Archiv der Kategorie: Nachhaltiges Reisen

Spannende Zeitreise in Nordholland

_nordholland960headerEin Ausflug mit der Stoomtram ist eine spannende Zeitreise. Die Dampflok pfeift. Der Heizer schaufelt Kohle aufs Feuer. Die Räder singen und der Dampf zischt. Anschließend geht es mit dem Salondampfer über das IJsselmeer. Zauberhaft Reisen hat ein paar Eindrücke gesammelt. Weiterlesen

Unweit von Amsterdam haben wir uns auf eine spannende Rundreise begeben. In Kürze mehr!

INFO

www.stoomtram.nl

 

 

 

 

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Zu den Reben radeln: Gardasee & Brescia auf Weinstraßen

Am Südwestufer des Gardasees laden an der Strada del Vino Colli dei Langobardi bei Brescia und der Strada dei Vini e dei Sapori del Garda leichte Radtouren zur Entdeckung der Wein- und Kulturgüter der Region ein. Wer hier die zauberhaften Orte voller Geschichte erkundet und in das genussvolle Leben entlang der Weinstraßen eintaucht, genießt einen entspannten Urlaub. Weiterlesen

Insgesamt sind an den beiden Weinstraßen im Hinterland von Brescia und am Gardasee zwölf Radtouren verzeichnet und es bleibt jedem selbst überlassen, wo er den Einstieg wählt und an welchen Weingütern, Restaurants, Museen und malerischen Orten er haltmacht. Tourenbeschreibungen inklusive Höhenmeterangaben und GPS-Tracks können auf den Homepages der Weinstraßen heruntergeladen werden, auch Karten sind erhältlich.

Strada del Vino Colli dei Langobardi

Kapitolinischer Tempel in Brescia

Kapitolinischer Tempel in Brescia

Römische Kultur gepaart mit traditionsreichem Weinbau lässt sich auf der Weinstraße der Colli dei Langobardi erleben, die auf etwa 80 Kilometern von Brescia in das hügelige Hinterland führt. Die Reiseroute startet mit Archäologie und Geschichte: So liegt das Santa Giulia Stadtmuseum in Brescia an der Route. Sehenswert sind ebenso der Kapitolinische Tempel und der Alte Dom (Rotonda).

 

Weinberg von Brescia am Fuße der Burg

Weinberg von Brescia am Fuße der Burg

Doch der Wein lässt nicht lange auf sich warten: Im Herzen von Brescia, zu Füßen der über die Stadt thronenden Burg, liegt bereits der erste Weinberg. Hier werden längst in Vergessenheit geratene Rebsorten angebaut, die jedoch früher um Brescia weit verbreitet waren, wie Invernenga, Uccelina und Schiava. Der hier erzeugte Pusterla Wein wird auch im Santa Giulia Museum verkauft.

 

Slow Food und ausgezeichneter Wein in Poncarale

Slow Food und ausgezeichneter Wein in Poncarale

Nicht verpasst werden sollte auf der Weinstraße ein Besuch der Tenuta La Vigna in Capriano del Colle und der Azienda Agricola San Bernardo in Poncarale, ein in fünfter Generation geführtes Weingut mit ausgezeichneten Marzemino-Rotweinen, welches auch Führungen anbietet. In der Trattoria La Tana del Grillo munden dazu Pasta Gratinata al forno mit Gemüse.

 

Auf der sonnenverwöhnten Hochebene des Monte Netto gedeihen neben dem Marzemino, welcher mit Lagrain und Teroldego verwandt ist, weitere Rebsorten wie Sangiovese, Merlot und Trebbiano di Verona.  Durch die Rebstöcke schlängeln sich kaum befahrene Straßen, die Radler von einem Weingut zum nächsten führen. In Variation der gesamten Weinroute stehen auf der Webseite der Weinstraße sechs kürzere Radrouten (GPX, Google Earth, PDF) zum Download zur Verfügung. Neben dem Genuss feinster Speisen und Weine kommt, wie in der Casa Museo Acasa Gallery in Poncarale, auch der Kunstgenuss nicht zu kurz.

Strada dei Vini e dei Sapori del Garda

Die Strada dei Vini e dei Sapori del Garda ist eine Wein- und Genussstraße am Westufer des Gardasees, welche zu Köstlichkeiten dieser Region wie Wein, Olivenöl, Trüffel, Käse und Fisch führt. Fahrradfahrer finden über die reizvollen Orte der Weinstraße verteilt sechs Routen einschließlich GPS-Tracks. Vier Routen sind einfache, auch für Familien geeignete Genusstouren im hügeligen Gelände und zwei richten sich an Mountainbiker, welche Berge erobern wollen.

Bezaubernde Halbinsel Sirmione

Bezaubernde Halbinsel Sirmione

Tour 1 Sirmione – Lugana (32 km)
Die Tour 1 beginnt auf der bezaubernden Halbinsel Sirmione und führt zu den schönsten Orten und Weingütern im Weinbaugebiet Lugana. Kulinarische Tipps auf dieser Route sind das Ristorante al Braciere in Sirmione (ausgezeichnete Fischküche und Pizza vom Holzofen) und das Fenil Conter Ristorante in Pozzolengo (erstklassiges Restaurant)

 

Agriturismo Unicorno in Bedizzole

Agriturismo Unicorno in Bedizzole

Tour 2 Bedizzole – Veltènesi (30 km)
Tour 2 beginnt im idyllischen Bedizzole, etwa 9 km vom westlichen Gardaseeufer entfernt, und führt auf 30 km Distanz rund um den durch viele Weingüter geprägten Ort wieder an den Ausgangspunkt zurück. Eine abwechslungsreiche Tour durch die hügelige Landschaft des Valtenesi. Tipp: Das herrlich ruhige Agriturismo Unicorno in Bedizzole.

 

Tour 3 Desenzano – Lonato – Salo (44 km)
Tour 3 führt von Desenzano del Garda über Lonato nach Salo. Auf- und Abstiege erfordern hier etwas körperliche Fitness, aber werden mit zauberhaften Ausblicken auf den See belohnt.

Cantina Costaripa in Moniga del Garda

Cantina Costaripa in Moniga del Garda

Tour 4 Salo – Rocca di Manerba (33 km)
Tour 4 führt von Salo am westlichen Gardaseeufer zum majestätischen Felsen Rocca di Manerba und über eine Schleife nach Moniga del Garda zurück nach Salo. Tipp: Ausgezeichnete Rosé-Weine, welche in Eichenholzfässern reifen, zum Teil  mit 100 Prozent der autochthonen Rebsorte Gropello, stellt die Cantina Costaripa in Moniga her.

 

Tour 5 Corna Vecchia (19 km, MTB)
Tour 5 am nordwestlichen Gardasee beginnt in Vesio am Eingang des Valle di Bondo unweit von Limone sul Garda. Sie eignet sich auch für Mountainbiker am Gardasee, die etwas Abwechslung zur Kultstrecke Tremalzo suchen. Etwa 700 Höhenmeter sind auf alten Militärpisten zu bewältigen.

 

Excellente Fischküche im Ristorante Il Giglio

Exzellente Fischküche im Ristorante Il Giglio

Tour 6 Salo – Serniga (16,5 km, MTB)
Tour 6 ist eine MTB-Runde ab Salo rund um den Monte St Bartolomeo, auf der etwa 640 Höhenmeter zu bewältigen sind. Kulinarischer Tipp: Ein kurzer Abstecher (2km) von der Route nach Gardone Riviera zum Restaurante Il Giglio, wo ein sardischer Koch ausgezeichnete Fischgerichte vom Gardasee und aus dem Mittelmeer kreiert.

 

In wenigen Tagen verschiedene Teilabschnitte der Weinrouten erradelt, steht nach kurzer erlebnisreicher Zeit schon wieder der Abschied an. Die Weinstraßen um Brescia und am südlichen Gardasee garantieren genussvolle Radtouren mit Kunst- und Kulturgenuss. Die meisten  Touren sind einfach, aber wer möchte kann sich auch etwas sportlicher austoben. Nach dem Motto „Ein großer Wein steckt in einer kleinen Flasche“ kann man mit Vernunft trinken, ausgezeichnet essen und nach einer Tasse italienischen Kaffee munter weiterradeln.

INFO

Allgemein
Bresciatourism
www.bresciatourism.it

Museen in Brescia
www.bresciamusei.com

Turismo Brescia
www.turismobrescia.it

Weinstraße der Colli dei Langobardi
www.stradadevinocollideilangobardi.it

Strada dei Vini e dei Sapori del Garda
www.stradadeivini.it

Anreise
Wir empfehlen die umweltfreundliche Anreise mit der Bahn. Kostengünstig mit SparSchiene Brenner (ÖBB) oder Europa Spezial (DB) bis Verona und Anschlussticket Trenitalia bis Brescia oder Desanzano del Garda-Sirmione (Tickets vom Automaten vor Fahrtantritt entwerten)

Empfehlenswerte Hotels
Hotel Vittoria, Brescia
www.hotelvittoria.com

Agriturismo L´Unicorno, Beddizole
www.unicorno.eu

Weingüter & Restaurants
Signorvino Wine Store and Restaurant, Brescia
www.signorvino.com

Weingut Vigneto Urbano Pusterla, Brescia
www.vignetopusterla.com

Azienda Agricola San Bernardo, Poncarale
www.aziendasanbernardo.it

Fenil Conter Restaurant, Pozzolengo
www.fenilconter.it

Weingut Costaripa, Moniga del Garda
www.costaripa.it

Restaurant Al Braciere, Sirmione
www.ristorantealbraciere.com

Ristorante Il Giglio, Gardone Riviera
www.ristoranteilgiglio.com

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Mit Bahn und Bike die Abruzzen entdecken

Schon die Bahnreise in die Abruzzen ist beeindruckend. In einer beeindruckenden Bergkulisse liegt Sulmona, auch als „Siena der Abruzzen“ bezeichnet, wo tolle Mountainbike-Touren starten. Hier gibt es vieles neu zu entdecken – mit ortskundigem Guide macht das doppelt Spaß! Weiterlesen

Noch schöner als mit dem Flieger kommt man mit der Bahn in den Süden, und wer rechtzeitig bucht, erhält mit etwas Glück ein 29,- Euro Ticket mit Nachtzug nach Rom. Hier lässt sich die Anreise in die Abruzzen noch mit einer kleinen Stadtbesichtigung verbinden. Sulmona im Herz der Abruzzen liegt an der Bahnlinie Rom-Pescara und ist in etwa drei Stunden erreichbar, für nur 10,50,- Euro zauberhaft günstig und auf landschaftlich bezaubernder Strecke.

Wer in die Abruzzen reist, sollte sich klar sein, dass sich nur etwa 50 Kilometer von den Stränden Pescaras entfernt ein mächtiges Gebirge erstreckt. Von den ligurischen Alpen bis zur Stiefelspitze wird Italien vom Apennin durchzogen. Seine höchsten Erhebungen hat dieses Gebirge in den Abruzzen, wo der „Gran Sasso“, der „Große Stein“, thront, dessen höchster Gipfel der Corno Grande mit 2.912 Metern ist. Sulmona, die Heimatstadt Ovids und Ausgangspunkt reizvoller Biketouren ins Gebirge, liegt nur auf gut 400 Metern.

Sulmona, Fontana del Vecchio

Sulmona, Fontana del Vecchio

Bezauberndes Sulmona

”Sulmo mihi patria est, gelidis uberrimus undis”, beschrieb Sulmonas berühmtester Sohn, der römische Poet Ovid, seine Heimat. Reich an frischem Quellwasser ist die von mächtigen Bergketten umringte Stadt am Fuße des Majella Gebirges in der Tat. Bei der Ankunft am Bahnhof kann man sich an einem Brunnen am Bahnsteig erstmals mit dem Gebirgswasser aus den Abruzzen erfrischen. In der Stadt stillen weitere Brunnen wie der „Greisenbrunnen“ (Fontana del Vecchio) den Durst. Es lohnt sich, vor dem Aufbruch zu Mountainbike-Touren in die reizvolle Umgebung die Trinkflasche an einem der vielen Brunnen mit Trinkwasserqualität aufzufüllen.

 

Markt auf der Piazza Garibaldi

Markt auf der Piazza Garibaldi

Umringt von der Kulisse hoher Berge, liegt Ovids Heimat in einem weiten, sonnigen Tal. Auf der Piazza Garibaldi, am Rande eines Aquädukts aus dem 13. Jahrhundert gelegen, ist mittwochs und samstags Markttag, auf dem allerlei Spezialitäten aus den Abruzzen (Wurstspezialitäten wie Salsiccia di cinghiale – vom Wildschwein, Salsicce di Fegato nostrane – mit einheimischer Leber), sowie Mozarella aus Sulmona und frisches Obst und Gemüse angeboten werden. Sehenswert sind auch die Porta Napoli, ein gotisches Tor am Südeingang der Stadt, die Kathedrale San Panfilo mit Krypta am Rande einer grünen Parkanlage, der Palazzo dell’Annunziata und Santa Annunziata sowie die Piazza XX Settembre mit seiner schönen Ovid-Statue.

 

Scanno zählt zu Italiens schönsten Dörfern

Scanno auf 1.050 m Meereshöhe

Die abruzzesischen Dörfer

Der Zauber der Abruzzen liegt im Wechselspiel intakter Natur und bezaubernden Bergdörfern. Die alten abruzzesischen Dörfer wurden im Mittelalter geformt. Hoch oben thront eine Burg, darunter gibt es einen Platz, auf dem sich die Menschen versammeln und in den oftmals nur enge Gässchen führen. Hier befindet sich auch die Kirche, welche wie die Santa Maria della Misericordia im Hirtendorf Pacentro oft geradezu riesig ist und, äußerst kunstvoll verziert, von der Frömmigkeit der Bewohner zeugt. Rund um Sulmona befinden sich einige der schönsten Dorfer Italiens: Pacentro, Villalago, Scanno, Pescocostanzo, Pettorano sul Gizio – allesamt wunderschöne Bergdörfer, die mit dem Rad erklommen werden wollen.

 

Die Trinkflaschen mit frischem Quellwasser gefüllt und schnell noch die Klickpedale montiert, geht es auf unsere erste Tour. Kaum haben wir Sulmona in Richtung der Majella verlassen, präsentiert sich die Natur in all ihrer Pracht. Schmale Singletrails sind dicht mit Sträuchern bewachsen, die sich im Frühling in Blütenmeere verwandeln, aber auch Dornen tragen und mühevoll von Radclubs der Region intakt gehalten werden. Erste technische Raffinessen lassen nicht lange auf sich warten. Massimo, der ortskundige Tourguide, kennt sie alle.

Biketour nach Roccacasale

Biketour nach Roccacasale

Einsiedler und Arbeitsbienen

Auf und ab erklimmen wir die ersten Höhenmeter und passieren, hoch oben im Fels, die Einsiedelei Papst Zölestin V. (neben Benedikt XVI. 700 Jahre später bisher der einzige Papst, der aus freiem Willen abdankte). Vorbei an einer alten Arbeitsbiene (Ape), die knatternd am Berg abdankt, erreichen wir Roccacasale mit seiner alten Burgruine. Unterhalb der Burg erfreut uns ein herrlicher Ausblick in die gesamte Hochebene und zum Gran Sasso. Am nächsten Tag erwartet uns ein echtes Highlight in den Abruzzen: Die Gole di Saggitario, eine atemberaubende Schlucht, die herrlichen Bergseen Lago di S. Domenico und Lago di Scanno sowie die Bergdörfer Villalago und Scanno. Ein Traumtag!

 

Alpine Pässe oder Gipfel konnten wir kurz nach Ostern aufgrund des sich hartnäckig haltenden Schnees in den Bergen nicht erkunden, aber der Majella Nationalpark bei Sulmona wartet mit etlichen Gipfeln auf, von denen der Monte Amaro mit 2.793 Metern der höchste ist.

Handgemachte Chitarrine

Chitarrine im Hotel Ovidius

Kulinarische Köstlichkeiten

Nach anstrengenden Biketouren ist es Zeit, die kulinarischen Köstlichkeiten der Abruzzen zu erkunden. Die Küche der Gebirgsregion ist durch einfache, aber schmackhafte Gerichte, häufig mit Schaffleisch, geprägt. Pappardelle mit Salsiccie oder Chitarrine (viereckige Eiernudeln ähnlich Spaghetti) sind typische Gerichte. Fisch wird eher selten serviert. Dazu passen Weine aus der Region, wie der Montepulciano d´Abruzzo, oder der Cerasuolo, ein Rosé, ebenso wie der Trebbiano und der Pecorino, die Weißweine aus der Region. Nicht wieder verlassen kann man Sulmona, ohne Confetti zu probieren, Zuckermandeln in Form von Blumensträußen und mehr.

 

Exklusiv, aber günstig

Auf der Suche nach einer Unterkunft findet man in den Abruzzen und speziell in Sulmona exklusive Hotels, die keine Wünsche offen lassen. Dabei sind die Preise dennoch günstig. So sind im Viersternehotel Santacroce Meeting in Sulmona 2 Nächte im Doppelzimmer (HP) inklusive Frühstück und viergängigem Menu zum Abendessen ab 110 Euro erhältlich. Menus im Restaurant mit typisch regionalen Gerichten sind unter 20 Euro erhältlich.

Biker mit Ausblick in die Sagittario-Schlucht (Foto: Abruzzo Promozione Turismo)

Sagittario-Schlucht (Foto: Abruzzo Promozione Turismo)

MTB-Touren sind unterschiedlich schwierig und lang, und eignen sich sowohl für Einsteiger als auch für Profi-Mountainbiker, die auf der Suche nach anspruchsvollen Herausforderungen und Gebirgspässen sind.  Mountainbiker finden ein noch weitgehend unentdecktes Terrain vor, das sich mit ortskundigen Guides wie von Bikelife aus Pescara entdecken lässt und seine Reize in der spektakulären Landschaft entfaltet.



INFO

Anreise

Umweltfreundlich und günstig mit der Bahn. Bahnanschluss Sulmona an der Strecke Rom-Pescara.
Tipp: Mit City Night Line Spar-Night Ticket über Nacht ab 29 Euro nach Rom, der Anschluss mit Regionalzug nach Sulmona kostet lediglich 10,50 Euro.

Bike-Tour-Tipp

Scanno – Villalago – Anversa degli Abruzzi – Cocullo – Ortoni dei Marsi – Pescaserolli – Opi – Scanno (Länge: 103 km Höhenmeter: 1.003 min. Höhe: 432 max. Höhe: 1.586 m)

Weitere Touren auf cicloturismo.abruzzoturismo.it (Roadbook & GPX) und auf www.gps-tour.info

MTB-Exkursionen

BikeLife, Francavilla al Mare bei Pescara
Regelmäßige MTB-Exkursionen, auch Sulmona, Pettorano sul Gizio, Scanno u.a. im Programm sowie eine Tour im Majella-Nationalpark mit dem Titel „Majellactive“. Ebenso Verleih hochwertiger Mountainbikes, auch 29er Modelle.
www.bikelife.it

Fahrradfachgeschäft, Verleih, Exkursionen

Ezio Due Ruote, Sulmona
www.ezio2ruote.it

Einkehren / Einkaufen

Wochenmarkt Mittwochs und Samstags in Sulmona, Piazza Garibaldi

Confetti Pelino, Via Stazione Introdacqua 55, Sulmona

Übernachten

Hotel-Tipp: Hotel Ovidius (zentral) und Hotel Santacroce Meeting (für Gruppen geeignet)
www.hotelsantacroce.com

Adressen

Abruzzo Promozione Turismo
Corso Vittorio Emanuele II, 301
65122 Pescara, Italy
info@abruzzoturismo.it
www.besuchabruzzo.de

Kanufahrt am Piave Fluss

Mit Paddeln und Pedalen zu Venedigs antiken Wurzeln

Eine Reise nach Venedig fasziniert immer wieder neu. Besonders interessant ist es, sie auf sanft mobile Art und vorwiegend im Grünen zu erleben: Mit der Bahn bis auf die Insel der bezaubernden Lagunenstadt, und mit Paddeln und Pedalen auf und entlang des Stroms der Piave, welche bei Venedig in die Adria mündet. Das Gebiet der Niederpiave verzaubert mit reizvoller Natur, malerischen Flußhäfen und einer langen Geschichte. Wer sich auf eine Reise zu Venedigs Ursprüngen begibt, der entdeckt auch Altinum, die größte antike Stadt Norditaliens. Weiterlesen

_veneto_galerie4Wieso nicht einfach mal am Bahnhof den Zug nach Venedig nehmen? Kaum eine andere Stadt in Europa, schon gar keine Inselstadt, bietet so viele direkte Zugverbindungen weit über Italien hinaus. Und wer mit dem Zug anreist, kommt direkt im Herz der bezaubernden Lagunenstadt am Canal Grande an, statt auf einem anonymen Flughafen. Eine Gondelfahrt zum Markusplatz, der Campanile, die Rialto-Brücke: Der Zauber Venedigs entfaltet sich schon wenige Meter nach Verlassen des Inselbahnhofs Venezia St Lucia. Wer allerdings die historischen Wurzeln der Stadt und das sensible Ökosystem in der Lagune Venedigs näher kennen lernen möchte, der kann auf Bootsfahrten und Fahrradtouren entlang von Sile und Piave dem hektischen Treiben der Stadt entkommen und das interessante Hinterland entdecken.

In Quarto d´Altino, nur eine halbe Stunde Zugfahrt von St Lucia entfernt, dominieren zwar zunächst noch Hotelburgen, aber am anderen Ende des Ortes erstreckt sich bereits das grüne Band des Sile Flusses, das wir mit emissionsfreien Elektrobooten von Barchiamo erkunden.

_veneto_detail1Ur-Venedig entdecken
Nur etwa sechs Kilometer vom Sile Fluss lohnt sich ein archäpologischer Abstecher nach Altino (Altinum). Altinum war eine Stadt an der Lagune von Venedig, die vermutlich schon im 8. Jahrhundert v. Chr. entstand. Ihre Blütezeit erlebte Altinum mit in der römischen Kaiserzeit, als sie an der Via Claudia Augusta lag. Heute führt entlang der Via Claudia Augusta eine über 700 Kilometer lange Radroute über die Alpen nach Altino. Infolge von Überfällen der Langobarden wurde Altinum aufgegeben, aber noch heute gilt Altinum, mit rund 100 Hektar die größte antike Stadt Norditaliens, als Ursprung Venedigs. Sogar ein Canal Grande zog sich durch Ur-Venedig, wie Wissenschaftler aus Padua herausfanden.

 

Etwas später empfangen uns in Chiesanuova Profis der italienischen Kanu- und Kajakföderation zu einer Kanurunde auf der Piave. Unser Ziel ist der malerische Flusshafen „Tajo“ in Musile di Piave am alten Flusslauf der Piave. In der Osteria „ Al Tajo“ werden uns im sonnigen Gastgarten frische Fischgerichte aus der Region serviert. Dieselbe Strecke von Chiesanuova (oder besser schon von Caposile) zum Flusshafen „Tajo“ ist übrigens auch sehr reizvoll mit dem Fahrrad.

_veneto_detail2Fahrradtouren erfreuen sich in der Region hoher Beliebtheit und Fahrradwege werden weiter ausgebaut. Eine empfehlenswerte Tour führt zum Beispiel von der Bootsbrücke in Caposile entlang der „Via dei Salsi“ zum Country House Salomè in Musile di Piave. Auch Mountainbiken ist an Singletrails an der Piave beliebt, zum Beispiel zwischen Musile di Piave und Fossalta di Piave.

In Fossalta, wo im Ersten Weltkrieg die Frontlinie zwischen Italien und Österreich lag, wurde Ernest Hemingway ernsthaft verletzt und entging nur um Haaresbreite dem Tode. Das Erlebnis markiert einen Wendepunkt im noch jungen Leben des damaligen Kriegsreporters. Heute erinnert ein Gedenkstein an die Zeit. „Io sono un ragazzo del basso Piave“ (Ich bin ein Junge aus der Piave-Ebene) erklärte der Schriftsteller, diese Zeilen sind auch auf dem Denkmal zu lesen.

Auf dem 11 km langen Hemingway-Weg in Fossalta di Piave kann man mehr über die damalige Zeit erfahren. Der Weg lässt sich zu Fuß zurücklegen, aber auch mit dem Fahrrad befahren. Er wird von zahlreichen Stelen markiert, die Fotos und Erklärungen zeigen und die auch über QR-Codes verfügen, durch die man die Audio-Führer an Ort und Stelle downloaden kann, um sich weitere Erklärungen über das Leben von Hemigway in Fossalta anzuhören.

Weingut Tessere in Santa Teresina

Weingut Tessere in Santa Teresina

Genussvoller Ausklang im Weingut
Nur einen Katzensprung weiter erreicht man Noventa di Piave, wo sich ein Aufstieg zum Glockenturm (nach San Marco dem höchsten in Veneto) lohnt. In Santa Teresina, einem Vorort von Noventa, liegt das bezaubernde Weingut Tessere, wo bei einem gutem Glas Raboso (bitte reservieren) ein entspannter Tag abseits des Touristenrummels ausklingt.

 

INFO

Anreise

Bahn
Mit Eurocity tägliche Direktverbindung ab München über Innsbruck und Brenner nach Venezia St Lucia (München ab 11:38, Venedig an 18:10; Venedig ab 13:35, München an 20:21)
Mit Eurocity tägliche Direktverbindung Wien – Venezia St Lucia (Wien Meidling ab 06:30, Venedig an 14:05; Venedig ab 15:59, Wien Meidling an 23:27)
Mit Eurocity tägliche Direktverbindung Genf – Venezia St Lucia (Genf ab 07:42, Venedig an 14:40; Venedig ab 16:20, Genf an 23:18)
Mit City Night Line direkte Nachtzugverbindung München – Venezia St Lucia (München ab 23:40, Venedig an 08:24; Venedig ab 20:57, München an 06:10)
Mit EuroNight direkte Nachtzugverbindung Wien Westbahnhof – Venezia St Lucia (Wien ab 20:56, Venedig an 08:24; Venedig ab 20:57, Wien an 08:10)

Bike
Wer es ganz sportlich wagt, kann auch auf der Via Claudia Augusta von Bayern oder Österreich nach Venedig radeln. Viermal wöchentlich verkehrt ein Radshuttle (Rückholbus) von Venedig (Quarto d´Altino) nach Landeck in Tirol und in bayrische Städte an der Via Claudia Augusta.
www.viaclaudia.org

Freizeit

Verleih von Elektrobooten
Barchiamo
Piazza Pio X, Casier (TV)
Tel. +39 0345 9358622
www.barchiamo.eu

Verleih von Fahrrädern
Bernardi Bici srl von Gianni Bernardi
San Dona di Piave
Tel. +39 0348 7474673

Essen & Genießen

_veneto_galerie10Musile di Piave
Traditionelle Bauernhaus-Küche:
Country House Salome
Via Salsi 40, 30024 Musile di Piave
Tel. +39 0421 230528
www.countryhousesalome.it

 

_veneto_detail3Noventa di Piave
Empfehlenswertes Weingut:
Tessere Società Agricola
Via Bassette 51, 30020 Noventa di Piave
Tel. +39 0421 320438
www.tessereonline.it

 

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Altino
Ristorante Le Vie
Via San’Eliodoro, 39
30020 – Altino – VE
www.leviealtino.it

 

Übernachten

Musile di Piave
Country House Salome
Via Salsi 40, 30024 Musile di Piave
Tel. +39 0421 230528
www.countryhousesalome.it

San Donà di Piave
Hotel Kristall – Corso Silvio Trentin, 16 – San Donà di Piave
Tel. +39 0324 7130275
www.hotelkristall.biz

Quarto D´Altino
Residence Venice
(Familienwohnungen mit Einbauküche, Selbstversorgung)
Via Pascoli, 2
30020 – Quarto D’Altino
www.residencevenice.it

 

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Im Fassatal bei der „Fee der Dolomiten“

Moena – auch die „Fee der Dolomiten“ genannt – ist ein beschauliches Städtchen im Norden Trentinos, welches voller Geschichte und alpiner Erlebnisse steckt. Wo vor 100 Jahren noch der Krieg tobte, treffen heute Biker und Bergsteiger in friedlicher Absicht aufeinander. Mal wird beschleunigt, mal entschleunigt: Von der rasanten Abfahrt geht es auf den Barfußpfad, und wer sich traut, kann sogar an Italiens größtem Mountainbike-Rennen teilnehmen. Weiterlesen

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Reizvoller Ausblick vom Hotel.

Das Wanderparadies beginnt direkt hinterm Terrassenzaun meines schönen Zimmers im Hotel Zirmes. Wer so einen Ausblick hat, der möchte doch gleich die Wanderschuhe schnüren. Dazu gibt es auch reichlich Gelegenheiten im Fassatal. Ein dichtverzweigtes Wanderwegnetz ermöglicht über eine Gesamtlänge von 2.440 km, wahre Meisterwerke der Dolomiten zu entdecken wie die Latemartürme, die Sellagruppe und die Marmolada. Wie mag es wohl gewesen sein, als sich an den Bergkämmen, welche heute Südtirol und Trentino trennen, einst feindliche Truppen gegenüberstanden? Einen lebendigen Eindruck darüber vermittelt der „Percorso della GrandeGuerra“ am St Pellegrino Pass, welchen wir von der Bergstation „Costabella“ erkunden.

 

Wandern, wo einst der Weltkrieg wütete

Wo einst der Krieg in den Dolomiten wütete

Schauplätze des 1. Weltkriegs

Unweit des Sessellifts lassen sich bereits einige italienische Stellungen und Bunker besichtigen. Für trittsichere Wanderer gibt es auch eine etwa fünfstündige alpine Wanderung auf den Costabellakämmen, welche allerdings mit Sicherungsseil begangen werden sollte. Mit Riccardo Franceschetti, dem Bürgermeister von Moena, wanderen wir auf einem faszinierenden Weg voller Erinnerungen an den ersten Weltkrieg, zwischen Schützengräben und Bunkern inmitten der heute idyllischen Landschaft. Wo heute der Enzian blüht, ergossen sich einst Tonnen von Blei und Granaten über die Soldaten. Da läuft es einem ganz schön schaurig den Rücken runter! Welch ein Segen, dass längst Frieden eingekehrt ist im Fassatal.

Barfußlaufen in besonderer Blütenpracht

Barfuß die Natur neu entdecken

Barfuß die Natur neu entdecken

Segensreich ist auch die Wiederentdeckung einer ganz einfachen Form der Naturwahrnehmung: Das Barfußlaufen. Der Barfußpfad in Moena ist ein Weg für alle Altersgruppen, welcher barfuß begangen werden sollte, um Wasser, Moose, Kräuter, Blüten, duftende Wälder und Tannennadeln hautnah und lebendig zu spüren. Während die Fußsohlen den Waldboden spüren, weckt Poesie den Geist für die Natur. Das ist Entschleunigung pur und nachhaltige Erholung für alle Sinne. Auf einer Informationstafel ist ein Gedicht von Hermann Hesse zu lesen, für den Bäume als Heiligtümer galten, auf einer anderen der italienische Autor Mario Rigoni Stern, der ebenso erkannte: „Ohne den Wald wäre unsere Erde nur träge Materie im Kosmos.“

 

Biken, bis die Beine brennen

Moena macht Mountainbiker munter

Moena macht Mountainbiker munter

Einmal im Jahr findet in Moena der größte Mountainbike-Marathon ganz Italiens statt. Jeweils im September wird der Ort zum Treffpunkt sportlicher Mountainbiker, denn dann findet „Val di Fassa Bike“ statt, ein echter Klassiker unter den Mountainbike-Veranstaltungen, welcher aus dem MTB-Marathon „Rampilonga“ hervorgegangen ist, der hier schon 1989 das erste Mal stattfand. Über 4500 Teilnehmer aus Nah und Fern messen Ihr Können über drei Distanzen. Aber auch Mountainbike-Einsteiger fühlen sich im Fassatal wohl. Mountainbike-Fans haben die Qual der Wahl. Die Auswahl reicht von besonders einfachen bis zu schwereren Strecken, welche selbst talentierte Mountainbiker auf die Probe stellen. Eine Mountainbike-Karte mit 13 Tourenvorschlägen ist kostenlos erhältlich.

INFO

Allgemein

Die kleine Stadt Moena im Fassatal liegt umgeben von den Dolomiten im Trentino und ist ein beliebtes Urlaubsziel für Naturliebhaber, Biker und Wanderer.

Hintergrund 

Moena zählt seit 2011 zu den „Alpine Pearls“. Dabei handelt es sich um einen vielfach prämierten Verein, der sich für nachhaltiges Reisen im Alpenraum engagiert. Seit neun Jahren machen sich die nunmehr 29 Mitgliedsorte in sechs Ländern dafür stark, bei Reisen auf das Auto zu verzichten und lieber auf sanft-mobile Weise, sprich: umweltfreundlich und klimaneutral die Alpen zu erkunden.

www.alpine-pearls.com

Anreise

Umweltfreundlich mit Bus & Bahn

Die kürzeste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht von Bozen (EC-Anschluss) mit Bus nach Vigo di Fassa, Linie Bolzano-Vigo, dann weiter mit dem Bus Richtung Trient bis Moena (Linie 101 Trento-Penia) oder mit dem Abholservice in Vigo di Fassa nach Moena. Eine leichtere, etwas längere Verbindung besteht von Trient (direkter EC-Anschluss mit Bahn über den Brenner). Von hier verkehren direkte Busse Richtung Penia (Linie 101) bis Moena.

Tipp: Busverbindungen im Trentino sucht man auf den Webseiten der Bahn, ÖBB und SBB meist vergeblich, für die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen sich jedoch auf der Webseite von Trentino Trasporti (deutsche Version) internationale Abreisebahnhöfe angeben und durchgehende Verbindungen mit Umstieg auf Bus bis Moena berechnen.

Die Bahnhöfe Bozen oder Trient sind leicht mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen. Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity nach Italien, wodurch zugleich die Brenner-Maut umgangen wird. Aus dem Osten (München, Wien) ebenfalls über Innsbruck, dort Umstieg auf Eurocity über den Brenner.

Nützliche Links

Alpine Pearls – Moena

http://www.alpine-pearls.com/perlen/italien/moena.html

Val di Fassa

www.fassa.com

Val di Fassa Bike
www.valdifassabike.it

 

Mit Volldampf dem Öchsle folgen

Auf Pedalen die „schwäbsche Eisebahne“ entdecken

Auf Radurlaub in Oberschwaben lässt sich Naturgenuss mit Eisenbahngeschichte und urigen Einkehrmöglichkeiten in Biergärten und Hausbrauereien kombinieren. Am Bahnhof von Durlesbach, bei der kostenlosen Fahrradmitnahme im Dampfzug oder auf Radexpress-Sonderfahrten auf selten bedienten Nebenstrecken scheint die Zeit still zu stehen. Weiterlesen

Wer auf der Zugfahrt von Ulm an den Bodensee einmal Laptop und Smartphone beiseite legt, und ganz entspannt aus dem Fenster schaut, kann zwischen Aulendorf und Ravensburg im Wald versteckt den aus dem schwäbischen Lied bekannten Bahnhof Durlesbach entdecken. Der 1849 eröffnete und 1984 geschlossene Bahnhof im Schussental wird längst nicht mehr angefahren, ist aber heute ein idyllisches Ausflugsziel mit dem Rad.

Tour 1: Über Durlesbach nach Biberach

Der nächstgelegene Bahnhof, an welchem mit dem Fahrrad ausgestiegen werden kann, ist die Station Mochenwangen der Bodensee-Oberschwaben-Bahn zwischen Ravensburg und Aulendorf. Von hier sind es nur fünf Kilometer auf einem schönen Waldweg bis Durlesbach, einer Handvoll Häuser mitten im Nirgendwo. Am Samstag- oder Sonntagnachmittag, wenn das gemütliche Café Allegra geöffnet hat, kann man im schattigen Gastgarten des stillgelegten Bahnhofs einen Eisbecher mit Kaffee oder auch ein Bio-Radler genießen.

Die berühmte Szene mit der Geiß

Die berühmte Szene mit der Geiß in Durlesbach

Heute ist in Durlesbach die bekannte Szene des Lieds „Auf de schwäbsche Eisebahne“ mit Bauer, Geiß, „Konduktör“ und „Weible“ nachgestellt („Eine Geiß hat er si kaufet, und dass sie ihm net verlaufet, bindet sie der guete Ma an de hintre Wage na“). Der Förderverein Durlesbach-Bähnle sieht im Bahnhof „Durle“ einen Erinnerungsort an die gute alte Zeit der Dampf-Eisenbahn.

 

Dazu passt auch die hier ausgestellte, von dem Bad Waldseer Unternehmer Alfons Walz gestiftete polnische Schmalspur-Dampflok. Wohl an kaum einem anderen Bahnhof ist es dem Reisenden vergönnt, eine solche Stille zu genießen. An einem Werktag ist oft keine Menschenseele zu sehen. Nur ab und zu durchbricht ein eilig durchbrausender Zug das sanfte Vogelgezwitscher. Ursprünglich war Durlesbach als Bahnhof für den Klosterort Bad Waldsee gedacht, nach dem Bau der Württembergischen Allgäubahn über Bad Waldsee nach Leutkirch verlor der Bahnhof „Durle“ rasch an Bedeutung.

Aus Richtung Ravensburg, biegt kurz dem Bahnhof Durlesbach ein Waldweg in Richtung Reute und Bad Waldsee ab, wo sich unsere Radtour fortsetzt. Im schattigen Wald windet sich der Weg einige Höhenmeter aus dem Schussental empor, über kleine verschlafene Örtchen wie Kümmerazhofen und Reute geht es weiter nach Bad Waldsee, wo wir auf den Donau-Bodensee-Radweg treffen. Ein Stückchen in Richtung Bad Wurzach, biegt dieser in Haisterkirch links in Richtung Eggmansried ab. Weiter geht es über Mühlhausen nach Eberhardzell. Nun folgt ein schweißtreibender Aufstieg auf eine Höhe von 640 Metern.

Gemütlicher Biergarten im Brauhaus Ummendorf

Gemütlicher Biergarten im Brauhaus Ummendorf

Belohnt wird dieser durch die Abfahrt in die kurz vor Biberach liegende Gemeinde Ummendorf, wo sowohl das Naturfreibad als auch der schattige Gastgarten des Bräuhaus Ummendorf mit Erfrischungen locken. Das Ziel Biberach nur noch fünf Kilometer auf sicheren Radwegen entfernt, kann man hier die eine oder andere frischgebraute Bierspezialität ausprobieren.

Tour 2: Das „Öchsle“ mit dem Rad verfolgen

Die Route des Öchsle-Radwegs führt vom Bahnhof Ochsenhausen startend größtenteils entlang der Bahnstrecke durch die malerischen Orte Reinstetten, Wennedach, Maselheim, Sulmingen, Äpfingen, Barabein und Herrlishöfen zum Öchsle-Bahnhof in Biberach-Warthausen. Wer rechtzeitig etwas vor der Abfahrt des Zuges in Ochsenhausen startet, dem gelingt es bei mittlerer Kondition mit Leichtigkeit, die Fahrt des historischen Dampfzuges vom Rad aus zu verfolgen und das „Öchsle“ bis an den Zielbahnhof zu begleiten.

Kostenloser Fahrradtransport im "Öchsle"

Kostenloser Fahrradtransport im „Öchsle“

Dort kann man das Rad für die Rückfahrt bequem in den Fahrradwagon stellen und auf dem Sommerwagen bei einem Öchsle-Bier die frische Luft und die herrliche Aussicht genießen. Dank mäßiger Steigungen lässt sich der Öchsle-Radweg in beide Richtungen leicht fahren. Die Distanz beträgt etwa 19 Kilometer.
www.oechsle-bahn.de

Kostenlose Fahrradmitnahme im Radexpress Oberschwaben

Auf den wunderschönen Nebenstrecken von Aulendorf nach Bad Wurzach und von Aulendorf nach Pfullendorf fährt an ausgewählten Sonntagen im Sommer der Radexpress Oberschwaben, welcher interessante Radrouten und Radfernwege erschließt.

In Bad Wurzach besteht Anschluss an zwei Radfernwege.

In Bad Wurzach besteht Anschluss an zwei Radfernwege.

In Bad Wurzach kreuzen sich gleich zwei Radfernwege. Es besteht die Möglichkeit, in den Oberschwaben-Allgäuweg einzusteigen (357 km Rundkurs in 8 Etappen) sowie in die Radrunde Allgäu (450 km) zu starten und dieser beispielsweise bis Neuschwanstein zu folgen. Eine Tagestour ist auf dem idyllischen Rotweg (63 km) möglich, welcher über Rot an der Rot nach Erbach bei Ulm führt.

 

In Pfullendorf besteht Gelegenheit, auf dem Radweg „Deutsche Fachwerkstraße“ (35) nach Überlingen am Bodensee zu radeln (24 km), von dort die Tour entlang dem Bodenseeradweg (3) bis Friedrichshafen fortzusetzen (31 km) und mit dem Zug zurück nach Aulendorf zu fahren, oder die Radrunde „Ausflug ins Drei-Seen-Gebiet (31 km) zu fahren. Verkehrstage Aulendorf Bad-Wurzach: jeweils Sonntags 13.07., 27.07., 10.08., 24.08., 31.08, 14.09., 28.09., 12.10., sowie Freitag, 03.10. (Tag der Deutschen Einheit) Verkehrstage Aulendorf-Pfullendorf:  jeweils Sonntags 20.07., 03.08., 17.08., 07.09., 21.09., 28.09., 05.10., 19.10., 07.12.

www.radexpress-oberschwaben.de

INFO

Literatur

Empfehlenswert sind die Infobroschüre „Radfernwege zwischen Donau und Bodensee 2014“, kostenlos erhältlich bei der Oberschwaben-Tourismus GmbH, die Infobroschüre „Radsüden“ mit Karte der Tourismus Marketing Baden Württemberg GmbH sowie das Buch „Genussradeln: Oberschwaben und Allgäu“ von Peter Rieger.

Der Radblogger

Der Radblogger ist ein neues Angebot des Urlaubslandes Baden-Württemberg. Durch die Blog-Beiträge von Radbegeisterten, die Touren persönlich erlebt haben, werden die Routen und Tipps authentischer und erlebbarer.
www.rad-blogger.de

Kontakt

Oberschwaben Tourismus GmbH
Neues Kloster 1
88427 Bad Schussenried
Telefon +49 (0) 7583 331060
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