziell im Sommer sehr überlaufen ist, erlebt man hier noch Touren, wo man den unter sich ist und je nach Jahreszeit sogar die Gipfel für sich exklusiv hat. Oben am Monte Censo merkt man: Der Idrosee ist definitiv einer der Seen in Italien, die es zu sehen lohnt.

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Aktiv in Bewegung

Der Idrosee bietet auf nur 10 Kilometern Länge alles, was Aktivurlauber wünschen: Biken und Hiken, Klettersteige und Kletterwände, Canoning, Surfen und Kitesurfen, Stand-Up-Paddling und Segeln, individuelle sowie geführte Touren. Natürlich spricht im Sommer auch nichts gegen eine Partie Beachvolleyball. Das Azur Sportcamping Rio Vantone ermöglicht für alle, die einen Aktivurlaub mit einem Campingurlaub verbinden wollen, alle diese Aktivsportarten, an einem schönen, gut ausgestatteten Campingplatz direkt am Idrosee.

 

 

Entspannt genießen

Beim Bike & Hike auf aussichtsreiche Gipfel mit Blick auf den Idrosee oder beim Passieren umliegender Alpenpässe wächst mit gesammelten Höhenmetern der Hunger und Durst oder doch zumindest der Appetit auf ein Eis. Auf gar keinen Fall kann man vom Idrosee abreisen, ohne wenigstens einmal das unglaublich leckere Eis der Boom Boom Gelateria in Crone, oder zumindest eine der unglaublich vielfältigen, leckeren Pizzas in der Pizzeria Bar Cinzia in Idro, einem der bekannten Biker Hot Spots, genussvoll ausprobiert zu haben. Gehobene Küche gibt es im Hotel Pizzeria Ristorante Albergo Milano.

INFO

Anreise
Auto
Von Norden über die Brenner-Autobahn A 22 Richtung Verona-Modena, oder über Reschenpass und Meran in Bozen auf die A 22 Richtung Verona-Modena. Von der Ausfahrt “Rovereto” über Riva Richtung Gardasee  zum Idrosee. Alternativ Ausfahrt „Trento Nord“ und über Vezzano Richtung Idrosee. Im Sommer ist eine Anreise über das Stilfser Joch zum Idrosee möglich.
Bahn, Bus und Rad
Eine nachhaltige Alternative zur Anreise mit dem Auto ist die Anreise mit der Bahn, wobei ab Rovereto auf Busse umgestiegen (über Riva del Garda mit den Buslinien 301/214/215) oder viele Restkilometer mit den Fahrrad zurückgelegt werden müssen. Als Bahn & Bike Kombination empfiehlt sich eine Anreise bis Desenzano del Gardo, ab hier ca. 50 km, 1300 hm / 4,5 Std Fahrt. Keine Fahrradmitnahme im ÖBB Nightjet.
www.oebb.at
www.trenitalia.it
www.trentinotrasporti.it

Beste Reisezeit
Mai -September

Touren
Bike & Hike auf den Monte Censo (1.013 m) – Schönster Aussichtsberg am Idrosee
Beim nördlichen Ortsausgang von Anfo die Asphaltstraße links hoch Richtung  Rifugio  Baremone.  Auf  halber  Höhe  beim  Cuca Chetoi  =  926m  die  Straße  rechts  verlassen  (Kammhöhe)  und dem Wegweiser zum Monte Censo auf einem Waldweg folgen.  Die  letzte Viertelstunde zum  Gipfel  muss  man  das Fahrrad abstellen und wandern. Start & Ziel: Anfo Dauer: ca. 2h Höhenmeter: 700 m

Monte Stino (1.466 m)
Entweder auf alten Kriegspfaden wandernd oder auf Umwegen mit dem Bike

PDF-Download: MTB-Touren am Idrosee

Unterkünfte

Bed & Breakfast Tulipano
Bed and Breakfast Tulipano – rundum empfehlenswert und besonders herzlich dank der wundervollen Gastgeberin Susy!
Hervorragend ausgestattet mit Kühlschrank, Kartenmaterial für Ausflüge, Bike-Garage und vielem mehr.
Via Giorgio La Pira, 11, 25074 Idro BS, Italien, www.booking.com

 

Casa Ruth, Via Sasse, 1, 25074 Vesta, Italien, einfache Ferienwohnung für Selbstversorger

AZUR Sportcamping Rio Vantone,
www.idrosee.eu

Genießen
Boom Boom Gelateria Crone, Via Lungo Lago Vittoria, 18, 25074 Crone BS, Italien

Bar Pizzeria Cinzia, Via Lungo Lago Italia, 33, 25074 Crone BS, Italien

 

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Den schönsten Almabtrieb der Alpen gibt´s im Primierotal

San Martino di Castrozza, das Primierotal und Vanoi in den südlichen Dolomiten begeistern den Reisenden nicht nur mit der berühmten Palagruppe, die heuer 10 Jahre Weltkulturerbe feiert. Wer hier Urlaub macht, der findet in nächster Nähe einen riesigen Abenteuerspielplatz vor,
der Outdoor-Liebhabern mit Bergwandern, Klettern, Canyoning, MTB und Rennrad viel bietet. Aber auch das ursprüngliche alpine Leben hat sich noch erhalten, das auf einem großen Fest zum Almabtrieb mit einer Parade der Kühe, Schafe, Ziegen, Esel und Hirtenhunde gefeiert wird. Weiterlesen

Jedes Jahr im September findet im Primierotal bei St Martino in den südlichen Dolomiten das „Gran Festa del Desmontegar“ statt, das den Almabtrieb der Kühe und anderen Tiere von den Bergen feiert. Der Almsommer ist vorbei, und das Vieh wird zurück ins Tal in die Ställe gebracht. Nun ist es Zeit, den Alphirten einmal zu danken und sie ihre Geschichten erzählen zu lassen, die von einem einfachen Leben, alten Traditionen und vor allem von großer Leidenschaft handeln.

Gleich an vier aufeinanderfolgenden Tagen, die ganz dem bäuerlichen Leben in den Bergen, dem Käse und den köstlichen kulinarischen Produkten des Region gewidmet sind, wird in den Dörfern gefeiert und auf den Maisäßen gefeiert und das Vieh nimmt zum Abschluss an einer bunten Parade mit den Alphirten teil. Zur Parade des Almabtriebs am Sonntag lohnt es sich, sich einen Platz im Dörfchen Siror zu sichern, wo die große  Parade gegen 10 Uhr startet. Musikkapellen, Folkloregruppen, Schützen, Alpgenossenschaften und Almhirten nehmen am Alpabtrieb des Viehs und der Hirtehunde teil. Neben den Familien der Alphirten mit ihren Kindern und den bunt geschmückten Kühen nimmt auch alles weitere teil, was den Sommer auf der Alp verbrachte: Bernhardiner, Esel, Hühner, Pferde, Ponys, Schafe und Ziegen.

x_desmontegar_detail_01Eines der weiteren Highlights des zauberhaften Events ist „Agritur in Piazza“, das jedes Jahr in einem ausgewählten Dorf stattfindet. Hier können kulinarische Highlights der Region gekostet und in das bäuerliche Leben eingetaucht werden. Ställe stehen offen und verschiedene Alpen und Bauernhöfe kochen typische lokale Gerichte aus der Region nach uralten traditionellen Rezepten. Die Kinder können Esel und Ziegen streicheln. Weitere Spezialitäten aus den nahen Bergen wie Kräuter und Honig werden ebenso angeboten wie regionales Olivenöl und natürliche Pflegeprodukte. Musik-und Folkloregruppen sowie Alphornbläser runden den äußerst schmackhaften Einstieg in das große Festival rund um den Almabtrieb des Viehs der Berge von St Martino Primiero und Vanoi ab.

x_desmontegar_detail_03Nicht verpasst werden sollte „En Di al Maso“. Zum günstigen Pauschalpreis (Kinder bis 6 Jahren gratis) führt die geführte  kulinarische Wanderung zu den typischen Maisäßen aus der Region („masi“), welche sich zum Beispiel im bezaubernden Val Noana befinden. Wanderer können dabei bis in den späten Nachmittag von einer Berghütte zur nächsten wandern, dabei allerlei köstliche Spezialitäten und „Dolce“ probieren, sich mit Polenta vom Feuer stärken und zum Beispiel beim Kraut einhobeln oder der Zubereitung des heimischen Tosela Käse bei einem Gläschen Wein zuschauen. Es wird während der Wanderung auch gezeigt, wie das Leben auf den Maisäßen in der Vergangenheit war. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten treten Musiker und Chöre der umliegenden Berge auf.

Wer dazu das Glück hat, dass die wärmende Septembersonne vom Himmel lacht, der kann vor oder nach den Feiern zum Almabtrieb spannende Touren in den Dolomiten unternehmen. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung auf dem Trekking del Christo Pensante mit herrlichem Blick auf die Pale di San Martino oder eine entspannte Biketour zur Baita Segantini. Zu beiden Abenteuern brecht Ihr am Passo Rolle auf, der der bei An- oder Abreise passiert wird. Beides lässt sich auch als Hike & Bike kombinieren. Die Panoramawanderung des „denkenden Jesus“ führt von der Segantinihütte zum majestätischen Gipfel Monte Castelaz (2.333 m.ü.M.)

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Einmal weg von dem ganzen Trubel? Dieses Panorama erwartet Euch am Trekking del Cristo Pensante am Passo Rolle

INFO

Allgemein

San Martino di Castrozza, Primiero und Vanoi liegen malerisch in den südlichen Dolomiten. Berühmt ist der Urlaubsort vor allem für die Pale di San Martino, seit 2009 Weltkulturerbe.
Im Winter lockt ein abwechslungsreiches und naturnahes Skigebiet mit 60 km Pistenvergnügen sowie die Möglichkeit zum Eisklettern. Im Sommer können Aktivurlauber zwischen Wandern, Klettersteigen, Canyoning,  Mountainbiken und Rennrad über historische Alpenpässe wählen. Dank eigener Brauerei und vielen Volksfesten wird hier auch der Genuss groß geschrieben.

Tourismusbüro
ApT San Martino di Castrozza, Passo Rolle, Primiero e Vanoi
Tel. +39 0439 768667
www.sanmartino.com

Almabtrieb

Das große Fest des Almabtriebs Gran Festa del Desmontegar  findet heuer vom 19/09/2019 bis 22/09/2019 statt. Für einzelne Programmpunkte wie die geführte kulinarischen Wanderung „En dì al Maso“ ist die vorherige Reservierung wegen begrenzter Teilnahmezahl obligatorisch. Weitere Infos werden vor dem Fest aktualisiert auf www.sanmartino.com/DE/desmontegada/ https://granfestadeldesmontegar.it/ Tel. +39 0439 62407 infoprimiero@sanmartino.com

Anreisen

Per Auto erreicht man San Martino di Castrozza wie folgt: Autobahn A22 vom Brenner Richtung Modena/Verona, Ausfahrt Neumarkt-Auer (BZ). Von hier auf  SS48 (Richtung Val di Fiemme) bis Predazzo, dann auf SS50 Richtung Passo Rolle, San Martino di Castrozza und Fiera di Primiero. Auer – San Martino ca. 85 km. Tipp: bei Anreise über den Reschenpass bis Bozen weniger Maut.

Übernachten

Absolut empfehlenswert: Das Hotel Castel Pietra, ein idealer Ausgangsort für den Aktivurlaub. Das Active Family Hotel in Transacqua di Primiero bietet MTB Fahrern vom Waschbereich bis zum Werkzeugkasten alles was das Herz begehrt inklusive geführten Mountainbike Touren.
Spezialisiert auf Aktivurlaub, kennt das Hotel alle Varianten des Outdoorsports vor der Haustür: Die schönsten Wanderungen, Trekking Touren und Klettersteige, das Canyoning im Naonatal, Mountainbike Touren und Rennrad Touren sowie vieles mehr. Riesiges Bergsteigerfrühstück.
www.hotelcastelpietra.it

Hotels, Bed and Breakfast & Co in San Martino di Castrozza Primiero Vanoi buchen
www.sanmartino.com/DE/hotels/

 

Zwischen Kleinwalsertal, Körbersee und Kanisfluh

_bregenzerwald960Aus dem malerischen Kleinwalsertal über das Starzeljoch hinab nach Schoppernau, von Kalbele- und Körbersee bis zur königlichen Kanisfluh: Mit Wanderschuhen, Bus und Gäste-Card lässt sich gesund und günstig mehr vom Bregenzerwald entdecken, als dies mit dem Auto je möglich wär. Weiterlesen

Das Kleinwalsertal ist eines der schönsten Sackgassen der Welt. Aber seit jeher fasziniert auch hier, was dahinter liegt und meist unentdeckt bleibt: Nur selten werden die Wanderschuhe geschnürt, um die Grenze zwischen dem Kleinwalsertal und dem Bregenzerwald zu überqueren und diese beiden über keine Straße verbundenen Teile Vorarlbergs in einer Tour zu entdecken.

Der Wanderer, der den Bregenzerwald aus dem Kleinwalsertal heraus erobert, sollte für dieses Abenteuer sechs bis sieben Stunden einplanen und im Bregenzerwald ein Quartier organisiert haben. Die Wandervorfreude steigt minütlich, wenn man im rappelvollen Bus von Oberstdorf bis an das Ende des bezaubernden Kleinwalsertals verbleibt und fortan dem ganzen Rummel bye bye sagt. Denn ist man erst einmal in Baad aus dem Bus gestiegen, leeren sich schon bald die Wege und nachdem einmal das Starzeljoch erklommen ist, kann man auf der anderen Seite ganz allein begleitet vom Bimmeln der Kühe weiterwandern. Hier wandern nur Weitwanderer.

Urige Alpen und weite Wiesen
Der sanfte Wandel von Grasbergen bis zu den alpinen Felszacken der Künzelspitze im Hintergrund, wo sich die Ausläufer des Lechquellengebirges erstrecken, hat seinen besonderen Reiz. Im Rücken liegen die Bergbahnen und Lifte des Kleinwalsertals, weit vor uns die auch im Sommer geöffnete Bergbahn und die Skilifte am Diedamskopf, aber hier ist die Gebirgslandschaft mit ihren weiten Wiesen und urigen Alpen von technischen Veränderungen noch so unversehrt, als sei die Zeit seit einigen Jahrhunderten stehen geblieben.

 

 

Übers Starzeljoch
Der alte Saumweg auf Bregenzerwälder Seite des Starzeljochs führt zur Althornbachalpe. Hier führt ein Güterweg zur Neuhornbachalpe und zum Bergrestaurant Neuhornbachhaus. Wenn die Beine müde und der Durst groß ist, hier einfach den Blick über die Bergwelt des Bregenzerwalds schweifen lassen. Auf 1.700 Metern vergeht die Zeit wie im Flug. Wer sein Quartier in Au oder Schoppernau gewählt hat, darf sich nun aber noch auf einen längeren Abstieg gefasst machen. Fast 900 Meter geht es nämlich bergab, ehe erste Ortschaften im Bregenzerwald erreicht sind.

Von unserem Nachtquartier im wunderschön eingerichteten Zimmer im Haus Alpenglühn in Au nehmen wir nach einem reichhaltigen Frühstück gleich am nächsten Morgen den Bus, der uns dank unserer Gästecard Bregenzerwald kostenlos bis nach Warth transportiert. Auch die Bergbahn, der Steffisalp Express, nimmt uns mit Gästecard ohne Aufpreis mit nach oben.


Malerischer See und Murmeltiere
Oben am Saloberkopf auf 2.050 m pfeifen überall die putzigen Murmeltiere und warnen vor den Wandersleuten. Unser Weg führt uns weiter zum idyllischen Körbersee, an den sich etwas oberhalb ein traditionsreiches Berghotel mit schöner Sonnenterrasse schmiegt. Einige Meter östlich befindet sich mit dem Kalbelesee ein weiterer Gebirgssee. Im Sommer lohnt sich ein erfrischendes Bad im Körbersee, im Hintergrund der mächtige Widderstein, welcher sich im Wasser spiegelt.

Im leichten Bergab wandern wir an der Bregenzerach hinab nach Schröcken, von wo wir den Bus zurück nach Au nehmen . Das Haus Alpenglühen liegt schräg gegenüber der Bushaltestelle und erwartet uns tags drauf im Haus nebenan wieder mit einem königlichen Frühstück.

Königliche Kanisfluh
Auch zur Königswanderung im Bregenzerwald, der markanten Kanisfluh, starten wir wieder mit dem Bregenzerwaldbus von Au und steigen im Ortszentrum von Mellau aus, denn aufgepasst: Der Bus hält meist nicht an der Bergbahn.  Dafür spart die Auffahrt in der neuen Kabinenbahn der Bergbahnen Mellau Kraft zur Erklimmung des Gipfels und schon zahlreiche Höhenmeter.

bregenzerwald_detail03Auf der Bergstation Roßstelle ist man schon im Alpgebiet von Mellau. Die Wanderung auf die Kanisfluh beginnt auf einem schönen Güterweg, der ohne viel Höhenunterschied von der Roßstellealpe zur Kanisalpe führt. Erst dort beginnt der Anstieg auf einem schmalen Pfad hinauf zum Gipfel der Kanisfluh. Gutes Schuhwerk unersetzlich! Mit etwas Glück erblickt man an den Abhängen Steinböcke, von denen hier über 50 Stück leben. Beim Abstieg lohnt sich der Umweg zur Wurzachalpe, wo Wanderer eine köstliche Einkehr vor Abfahrt der Bergbahn erwartet.

Nach vier herrlichen Wandertagen im Bregenzerwald hilft uns die Gästecard Bregenzerwald, gratis mit dem Bregenzerwaldbus nach Dornbirn hinauszufahren, wo Bahnanschluss besteht. Doch unterwegs legen wir noch einen Zwischenstopp in Alberschwende ein. Hier haben wir das Vergnügen, noch einmal mit dem nostalgischen Einersessellift auf den Brüggelekopf zu fahren.

bregenzerwald_detail04Bye bye am Brügellekopf
Der 1967 eröffnete Brüggelekopflift wurde inzwischen leider außer Betrieb genommen, sodass Wanderer derzeit nur zu Fuß den Aussichtspunkt mit Einkehrmöglichkeit erreichen. Der Ablauf der Konzession ist schade, da hier eine Aussicht bis auf den Bodensee einlädt. Aber die Alberschwender starteten eine pfiffige Spendenaktion: Wer 1.000 Euro spendet, bekommt als Andenken einen 1er-Sessel. Das Vergnügen, den Lift kurz vor Schließung zu fahren, war groß. Aber auch eine Wanderung auf den Brügellekopf ist wunderschön.

INFO

Allgemein

Bregenzerwald Tourismus
www.bregenzerwald.at

Au-Schoppernau Tourismus
www.au-schoppernau.at/de

5 Wanderungen im Bregenzerwald
https://www.indenbergen.de/weblog/11244-wanderungen-bregenzerwald/

Wanderziele aus dem Reisebericht

Tour 1: Vom Kleinwalsertal in den Bregenzerwald wandern

Tour 2: Warth – Bergstation Steffisalp zum Körbersee

Tour 3: Mellau- Im Revier der Steinböcke auf die Kanisfluh

Tour 4: Alberschwende – Gipfelerlebnis am Brüggelekopf

Tipps von Anreise bis Übernachtung

Anreise

An- und Abreise mit Bahn und Bus über Dornbirn und Anschluss Bregenzerwaldbus.

Die im Reisebericht beschriebene Anreise aus dem Kleinen Walsertal erfolgt über Oberstdorf
(Zug bis Oberstdorf, Bus 1 Richtung Baad im Kleinwalsertal, Wanderung übers Starzeljoch)

Unterkünfte

Hier Unterkünfte im Bregenzerwald buchen

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Tipp zur Übernachtung: Haus Alpenglühen in Au
Inmitten der bezaubernden Berg- und Naturlandschaft des Bregenzerwaldes lädt das Haus Alpenglühen in Au mit wunderschön eingerichteten Zimmern und großem Balkon zu attraktiven Preisen ein. In direkter Nähe von Bushaltestelle und Molkereigeschäft.

 

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Bregenzerwald Gäste Gard
Ab drei Nächten in einem Quartier im Bregenzerwald gibt es im Sommer für Urlaubsgäste die Bregenzerwald Gäste Card mit welcher die Landbusse Bregenzerwald, die Bergbahnen und weitere Attraktionen wie Schwimmbäder gratis sind bzw. freien Eintritt gewähren.

 

Bild Links: Franken Tourismus A.Hub Bild Mitte: Zauberhaft Reisen Bild Rechts: Fränkische Toskana

Wo in der Toskana das kühle Gold fließt: Wandern und Genußradeln auf dem 13-Brauereien-Weg in Oberfranken

13 Brauereien, Gasthöfe und Bierkeller, hübsche Fachwerkdörfer und die liebliche Landschaft der Fränkischen Toskana – wenn das mal keine Motivation für den genussvollen Wanderer ist!  33 km lang, folgt ein Biergarten auf den nächsten auf dem 13-Brauereien-Weg aber längst nicht immer am Schnürchen. Das ist wiederum gut fürs „Figürchen“. Zwischen den ersten Bierkellern und der Brauerei Hönig in Tiefenellern warten Wiesen, Wälder und weite Wege. Und bevor das kühle Posthörnla fließt, wird erst mal der Stammberg mit seinen Höhenmetern überwunden. Weiterlesen

Ob auf Schusters Rappen oder mit dem Rad: Am besten erobert man den 13-Brauereien-Weg ab Memmelsdorf bei Bamberg in kleineren Teilstrecken und „Häppchen“, damit genügend Zeit zur Einkehr bleibt. Die traditionsreichen, kleinen Familienbrauereien bieten neben dem Verkauf ihrer Biersorten auch Bierführungen und Verkostungen an und empfangen durstige Bier-Pilger zumeist mit einem urigen Gasthaus und einem schattigen Biergarten direkt an der Brauerei.

Brauerei-Gasthof Drei Kronen

Brauerei-Gasthof Drei Kronen in Memmelsdorf

Der Wanderer oder Radler, der den 13-Brauereien-Weg in der Fränkischen Toskana entdecken will, startet am Besten im idyllischen Memmelsdorf, das nur etwa 6 Kilometer vom Zentrum der uralten Bierstadt Bamberg entfernt liegt. Gleich zwei alte Brauereigasthöfe liegen in Memmelsdorf.  Was läge näher, als direkt im urigen Brauerei-Gasthof Drei Kronen zu übernachten, wo seit 1457 Bier gebraut wird.

 

Stöffla (Kellerrauchbier), Lager und Helle Lotte sind die drei Hauptsorten in den Drei Kronen, dazu gibt es je nach Saison Fastenbier, Dinkelweisse, Entebier, Böckla und was dem Braumeister gerade so einfällt. „HolladieBierfee“ ist ein Bier von Frauen für Frauen, gebraut von der Braumeisterin Isabella Mereien. Regelmäßig werden Brauereiführungen angeboten, auf denen sich allerlei über die über 560jährige Geschichte der Brauerei erfahren lässt.

_franken_brauereienweg_story02Direkt nebenan zieht der ebenfalls traditionsreiche, seit 1783 familiengeführte Brauerei-Gasthof Höhn mit seinem schönen Hofgarten vor allem im Sommer scharenweise Gäste an. Das selbstgebraute „Görchla-Bier“ wird süffig, spritzig und naturtrüb in der kleinen Brauerei handwerklich hergestellt. Im Sommer fließt dieses in Strömen, im Winter kann es auch einmal ein kleines Gläschen sein. Dazu mundet regionale Genussküche  wie Schäuferla und Krenfleisch.

FT_Gasthof_Hhn_Memmelsdorf_FamilieAuch im Gasthof Höhn findet der geneigte Genießer fränkischer Braukunst ein angeschlossenes Hotel, das neben schönen Zimmern Arrangements für Gruppen einschließlich Stadtführung in Bamberg anbietet. Ein Geheimtipp sind die Bulli-Touren (bis zu acht Personen), wobei auch die Weltrekordgemeinde Aufseß angesteuert wird: Deren vier Gemeindeteile mit insgesamt 1500 Einwohnern haben vier Brauereien und weisen somit die größte Brauereidichte der Welt auf.

_franken_brauereienweg_galerie09Los geht´s auf den 13-Brauereien-Weg von Memmelsdorf entweder nach Norden oder nach Osten, je nach Lust und Zeitbudget. Eine kleine Brauereienrunde für etwa einen halben Tag lässt sich von Memmelsdorf nach Merkendorf unternehmen, wo den durstigen Wanderer schon wieder zwei ausgezeichnete Brauereien erwarten. Die Brauerei Wagner, erstmals 1797 erwähnt, hat einen schönen schattigen Biergarten, wo zum Pils hausgemachte Brotzeit mundet.

Die Braumeister Günter, Rainer und Hermann Wagner brauen hier eine Biervielfalt ein, die ein erster Blick nicht vermuten lässt und der fränkischen Brautradition gerecht wird. Die beliebteste Sorte ist das Pils, aber auch das Märzen, das ungespundete Lagerbier, die Wagner-Weisse oder das Kupferstich-Rotbier munden.  Mit einer Goldmedaille wurde der helle Bock prämiert.

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Seit 1556: Brauerei Hummel im fränkischen Merkendorf

Bevor die Rückreise aus dem kaum 900 Seelen zählenden Dörfchen Merkendorf angetreten wird, sollte auch die Brauerei Hummel besucht werden, die auf über 460 Jahre Brautradition zurückblickt. Hier ist neben dem ungespundeten Kellerbier das dunkle „Räucherla“ sehr zu empfehlen, ein typisches Bamberger Rauchbier. Im Sommer haben Wanderer die Wahl zwischen hellem, dunklem und leichtem Weißbier.

 

_franken_brauereienweg_story04Köstliche handwerklich gebraute Biere sind freilich nicht die einzigen Trümpfe, die dieser Landstrich zu bieten hat. Die Fränkische Toskana steht für eine zauberhafte Landschaft, die sich dem Wanderer oder Radfahrer eigentlich erst auf einer großen Runde auf dem Brauereienweg nach Schammelsdorf und über den Stammberg weiter nach Tiefenellern, Lohndorf, Geisfeld, Roßdorf am Forst und Strullendorf offenbart, wo wieder Bahnanschluss nach Bamberg besteht.

Sanfte Hügel, verspielte Bächlein, Streuobst- und Blumenwiesen – die friedliche Landschaft der Fränkischen Toskana wirkt schon beim ersten Atemzug entspannend und zieht sich hinaus bis zu den Höhenzügen des Stammbergs. Skurrile Felsformationen, die bei Kletterern beliebt sind, markieren im Osten bei Tiefenellern den Übergang in die Fränkische Schweiz.

Schammelsdorf liegt idyllisch auf einer Anhöhe am Fuße des Stammbergs und lässt sich von Memmelsdorf im Auf und ab über Meedensdorf auf einem Wald- und Wiesenweg erreichen. In dem 800-Seelen-Dorf liegt eine von außen etwas unscheinbare Brauerei, die keinesfalls links liegen gelassen werden sollte, weil sie die fränkische Bierkultur besonders schön widerspiegelt.

_franken_brauereienweg_story05Einen süffigen Gerstensaft genießt nämlich der Franke am liebsten in seinem eigenen Steinkrug, und im Gasthof der Brauerei Knoblach in Schammelsdorf, die noch immer ihren urtümlichen Charme erhalten hat, hat dies ein ganz  besondere Tradition. „Wir haben über 380 eigene Krügla für unsere Stammkunden“, erzählt der Wirt. Dazu zählen der Pfarrer und der Bürgermeister, aber auch ein Kanadier und Südafrikaner haben ihre „Krügla“ hier im Gasthaus geparkt.

Die Knoblach´s sind eine alteingesessene Schammelsdorfer Familie. Aus der Landwirtschaft entwickelte sich um 1880 herum die Gastwirtschaft. Nach alten fränkischen Rezepten wird hier noch gekocht, dazu serviert Braumeister Michael Knoblach den hauseigenen Gerstensaft. Als Absackerl gibt´s einen Hopfentropfen, einen Bierschnaps, besonders bei Männern beliebt.

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Brauerei Knoblach: Bier und köstliche Zwetschgenbames

Frauen lieben Birnenschnaps regionaler Streuobstwiesen. Gar nichts mit Früchten zu tun hat die Zwetschgenbaames, eine fränkische Rohschinkenspezialität, die hier hauchdünn wie ein Carpaccio serviert wird und köstlich mundet.  Auch wenn das süffige Bier einmal nicht im Steinkrug sondern im hauseigenen Glashumpen kommt, schmeckt es hervorragend. Wer einmal hier war, kommt immer wieder gern.

 

Wie der Franke an sich, lässt man bei einem guten Bier und einer Brotzeit gerne mal die Seele baumeln. Für die köstliche Rast im Gasthaus der Brauerei Knoblach sollte also Zeit eingeplant werden. Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass das eigentliche Abenteuer auf dem 13-Brauereien-Weg erst auf dem langen Abschnitt über den dicht bewaldeten Stammberg etwa 200 Höhenmeter bergauf und wieder bergab ins entfernt gelegene Tiefenellern folgt,

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13-Brauereien-Weg: Am Stammberg geht´s Abenteuer los

Von der Litzendorfer Straße geht es links in die Stammbergstraße: In Schammelsdorf den Ausgang des 13-Brauereien-Wegs  in Richtung Strullendorf bzw. Tiefenellern zu finden, ist etwas knifflig. Direkt hinter dem Wohngebiet beginnt der bezaubernde Wald, dem wir den Stammberg hinauf folgen. Kurze Zeit später läuft der Weg einer Art Bikepark mit Schanzen entlang, der aber nicht mehr genutzt wird.

 

Etwas später mündet der Weg auf einen breiten  Güterweg ein, der sich einige Zeit lang den Berg hinauf schlängelt. Nach mehreren Kilometern biegt wieder ein Pfad rechts von dem Güterweg ab, der bergab nach Tiefenellern führt, ein winziges Kleinod mit eigener Brauerei.

Köstliche Jause in der Brauerei Hönig

Köstliche Jause in der Brauerei Hönig

Wir erreichen ein Idyll, das erobert werden will – die Brauerei Hönig in Tiefenellern ist klar die Königsdisziplin des 13-Brauereien-Wegs. Im Sommer lädt der urige Biergarten zur Einkehr bei einer traditionellen Brotzeit mit selbst gebackenem Brot bei einem süffigen Seidla Bier ein. Beliebt ist hier Hausmannskost: Sülze mit Bratkartoffeln oder Schlachtschüssel, deftiges zum Durst.

 

_franken_brauereienweg_galerie13Weiter geht die Reise auf dem 13-Brauereien-Weg, nur kurze Zeit später folgen im kaum 400 Einwohner zählenden Lohndorf wieder zwei Brauereien auf einen Streich. Die größere von beiden ist die Brauerei Reh, deren Getränkeverkauf einschließlich Stehausschank ebenso direkt an der Hauptstraße liegt wie die kurz darauf folgende Brauerei Hölzlein mit schöner Gaststätte, deftigen Brotzeiten aus Hausschlachtung, prima Schnitzeln und gut 225 Jahren Brautradition.

_franken_brauereienweg_story06aWer den  13-Brauereien-Weg komplett wandert, läuft von Lohndorf weiter nach Melkendorf. Dort wartet ein schöner Naturerlebnispfad darauf, Pflanzen und Tiere mit allen Sinnen zu erleben. Weiter geht die Reise ins benachbarte Geisfeld, wo schon wieder zwei Brauereien ihren  Gerstensaft feil bieten:  Die Brauerei Krug mit ihrem schönen Gastgarten Zwetschgenbames & co und die Brauerei Griess mit dem schönen Griess Keller unter alten Laubbäumen.

In Geisfeld hat der Bierpilger nun die Möglichkeit, den 13-Brauereien-Weg weiter Richtung Strullendorf zur letzten Station in Roßdorf am Forst fortzusetzen und mit den Spezialitäten der Brauerei Sauer mit sechs Generationen Brauerfahrung abzuschließen und anschließend in Strullendorf den Zug zu nehmen, oder über Litzendorf nach Memmelsdorf zurückzukehren,

Neben den genannten Brauereien lockt auf dem 13-Brauereien-Weg auch noch die Brauerei Göller in Drosendorf, eine 1865 gegründete kleine Familienbrauerei mit schönem Biergarten. Spätestens beim unverzichtbaren Besuch der Bierstadt Bamberg schlägt´s Dreizehn und der Liebhaber fränkischer Braukunst hat schneller als gedacht tatsächlich 13 Brauereien besucht.
Die Weltkulturerbestadt Bamberg ist aber einen eigenen Reisebericht wert, der in Kürze folgt.

INFO

Allgemein

Tourist-Information Fränkische Toskana
Am Wehr 3, 96123 Litzendorf
Tel. +49 9505-80 64 106
www.fraenkische-toskana.com

Anreise
Bahn und Bus: Bahnanschluss in Bamberg und Strullendorf. Busverbindung von Bamberg nach Memmelsdorf (Linie 907) sowie nach Litzendorf, Lohndorf und Tiefenellern (Bus 970).
www.stadtwerke-bamberg.de/mobilitaet/bus/fahrplan.html

Aktiv

Fahrradverleih / geführte Radtouren
Bei vielen Unterkünften sowie beim Radlhof Riedl in Litzendorf (E-MTB-Verleih)
www.radlhof.com/verleih/

13-Brauereien-Weg

Wanderprospekt zum Download mit Infos zu allen Braueren

„Genusswanderung am 13-Brauereien-Weg“

Erleben Sie die Traditionsbrauereien in der Fränkischen Toskana: Gemeinsam mit einem unterhaltsamen Braumeister wandern Sie rund 9 km am beliebten 13-Brauereien-Weg. Besichtigung eines historischen Bierkellers, Einkehrschwung in drei Brauerei-Gasthöfe, Verkostung von einem Bier und einem „Bierhappa“. Jeden 1. und 3. Samstag im Monat, jeweils 10:00 – ca. 14:30 Uhr, vom 5. Mai bis 20. Oktober 2018. Preis p.P. € 18,50 inklusive
Führung, ein Bier, ein Bierhappa, ab 18 Jahre. Anmeldung bein der Tourist-Info.

Unterkunft

Unterkunftsverzeichnis 2018: Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Ferienwohnungen

Events

04.-05. Mai 2018 Bierkulturfest in Memmelsdorf (Fassanstich, Partybands, Krönung des Bierkönigs u.a.)
06. Mai 2018 Maimarkt Memmelsdorf (Verkaufsoffener Sonntag mit Marktständen)
10. Mai 2018   Bier-Genießer-Tour zum Vatertag (Gutscheine beim Tourismusverband)
 18.-21.Mai 2018 Schammelsdorfer Biertage mit Live-Musik
 16. Juni 2018   Live Earth Festival Litzendorf (Live-Musik, Indianer-Tipi, Kastenklettern u.v.a)
  29. September  1. Brauereienlauf Fränkische Toskana ( (Marathon, Halbmarathon, 10-km, Bambini)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eggental: Zwischen Rosengarten & ruhigen Bilderbuchalmen

Latemar und Rosengarten laden in Eggental in den Südtiroler Dolomiten zu Paraderunden mit fantastischem Ausblick ein, welche bis in den späten Herbst viele Wanderer locken. Wer eher die Ruhe bevorzugt, wird am Weisshorn und seinen umliegenden Bilderbuchalmen glücklich. Neue Wandertipps im romantischen Eggental für Genießer, Pilz- und Panoramaliebhaber. Weiterlesen

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn (2317 m)

Im Vergleich zu Rosengarten und Latemar sind Schwarz- und Weißhorn in den Fleimstaler Alpen Berge, die in Eggental weitaus weniger begangen werden und dem Wanderer eine herrliche Ruhe und Alternative bieten. Unser Quartier liegt in Deutschnofen. Wanderführerin Heike Herbst vom Vitalpina Naturhotel Pfösl geht bei jedem Wetter gern in die Berge. So holt sie uns trotz regnerischem Wetter ab und begleitet uns auf einer mittelschweren Wanderung vom Jochgrimm über das Weißhorn (2.339 m) zur Neuhütt Alm.   Die Naturvielfalt ist beachtlich: Anemone, Bärtige Glockenblume, Fransenenzian, Herbstzeitlose, Salbei, Schafgarbe, Silberdistel, Zirbe.   Ebenso abwechslungsreich die Tierwelt: Adler, Eichelhäher und Schneeammer begegnen uns auf der herrlichen Wanderung.

 

 

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Der Spätsommer bis Anfang Oktober ist eine ausgezeichnete Zeit für Pilzliebhaber in Eggental. Kurz vor der Neuhütt Alm finden wir Schöpftintlinge, welche in jungem Alter herrliche Speisepilze sind. Auf der Alm bereitet uns Hüttenwirt Peter Franzelin damit ein köstliches Knödelgericht zu. Wie lecker mit den frischen Zutaten!  Aber Vorsicht: Das Pilze sammeln ist in Südtirol nur nach vorheriger Bewilligung und an bestimmten Tagen gestattet – also vorher informieren!  Alles in allem gibt es etwa  vierzig urige Hütten und Almen in Eggental. Jede Alm bietet seine eigenen kulinarischen Köstlichkeiten. Auf der Stadlalm mit Blick auf Latemar und Rosengarten gibt es herrliche Buttermilch und Konfitüren. Etwas Besonderes ist auch die Petersberger Leger Alm, die einzige vegetarische Alm Südtirols.

 

 

_wandern_eggental_detail1Insgesamt laden in Eggental im Angesicht von Rosengarten (bis zu 3.004 m), Latemar (2.842 m) und Schlern (2.563 m) 530 Kilometer Wanderwege  und acht Klettersteige dazu ein, die Bergschuhe zu schnüren. Ein Klassiker am Rosengarten ist eine Wanderung von der Kölner Hütte zur Paolinahütte. Für Bergerfahrene ist eine Rosengartenumrundung eine phantastische Erfahrung. Ein Klassiker am ebenso bezaubernden Latemar-Gebirgsstock ist eine Rundwanderung ab Obereggen zur Latemarhütte (2.671 m), die von den Italienern Pisahütte genannt wird. Die berühmteste Perle Eggentals ist der geheimnisvolle Karer See, in dem sich die Latemar-Wände auf faszinierende Art spiegeln. Hier reihen sich im Sommer oft die Reisebusse dicht an dicht.

 

Kraft tanken am Wetterkreuz

Kraft tanken am Wetterkreuz

Abseits der berühmten Klassiker ist aber auch in Eggental möglich, dem Alltag zu entfliehen und die Natur ganz für sich zu haben. Am Wetterkreuz oberhalb der Bletterbachschlucht, da ist so ein Kraftplatz. Das Rauschen des Bletterbachs im Hintergrund, lädt eine Bank ein zum innehalten. Die Natur mit allen Sinnen erleben: Riechen, schmecken, fühlen – das ist die Spezialität von Wanderführerin Heike Herbst. Kraftplätze gibt es im Wald, am Wasser und inmitten blühender Bergwiesen. Die reine Bergluft, die Stimmen der Natur und das Plätschern des Wassers beruhigen. Der Duft der Zirbelkiefer wirkt wohltuend auf den Organismus. Innerlich gestärkt und mit neuer Energie wirkt der Erholungseffekt nachhaltig. Heike Herbst bietet auch geführte Meditationen und autogenes Training an.

 

INFO

Allgemein

Das Eggental, nur etwa 20 Minuten von Bozen in den Bergen gelegen, bietet Wanderern eine ausgezeichnete Infrastruktur. Insgesamt sieben Dörfer reizen mit italienischer Lebensart und alpinem Flair:  Welschnofen, Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Carezza, Steinegg.

Anreise

Auto
Das Eggental wird am einfachsten über die Brennerautobahn erreicht (A22). Von Norden über Innsbruck-Brenner- Ausfahrt Bozen Nord/Eggental.

Bahn und Bus
Der Bahnhof Bozen ist schnell mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier direkter Anschluss mit Eurocity. Aus München Direktverbindung mit Eurocity nach Bozen. In Bozen etwa halbstündige Busverbindung ins Eggental. Vielfach wird auch eine Gratis-Abholung durch das reservierte Hotel organisiert.

Hotel-Tipps

Hotel Gasthof Stern
Dorf 18, I-39050 Deutschnofen
www.hotel-stern.it/de/

Vitalpina Naturhotel Pfösl
Schwarzenbach 2, I-39050 Deutschnofen
www.pfoesl.it

Kontakt

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
www.eggental.com

 

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Costa del Sud: Wandern zwischen Wildschwein & Wacholder

Der Süden Sardiniens bietet das ganze Jahr großes Bergglück. Auf versteckten Pfaden an der Costa del Sud, die ihre Reize auf geführten Touren mit einem Bergführer entfaltet. Dabei werden Gäste auf Gipfel mit Meerblick und in spektakuläre Schluchten begleitet.
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Monte Aidu in der wärmenden Abendsonne

Zwischen hellgrünem Schilf, Schopflavendel und Wacholder ragen Granitfelsen hervor, in welchen der Adler sein Nest baut und sich das Wildschwein versteckt. Auf den zahlreichen imposanten Aussichtspunkten der etwa vier Kilometer weiten Wanderung durch Myrten- und Ginstersträuche blinzelt immer wieder das azurblaue Meer hindurch. Das erleben Trekkingfreunde am Monte Aidu, wo im März 2016 ein neuer Weg errichtet worden ist.

 

Der Reit- und Wanderweg  Sentiero di Monte Aidu ist bei jedem Wetter ein großes Vergnügen. Sein Einstieg ist etwas schwer zu finden, weshalb sich für Urlauber ein organisierter Ausflug mit Wanderführer lohnt. Der ausgezeichnete und vielseitige Wanderführer Enrico Madeddu führt von Teulada aus regelmäßig Exkursionen in dieses wunderschöne Gebiet.

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Herrliche Ginsterblüte vor Teulada

Blaue Strände und bester Wein
Wir befinden uns eine gute Fahrstunde westlich von Cagliari auf dem überaus bezaubernden Territorium der Costa del Sud, welche ihre reizvolle Natur an traumhaften Badestränden mit Blauer Flagge, auf Panoramawanderungen in den Bergen entlang der Küste und in den  fruchtbaren Tälern, wo die Weinsorten Carignano und Vermentino gedeihen, dem Reisenden entfaltet. Für Weinliebhaber ist Santadi zu empfehlen, insbesondere „La Piccola Cantina“ von Andrea Taris oder die berühmte Cantina di Santadi mit seinem Terre Brune und dem Rocca Rubia. Unser Domizil befindet sich in Teulada, eines der schönen sardischen Städtchen, dass sich im Laufe seiner interessanten Geschichte seinen ursprünglichen Charme erhalten hat.

 

Hier im Städtchen Teulada ist  auch Enrico Madeddu in der Via Garibaldi zu Hause, wenn er nicht gerade eine Exkursion in die wunderschöne Wanderregion begleitet. Mit Liebe und Sorgfalt werden immer wieder neue Ziele in Angriff genommen. Meist in der Früh um sieben, oft auch schon in der Morgenfrische um halbsechs, wird gestartet, um zunächst mit PKW einsame Bergstraßen zu erklimmen, wo zu mehrstündigen Wanderungen ins Grüne aufgebrochen wird.

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Erdbeerbaum –  genießbar gegen Weihnachten

Wilder Spargel, Artischocken und Myrte
Wanderer erleben auf Wanderungen eine Pflanzenvielfalt, welche sie in  Südsardinien nicht erwartet hätten. Wilder Spargel, wilde Artischocken, wilder Oleander, Rhododendron und Myrte, aus welcher der berühmte Mirto, ein köstlicher Myrthenlikör, entsteht (sowohl aus der Blüte als auch aus der Beere). Zur Weihnachtszeit ist die Frucht des Erdbeerbaums genießbar.

 

Eine schöne Rundfahrt durch die Berge von Teulada führt in Richtung Punto Sebera. Bei der Auffahrt eröffnen sich schon im Winter vor gelben Ginsterblüten schöne Blicke auf Teulada. Später schweift das Auge aufs Meer hinaus zum Capo Teulada, der südlichsten Spitze Sardiniens. Auf der Punta Sebera sind die Hauptpersonen die Pfingstrosen und die Zyklamen.

An einer Quelle beim Santuario Madonna del Carmelo füllt Enrico die Wasserflaschen auf. Das frische Quellwasser ist im Winter wie im Sommer eine Wohltat. Gleich hinter der Kapelle lockt ein Spaziergang in einem zauberhaften Wald voll erfrischender  Minze. Besonders in der brütenden Sommerhitze lieben die Kühe den schattigen Wald. Am nächsten Tag fahren wir die Serpentinen nach Domus de Maria hinauf, wo wir zu einer Tour zu Is Portas Santas starten.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

In der Via Vittorio erwartet uns Anja in der Bar Musu, welche die Tour mit uns gemeinsam unternimmt. Zwischenetappen auf unserer Tour sind: Sa Tanka de Padenteddu-Sebestianu Fà-Piddizziri-Sa Galanza-Sa Kaxia-Is Arangius-Su Niu de S´Akili-Kazzola-S´Arroka de Antiogu Lay und zurueck. Die Tour erfordert Ortskenntnis oder einen Wanderführer, dafür darf sich der Wanderer auf absolute Wildnis freuen.

 

Eine leichte Wanderung führt von Villa San Pietro in das Tal Su Lilloni und zu den Wildschweinen im gleichnamigen Agriturismo. Ortskundige können die Wanderung bis tief ins Tal weiter forsetzen.

Die besten Jahreszeiten zum Wandern auf Sardinien sind das Frühjahr und der Herbst, denn im Sommer ist es bei bis zu 40 Grad viel zu heiß für derlei Aktivitäten. Aber auch im Winter ist Sardinien für den aktiven Urlaubstypen mit den geschnürten Wanderschuhen eine Reise wert.

INFO

Allgemein
Offizielle Tourismusinformation
der autonomen Region Sardinien
www.sardegnaturismo.it/de

Anreise
Flug Ryanair nach Cagliari, Abholung arrangieren oder Mietwagen oder Bus bis Teulada

Unterkunft

Ferienwohnung in Teulada

Web

Ferienregion Teulada Costa del Sud
www.facebook.com/ferienregionteuladacostadelsud/

Secretu Sardu – Wanderungen und Segeltouren
http://secretusardu.com/