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Eggental: Zwischen Rosengarten & ruhigen Bilderbuchalmen

Latemar und Rosengarten laden in Eggental in den Südtiroler Dolomiten zu Paraderunden mit fantastischem Ausblick ein, welche bis in den späten Herbst viele Wanderer locken. Wer eher die Ruhe bevorzugt, wird am Weisshorn und seinen umliegenden Bilderbuchalmen glücklich. Neue Wandertipps im romantischen Eggental für Genießer, Pilz- und Panoramaliebhaber. Weiterlesen

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn

Am steilen Aufstieg zum Weißhorn (2317 m)

Im Vergleich zu Rosengarten und Latemar sind Schwarz- und Weißhorn in den Fleimstaler Alpen Berge, die in Eggental weitaus weniger begangen werden und dem Wanderer eine herrliche Ruhe und Alternative bieten. Unser Quartier liegt in Deutschnofen. Wanderführerin Heike Herbst vom Vitalpina Naturhotel Pfösl geht bei jedem Wetter gern in die Berge. So holt sie uns trotz regnerischem Wetter ab und begleitet uns auf einer mittelschweren Wanderung vom Jochgrimm über das Weißhorn (2.339 m) zur Neuhütt Alm.   Die Naturvielfalt ist beachtlich: Anemone, Bärtige Glockenblume, Fransenenzian, Herbstzeitlose, Salbei, Schafgarbe, Silberdistel, Zirbe.   Ebenso abwechslungsreich die Tierwelt: Adler, Eichelhäher und Schneeammer begegnen uns auf der herrlichen Wanderung.

 

 

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Schöpftintling bei der Neuhütt Alm (1791 m)

Der Spätsommer bis Anfang Oktober ist eine ausgezeichnete Zeit für Pilzliebhaber in Eggental. Kurz vor der Neuhütt Alm finden wir Schöpftintlinge, welche in jungem Alter herrliche Speisepilze sind. Auf der Alm bereitet uns Hüttenwirt Peter Franzelin damit ein köstliches Knödelgericht zu. Wie lecker mit den frischen Zutaten!  Aber Vorsicht: Das Pilze sammeln ist in Südtirol nur nach vorheriger Bewilligung und an bestimmten Tagen gestattet – also vorher informieren!  Alles in allem gibt es etwa  vierzig urige Hütten und Almen in Eggental. Jede Alm bietet seine eigenen kulinarischen Köstlichkeiten. Auf der Stadlalm mit Blick auf Latemar und Rosengarten gibt es herrliche Buttermilch und Konfitüren. Etwas Besonderes ist auch die Petersberger Leger Alm, die einzige vegetarische Alm Südtirols.

 

 

_wandern_eggental_detail1Insgesamt laden in Eggental im Angesicht von Rosengarten (bis zu 3.004 m), Latemar (2.842 m) und Schlern (2.563 m) 530 Kilometer Wanderwege  und acht Klettersteige dazu ein, die Bergschuhe zu schnüren. Ein Klassiker am Rosengarten ist eine Wanderung von der Kölner Hütte zur Paolinahütte. Für Bergerfahrene ist eine Rosengartenumrundung eine phantastische Erfahrung. Ein Klassiker am ebenso bezaubernden Latemar-Gebirgsstock ist eine Rundwanderung ab Obereggen zur Latemarhütte (2.671 m), die von den Italienern Pisahütte genannt wird. Die berühmteste Perle Eggentals ist der geheimnisvolle Karer See, in dem sich die Latemar-Wände auf faszinierende Art spiegeln. Hier reihen sich im Sommer oft die Reisebusse dicht an dicht.

 

Kraft tanken am Wetterkreuz

Kraft tanken am Wetterkreuz

Abseits der berühmten Klassiker ist aber auch in Eggental möglich, dem Alltag zu entfliehen und die Natur ganz für sich zu haben. Am Wetterkreuz oberhalb der Bletterbachschlucht, da ist so ein Kraftplatz. Das Rauschen des Bletterbachs im Hintergrund, lädt eine Bank ein zum innehalten. Die Natur mit allen Sinnen erleben: Riechen, schmecken, fühlen – das ist die Spezialität von Wanderführerin Heike Herbst. Kraftplätze gibt es im Wald, am Wasser und inmitten blühender Bergwiesen. Die reine Bergluft, die Stimmen der Natur und das Plätschern des Wassers beruhigen. Der Duft der Zirbelkiefer wirkt wohltuend auf den Organismus. Innerlich gestärkt und mit neuer Energie wirkt der Erholungseffekt nachhaltig. Heike Herbst bietet auch geführte Meditationen und autogenes Training an.

 

INFO

Allgemein

Das Eggental, nur etwa 20 Minuten von Bozen in den Bergen gelegen, bietet Wanderern eine ausgezeichnete Infrastruktur. Insgesamt sieben Dörfer reizen mit italienischer Lebensart und alpinem Flair:  Welschnofen, Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Carezza, Steinegg.

Anreise

Auto
Das Eggental wird am einfachsten über die Brennerautobahn erreicht (A22). Von Norden über Innsbruck-Brenner- Ausfahrt Bozen Nord/Eggental.

Bahn und Bus
Der Bahnhof Bozen ist schnell mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier direkter Anschluss mit Eurocity. Aus München Direktverbindung mit Eurocity nach Bozen. In Bozen etwa halbstündige Busverbindung ins Eggental. Vielfach wird auch eine Gratis-Abholung durch das reservierte Hotel organisiert.

Hotel-Tipps

Hotel Gasthof Stern
Dorf 18, I-39050 Deutschnofen
www.hotel-stern.it/de/

Vitalpina Naturhotel Pfösl
Schwarzenbach 2, I-39050 Deutschnofen
www.pfoesl.it

Kontakt

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen
www.eggental.com

 

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Costa del Sud: Wandern zwischen Wildschwein & Wacholder

Der Süden Sardiniens bietet das ganze Jahr großes Bergglück. Auf versteckten Pfaden an der Costa del Sud, die ihre Reize auf geführten Touren mit einem Bergführer entfaltet. Dabei werden Gäste auf Gipfel mit Meerblick und in spektakuläre Schluchten begleitet.
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Monte Aidu in der wärmenden Abendsonne

Zwischen hellgrünem Schilf, Schopflavendel und Wacholder ragen Granitfelsen hervor, in welchen der Adler sein Nest baut und sich das Wildschwein versteckt. Auf den zahlreichen imposanten Aussichtspunkten der etwa vier Kilometer weiten Wanderung durch Myrten- und Ginstersträuche blinzelt immer wieder das azurblaue Meer hindurch. Das erleben Trekkingfreunde am Monte Aidu, wo im März 2016 ein neuer Weg errichtet worden ist.

 

Der Reit- und Wanderweg  Sentiero di Monte Aidu ist bei jedem Wetter ein großes Vergnügen. Sein Einstieg ist etwas schwer zu finden, weshalb sich für Urlauber ein organisierter Ausflug mit Wanderführer lohnt. Der ausgezeichnete und vielseitige Wanderführer Enrico Madeddu führt von Teulada aus regelmäßig Exkursionen in dieses wunderschöne Gebiet.

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Herrliche Ginsterblüte vor Teulada

Blaue Strände und bester Wein
Wir befinden uns eine gute Fahrstunde westlich von Cagliari auf dem überaus bezaubernden Territorium der Costa del Sud, welche ihre reizvolle Natur an traumhaften Badestränden mit Blauer Flagge, auf Panoramawanderungen in den Bergen entlang der Küste und in den  fruchtbaren Tälern, wo die Weinsorten Carignano und Vermentino gedeihen, dem Reisenden entfaltet. Für Weinliebhaber ist Santadi zu empfehlen, insbesondere „La Piccola Cantina“ von Andrea Taris oder die berühmte Cantina di Santadi mit seinem Terre Brune und dem Rocca Rubia. Unser Domizil befindet sich in Teulada, eines der schönen sardischen Städtchen, dass sich im Laufe seiner interessanten Geschichte seinen ursprünglichen Charme erhalten hat.

 

Hier im Städtchen Teulada ist  auch Enrico Madeddu in der Via Garibaldi zu Hause, wenn er nicht gerade eine Exkursion in die wunderschöne Wanderregion begleitet. Mit Liebe und Sorgfalt werden immer wieder neue Ziele in Angriff genommen. Meist in der Früh um sieben, oft auch schon in der Morgenfrische um halbsechs, wird gestartet, um zunächst mit PKW einsame Bergstraßen zu erklimmen, wo zu mehrstündigen Wanderungen ins Grüne aufgebrochen wird.

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Erdbeerbaum –  genießbar gegen Weihnachten

Wilder Spargel, Artischocken und Myrte
Wanderer erleben auf Wanderungen eine Pflanzenvielfalt, welche sie in  Südsardinien nicht erwartet hätten. Wilder Spargel, wilde Artischocken, wilder Oleander, Rhododendron und Myrte, aus welcher der berühmte Mirto, ein köstlicher Myrthenlikör, entsteht (sowohl aus der Blüte als auch aus der Beere). Zur Weihnachtszeit ist die Frucht des Erdbeerbaums genießbar.

 

Eine schöne Rundfahrt durch die Berge von Teulada führt in Richtung Punto Sebera. Bei der Auffahrt eröffnen sich schon im Winter vor gelben Ginsterblüten schöne Blicke auf Teulada. Später schweift das Auge aufs Meer hinaus zum Capo Teulada, der südlichsten Spitze Sardiniens. Auf der Punta Sebera sind die Hauptpersonen die Pfingstrosen und die Zyklamen.

An einer Quelle beim Santuario Madonna del Carmelo füllt Enrico die Wasserflaschen auf. Das frische Quellwasser ist im Winter wie im Sommer eine Wohltat. Gleich hinter der Kapelle lockt ein Spaziergang in einem zauberhaften Wald voll erfrischender  Minze. Besonders in der brütenden Sommerhitze lieben die Kühe den schattigen Wald. Am nächsten Tag fahren wir die Serpentinen nach Domus de Maria hinauf, wo wir zu einer Tour zu Is Portas Santas starten.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

Schwindelfreiheit ist auf der Wanderung von Vorteil.

In der Via Vittorio erwartet uns Anja in der Bar Musu, welche die Tour mit uns gemeinsam unternimmt. Zwischenetappen auf unserer Tour sind: Sa Tanka de Padenteddu-Sebestianu Fà-Piddizziri-Sa Galanza-Sa Kaxia-Is Arangius-Su Niu de S´Akili-Kazzola-S´Arroka de Antiogu Lay und zurueck. Die Tour erfordert Ortskenntnis oder einen Wanderführer, dafür darf sich der Wanderer auf absolute Wildnis freuen.

 

Eine leichte Wanderung führt von Villa San Pietro in das Tal Su Lilloni und zu den Wildschweinen im gleichnamigen Agriturismo. Ortskundige können die Wanderung bis tief ins Tal weiter forsetzen.

Die besten Jahreszeiten zum Wandern auf Sardinien sind das Frühjahr und der Herbst, denn im Sommer ist es bei bis zu 40 Grad viel zu heiß für derlei Aktivitäten. Aber auch im Winter ist Sardinien für den aktiven Urlaubstypen mit den geschnürten Wanderschuhen eine Reise wert.

INFO

Allgemein
Offizielle Tourismusinformation
der autonomen Region Sardinien
www.sardegnaturismo.it/de

Anreise
Flug Ryanair nach Cagliari, Abholung arrangieren oder Mietwagen oder Bus bis Teulada

Unterkunft

Ferienwohnung in Teulada

Web

Ferienregion Teulada Costa del Sud
www.facebook.com/ferienregionteuladacostadelsud/

Secretu Sardu – Wanderungen und Segeltouren
http://secretusardu.com/

 

 

MyLand, Marmilla, Mountainbike nonstop

myland960Bis zu 400 Kilometer und 10.000 Höhenmeter Mountainbiken nonstop: MyLand an der Westküste Sardiniens ist ein echtes Abenteuer. Ein Mountainbike-Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein. Wildpferde in der heißen Mittagssonne oder Pasta-Party nachts um zwei? Wer das ursprüngliche Sardinien mit GPS und Bike entdecken und ein echtes Abenteuer in der Wildnis erleben will, sollte sich das Myland Mountainbike Festival im Kalender dick anstreichen. Weiterlesen

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Bissiger Antieg bei Roja Mente  – Villa Verde  –  Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Das MyLand MTB Non Stop Bike Festival ist eine Idee, die in der Marmilla an der Westküste Sardiniens, vierzig km von Oristano, entstand, um die bezaubernde Bergregion aktiven Gästen bekannt zu machen.  Die Marmilla ist eine äußerst dünn besiedelte Landschaft, wo sich Sardinien natürlich entdecken lässt. Von sanften Hügeln geprägt, ragen auch sportliche Berge hervor: Das Naturreservat Monte Arci (812 m), die Giara di Gesturi (609 m) mit seinen Wildpferden und Ausläufer des Gennargentu.

Drei Jahre, drei Ausgaben, jeweils drei sportliche Streckenprofile von 120 bis 400 Kilometern: Das sind die Eckdaten des MyLand Bike Festivals. Was sich noch aufregender liest, ist die dabei akkumulierte Kraxlerei: Von Anfang an waren dies 2.500, 5.000 oder 10.000 Höhenmeter. Vom ersten Jahr an war das Myland Bike Festival ein Event, das die Ausdauer der Teilnehmer auf die Probe stellte. Von Anfang an gab es Teilnehmer, die aufgaben. Dennoch hat sich die Anzahl der Teilnehmer seit der ersten Auflage jährlich in etwa verdoppelt: 2015 waren es 60, 2016 schon 120 und 2017 nahmen bereits 166 Mountainbiker am MyLand Mountainbike Festival teil.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Typische Frühlingslandschaft auf den Feldern der Marmilla Foto: © MyLand / Marcello Olla

Drei Tage, hunderte von Kilometern, meilenweit absolute Wildnis, Verlass nur auf den GPS-Track: Das MyLand Bike Festival ist ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Wer einmal am MyLand MTB Festival teilnimmt, wird schnell Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, die sich auf kniffligen Trails im Dickicht der mediterranen Macchia oder inmitten leuchtend roter Felder aus Süßklee, der so typisch für die Marmilla ist, meist ganz automatisch  entwickelt.

 

Fünf Eigenschaften werden von den Organisatoren für einen Erfolg am MyLand Bike Festival stets  hervorgehoben: Hartnäckigkeit, Geschicklichkeit, Mut, Kraft, und Zusammenhalt. Wer sich die 400 Kilometer zutraut, sollte darauf gefasst sein, über 50 Stunden im Sattel zu sitzen und für eine Top-Platzierung auch nachts in die Pedale zu treten. Gewiss ist, dass auch nachts um drei Checkpoints offen sind, die Pasta zubereiten oder Platz für ein Nickerchen bieten.

MyLand MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein

MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein Foto: © MyLand / Marcello Olla

Einen der ersten Plätze auf dem MyLand Mountainbike Marathon belegt aber nur, wer quasi nonstop durchbiked. „Ich habe nur vier Stunden ausgeruht, aber könnte sofort wieder starten“, erzählt Piero, angetreten auf den vollen 400 km. Als einer der „Senatoren“ hat er an allen drei bisherigen Ausgaben von MyLand erfolgreich teilgenommen. Eigentlich habe er es dieses Mal gemütlich angegangen, das nächste Mal will er erst so richtig durchstarten.

 

Pfeilschnell, widerstandsfähig und mit goldenen Reflexen ausgestattet sollte man in der Tat sein, um einen der ersten Plätze dieses in ganz Italien einzigartigen Bike-Events zu erobern. Konzentration erfordert nicht nur die Aufmerksamkeit auf die in allen Varianten technisch anspruchsvollen Trails des Marathons, sondern auch aufs GPS-Gerät, welches zumeist alleinige Orientierung bietet. Mancherorts ist gar kein Weg zu erkennen. Der Blick streift im Abschnitt bei Nureci hinter jedem Gebüsch ins GPS. Zur Sicherheit ist jedem der Rat zu geben, vor dem Start nochmal das GPS und die Halterung zu checken, damit es nicht Lost in Sardegna heißt. Zu empfehlen ist die Teilnahme in einer Gruppe, dennoch treten öfters auch Biker alleine an.

On the Trail – 120 km MyLand Mountainbike nonstop

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Checkpoint in Baradili: Im kleinsten Dorf Sardiniens ist das Herz zur Gastfreundschaft groß Foto: Heilmann

Sicher mutig war es, das MyLand Bike Festival, von dem ich kurz zuvor auf der FREE Messe erfuhr,  gleich zum ersten Mal alleine auf 120 km anzutreten. Doch alleine bleibt man nicht lange. Wer sich in den Sattel schwingt und sich dem Abenteuer MyLand in der märchenhaften Marmilla stellt, wird augenblicklich Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, der er als „MyLander“ fortan angehört und damit der Region fürimmer im Herzen verbunden bleibt.

 

Herausforderungen lassen speziell fern der Heimat oft nicht lange auf sich warten. Schon in der zweiten steilen Passage der 120 km kurz nach dem Start um 14 Uhr in Villa Verde ist es soweit. Eine Abzweigung verpasst, wenige Meter abseits des Tracks ist blitzartig der Reifen platt. Schnell gefixt, wartet kurz darauf die nächste Überraschung. Das GPS macht sich selbständig und fällt vom Lenker herunter. Doch ohne den Track zu checken, hat man sich blitzschnell verfahren.

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Meeting some good friends on the trail, you never can fail: „Skall aus“ aus Oristano Foto: Henning Heilmann

Eine Gruppe passionierter Mountainbiker aus Oristano hilft mir aus der Patsche. Die nette Gruppe lerne ich am Aufstieg kennen und treffe sie später glücklicherweise gleich wieder, als sie mir nach einer weiteren gut versteckten und eben verpassten Abzweigung entgegen kommen. Glück gehabt!  Es sind „Skall aus“ aus dem benachbarten Oristano, die mich zum nächsten Checkpoint begleiten. Grazie a Michaelangelo hält mein GPS wieder fest. Tape auf dem Trail ist ein toller Tipp. Lesson 1: With good friends on the trail, you never can fail.

 

Ankunft in Assolo in der Abenddämmerung. 43 km geschafft. Hier am Checkpoint erwartet mich mein Nachtquartier bei Francesca. Ein herzlicher Empfang mit köstlichem Kuchen, einer warmen Dusche, gemeinsamer Pasta-Party am Kamin und Plauderei mit der Familie. Schnell falle ich ins Bett.  Für die tapferen sardischen Biker aus Oristano ist erst Halbzeit. Sie radeln gegen 21 Uhr nach kurzer Rast weiter zum nächsten Checkpoint Baradili, der erst nach 86 Kilometern folgt. Das hätte ich wohl nicht mehr geschafft. Lesson 2: You´re never lost with a good host.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili © MyLand / Olla

Am nächsten Morgen um sechs sitz auch ich schon wieder im Sattel. Es sind nicht viele Grade über 0. Francesca vom Checkpoint reicht mir noch eine Tasse heißen Tee zum Wärmen. Da sich niemand meiner Stopstrategie angeschlossen hat, bin ich heute navigationstechnisch auf mich allein gestellt. Schon nach den ersten Kilometern bekomme einen Eindruck davon, was die Biker aus Oristano in der Nacht zuvor noch geleistet haben. Auf einem Feldweg zweigt ein kleiner Trail ab, den ich im Morgengrauen verpasse und erst wenige Hundert Meter später nach Kontrolle des GPS entdecke. Etwas später bei Nureci folgt schließlich ein Abschnitt, wo überhaupt kein Weg mehr ersichtlich ist. Doch aufs GPS ist Verlass. Sicher führt es über ein kleines Gatter hinaus aus dem Wirrwarr. Lesson 3: Don´t worry about the way, it´s going to be ok.

 

Bei Genoni habe ich knapp die Hälfte der 120 km-Rundstrecke erreicht. Der Wasserstand in der Trinkflasche bereitet mir Sorgen. Wer weiß, wo Sardinien wieder frisches Wasser bereithält. So frage ich einen Mann im Garten, dem ich begegne. „Oggi domenica“ erinnert er mich. Er  winkt mich in eine Einfahrt, welche ich kurze Zeit darauf wieder verlasse. Sardische Gastfreundschaft! Fix Mineralwasser, Kekse, Kuchen, Wildschweinsalami, Pecorino und Äpfel hinzu gepackt. „Graaazie mille!!!“ Die Marmilla zu entdecken, ist ein Geschenk.  Lesson 4: Expect unexpected.

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The best trail is sometimes on the rail. Foto: © MyLand / Olla

Die folgenden dreißig Kilometer sind nun fast ausschließlich abschüssig. Einer der Gründe dafür ist, dass ich bei Nuragus auf eine stillgelegte Eisenbahnstrecke treffe, welche einst bis Villacidro führte. 70 Kilometer frühere Schmalspurbahn, herrliche Tunnel, ein Stückchen zum Rollen lassen. Bis nach Las Plassas habe ich das Vergnügen, dieser einmal bedeutenden Bahnstrecke zu folgen. Ich passiere Barumini mit seinen eindrucksvollen Nuraghen und Las Plassas mit seiner über alles thronenden Burg und dem Museum über das einstige Königreich von Arborea. Sardinien und ebenso die Marmilla ist nicht nur reich an eizigartiger intakter Natur, sondern auch reich an Ärchäologie und Jahrtausende alter Kultur, Lesson 5: The best trail is sometimes to follow the rail.

 

 

Bald darauf erreiche ich das idyllische Baradili. Sardiniens kleinste Gemeinde hat 84 Einwohner und ist doch voller Leben. Sogar ein Schwimmbad lädt zur Erfrischung ein. Am Checkpoint werde ich schon ein Weilchen erwartet. „Wann ist den Simona aus Oristano angekommen?“, frage ich. „Heut Nacht um drei“, erklärt Fabrizio bei einer Tasse frischem Kaffee und lacht. Baradili liegt am Fuße der Giara di Gesturi. Die steilen Hänge der Hochebene winken am Horizont als nächste Herausforderung. Ein reizvoller Abstecher führt ins benachbarte Baressa mit seinem Albergo Diffuso, mit Betten über die Häuser in der historischen Altstadt verteilt.

Ebenso passierte MyLand heuer auch das Naturreservat der Giara di Gesturi. Hier leben inmitten knorriger Korkeichen mal an fruchtbaren Wassertümpeln, mal in einem Meer aus weißen Blüten die „Cavallini della Giara“. Was für eine traumhafte Szenerie. Einen Ort, wo auf etwa 40 km² 600 Wildpferde grasen – das findet man weit und breit kein zweites Mal. Die bezaubernde Hochebene will allerdings erklommen werden. In der heißen Mittagssonne ist der Anstieg auf die Terrasse über der Marmilla, welche fast ein wenig märchenhaft anmutet, nicht zu empfehlen. Beim raufstrampeln werde ich von rasanten Sarden, welche 220 Kilometer (quasi doppelte Distanz) fahren, eingeholt. Lesson 6: If you want to have fun, don´t climb in the sun.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Henning Heilmann

An einem Tümpel auf der Anhöhe bekomme ich schon die ersten Giara-Wildpferde zu Gesicht.  Ein Trail aus rotem Sand, der später durch die wilde Macchia führt  und dort im Dickicht noch ein paar Schiebestellen bereithält. Bereits etwas müde führt schließlich ein Trail durch den schattigen Wald hinab, und an einer Lichtung folgt sogar eine Straße. Schnell ist Albagiara erreicht. Über verträumte Feldwege erreiche ich nach den letzten Höhenmetern am späten Nachmittag Villa Verde. Herzlichst werde ich im Ziel empfangen, obwohl  über dem 24 Stunden Limit. Der schnellste Teilnehmer auf meiner 120 km Distanz war schon am Vorabend eingetroffen. 120 Kilometer und 2500 Höhenmeter in unter sieben Stunden. Die gesamten 400 Kilometer mit 10.000 Höhenmetern wurden vom Sieger des Bike-Festivals unter 43 Stunden bewältigt. Respekt. Was für mich zählt, ist angekommen zu sein. „Non mollare“ sagt der Italiener. Nicht aufgeben!

Fast das ganze Jahr über Trail-Genuss

Ob 120 Kilometer, 220 Kilometer oder die vollen 400 Kilometer: Die Strecken und Etappen des einzigartigen Bike-Festivals in einer Ecke Sardiniens, welche noch ein echter Geheimtipp ist, lassen sich nicht nur während des Festivals, sondern das ganze Jahr über entdecken. Vom Klima sind Frühling und Spätsommer zu empfehlen. Leicht sind bezaubernde Unterkünfte gefunden. Zur Orientierung stehen die GPS-Tracks auf der MyLand Homepage jederzeit bereit.

Sardinien ist mehr als Solarium mit Strandgarnitur. Die Insel ist ein echtes Trekking-Paradies. Wer die bezaubernde Marmilla und ihre Menschen entdeckt, wird sich schnell in die Region verlieben. Spätestens wenn ein anstrengender Tag voller imposanter Eindrücke auf dem Sattel seinen entspannten Ausklang bei einem Glas Cannonau und einem guten Abendessen findet.

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Vielleicht bei Spezzatini, Malloreddus oder den für die Region typischen frittierten Seadas. Als Nachtisch zuckersüße Pippia de Zuccuru (Zuckerpuppe), Amarettus und Pani ´e Saba aus Mandeln (Gebäck aus aufgekochtem Traubengelee) und Wein. Sportliche Verausgabung und kulinarischer Hochgenuss: In der Marmilla liegt beides, wie in ganz Sardinien, nie weit auseinander.

 

INFO

Lage: Die Marmilla ist eine Hügellandschaft im Hinterland von Oristano an der Westküste Sardiniens. Hier findet alljährlich das MyLand Nonstop MTB Bike Festival statt.

Beste Reisezeit: Besonders empfehlenswert ist natürlich Ende April, wenn das Bike Festival steigt. Die Tracks und Trails des Festivals lassen sich aber auch im übrigen Jahr abrufen und befahren. Vom Klima ist die Anreise von April-Juni oder September-November zu empfehlen.

Anreise: Flug nach Cagliari, Mietwagen oder Bahn bis Uras-Mogoro, Abholung arrangieren

Ausrüstung:
Fahrradverleih mit ausgezeichneten Mountainbikes in Oristano, Abstellplätze für Wohnmobile, geführte Touren mit Gepäcktransfer auf Anfrage. GPS-Tracks auf der Homepage des Bike Festivals. Bei Teilnahme am Bike Festival an Beleuchtung, Werkzeug, Schlafsack, warme Sachen denken.

Allgemein:
Das MyLand Bike Festival findet Ende April in drei Varianten statt: 400 km in 70 Stunden (10.000 hm), 220 km (5.000 hm) in 48 Stunden und 120 km in 24 Stunden (2.500 hm).

Übernachtung: Die Rundstrecken des MyLand Bike Festivals können vom Startort in Villa Verde oder auch von beliebigen Etappenorten aus gestartet werden. Teilnehmer des Bike Festivals können am Startort im Schlafsaal und in den Checkpoints ebenfalls in Schlafsäcken übernachten. Während des übrigen Jahrs stehen Agriturismos und Alberghi Diffusi in kleinen Dörfern zur Wahl. Tipps: Albergho Diffuso Il Mandorlo, 09090 Baressa (OR);  Agriturismo „Su Massaiu“, 09020 Turri (CA)

Web:

MyLand
www.visitmyland.it

MyLand Mountainbike Festival
(generell Ende April ab Villa Verde)
www.mylandbikefestival.it

Alle GPS Tracks zum Download:

www.mylandbikefestival.it/18-04-2017-le-tracce-waypoint-documenti-tutti-percorsi/

MyLand, Marmilla, Mountainbike nonstop – Versione italiano

myland960Una Maratona su MountainBike – ininterrottamente – per 400 km di percorso, sfiancati nelle tenebre, mentre gli altri partecipanti giaciono già sotto le lenzuola. MyLand in Marmilla è una Mountain-Bike Maratona alle prime luci dell´alba sino al chiar di luna. Weiterlesen

I Cavallini – cosi engono chiamati affettuosamente nel loro habitat – ma la traduzione in Lingua Sarda è: Quaddeddus Arestisi – a prendere la tintarella nella calura del mezzodì – nella rada del Parco. Party/Spuntino a base di pasta della regione: a notte inoltrata verso le ore 2 del mattino? Chi volesse conoscere e vivere di persona la Sardegna nel vero senso della parola – in originale – e scoprirla – e volesse assaporare un´avventura speciale nella Selva sarda, consigliamo agli a tutti coloro che amano l´ avventura, di evidenziare in grasseto nell´agenda degli appuntamenti, l´evento: Myland Mountainbike Festival – sottolineandolo in grasseto per non mancarlo.

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Vicino Roja Mente – Villa Verde – Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

L´evento-avvenimento MyLand MTB – Non Stop – Festival è nata 3 anni addietro da un´idea – chiamata in essere e voluta da entusiasti ciclisti appassionati delle Due Ruote Fuoristrada – per promuovere una Regione Montagnosa nel cuore dell´Entroterra della costa occidentale della Sardegna, circa 40 km dalla città di Oristano (Provincia); far conoscere ad un largo ed attivo pubblico di affezionatie e far conoscere più appronditamente le potenziali risorse turistico-sportive.

 

Il fascino della Marmilla è una regione di per sé alquanto poco popolata, ragion per cui scoprirla e conoscerne i pregi si consiglia di scegliere la forma ed il metodo di scoprirla al naturale. Impressa da dolci colline, tronano dappertutto dal suolo collinoso, e per conquistarle necessitano l´impegno di ogni singolo  col sudore della fronte pigiando i pedali della Mountainbike (MTB), per scalarle. La Riserva Naturale di Monte Arci (812 mt.s.l.d.m.), la Giara di Gesturi (609 m.s.l.d.m.) coi suoi Cavallini selvaggi allo stato brado e indomati, ed infine le pendici del Gennargentu, che innalza meostoso fino ad un´altezza di 1.874 mt.

In 3 anni, 3 edizioni, 3 profili di percorso sportivo di 120 estesi anche ai 400 km: questi sono i dati di rilievo della maratona MyLand Bike Festival. Was detto che quello che più emozionante è la somma di sforzi accumulati spingendo sui pedali: già dall´inizio c´erano da superare dislivelli di altura a partire dai 2.500, 5.000 oppure 10.000. Già a partire dal primo anno la manifestazione MyLand Bike Festival un evento di forte richiamo che metteva a dura e severa prova la condizione agonistica dei partecipanti, che si ripeteva di anno in anno.

Avventure per l´Eternità

E sempre dall´inizio – si registravano defaillances (ritiri forzati), dovuti alla durezza dei percorsi. Ciónonostante, questo fatto non ha inciso affatto sul numero dei partecipanti: ma si è registrato sempre un crescendo degli iscritti, annualmente il doppio dei partecipanti grosso modo: nel 2015 erano 60, nel 2016 120 e nel 2017 hanno partecipato all´evento in ben 166 partecipanti.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Ciclismo in la Marmilla (Foto: © MyLand / Marcello Olla)

Il MyLand Bike Festival è nato all´insegna con scopi mirati, di attrarre tutti quei visitatori che desideravano conoscere la Marmilla in maniera attiva, persistente e culturalmente. Le tratte e i percorsi a cerchio sono stati creati apposta per lambire anche quei paesetti sperduti – sparsi quà e là – lungo l´intero percorso – affinchè paesaggi e natura – da meno – ma anche per far conoscere al visitatore i loro abitanti, particolarmente calorosi ed ospitali.

3 giorni, centinaia di chilometri macinati, mille miglia lontano, nessuna anima viva, nel mezzo di lande selvatiche. La fiducia è riposta sul  GPS ed i veicoli della Carovana, sicuro apparecchio e compagno irrinunciabile: il MyLand MTB Festival è un evento di vita vissuta, che rimane impressa ed indelebile a tutti coloro che vi hanno partecipato. Chi vi partecipa una volta, diventa parte integrante  di una Famiglia tutta speciale, che si nasconde nei convogli della boscaglia nascosti della macchia mediterranea, nel bel mezzo di rossi campi ricoperti di trifoglio dolce e lucicante, erba tipica della Marmilla, cresciuta rigogliosamenete in valli incontaminate.

Le 5 caratteristiche del MyLand

Sono ben 5 le caratteristiche che vengono messe sempre in evidenza dagli organizzatori per la buona riuscita dell´evento: abilità, coraggio, potenza, resistenza e collaborazione. Chi affronta i 400 km, dovrebbe mettersi in testa che deve resistere per oltre 50 ore sulla sella, e per ottenere un piazzamento di prestigio, disposto a pedalare anche con il crepuscolo della notte.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili Foto: Heilmann

Certo che, alle 3 di notte i punti di controllo sono aperti, e pronti a servire un bel piatto di pasta calda e anche un posticino tranquillo per schiacciare un pisolino. Questi punti di controllo rimangono aperti soltanto per coloro che pedalano di notte – senza sosta alcuna. „Io, nel mio piccolo, ho riposato soltanto 4 ore, e poi ho potuto ripartire immediatamente“, racconta Piero, presentatosi per percorrere i 400 km. Come partepitante “ Senatore“ incallito, a preso parte a tutte le precedenti 3 edizioni precedenti del Festival  MyLand. Ad onor del vero, Piero, se l´è presa molto comoda la Maratona, ma la prossima vorrebbe darci sotto e andare spedito. Veloce come una freccia scagliata dall´ arco, resistente e dotato  di riflessi prontissimi, per ambire ad un posto di riguardo, bisognerebbe  – che il partecipte – si dia da fare – in una competizione come la marato – popolarissima in italia.

 

In una competizione di questo calibro, la comcentrazione è quello che più conta e bisogna sfoderare in un contesto di questa portata, in modo particolare la prontezza dei riflessi ed il richiamo all´attenzione in ogni frangente e per tutta la durata della gara; senza mai scordare e tralasciare, che il percorso è abbastanza tecnico – pieno di varianti – là dove la bravura del singolo viene chiamata a dura prova, in modo particolare ricorrere e rispettare i segnali e tracce del GPS, che nel maggior parte dei casi, dà la possibilità potersi orientare, senza mai uscire fuori-rotta. In alcune località – non esiste alcuna indicazione del percorso da seguire. Lo sguardo del singolo osserva attentamente le indicazioni delle coordinate del GPS. Si consiglia di aggregarsi ad un Gruppo – ossia di far squadra, ma alcuni scelgono di avventurarsi in solitaria.

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo commune d´Italia

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo comune d´Italia e partecipare in la comunitá

Sicuramente da considerare coraggioso il fatto che l´organizzazione del MyLand Festival  – resomi noto poco prima dell´evento Manifestazione della Fiera Outdoor – di potervi parcepare in solitaria lungo un tragitto di 120 km – il che per la prima volta in assoluto. Tuttavia, la solitudine è piuttosto breve. Chi cavalca la sella di una bici fuoristrada ed affronta l´avventura, diventa presto membro di una comunità unita e decisa, comunità „MyLander“.

 

Le prime sfide non tardano molto a farsi sentire, coinvolgenti. Al secondo passaggio ripido – dopo il via alle ore 14:00 in Villa Verde, ecco il primo trabocchetto!-trappola. Una deviazione mancata – a pochi metri dalla Carovana, ma scostato, salta un tubolare, una foratura. Ripararlo è presto fatto, ma, appena più in là la prossima sorpresa sgradita. Il GPS faceva le bizze.

With friends on the trail, you never can fail: "Skall Aus" da Oristano.

With friends on trail, you never fail: Grazie a „Skall Aus“

Un Gruppetto di ciclisti mi dá man forte, porgendomi la pezzetta riparatrice. Il simpatico Gruppetto, dopo aver mancato una seconda deviazione, mi vengono incontro, per darmi una mano a rientrare. Mi considero abbastanza fortunato, pericolo scampato. Il Grupo „Skall Aus“, che mi porta fuori dalla ravvicinata Provincia di Oristano, coloro che mi guidano al prossimo checkpoint. Arrivo ad Assolo nelle prime ore e l´imbrunire della sera, dopo una fatica di 43 km, finalmente l´arrivo.

 

Dalle prime luce

So che quì posso contare di avere a disposizione una possibilità di bivaccare, al punto di controllo, mi hanno sistemato da Francesca. Un benvenuto cordiale, accompagnato da tartine e tortine dal sapore e gusto delizioso, una doccia calda, spuntino a base di pastasciutta al focolare, conversazione generale coi Padroni di Casa. Mi addormento quasi subito sul mio giaciglio. È tappa per i partepitanti e coraggiosi ciclisti sardi di Oristano, metá tragitto per loro è alle spalle. Riprendono a pedalare alle ore 21:00 – dopo brevissima sosta – sino a  passare il prossimo punto di controllo di Baradili, che segue poi dopo 86 km di percorso. Il mattino dopo – alle ore 6:00 del mattino – cavalco anch´io nuovamente la mia bici.

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MTB Maratona dalle prime luci (Foto: © MyLand / M. Olla)

Da Francesca ricevo una tazza di thé caldo per scaldarmi. Nessuno si è adattato alla tattica da me adottata per le pause intermedie, devo fare affidamento e contare esclusivamente nelle mie qualità di nozioni tecnico-navigatorie personali. Già dopo alcuni km percorsi, sono costretto – giocoforza – di constatare e prendere atto delle prestazioni fatte dai miei predezessori bikisti oristanesi, nottetempo.

 

In una strada di campagna, c´è in sosta una Carovana dell´Assistenza, che nell´ancora oscurità del primo mattino, manco del tutto, ma che rilevo e scopro dopo aver controllato il mio GPS in dotazione. Raggiunta la contrada Nurecci, segue alla fine un tratto, dove la scia da seguire si perde. Ma l´amico infallibile GPS non sgarra e di cui bisogna assolutamente fidarsi. Il percorso attraversa un piccolo steccato che conduce fuori dal guazzabuglio.

Nei pressi di Genoni – ho percorso praticamente quasi la metà del percorso. Il livello della mia borraccia mi allarma. E chi sà con esattezza, quando e dove la Sardegna mi darà l´oppurtinitá di fare rifornimento d´acqua potabile. A questo punto, tento la carta di chiedere a qualcuno informazioni, ad un uomo che è intento a coltivare il suo orto. La sua risposta: „oggi è domenica“ – mi ricorda. Il suo gesto amicale, mi fá notare che – conducendomi a gesti, in un passo carraio, che lascio poco dopo,  Ospitalità Sarda, appunto! In un attimo mi rifornisco di acqua minerale, biscotti, tortine, salame, pecorino sardo e mele, che infilo velocemente nel mio zainetto in dotazione. „Grazie mille!“ Scoprire la Marmilla và considerato come un dono immenso della natura.

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Tratta ferroviaria dismessa e galeria Foto: © MyLand / Marcello Olla

I chilometri a seguire, poi, sono quasi tutti in discesa. Uno dei motivi è che, a partire dalla borgata chiamata Nuragus, devo seguire e percorrere una tratta ferroviaria dismessa, che in un lontano passato, conduceva sino a raggiungere la cittadina di Villacidro. I 70 quasi di chilometri ferroviari, su un percoso a scartamento ridotto, fantastici viadotti e gallerie, mi hanno consentito di lasciarmi trasportare dalla facile discesa. Ho potuto godere e rivivere il piacere della ex tratta ferroviaria, parte intregante del  tragitto – binari di una volta – ma ora da tempo dismessi – di questa tratta ferroviaria – una volta molto frequentata in quel tempo – seguirla e percorrerla in in MTB, una goduria immensa!!! La Marmilla non è soltanto ricca di intatta natura, ma anche ricca di reperti acheologici e cultura antica e millenaria, Terra dei menhir, tombe dei giganti di pietra ed imponenti e superbi Nuraghi, che parlano da soli.

 

A tale riguardo vanno citati in modo particolare come a titolo esemplificativo – esempi imponenti –  la città Nuragica di Barumini e di Las Plassas, coi loro scrigni inconfondibili e tipici della civiltà nuragica, ma in modo particolare và menzionata quest´ultima, perchè faceva parte in un passato remoto del Regno di Arborea, con il suo tronante Castello,  regnata e governata da una Regina rimasta famosissima per aver scritto e applicato – anche con metodi spicciativi – quel Codice a lei tanto caro, perchè da lei anche fortemente voluto e applicato alla lettera.

Baradili è alle porte, la Borgata meno popolata della Sardegna coi le sue 84 anime, ma colma di vita intensa – dotata anche di piscina! Al varco del punto di controllo vengo atteso ancora per un pò, perchè le forze mi sono venute meno. „Mi domando, quando è arrivata Simona l´oristanese? Mi chiedo. „Stanotte alle ore 03:00, spiega Fabrizio, tenendo e ridendo – tenendo ben salda in mano una tazza di caffé. Baradili si trova ai piedi della Giara di Gesturi. I ripidi pendii dei pianori si accommiatano all´orizzonte come invitanti alla prossima sfida.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Cavallini della Giara

La Carovana ciclistica di MyLand lambisce – per la prima volta – anche la Riserva Naturale della Giara di Gesturi – enclave ed habitat dei Cavallini della Giara. Quì sono di casa – questa razza rara equina – praticamente – da secoli – nascono – crescono e muoino in questo pianoro – con abbondanti acquitrini durante le stagioni di copiose piogge – ma con l´incalzare dell´estate – calura – venti torridi – periodi di piogge scarse e grame – l´acqua evapora e se ne và, ma i Cavallini – abituati – come sono – riescono a sopravvivere – perchè – nel tempo si sono assimilati alla natura dell´habitat – ma tanti riescono a sopravvive anche durante le stagioni di magra: acqua poca – erba ed arbusti secchi e sbiaditi – si arrangiano come sanno fare.

 

Nel bel mezzo del Pianoro vi si trovano le quercette da sughero – con numerosi acquitrini – che rendono la vita dei Cavallini abbastanza piacevole durante le stagioni di prosperità naturale. Popolano gli acquitrini rigogliosi prati di fiori acquatici – che sono il cibo prelibato dei Cavallini.L´estensione del Parco si aggira sui 40 km quadrati – e circa 600 Cavallini Rampanti – che brucano in cotinuazione quello che i loro habitat passa – e questo – molto raramente – possiamo viverlo altrove – una seconda volta. I Cavallini hanno caratteristiche particolari e peculiari con un DNA particolare – anche dovuto al terreno – la mancanza di cibo – durante i periodi di magra – l´acqua che scarseggia – erba poca – e vita grama e difficile, ma resistono nel tempo. Il grande ed esteso Pianoro non è facilmente raggiungibile, meglio accompagnati da una guida esperta – per non incorrere in brutte sorprese – perchè il terreno è abbastanza accidentato.

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Salita alla Giara di Gesturi (Foto: Heilmann)

Si sconsiglia di avventurarsi nelle ore del mezzogiorno – perchè il sole in quelle lande – picchia inesorabile – le salite sono ripide ed insidiose – territtorio della stupenda Marmilla. Premendo sui pedali della mia Due Ruote – vengo sorpassato da Bikisti spericolati ed arditi – con alle loro spalle già ben 220 km (quasi la doppia distanza). Questa è la conferma che si può sempre migliorare sportivo.

 

Le tappe e gli itinerari e gli appuntamenti di questo Festival di Biking del tutto speciale, in un angolo di un paesaggio specialissimo e stupendo dal punto di vista paesaggistico – si può considerare come: un suggerimento segreto – si possono vivere sia durante le fasi dello svolgimento della manifestazione sia durante tutto l´anno. Dal punto di vista climatico, si suggerisce la stagione primaverile che l´estate inoltrata. La sistemazione e gli accomodamenti presso i locali, sono facilmente e presto rintracciabili coi sistemi sia elettronici che tradizionali. Orientativmente, potete rivolgerVi in qualsiasi frangente di necessità alle Carovane appositamente messe a disposizione e dotate di GPS sulla pagina web www.mylandbikefestival.it .

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Paradiso vicino la comune Villa Verde (Foto: Heilmann)

Un Paradiso per praticare il Trekking

La Sardegna è qualcosa di più di un Solario – dotata di arredi per starsene su una poltrona ad osservare il mare e a goderselo. L´Isola sul Mediterraneo è qualcosa di più: un Paradiso a cielo aperto – votato al Trekking!  Coloro che amano il Trekking e vogliono conoscere e scoprire la Marmilla e i suoi abitanti – presto se ne innamoreranno. Al più tardi – quando avranno assaporato un calice di contenuto rubino – chiamato „Su Cannonau“ – il vino tipico di quasi tutti i Sardi sparsi nell´universo – e ad una cena tipica a base di prodotti genuini sardi DOC e dopo una giornata sportiva a spasso su strade e pendii in sella ad una Moutain Bike – arricchito dalle impressioni dei paesaggi magici ed accattivanti.

 

Meglio e, probabilmente, dopo aver consumato – dopo una giornata trascorsa all´aperto – su una Bike – un ottimo spezzatino – malloreddus (gnocchi sardi) – oppure dopo aver consumato ed assaporato il tipico dolce sardo – chiamato Seadas/Sabadas fritte in padella – a base di formaggio – ricotta – ma anche e spesso di profumate erbe tipiche della regione – come menta – zafferano ed altro…come dessert=dolci sardi.

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Vengono servite le così chiamate vezzeggiativamente: „Pippias de e Izzuccuru = bambole con mantello di zucchero, amaretti a base di mandorle farcite – ma anche Pani de Saba = Pane a base di sepa – prodotta con gelé di uva o uveta e vino. Sforzo sportivo e godimento lucullico-palatale. In Marmilla – si possono trovare entrambi – sia l´uno sia l´altro – il posto e la località che fà per Voi….lettori – il passo é abbastanza breve e fattibile allo stesso tempo.

 

INFO

Posizione-ubicazione: La Marmilla è una Regione prettamente collinosa – situata nell´hinterland – ossia all´interno della provincia di Oristano – costa occidentale della Sardegna. Quivi si svolge tutti gli anni la manifestazione sportiva: MyLand  Non Stop  Festival  di Biking (Festival Non Stop delle Due Ruote Fuoristrada).

Le Stagioni più consigliate sono: fine aprile – quando appunto si apre la manifestazione Festival di Biking. Le Carovane-Convogli del Festival sono fattibili e percorribili anche durante gli altri periodi dell´anno. Climaticamente – si consiglia di scegliere i seguenti periodi: da aprile-giugno – oppure settembre-novembre.

Come arrivarci: volo aereo per Cagliari, auto a noleggio oppure a mezzo ferrovia per la cittadina di Uras-Mogoro – programmare e prevedere chi e con chi si occupa di andarvi a prendere o direttamente all´ aeroporto di Cagliari-Elmas – Mario Mameli.

Equipaggiamento:
Noleggio bici: Ad Oristano trovate un eccellente Bike Noleggio – con parcheggio annesso per Caravan e Roulotte; escursioni guidate con trasporto bagagli a richiesta. Carovane dotate di GPS su Pagina Web (Homepage) del Festival di Bikes. Durante le fasi della manifedstazione, provvedere a procurarsi illuminazione e/o sorgenti di illuminazione, attrezzatura utensiliera, sacco a pelo e abbigliamento consono – a seconda degli sbalzi di temperatura. L´occorrente và inteso a pagamento.

Generali:
La manifestazione MyLand Festival ha luogo a fine aprile – con le sue 3 varianti in programma, comprendenti le distanze di:
– 400 km in 70 ore di gara e durata (10.000 di dislivello), 220 km (5.000 di dislvello) da percorrere in 48 ore e 120 km  in 24 ore (2.500 di dislivello) .

Pernottamento:
I Giri organizzati e previsti dagli organizzatori-allestitori – sono ubicati nelle seguenti località: da Villa Verde – e a scelta – da qualsiasi località in cui transita la gara di distanza su bike. I partecipanti del Biking Festival possono benissimo bivaccare al luogo di partenza, portandosi l´occorrente necessario per trascorrere la notte a cielo aperto oppure su caravan o roulotte o altra sistemazione di fortuna o anche alberghiera, a seconda dei gusti. Durante tutti gli altri periodi dell´anno, possono servire e/o essere contattati, in quanto disponibili, agriturismo e alberghi diffusi, in piccole località del circondario. Suggerimenti: Albergo diffuso: Il Mandorlo, IT-09090 Baressa (OR) ; Agriturismo “ Su Massaiu“ IT-09020 Turri (Cagliari).

Web:

MyLand
www.visitmyland.it

MyLand Mountainbike Festival
(in linea di massima:Fine Aprile – da Villa Verde);

www.mylandbikefestival.it

Tutte i GPS e Carovane-Seguito scaricabili da Internet col modus „download“

www.mylandbikefestival.it/18-04-2017-le-tracce-waypoint-documenti-tutti

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La presente traduzione, composta di 4 pagg. scritte e redatte a macchina dal giornalista Free Lancer – Libero Professionista e Fotografo – che vi ha personalmente partecipato in occasione della manifestazione del mese di aprile 2017.
La traduzione dal tedesco è stat eseguita e curata dal traduttore e linguista: Enrico Madeddu – che ne ha curato la traduzione con dovizia fedeltà – e con qualche aggiunta mancante – che l´autore e curatore-redattore iniziale – non poteva conoscere e sapere.
Ringraziamo entrambi tutti i lettori-visitatori disposti a spendere qualche minuto per la lettura sul Web – postato su FB – mentre porgiamo distinti saluti.
*All rights reserved – original translation from German into Italian – by exsclusively by Enrico Madeddu – IT-09019 Teulada (CA) Italy – Original German version by Henning Heilmann – Austria. Un caloroso grazie a tutti e buona lettura.
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Kampen goes Lech: Zwischen Kriegerhorn & Krabbenkutter

_lech960header2017aAustern auf der Alpe, carvende Knirpse zwischen Kriegerhorn und Kutter: Quicklebendig ist die Partnerschaft zwischen Lech Zürs am Arlberg und dem Nordseebad Kampen auf Sylt. Zum 20- jährigen Jubiläum war überall Nordsee am Arlberg, welcher als größtes Skigebiet Österreichs mit traumhaften Pisten, aber auch Rückzugsgebieten für Familien und Freerider aufwartet. Weiterlesen

Mit Start in die Wintersaison 2016/17 wurde am Arlberg Skigeschichte geschrieben: Die neue Flexenbahn zwischen Zürs und Stuben macht das Skigebiet Ski Arlberg mit seinen Orten Lech-Zürs, St Anton am Arlberg, Stuben und Warth-Schröcken zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit 305 Pistenkilometern und 87 Liftanlagen. Dennoch hat sich Lech-Zürs sein ganz eigenes Flair erhalten. Dazu passen familienfreundliche Übungslifte mitten im Ortskern, vielfältige Varianten für Freerider und die Partnerschaft mit einer winzigen Gemeinde auf der nordfriesischen Insel Sylt. Denn nördlich des Winter-Wunderlandes liegt Westerland, und noch etwas nördlicher das idyllische Kampen, welches 1989 auf ganz eigene Weise Geschichte schrieb: Nämlich mit der Gründung eines eigenen Schiklubs, dem „Skiclub Kampen“.

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Freeride-Variante an der Valfagehr

Im Großen wie im Kleinen, locken sowohl Lech als auch Kampen mit viel Feinem. Größtes Schigebiet, größte Nordseeinsel.  Anonymer Massentourismus? Fehlanzeige. Sowohl sportlich Ambitionierte als auch Familien finden ihre Rückzugsreviere. Hier ein Hotspot für Freerider, dort ein Refugium für Wellen-Profis. Auch Familien haben etwas für sich, hier die  Ferienwohnung direkt an der Piste, dort das Reetdachhaus.


Reling am Rüfiplatz

Ausgerechnet zur Jubiläumssause macht das Schönwetter Pause. Aber auch das hat etwas Gutes: Wenn am Rüfiplatz „Schietwetter“ ist, fallen oben frische Flocken für die Freerider herab. Ein paar unerschrockene Skifahrer lassen sich den Spaß nicht verderben, und ordern nach einer Runde auf dem Weißen Ring an der Reling am Rüfiplatz Riesengarnelen und Krabbenbrötchen mit Flens vom Fischkutter serviert. Nordseegenuss im Skiurlaub.

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Runter vom Rüfikopf, rein in den Powder

Am nächsten Tag, wie fein, am Himmel eitel Sonnenschein. Also flugs in die Skischuhe und rauf auf den Rüfikopf auf 2.362 m. Heute begleitet uns Ski-Guide Eberhard, einer von über 500 bestens ausgebildeten Schneesportlehrern, Diplomskilehrern und Skiführern in Lech-Zürs. Wir wollen von Lech bis ins Skigebiet von St Anton vordringen. Frischer Powder lädt zu Varianten abseits der Traumpisten ein.

Kurswagengondeln
Über den Trittalpliift weiter zur neuen Trittkopfbahn, ein Meisterstück der Liftbaukunst. An der Mittelstation befindet sich der Übergang zur Flexenbahn, welche Skifahrer zur Alpe Rauz und ins Schigebiet von St Anton transportiert. Ambitionierte können mit der Trittkopfbahn II  weiter bis zur Bergstation auf 2.423 m fahren, wo im Sommer ein neues Bergrestaurant eröffnet. Raffiniert biegt ein Teil der Gondeln ebendorthin ab. Über die Valfagehr-Bahn ab Alpe Rauz wird die endlos lange blaue 100, die vielleicht schönste Piste des Tages, erreicht. Freerider wählen die Pfannköpfle-Skiroute oder eine vieler weiterer Varianten, um zur Alpe Rauz zurückzukehren.

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Nordseegenuss am Rüfiplatz

Ein strahlendblauer Skitag führt uns übers Madloch-Joch (2.438 m) und Balmalp zurück zum Rüfikopfplatz, wo uns „Klein Kampen“ mit Riesengarnelen und Krabbenbrötchen erwartet. Die Sylter Partyhochburg „Club Rotes Kliff“ packte ihren Plattenkoffer, um auf der Rud Alpe mit chilligem Kampen-Groove bei Minusgraden für musikalisches Alpenglühen und heiße Rhythmen zu sorgen.

 

Die wilden Sechziger
Die Väter brachten in den wilden Sechzigern das Surfen nach Deutschland. Auf den Surfer folgten bald Snurfer und Snowboard, deren Fahrtechnik sich vom Wellenreiten ableitete. Nun bringen die Söhne original Kampener Strandpartyflair in den mondänen Wintersportort Lech.

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Schwarzwandlift: Viel Platz für Anfänger

Väter, Mütter, Söhne und Töchter finden in Lech übrigens etwas vor, was es nur noch selten in großen Skigebieten gibt: Eigene Übungshänge abseits der großen Rummelpisten. Anfänger brauchen keine Arlberg-Tageskarte lösen, eine Anfängerkarte für Übungslifte wie den Schwarzwandlift, ebenfalls in den Sixties erbaut, reicht. Hier liften Kinder noch für unter 20 Euro und Erwachsene unter 30 Euro am Tag.

 

Wer vom platten Land kommt und in Lech zum ersten mal auf den Brettern steht, findet an den Übungsliften den idealen Einstieg vor. Danach lässt sich die große weite Welt um den Arlberg erkunden. Mit der Flexenbahn, welche Zürs nunmehr auch mit dem Skigebiet von St Anton verbindet, wächst am Arlberg zusammen, was zusammengehört. Gleiches gilt auch für die Partnerschaft von Lech mit Kampen auf  Sylt. Nie zuvor wurde hier so lässig im Strandkorb gechillt.

INFO

Allgemein

Lech-Zürs
www.lech-zuers.at

Ski Arlberg
www.skiarlberg.at

Ski Arlberg Pistenplan
www.flexenbahn.ski/images/partnertool/panoramakarte/Panokarte_Ski_Arlberg_16_17.pdf

Kampen goes Lech
Aktuelle Infos zur Partnerschaft

Nordseebad Kampen
www.kampen.de

Hotel-Tipps

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Der Berghof ****S
Gehobener Luxus, Familiensuiten, zentrale Lage Nähe Rüfiplatz (Seilbahn-Talsation) und am Übungslift Schwarzwand. Für Familien gibt es Kinderbetreuung, Indoor-Spielplatz u.v.a.
www.derberghof.at

 

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Aurelio Lech*****S
Direkt an der Schlegelkopfpiste (Ski-In / Ski-Out), 1000m² großer SPA zur Entspannung, Drei-Hauben-Restaurant für den Genuss, Kochkurs, Yoga, Alpaca-Trekking, Babysitting u.v.a.

 

 

 

 

 

 

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Wildschönau: Auf Schlitten in die schönste Sackgasse

Schlitten schultern, hoch mit der Schatzbergbahn auf 1850 Meter zur Bergstation im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau, los geht’s. Über eine fünf Kilometer lange Traumroute nach Thierbach, ein kleines Dörfchen, auf 1200 Metern, das für viele die schönste Sackgasse der Welt ist. Weiterlesen

Ein Paar zusammen? „Das sind immer zwei Haxen zu viel“, sagt Rainer Silberberger und empfiehlt das Singlemodell – für deutlich mehr Spaß und  Sicherheit. Schon beim Ausleihen des Geräts gibt der routinierte Rodler wertvolle Tipps.  Sechs Jahre lang war er Bürgermeister der Wildschönau – jetzt hat er endlich wieder mehr Zeit, mit seinen Gästen zum „günstigsten Wintervergnügen neben der Schneeballschlacht“ aufzubrechen. In seinem Landhaus Marchfeld, dem kleinesten 4 Sterne-Hotel Tirols, gibt’s nur 20 Betten – und äußerst individuelle Betreuung.

Thierbach: Auf jeden Einwohner kommen zwei Kühe.

Thierbach: Auf jeden Einwohner kommen zwei Kühe.

Wildromantische Wildschönau
Den Bürgermeister merkt man ihm noch immer an. Er weiß alles über seine Wildschönau. 4200 Einwohner in vier Kirchdörfern, 7000 Gästebetten, 260 bewirtschaftete Bauernhöfe. Wobei im Örtchen Thierbach 160 Menschen leben – und etwa doppelt so viele Kühe. „Das sieht hier doch aus wie in einem Luis Trenker-Film“, hilft Rainer der Assoziation auf die Sprünge.

 

An einem besonders schönen Aussichtspunkt packt er den Schnaps aus. Der Blick fällt auf Kirche, Schulhaus, ein paar Gehöfte rundum.  Zentrum ist der Sollererwirt mit der historischen Speckbacherstube, in der Andreas Hofer im Tiroler Freiheitskampf vor gut 200 Jahren das letzte Aufgebot gegen Napoleon und die Bayern zusammentrommeln ließ.

Noch mehr Geschichten gefällig? Dann vielleicht die vom „Kirchweg auftun“. Das ist eine Wanderung alljährlich im Frühjahr – auf dem Weg, den einst die Särge nahmen. Weil es in Thierbach nie einen Friedhof gab, man im Winter aber nicht rauskam, mussten auch die Beerdigungen auf die Zeit nach der Schneeschmelze verschoben werden.

Sackgasse: Die letzten Meter hinunter nach Thierbach.

Sackgasse: Die letzten Meter hinunter nach Thierbach.

Gelebtes Brauchtum
„In der Wildschönau gibt’s gelebtes Brauchtum“, sagt Silberberger, und steckt den Obstler wieder weg. Inzwischen bremsen die meisten mit den Fußsohlen und nicht nur mit den Fersen, was viel effektiver ist. Die Schnur immer hübsch in der Hand, damit sich das Gefährt beim Sturz nicht immer wieder selbständig machen kann.

 

So elegant wie der Bürgermeister, der inzwischen mehr auf Kufen als auf Skiern unterwegs ist, sieht allerdings niemand aus: Aber er hat ja auch einen Profi-Schlitten mit flexiblen Gelenken, auf dem er sich richtig in die Kurven legen und zwischendurch in kleinen Bögen wedeln kann. „Nichts für Ungeübte“, kommentiert er und genießt seinen Abfahrtsrausch.

Aus der Krautingerrübe entsteht der Schnaps.

Aus der Krautingerrübe entsteht der Schnaps.

Auf Kufen zum Krautinger
Im Alpengasthof Gratlspitz gibt’s einen Krautinger. Das ist der Schnaps, der seit Kaiserin Maria Theresias Zeiten in der Wildschönau – und nur hier – aus der weißen Stoppelrübe gebrannt werden darf. Wieder sind wir bei der Geschichte, die in dem Hochtal, das nur 20 Kilometer Luftlinie von Kitzbühel entfernt liegt, allgegenwärtig ist.

 

Wer Lust hat, macht einen Ausflug ins Bergbauernmuseum – oder lauscht einfach dem Bürgermeister, der von der behutsamen Entwicklung seit den 1950er Jahren erzählt und auf das gesunde Mischungsverhältnis von Gästen und Einheimischen verweist. „Wer zweimal kommt, den kennt man bei uns schon“, sagt er und freut sich über die vielen Wiederholungstäter.

Draußen wird’s allmählich dämmrig. Die Bummelbahn wartet. Ein nostalgisches Transportmittel, das – wie sollte es auch anders sein – an längst vergangene Zeiten erinnert und mit dem es gemächlich wieder zum Ausgangspunkt in Auffach an der Talstation der Schatzbergbahn geht.

INFO

Die besten Rodelbahnen der Wildschönau

Für Romantiker: Über die Skiroute vom Schatzberg (Bergstation) hinunter nach Thierbach (gut 5 km).
Für Familien: Die mit dem „Tiroler Rodelbahn-Gütesiegel“ ausgezeichnete Rodelbahn „Auffach-Koglmoos“ (5 km) von der Schatzberg-Mittelstation ins Tal. Dienstags und donnerstags Nachtrodeln mit Bummelzug-Transfer zum Ausgangspunkt. Ebenso ein Highlight: Der Skihang Roggenboden in Oberau. Mit speziellen Schlitten, die auf kurzen Skiern laufen, klingt man sich ins Hakensystem des Lifts ein und lässt sich nach oben ziehen. Mittwochs und donnerstags mit Flutlicht am Abend.
Für Sportliche: Lanerköpfl in Niederau (6 km) – mit 14 Prozent Gefälle streckenweise anspruchsvoll. Wer mag, nimmt den Sessellift zum Startpunkt in 1560 m Höhe.

Urig übernachten und vielerlei kostenlos

Eine Übernachtung in einer Wildschönauer Frühstückspension gibt es ab 30 Euro im Doppelzimmer. Übernachtungsgäste bekommen die WildschönauCard kostenlos. Mit ihr erhalten Urlauber eine Vielzahl an Inklusivleistungen, wie z.B. Fahrten mit dem Skibus, Nightlinerbus, Eintritte in Museen und die Teilnahme am geführten Winter-Wanderprogramm sowie weitere Vergünstigungen in der Wildschönau sowie im Umland.

Weitere Informationen: Wildschönau Tourismus, Hauserweg, Oberau 337,
A-6311 Wildschönau, Tel. 0043/(0)5339 8255-0, Fax 0043/(0)5339 8255 50,
info@wildschoenau.com, www.wildschoenau.com