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Versteckte Perlen Venetiens

Städte voller Charme und Geschichte, mächtige Burgen, leckere Eisdielen, historische Lokale. Das märchenhafte Marostica, das bezaubernde Bassano del Grappa und das verführerische Vicenza: Ein Streifzug durch den Norden Venetiens führt zu versteckten Perlen. Weiterlesen

_bassano_detail_2Direkt an der nach den alten Plänen von Andrea Palladio (1569) wiedererrichteten Holzbrücke (Ponte Vecchio), die das Markenzeichen von Bassano del Grappa ist, befindet sich eines der hundert ältesten historischen Lokale Italiens, die Grapperia Nardini. Einheimische verabreden sich hier gerne zum Aperitiv, bevor sie sich in das Nachtleben stürzen. Wer von fern anreist, lässt sich zumeist einen Grappa munden.

_bassano_detail_1Besucher von Bassano bekommen zumeist erst  den Garibaldiplatz zu Gesicht. Dieser ist von unverschämt leckeren Eisdielen, einem schönen Brunnen, der Fransziskuskirche und vom Stadtturm  (Torre Civico) geprägt. Der Turm wurde 1315 von den Paduanern erbaut, ist 40 Meter hoch und kann bis zur  Spitze bestiegen werden. Dort eröffnet sich ein wunderschönes Panorama der Stadt. Illustrationen erzählen von ihrer Geschichte.

Die Stadtvogtloggia (Loggia die Podestá) überragt seit dem 15. Jahrhundert die Piazza Libertá (Freiheitsplatz), auf und hinter ihr wurde der derzeitige Stadtpalast erbaut. Die majestätische Uhr mit dem blauen Ziffernblatt stammt von Meister Corrodo da Feltre. In der Loggia sind die Wappen venezianischer Stadtvögte aufbewahrt. Ein Fresko stellt den Heiligen Christopherus, den Schutzheiligen der Reisenden, dar. Ein Blick darauf soll Grappa-Pilger beschützen.

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Lohnenswert ist auch ein Besuch des Keramik- und Druckmuseums mit einzigartigen Keramik- und Töpferwaren sowie Büchern, Gravuren und weiteren Exponaten der Druckerei Stampa Remondini. Zu den kostbarsten Stücken im angeschlossenen Keramikmuseum „Giuseppe Roi“ zählt unter anderem eine Porzellan-Mandoline der Manufaktur Vieri aus Bassano di Grappa.

_marostica_detail_1Im nahe gelegene Städtchen Marostico mit der wunderschönen Piazza degli scacchi und seinem gigantischen Schachbrett wird alle zwei Jahre ein Schachspiel mit lebendigen Figuren aufgeführt. Die Legende erzählt, dass einst zwei Verehrer zugleich um die Hand der schönen Leonora, Tochter des Schlossherrn, anhielten. Dieser schlug statt eines blutigen Duells eine Partie Schach vor.

An der geschichtlichen Vorführung nehmen über 600 Darsteller teil. Das zauberhafte Marostica wird von einer Stadtmauer mit Zinnen und Türmen überragt, die die untere und obere Burg verbindet und vollständig erhalten ist. Marostica ist nur wenige Minuten von Bassano entfernt.

_venetogalerie12_schio7Das idyllisch gelegene Schio ist wie ein Amphitheater von den Ausläufern der Alpen umgeben. Die alte Weberstadt beheimatet eine Reihe besonderer Kulturschätze. Dazu zählen die Burg, eigentlich eine frühere Kirche, und die 1862 errichtete „Fabbrica Alta“, ein Symbol der Industrialisierung, welche Schio den Namen „Little Manchester“ verlieh. Sehenswert ist die Statue „L´omo“ auf der Piazza Alessandro Rossi.

Die Gebirgslandschaft im Norden Schios nennt sich Tret­to. Die Gegend ist zum Wandern und zum Mountainbiken attraktiv, ebensogern wird sie auf dem Rücken der Pferde entdeckt. Einem Tag in den Bergen steht nichts im Wege, anspruchsvolle Bergwanderungen führen auf den Novegno sowie auf den Monte Rione (1.691 m), dessen höchste Erhebung. Hier wurden im ersten Weltkrieg bittere Schlachten ausgetragen, die Österreicher nannten den Novegno auch den „Letzen Berg“. Heute ist die Region eine Symbiose aus reizvoller Natur und Erinnerung. Eine schöne Wanderung führt von Santa Maria di Pornaro ins Tal von Acquasaliente.

_bassano_galerie_10_parcorossiBesonders reizvoll ist ein Besuch der Oasi Rossi bei Schio mit seinem schönen Schmetterlingspark. Dieser ist schon 18 Jahre geöffnet und fasziniert mit seinen seltenen tropischen Schmetterlingsarten, welche frei um die Gäste des Parks herumschwirren. Besucher erfahren auf über 1.200 Quadratmetern allerhand wissenswertes über die magische Metarmophose der Schmetterlinge. Kinder lieben es, mit der Bimmelbahn eine Runde durch den Park zu drehen. Dort gibt es noch viele andere Tiere, Picknicktische, Feuerstellen, kostenlose Wohnmobilstellplätze und schier unzählige Spielmöglichkeiten für Kinder einschließlich eines großen Piratenschiffs. Sehenswert ist nebenan der Parc der Villa von Allesandro Rossi, verträumt zum hindurchschlendern.

 

_venetogalerie4Die Stadt Vicenza weist eine große Anzahl von Palästen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert auf. Die Villa La Rotonda und die Basilica Palladiana sind zwei Hauptwerke Palladios. 1994 wurde Vicenza als „Stadt des Palladio“ in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Das  reizvolle Zentrum Vicenzas wird von der  lebhaften Piazza dei Signori und der mächtigen Basilika beherrscht.

Typische Köstlichkeiten der Region sind Stockfisch nach Vicentiner Art – „Baccala‘ alla vicentina“, die „sopressa“, eine Wurst aus reinem Schweinefleisch, der „Coniglio alla valleogrina“ (Hase in süß-saurer Soße), Polenta, Ziegenkäse, Walnüsse und Pilze. Die typischen Süßspeisen aus Schio sind der „Pandoli de Schio“, der „Bussolai“ und der „Gateau“.

INFO

Allgemein
Vicenza Informationsbüro, Consorzio Turistico Vicenza è, Via Montale 25, 36100 Vicenza – Italy Telefon: +39 0444 99 47 70
www.vicenzae.org
Anreise
Bahn: Eurocity bis Verona oder Vicenza, Umstieg auf Zug Richtung Vicenza oder Schio.
Aktiv
Fahrradverleih
Oasi Rossi, Schio: Fahrradverleih von ausgezeichneten E-Mountainbikes, Geführte MTB Touren mit dem Team Oasibike ins Bergland des Tretto, +39 388 4505359 – oasibike@gmail.com
www.oasirossi.it
Genießen
Die Grapperia Nardini in Bassano del Grappa befindet sich direkt an der Ponte Vecchio, der berühmten Holzbrücke der Stadt. Vicolo Teatro Vecchio 2, 36061 Bassano del Grappa, Italien
+39 0424 227741 Öffnungszeiten: Täglich 8:30-20:30
www.nardini.it
Übernachten
Benotto Hotel Belvedere, Bassano del Grappa
Traditionsreiches Hotel in zentraler Lage mit guten Parkmöglichkeiten und edler Küche
www.hotelbelvederebassano.com

 

 

 

Kampen goes Lech: Zwischen Kriegerhorn & Krabbenkutter

_lech960header2017aAustern auf der Alpe, carvende Knirpse zwischen Kriegerhorn und Kutter: Quicklebendig ist die Partnerschaft zwischen Lech Zürs am Arlberg und dem Nordseebad Kampen auf Sylt. Zum 20- jährigen Jubiläum war überall Nordsee am Arlberg, welcher als größtes Skigebiet Österreichs mit traumhaften Pisten, aber auch Rückzugsgebieten für Familien und Freerider aufwartet. Weiterlesen

Mit Start in die Wintersaison 2016/17 wurde am Arlberg Skigeschichte geschrieben: Die neue Flexenbahn zwischen Zürs und Stuben macht das Skigebiet Ski Arlberg mit seinen Orten Lech-Zürs, St Anton am Arlberg, Stuben und Warth-Schröcken zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit 305 Pistenkilometern und 87 Liftanlagen. Dennoch hat sich Lech-Zürs sein ganz eigenes Flair erhalten. Dazu passen familienfreundliche Übungslifte mitten im Ortskern, vielfältige Varianten für Freerider und die Partnerschaft mit einer winzigen Gemeinde auf der nordfriesischen Insel Sylt. Denn nördlich des Winter-Wunderlandes liegt Westerland, und noch etwas nördlicher das idyllische Kampen, welches 1989 auf ganz eigene Weise Geschichte schrieb: Nämlich mit der Gründung eines eigenen Schiklubs, dem „Skiclub Kampen“.

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Freeride-Variante an der Valfagehr

Im Großen wie im Kleinen, locken sowohl Lech als auch Kampen mit viel Feinem. Größtes Schigebiet, größte Nordseeinsel.  Anonymer Massentourismus? Fehlanzeige. Sowohl sportlich Ambitionierte als auch Familien finden ihre Rückzugsreviere. Hier ein Hotspot für Freerider, dort ein Refugium für Wellen-Profis. Auch Familien haben etwas für sich, hier die  Ferienwohnung direkt an der Piste, dort das Reetdachhaus.


Reling am Rüfiplatz

Ausgerechnet zur Jubiläumssause macht das Schönwetter Pause. Aber auch das hat etwas Gutes: Wenn am Rüfiplatz „Schietwetter“ ist, fallen oben frische Flocken für die Freerider herab. Ein paar unerschrockene Skifahrer lassen sich den Spaß nicht verderben, und ordern nach einer Runde auf dem Weißen Ring an der Reling am Rüfiplatz Riesengarnelen und Krabbenbrötchen mit Flens vom Fischkutter serviert. Nordseegenuss im Skiurlaub.

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Runter vom Rüfikopf, rein in den Powder

Am nächsten Tag, wie fein, am Himmel eitel Sonnenschein. Also flugs in die Skischuhe und rauf auf den Rüfikopf auf 2.362 m. Heute begleitet uns Ski-Guide Eberhard, einer von über 500 bestens ausgebildeten Schneesportlehrern, Diplomskilehrern und Skiführern in Lech-Zürs. Wir wollen von Lech bis ins Skigebiet von St Anton vordringen. Frischer Powder lädt zu Varianten abseits der Traumpisten ein.

Kurswagengondeln
Über den Trittalpliift weiter zur neuen Trittkopfbahn, ein Meisterstück der Liftbaukunst. An der Mittelstation befindet sich der Übergang zur Flexenbahn, welche Skifahrer zur Alpe Rauz und ins Schigebiet von St Anton transportiert. Ambitionierte können mit der Trittkopfbahn II  weiter bis zur Bergstation auf 2.423 m fahren, wo im Sommer ein neues Bergrestaurant eröffnet. Raffiniert biegt ein Teil der Gondeln ebendorthin ab. Über die Valfagehr-Bahn ab Alpe Rauz wird die endlos lange blaue 100, die vielleicht schönste Piste des Tages, erreicht. Freerider wählen die Pfannköpfle-Skiroute oder eine vieler weiterer Varianten, um zur Alpe Rauz zurückzukehren.

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Nordseegenuss am Rüfiplatz

Ein strahlendblauer Skitag führt uns übers Madloch-Joch (2.438 m) und Balmalp zurück zum Rüfikopfplatz, wo uns „Klein Kampen“ mit Riesengarnelen und Krabbenbrötchen erwartet. Die Sylter Partyhochburg „Club Rotes Kliff“ packte ihren Plattenkoffer, um auf der Rud Alpe mit chilligem Kampen-Groove bei Minusgraden für musikalisches Alpenglühen und heiße Rhythmen zu sorgen.

 

Die wilden Sechziger
Die Väter brachten in den wilden Sechzigern das Surfen nach Deutschland. Auf den Surfer folgten bald Snurfer und Snowboard, deren Fahrtechnik sich vom Wellenreiten ableitete. Nun bringen die Söhne original Kampener Strandpartyflair in den mondänen Wintersportort Lech.

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Schwarzwandlift: Viel Platz für Anfänger

Väter, Mütter, Söhne und Töchter finden in Lech übrigens etwas vor, was es nur noch selten in großen Skigebieten gibt: Eigene Übungshänge abseits der großen Rummelpisten. Anfänger brauchen keine Arlberg-Tageskarte lösen, eine Anfängerkarte für Übungslifte wie den Schwarzwandlift, ebenfalls in den Sixties erbaut, reicht. Hier liften Kinder noch für unter 20 Euro und Erwachsene unter 30 Euro am Tag.

 

Wer vom platten Land kommt und in Lech zum ersten mal auf den Brettern steht, findet an den Übungsliften den idealen Einstieg vor. Danach lässt sich die große weite Welt um den Arlberg erkunden. Mit der Flexenbahn, welche Zürs nunmehr auch mit dem Skigebiet von St Anton verbindet, wächst am Arlberg zusammen, was zusammengehört. Gleiches gilt auch für die Partnerschaft von Lech mit Kampen auf  Sylt. Nie zuvor wurde hier so lässig im Strandkorb gechillt.

INFO

Allgemein

Lech-Zürs
www.lech-zuers.at

Ski Arlberg
www.skiarlberg.at

Ski Arlberg Pistenplan
www.flexenbahn.ski/images/partnertool/panoramakarte/Panokarte_Ski_Arlberg_16_17.pdf

Kampen goes Lech
Aktuelle Infos zur Partnerschaft

Nordseebad Kampen
www.kampen.de

Hotel-Tipps

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Der Berghof ****S
Gehobener Luxus, Familiensuiten, zentrale Lage Nähe Rüfiplatz (Seilbahn-Talsation) und am Übungslift Schwarzwand. Für Familien gibt es Kinderbetreuung, Indoor-Spielplatz u.v.a.
www.derberghof.at

 

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Aurelio Lech*****S
Direkt an der Schlegelkopfpiste (Ski-In / Ski-Out), 1000m² großer SPA zur Entspannung, Drei-Hauben-Restaurant für den Genuss, Kochkurs, Yoga, Alpaca-Trekking, Babysitting u.v.a.

 

 

 

 

 

 

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Vom Trail in die Therme, auf flowigen Pfaden in die Wärme

Mountainbiker kommen in Leukerbad nicht unter die Räder. Gibt´s auf dem Flowtrail mal einen Regenguss, entspannt die heiße Therme und der Winzer mit Weingenuss: Rund 130 Kilometer Bikerouten lassen das Herz von E-Bikern ebenso wie versierten Downhillern höher schlagen. Weiterlesen

Zwanzig bestens ausgeschilderte Mountainbike-Routen laden in Leukerbad dazu ein, die reizvollen Berge der Umgebung auf abenteuerliche Art zu erkunden. Das Netz erstreckt sich auf rund 130 Kilometer. Darüber hinaus ist prinzipiell jeder Wanderweg im Wallis für Biker offen, zumindest bei zwei Metern Breite, man spricht vom Wegerecht. Etwa zwanzigtausend Biker kommen jedes Jahr auf Torrent. Die ausgezeichneten Singletrails rund um Leukerbad haben auch die Organisatoren des sechstägigen Mountainbikerennens „Swissepic“ davon überzeugt, zuletzt gleich zwei Etappen im schönen Leukerbad enden zu lassen.

leukerbad_galerie_06Unsere erste Tour startet nach dem Aufstieg mit der Seilbahn von Torrent in luftiger Höhe auf 2.350 m.ü.M. Von der Rinderhütte über Albinen hinunter ins Rhonetal nach Varen zu fahren, ist ein Erlebnis, das sich durch  flowige Singletrails und grandiose Ausblicke auszeichnet. Bei dem Namen Varen klingelt es bereits in den Ohren vieler Weinkenner, spätestens bei Varonier & Söhne im Weindorf Varen.

Hier werden nämlich ausgezeichnete Weine produziert, über 30 Rebsorten zeugen von einer außergewöhnlichen Vielfalt. Das Wort „Pfyfoltru“ bedeutet im Walliserdialekt Schmetterling und steht für einen Pinot Noir aus besonders naturnahem Anbau. Auch der Syrah aus dem Wallis gilt als einer der besten der Welt. In der Nase Aromen von Pflaumen, Vanille und weißem Pfeffer, acht Monate im Eichenfass gereift. Schon die Römer brachten den Wein ins Wallis.

leukerbad_galerie_10„Weine sollte man nicht stressen“: Andy Varonier, Geschäftsführer der Kellerei C. Varonier und Söhne, weiß, wovon er spricht. Ebenso wenig den Biker, der sein Mountainbike nach der Degustation sicher im Bus nach Leukerbad hinaufbefördern kann. Sportlich ambitionierte strampeln die etwa 650 Höhenmeter selbst zurück. Die Strapazen werden oben im sprudelnden Thermalwasser belohnt.

Neuerdings lockt in Leukerbad auch ein Flowtrail. Der 3320 Meter lange Trail führt von der Rinderhütte zur Mittelstation Flaschen. Über viele Wellen und Mulden und in engen Kurven kann sich der technikversierte Biker hier nach Herzenslust austoben, wobei die Steigung von nur etwa 10 Prozent dafür sorgt, dass Bremsen weitgehend geschont werden.

leukerbad_story_04Wer sich nicht zu sehr verausgaben möchte, der greift aufs E-Bike zurück. Neueste E-Mountainbikes in Top-Qualität lassen sich in Leukerbad mieten. Zum Beispiel  ein vollgefedertes E-MTB Bergamont Contrail C 6.0 mit 120mm Federweg. Der Aufstieg des Vortags von den lieblichen Weinhängen im Rhonetal mit einem Gläschen Pinot Noir hinauf nach Leukerbad  steckt noch in den Waden.

So fällt die Wahl heute auf Route Nummer 2, eigentlich eine gemütliche Feierabendrunde, aber gerade gut, um mit Vorbehalten gegenüber dem E-Biken aufzuräumen und die verbleibende Restzeit sinnvoll zu nutzen. Das 29-Zoll-Fully mit elektrischer Unterstützung bringt etwa 20 Kilo auf die Waage, hat einen 250 W Bosch Performance Motor und bietet vier Fahrstufen plus eine Schiebehilfe. Der Forstweg hinauf zum See wird zum Spaziergang. Auf steil abschüssigen Strecken oder in engen Kurven bieten leichtere, nicht motorisierte Mountainbike-Fullys Vorteile. Auf flowigen Trails mit leichten Gegenanstiegen spielt das E-Bike seine Stärken aus.

leukerbad_galerie_01Durch Leukerbads Thermalquellen muss  sich aber auch der einfache Mountainbiker am nächsten Tag nicht wie gerädert fühlen. Ob in der Leukerbad-Therme oder in der Walliser Alpentherme: Herrlich entspannen lässt  es sich in beiden großen Bädern. Mit täglich 3,9 Millionen Liter 51 Grad warmem, natürlichem Thermalwasser ist das Reservoir für  Urlaubsgäste aus nah und fern unerschöpflich.

Dank römisch-irischer Nacht und Mondscheinbaden lässt es sich bei Spezialaufgüssen bis spät in die Nacht hinein entspannen. Vor der atemberaubenden Alpenkulisse in der Luftsprudelliege liegen oder Verspannungen  vom Biken mit Nackenduschen und Massagedüsen lösen – was will man mehr. Doch das Thermalwasser kann noch mehr – von der Heilung neurologischer Krankheiten über chronische Erkrankungen der Gelenke bis zur Burnout-Prävention.

leukerbad_galerie_05Auf  der  Suche  nach  Geheimtipps  kann ein  Mountainbike-Guide  Abhilfe  schaffen.  Sie  heißen Romana, Peter  und Kilian und vermitteln neben atemberaubenden Strecken diverse Tricks. Die ausgezeichneten Singletrails rund um Leukerbad haben die Organisatoren des sechstägigen Mountainbikerennens „Swissepic“ dazu bewogen, gleich zwei Etappen im schönen Leukerbad enden zu lassen.

Kurz gesagt: Leukerbad bietet vielfältigste Möglichkeiten und Wege, Mountainbiken auf aussichtsreichen Singletrails mit mediterranen Genüssen und ausgezeichnetem Wein zu verbinden und den Tag ganz entspannt in einer Thermalwasserliege oder beim Winzer ausklingen zu lassen. Hat man Schmetterlinge im Bauch, ist es vielleicht nur ein Gläschen „Pfyfoltru“ zu viel.

INFO

Allgemein

Leukerbad Tourismus
CH-3954 Leukerbad
Tel. +41 27 472 71 71
www.leukerbad.ch

Anreise

Autobahn A1 bis Bern; A6 bis Spiez; Richtung Kandersteg; Autoverlad  Kandersteg – Goppenstein; Richtung Gampel; Leuk-  Leukerbad

Die Anreise mit der Bahn erfolgt bis Leuk (SBB). Anschliessend fährt der Bus (LLB) von Leuk Bahnhof direkt nach Leukerbad, Albinen, Inden oder Varen.

Bergbahnen / Flowtrail

Torrent-Bahnen Leukerbad-Albinen AG
CH-3954 Leukerbad
Tel. +41 27 472 81 10
www.torrent.ch

Mountainbike-Karte

Unersetzlich  für  Mountainbiker  ist  die  entsprechende  Karte,  die  man  kostenlos  bei  Leukerbad  Tourismus  beziehen  kann.  Hier  sind  alle  zwanzig  Bike-Routen  mit Höhenprofil,  Schwierigkeitsgrad und QR-Code  zum GPS-Daten Download beschrieben.  Auf der Panoramakarte findet man die Strecken eingezeichnet. Zusatzinfos zu Bikehotels, Bikeguides, Bike-Events sowie zum  Radverleih  und Radtransport mit öffentlichen Verkehrsmitteln ergänzen die Informationen.

Mountainbike Tourenportal

Touren, Bike-Hotels, Bike-Guides & mehr
mountainbike.leukerbad.ch

Übernachten

In Leukerbad haben sich einige Hotels auf den Empfang von Mountainbikern spezialisiert und erfüllen  deren  besondere Bedürfnisse.  Ebenso  gibt  es  in  der  Sommersaison  von  Juni  bis  Oktober  Pauschalangebote,  in  denen  je  nach  Angebot  Übernachtungen,  Bergfahrten,  Radmiete  sowie Thermalbadeangebot mit eingeschlossen sind.  Aktuelle Informationen dazu findet man  auf www.leukerbad.ch

Parkhotel Quellenhof ***
Mitglied Mountainbike Holidays, sehr zuvorkommender Service, Bike-Verleih & mehr
www.parkhotel-quellenhof.ch

Bike – und Thermalwellness Hotel Le Bristol****
Privates Thermalbad 2.000 m², E-Bike-Tourentipps direkt vom Chef
www.lebristol.ch

Weininsel Varen

www.weininsel.ch

Titelbild: Leukerbad Tourismus Übrige Bilder: Henning Heilmann

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Eggental: Paraderunden und Trails für technisch versierte

Nicht nur die Harten kommen in den Garten: Das Traumpanorama von Latemar und Rosengarten lässt sich auf leichten Einstiegsrunden oder auf der legendären Latemar-Umrundung erkunden, die dank Kombi-Liftticket wenig Höhenmeter und großen Singletrail-Spaß bietet. Weiterlesen

Eggental ist für Mountainbiker noch ein Geheimtipp. Nördlich die Sellaronda, südlich das Fleimstal ist es von Regionen umgeben, die viele kennen. Aber auch im Eggental finden Biker beste Rahmenbedingungen und geniale Trails vor, mit der Krönung der Latemarumrundung über den Karerpass ins Fassatal mit tollen Ausblicken und günstigen Aufstiegshilfen.

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Traumhafter Ausblick ins Latemar-Gebirge

Rund um den Latemar
Die Latemarumrundung ist unter Mountainbikern schon länger ein Geheimtipp. Mit der neuen „Mountainbike Card“ lässt sich diese nun mit Liftunterstützung noch leichter bewältigen: Für nur 17 EUR können Biker die Kabinenbahn Welschnofen, die Gondeln in Predazzo und den Sessellift Gardoné für je eine Auffahrt nutzen. So legen Mountainbiker an einem Tag 3.000 Höhenmeter mit drei Liften zurück.

Das ermöglicht eine traumhafte Umrundung des Bergmassivs mit viel Panorama, und Biker können sich die Kraft mühevoller Anstiege für die teils anspruchsvollen Trailabfahrten speziell hinab nach Moena rund um den mächtigen, 2.842 Meter hohen Latemar sparen.

Bikeguide Albrecht rockt die Trails im Eggental.

Bikeguide Albrecht rockt die Trails.

Waschechte Urgesteine
Wer die besten Trails rund um den Latemar entdecken möchte, schließt sich gern einem der passionierten Bikeguides im Eggental an. Wie dem Urgestein „Krauti“. Der gelernte Koch heißt eigentlich Gerhard Krautwurst und bietet „Cooking & Biking“ Specials für Genießer an. Etwas drahtiger kommt Albrecht, Wirt vom Hotel Diana in Welschnofen, daher. Auch er ist ausgebildeter Bikeguide, aufgewachsen in den Dolomiten. Die Singletrails an Rosengarten und Latemar kennt er wie seine Westentasche. Auch Bikeguide Sonja ist im Hotel Diana anzutreffen. Die „waschechte Ostfriesin“ ist eine echte Exotin. Vom platten Land von der Nordsee kommend, ist ihr nach ihrer Mountainbikeguide-Ausbildung inzwischen kein Trail zu schmal und keine Abfahrt zu steil. Blitzschnell steckt sie die Gäste mit ihrer Leidenschaft an.

Bikeguide Sonja: Lebenslust steckt an

Bikeguide Sonja: Lebenslust steckt an

Versteckte Vielfalt
Über 500 Kilometer Wanderwege führen im Eggental über Stock und Stein zu urigen Almen und Aussichtslogen. Grundsätzlich ist jeder Wanderweg auch für Biker frei, es sei denn er ist ausdrücklich untersagt. Um die besten Trails zu finden, nimmt man sich also am besten einen erfahrenen Guide. Im Hotel Diana werden täglich mindestens zwei Touren oder Techniktrainings in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geboten, und das so lange das Wetter schön ist bis mindestens Mitte Oktober. Ob man nun bei den Fortgeschrittenen oder den Einsteigern am besten aufgehoben ist, findet sich schnell heraus. Im Zweifel findet man im Eggental auf kniffligen Passagen Ausweichrouten über Forstwege.

 

Perfekte Bikehotels
Neben Biketouren im Eggental stehen auch Ausflüge zur Sellaronda, ins Etschtal, zum Kalterer See und weiteren Destinationen im Programm des Hotel Diana. Die Latemar-Umrundung wird als Trailtour, Familientour und Genießertour angeboten. Ein Tipp: Die Pauschalangebote mit Touren für Anfänger und Fortgeschrittene. Neben dem Bike & Ski Hotel Diana gibt es 16 weitere Bikehotels im Eggental, viele bei Anbietern wie Mountainbike Holidays oder BikeHotels Südtirol mit Qualitätsgarantie bei der Ausstattung wie Waschplatz u.a.

_eggental_story_04Carezza Trail: Ein echtes Highlight
Auf dem Trail Nummer 7 schwebe ich schon auf Wolke 7. Der tolle Trail mit teils kniffligen Passagen führt über dem  Hotel Diana zur Talstation der Kabinenbahn Welschnofen. Mit der neuen Kabinenbahn, in der lässig drei Biker mit ihren Mountainbikes Platz finden, geht es hinauf zum Startpunkt des Carezza Trails. Dieser ist ein echtes Trail-Juwel und bietet mit seinen Anliegern und Steilkurven, Brücken, Sprüngen, Drops und Tables alles, was ein Bikerherz begehrt. Auf 4,4 Kilometern werden 500 Höhenmeter durchs idyllische Nigertal überwunden. Der Flowtrail mit leichterer und schwererer Variante ist bis Mitte Oktober geöffnet und wartet an der Bergstation mit einem Trainingspark auf.

Urige Einkehr auf der Stadl-Alm

Urige Einkehr auf der Stadl-Alm

Unterwegs urig einkehren
Etwa  vierzig Hütten und Almen gibt es im Eggental. Hier lernt man die Südtiroler Küche und ihre Kreationen am besten kennen. Kaiserschmarrn, Brettljause, Knackiger Krautsalat mit Südtiroler Bauernspeck, dreierlei Knödel oder frisch gebackener Apfelstrudel nach Großmutters Rezept sind Beispiele. Auf der Latemarumrundung empfiehlt sich die Einkehr in der Baita Gardoné an der Bergstation der Gondelbahn Predazzo. Hier gibt es auch leckere Wildspezialitäten oder ein feines Beefsteak Tartar. Oder die Stadlalm mit selbstgemachter Buttermilch und Konfitüren, die man auf einer kurzen Rundtour mit Erfrischung im Welschnofener Freibad entdecken kann. Nirgendwo hat man einen schöneren Ausblick sowohl auf Latemar als auch auf den Rosengarten als hier.

INFO

Allgemein
Das Eggental, nur etwas östlich von Bozen in den Bergen gelegen, bietet Mountainbikern eine ausgezeichnete Infrastruktur: Passionierte Bikeguides in vorbildlich ausgestatteten Bikehotels, tolle Singletrails sowohl für Einsteiger als auch für Profis, modernste Seilbahnen mit günstigem Mountainbiketransport, ein Tourenportal mit GPS-Planer. Nicht verpassen sollten Besucher die faszinierende Latemarumrundung, welche öfters auch als von Guides begleitetes Programm angeboten wird.  Mit dem Carezza Trail lockt ein echtes Trail-Juwel. Insgesamt sieben Dörfer reizen im Unesco Welterbe Dolomiten mit italienischer Lebensart und alpinem Flair:  Welschnofen, Deutschnofen, Eggen, Obereggen, Petersberg, Carezza und Steinegg.

Anreise
Der Bahnhof Bozen ist schnell mit internationalen Zügen über den Brenner zu erreichen, Aus dem Westen (Schweiz, Stuttgart, Bodensee) empfiehlt sich die Anreise mit Railjet über den Arlberg bis Innsbruck, hier besteht direkter Anschluss mit Eurocity, Aus München Direktverbindung mit Eurocity nach Bozen. Fahrradmitnahme reservierungspflichtig. In Bozen etwa halbstündige Busverbindung ins Eggental (http://www.sii.bz.it/de), mit dem Bike mit Biketaxi oder auch kostenlose Abholung durch das Hotel.

Nützliche Links

Mountainbiken im Eggental

Bikeschulen und Touren

Dolomiti Bike School

Tourenprogramm Hotel Diana

Bike School Eggental

Krauti´s Cooking & Biking

Bikeverleih

Sport Laurin (Welschnofen)

Bikehotels

Bike & Ski Hotel Diana

Weitere Bikehotels

MTB-Touren

Interaktive Tourenkarte

MTB-Touren Rosengarten-Latemar-Eggental

Interaktive Karte Bike Trail Carezza

Latemar-Umrundung Trailtour
(mit Track-Download GPX, KML, PDF)

Kontakt

Eggental Tourismus
Dolomitenstraße 4
I-39056 Welschnofen

www.eggental.com

 

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Wanderlust an der Costa Dorada

Ein Urlaub an der Costa Dorada, der Goldküste Kataloniens, ist ohne die goldenen Berge im Hinterland nicht komplett. Beim Wandern längs Weingärten,  im Kloster oder beim Klettern, unter Steineichen und in der Serra del Montsant entdeckt man erst die ganze Vielfalt und Schönheit der Region. Ein organisiertes Wanderprogramm macht das Ganze unvergesslich.
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Costa Daurada - Tarragona 005 -® Tarragona Turisme

Antikes Weltkulturerbe vor blauem Meer: Tarragona

Ein schöner Auftakt zum Wandern an der Costa Dorada ist Tarragona. Die antike Stadt mit Weltkulturerbe hat nicht nur ausgezeichnete Restaurants mit viel Flair, sondern auch eine Rambla mit Balkon. Am Ende der Flaniermeile hat man eine großartige Aussicht auf das Meer. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauern und über den Archäologischen Spazierweg.

 

Am Morgen darauf empfängt uns schon der Krauland Wanderbus, um mit uns die herrlichen Berge im Hinterland der Costa Daurada zu entdecken. „Ich hoffe, ihr habt´s alle Steigeisen und genug Seil dabei“, scherzt Wanderführer Gregor, als sich „Montblanc“ Wegweiser verdichten. Aber das gleichnamige Städtchen ist nicht ganz so alpin und liegt nur wenige Kilometer von Poblet, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, entfernt.

Mirador de la Pena bei Poblet

Mirador de la Pena: Fantastische Aussicht bei Poblet

Aussichtsloge mit Picknick
Gleicht hinter Poblet steigen wir in unsere erste Bergwanderung ein. Durch einen grandiosen Steineichenwald wandern wir bei herrlichem Herbstwetter aufwärts zum Mirador de la Pena auf 950 Metern Meereshöhe. Hier empfängt uns ein atemberaubender Rundblick in die weite Landschaft der Costa Daurada und ein Picknick mit Aussichtsloge.

 

Das mächtige Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet, 1151 gegründet und heute das größte bewohnte Zisterzienserkloster Europas, empfing uns als zweites Ausflugsziel. Seit etwa einem Jahrtausend  ist der Zisterzienserorden mit dem Weinbau verbunden. Hier wird der „Pinot Noir“ kultiviert, eine zarte und schwierige Sorte, die weiche und elegante Weine hervorbringt. Das Weingut Abadia de Poblet entstand aus dem Wunsch des Klosters heraus, die tausendjährige Weintradition wieder aufleben zu lassen. Heute werden hier edle Tropfen aus der Region verkostet, gern auch schon vor der anschließenden Klosterbesichtigung.

Santa Maria de Poblet, größtes bewohntes Zisterzienserkloster Europas

Das Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet

In Santa Maria de Poblet fanden einige katalanische und aragonesische Könige in kunstvollen Sarkophagen ihre letzte Ruhe. In dem schon 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Zisterzienserkloster lohnt sich, die schönen Bögen des Kreuzganges in Augenschein zu nehmen ebenso wie das Brunnenhaus. Am Abend werden schöne gregorianische Choräle vorgetragen.

 

Zedern und Zypressen
Tiefenentspannt von gregorianischen Gesängen lasst Gregor auf der Weiterfahrt noch mal verschiedene Pflanzenarten und Tiere des Tages Revue passieren. Salbeiblättrige Zistrose, Zedern und Zypressen. Bienenfresser und Eichelhäher. Unser abendliches Ziel heißt etwas später Falset. Die noch ursprünglich erhaltene Kleinstadt im Priorat strahlt eine behagliche Ruhe aus. Durch enge Gässchen erreichen wir unser gemütliches Hotel „L´Escoleta“, das auf mehreren Etagen einer alten jüdischen Schule schöne Appartements bietet.

La Villela Baixa in der Serra del Montsant

La Vilella Baixa: Montsant für die Fototapete

Nach einem reichlichen Frühstück geht die Fahrt in unserem bequemen Wanderbus morgens weiter. Bei blauem Himmel tingeln wir in die schmucken Berge des Montsant hinein. Einen ersten Stopp legen wir mit Aussicht auf das Bergdörfchen „La Vilella Baixa“ ein, das vor den Felswänden des Montsant seine Reize entfaltet. Nur etwa 200 Einwohner leben in dem verschlafenen Ort, der sich wie ein Gemälde in die Landschaft schmiegt.

Hier sind wir bereits am Eingang der Serra del Montsant. Noch etwa acht weitere Bergdörfer  zählen  zu dem Küstengebirge, das vor allem bei Kletterern äußerst beliebt ist. Die sich hoch auftürmenden Kalkfelsen des Montsant sind ein wahres Eldorado für Sportkletterer. Weltweit bekannt ist vor allem Margalef. Hier befinden sich einige bekannte und sehr schwere Routen. Etwas weniger bekannt Cornudella de Montsant, weit bekannter dessen Teilörtchen Siurana – mit einigen der schwersten Kletterrouten der Welt wie „La Rambla“.

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wanderlust zwischen Weinreben und Wacholder

Wein und Wacholder
Siurana ist aber erst unser morgiges Ziel, heute begnügen wir uns mit einer spätsommerlichen Wanderung, die weder Seil noch sonstige Sicherungen erfordert. Herrlich, zwischen bunt gefärbten Weinreben und Wacholderbüschen zu wandern und die Aussicht auf die Felsmassive des Montsant zu genießen. Von Ulldemolins nach Sant Bartomeu führt die von Gregor ausgewählte Tour.

Zum ersten Mal werden die Beine etwas schwer, die Sonne brennt und der Durst meldet sich. Zuerst mal ein Bier. Hervorragende Weine lassen den späteren Nachmittag in der benachbarten Weinregion Priorat äußerst lustig ausklingen. Entspanntes Mittagessen vom Grill im Les Figueres, anschließend eine Weinprobe in der Weinkellerei Clos Figueres. Syrah und Carbernet Sauvignon, gemischt mit den lokalen Traubensorten Garnacha und Carinena. Durchaus erschwinglich, eine Weinprobe ist ab etwa 15 Euro möglich.

 

Wacholder wächst am Wegesrand

Wacholder wächst am Wegesrand

Morgens im schunkeligen Bus nochmal Pflanzenkunde zur Auffrischung: Sternanis und Hagebutte, Immortelle und Currygewächs, Haselnuss und Bittermandel zählen wir auf, welchen wir bereits begegnet sind. Gregor ist stolz auf uns. Noch zu erwähnen ist der Wacholder, der auch im Gin sowie im wieder sehr beliebten Wermut Verwendung findet. Weiter geht die Fahrt ins schmucke Siurana.

 

Schön und spektakulär: Siurana

Auf einem beeindruckenden Felsplateau thront Siurana, ein kleines spektakuläres Bergdorf, das zu den 10 schönsten Dörfern Kataloniens zählt. Heute zählt der bei Kletterern beliebte Ort gerade mal drei Dutzend Einwohner und weit mehr Besucher, die entweder nur die Aussicht genießen oder die reizvolle Umgebung beim Wandern, Biken und Klettern erkunden.

Siurana thront auf einem Felsplateau

Siurana thront auf einem Felsplateau

Dennoch wurde Siurana (737 m ü.M.) nicht wegen des schönen Blicks in so schwindliger Höhe errichtet. Vielmehr diente die Lage zur Verteidigung, als die Christen versuchten, das Land den Mauren abzuringen. Lange galt Siurana als uneinnehmbar. Auch wer ganz einfach das Panorama und die Restaurants in Siurana genießt, hat eine Menge Spaß.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Küche im La Siuranella. Entenleber mit Mango, Gänseleberpastete, Kaviar mit luftgetrocknetem Schinken: Alles mit Liebe kunstvoll zubereitet. Vegetarier kommen bei Himbeer-Ziegenkäse, überbackenem grünen Spargel und Steinpilzen auf ihre Kosten. Dazu ein edler Tropfen Rot- oder Weisswein im urgemütlichen Gastgarten und dabei der unbezahlbare Blick in die Berge des Priorat.

Sonniger Sonntagsbrunch im La Siuranella

Sonntagsbrunch im La Siuranella

Ein Ort, den man gar nicht wieder verlassen möchte. Wer sich Hals über Kopf in das bezaubernde Bergdorf verliebt, kann im Hotel La Siuranella in einem der sechs hübschen Zimmer, welche nach Weintrauben benannt sind, vielleicht gleich ein Quartier beziehen. Es geht natürlich auch günstiger in einem nahe gelegenen Camping. Die goldene Mitte ist eine geführte Wanderwoche mit Krauland in Kooperation mit Neckermann Reisen. Das von Wolfgang Krauland geführte Familienunternehmen aus Österreich schnürt für Gruppen auch Wanderpakete nach Maß und bietet das genussvolle Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ wieder ab Mitte März an (das Detailprogramm steht unter www.krauland.at zum Download bereit).

 

INFO

Allgemein

Katalonien Tourismus
www.catalunya.com

Krauland
Wandern mit Krauland: Katalonien – Costa Dorada

Reiseblog von Katalonien Tourismus
katalonien-tourismus.de

Facebook
www.facebook.com/catalunyaexperience.de/?fref=ts

App
katalonien-tourismus.de/app-katalonien-ist-aktivurlaub

Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona Costa Daurada
www.costadaurada.info

Anreise

Flug
Abflughäfen für Wanderprogramm „Wanderlust an der Costa Dorada“ siehe Neckermann Reisen-Katalog Spanien Festland.

Individuelle Anreise mit Flug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Reus und Barcelona. Entfernung Reus-Tarragona 13,5 km, Reus-Siurana 35 km.  Barcelona-Tarragona 98,5 km, Barcelona-Siurana 147 km
Individuelle Anreise mit Bahn: Bahnhof Marsa-Falset, ca. 2 Std. Fahrtzeit ab Barcelona

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Glückselige Fasnet in Oberschwaben

Nach Bad Waldsee kann man auch zur Kur fahren. Oder aber zur Fasnet. Letztendlich ist Oberschwaben zur närrischen Zeit doch einfach am schönsten. Nach fünf Tagen kann man erstaunliche Parallelen in der gesundheitsfördernden Wirkung feststellen. Weiterlesen

Manche kommen immer wieder. Einfach nur zum Fasnet feiern, die es im Norden Baden-Württembergs gar nicht so richtig gibt. Hier dafür umso mehr. Oft beginnt die hohe Phase der Fasnet schon eine Woche vor Aschermittwoch. In den „Gompigen Donstig“ wird wild hineingefeiert. In Bald Waldsee wird dabei der „Schrättelestanz“ auf dem Marktplatz aufgeführt. Dabei dreht es sich um einen symbolischen Kampf zwischen den Wintermächten, den Schrättele, und dem Frühling, vertreten durch die Weißnarren (Faselhannes und Narros).

Guggamusig spielt auf

Nach dem Schrättelestanz auf dem eiskalten mitternächtlichen Marktplatz gibt es in der Gaststätte „Grüner Baum“ kein vor und zurück mehr, Guggamusigen spielen auf, das Bier fließt und es wird wild auf den Tischen getanzt. Wozu Sauna, wenn man es doch auch in einer dichtgedrängten Kneipe schön heiß haben kann und man noch dazu im Auf und Ab der Menschenmenge durchgeknetet wird? „Narra-hi, Narra-her, richtet ebbes z´saufet her!“

Brezeln, Würstle und Landjäger für die Kinder beim "Wächsebrauch"

Brezeln & Landjäger für die Kinder beim „Wächsebrauch“

Sorgen sind schnell vergessen. Die schwäbische Fasnet macht glückselig, weil die weltlichen Mächte für ein paar Tage wirklich nichts zu sagen haben und echte Narrenfreiheit herrscht. So werden nicht nur der Bürgermeister und der Gemeinderat, sondern konsequenterweise auch die lästigen Schulleiter und sonstigen Amtsleiter (Amtsrichter, Bankenchefs) abgesetzt.

 

 Fasnet mit Aha-Erlebnis

Am „Gompigen“ Donnerstag findet dann in Bad Waldsee schon ein großer Umzug statt. Der Fasnetsruf „Aha! schallt die Straße auf und ab, wenn sich die Federle, Schrättele, Faselhannes, Narro, Schorrenweible und Werners Esel zum Narrensprung versammeln. Beliebt ist auch der Wächsebrauch: Dabei versammeln sich die Kinder vor dem Haus Albrecht, um neben „Gutsla“ auch Würste und Wecken zu fangen. Dieser Brauch geht auf den Wachszieher Alois Albrecht, der mit übergroßen Köpfen, genannt „Wächseköpfe“, in den Giebelfenstern seines Hauses erschien und den Kindern Wurst, Wecken, Äpfel oder Süßigkeiten zuwarf.

Ebenso ausgelassen wird die Fasnet in Bad Saulgau gefeiert. Wer die Fasnet so richtig nach Tradition feiern will, trifft sich zum „Sauschwanzessen“ (der Sauschwanz ist eine Spezialität von hier) und zieht anschließend im Fasnetshäs durch die Bad Saulgauer Lokale. Spät in der Nacht treffen sich dann meist alle auf der großen Fasnetsparty im Hotel Kleber Post.

Guggamusigen spielen auf den Umzügen, in Lokalen und Geschäften auf.

Guggamusig spielt auch in Lokalen und Geschäften auf.

Nach einer Nacht mit viel Tanz und Polonese skandieren wir am Tag drauf in Weingarten „Breisgau Ofaloch!“, den traditionellen Fasnets-Schlachtruf der Stadt. Dabei wird es uns trotz dichter Nebelglocke auch schnell warm. In jedem Ort sind die Sprüchle verschieden. „Doraus, detnaus, bei der alte Linda naus“, heißt es in Bad Saulgau, „Aha“ in Bad Waldsee. Die Vielfalt und die Gaudi sind enorm.

 

Fazit: Die oberschwäbische Fasnet macht alle gesund, denn Lachen hält gesund, heiß wird einem auch, und wer je mal ins Frieren kommt, findet in den Thermen in Bad Waldsee oder Bad Saulgau den Ausgleich zum vielen Schunkeln und „Viertele schlotza“.

Zu den schönsten Fasnets-Versen zählen übrigens die folgenden: Horig, horig, horig isch dia Katz, und wenn die Katz nit horig isch, no fängt sie koine Mäuse nicht! Sara, Sara, Pfanna hot a Loch! d´Knöpfla sind verfahra, d´Suppa hommr doch. Herrlich isch dia Fasenacht, weil mei Muttr Kiachla bacht,wenn se aber koine bacht, no pfeif i auf die Fasenacht!

 INFO

Oberschwaben Tourismus GmbH
www.oberschwaben-tourismus.de

Ausflugsziele und Events in Oberschwaben
www.oberschwaben-tipps.de