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Gipfelluft in der Radlkluft: E-Bike & Hike in der Wildschönau

_wildschoenau_header_04_susan_wehrmakerIn die Berge und Almen radeln ohne Schmerz in den Wadeln, auf entlegene Gipfel hochlaufen ohne schon vorher zu schnaufen: „E-Bike & Hike“ in der Wildschönau im Tirol machts möglich. Dank routiniertem Mountainbike-Guide, Fahrtechniktrainer und Bergwanderführer dringen die Teilnehmer der wöchentlichen Exkursion bis in entfernteste Winkel des herrlichen Hochtals vor. Weiterlesen

Wenn Rainer Schoner freitags früh mit seinen Urlaubsgästen tief in die Berge radelt um anschließend geheime Gipfel zu besteigen, leuchten nicht nur die Augen der munteren Radler trotz saftiger Steigungen. Auch der waschechte Wildschönauer ist voll in seinem Element.

_wildschoenau_galerie_22_susan_wehrmaker_small170.000 Höhenmeter macht Rainer in einer einzigen Saison. Keines der 45 Länder, in denen er schon als Bike-Guide unterwegs war, und auch nicht die Rocky Mountains, in denen er 16 Jahre Skilehrer war, würde er gegen die heimischen Tiroler Berge tauschen, die er wie seine Westentasche kennt und deren bezauberndste Winkel oft in der noch immer urigen Wildschönau liegen, mit seinen bodenständigen Menschen, Almen und Bauernhöfen.

Denn wo Mountainbiker in seinen grünen Heimatbergen öfters schwindlige Höhen erklimmen, will das Wildschönauer Urgestein nun dauerhaft bleiben. Wenn Rainer Schoner die Gäste zum Warm-Up versammelt, dann nicht um sie zu schonen, sondern um zu klären, wie es um Fitness und Fahrtechnik bestellt ist. Nach kurzer Einweisung ins E-Mountainbike und die Fahrtechnik wird in entlegene Winkel der Wildschönau geradelt, die zu Fuß schwer zu erreichen wären.

_wildschoenau_galerie_06_susan_wehrmaker_smallSchon nach den ersten steilen Rampen den Berg hinauf wird klar: Das E-Mountainbike hilft, für die spätere Gipfelwanderung Kraft einzusparen. Dadurch rücken entlegenere Ziele in Reichweite einer spannenden Tagestour – besonders für Leute, die über wenig bis eine normale Kondition verfügen. Heut geht’s aufs Feldalpenhorn, wo der MTB-Guide und Bergwanderführer das Panorama erläutert.

Rosskopf und Lämpersberg, Kitzbüheler Alpen, Loferer Steinberge, Wilder Kaiser. Beim Anblick der Berge schmeckt die mitgebrachte Jause doppelt so gut. Teils noch in Radlkluft, aber stets in festen Bergschuhen werden die bezauberndsten Gipfel der Wildschönau miteinander erobert. Die richtige Bremstechnik zuvor am Lenker vermittelt, stellt die rasante Abfahrt in das idyllische Bergtal der Wildschönauer Ache niemand vor Probleme und alle genießen den Fahrtwind.

__wildschoenau_galerie_09_henning_smallRiesiges Repertoire
300 km Wanderwege, von denen viele auch ambitionierten Mountainbikern Abwechslung bereiten, durchziehen das wundervolle Hochtal der Wildschönau. Dem Wanderer vorbehalten sind einerseits die höchsten Gipfel wie der Lämpersberg (2202 m) und das Große Beil (2309 m), aber auch manch idyllischer Spazierweg im Tal wie der Franziskusweg mit seinen schönen Skulpturen. Entlegene Gipfel wie Breitegg Gern (1981 m) oder Feldalphorn (1923 m) lassen sich wiederum am besten mit Bike und Bergschuh kombiniert erobern, so wie es bei „E-Bike & Hike“ der Fall ist. Ein ambitioniertes Ziel mit dem MTB ist die bewirtschaftete Neuhögenalpe (1718 m), unter dem Lämpersberg gelegen auch Bike & Hike geeignet.

Werktags wandern
Auch Werktags lockt die Wildschönau mit einem wundervollen Wanderprogramm, gemeinsam mit Wanderführern die Wildschönau zu erkunden – übrigens mit der Wildschönau Card ganz kostenlos! Möslalm (1110 m), Breiteggspitze (1866 m), Gratlspitz (1893 m), Joelspitze (1964 m): Die Vielfalt der Mo-Fr erklommenen Berge und Gipfel ist schier grenzenlos. Früh hinauf geht es bei der Sonnenaufgangswanderung aufs Kragenjoch (1425 m). Neu ist die „Bienenwanderung“.

__wildschoenau_galerie_10_henning_smallAuszeit auf der Alm
Achentalalm, Feldalm, Holzalm, Markbachjochalm, Möslalm, Rosskopfhütte, Schönangeralm & mehr: Sonnige Almen und Jausenstationen machen Wanderungen in der Wildschönau zu einem ganz besonderen Genuss. Wer mag, steuert früh morgens die Norderbergalm (1364 m) an, wo ab neun Uhr Gästen ein köstliches „Auszeit-Bergfrühstück“ serviert wird. Auch mit Bike lässt sich die Neuhögenalpe (1713 m) erobern, die aber recht selten angesteuert wird. Hier werden das Bier und die Limo noch im Brunnen gekühlt. Nachdem die Kühe gemolken sind, wird gern ein leckerer Apfelstrudel serviert. Ambitionierte Wanderer erobern anschließend gerne den mächtig über der Alm thronenden Lämpersberg (2202 m).

Preiswert mit Pool
Die Fair-Preis-Region Wildschönau ist bekannt für ihr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 3 Nächte in einer Pension mit Frühstück gibt´s schon ab 84 Euro pro Person im DZ. Andernorts in Tirol reiht sich oft ein Luxushotel an das andere. In der Wildschönau gibt es hingegen noch liebevoll geführte Familienbetriebe mit viel Herzlichkeit und echter Tiroler Gastfreundschaft, die auch auf 3-Sterne-Niveau pure Urlaubsfreude bereiten.  Nur ein Beispiel dafür ist der Lenzenhof mit seinem wunderschönen Garten und großem Pool, geradezu perfekt für Familien geeignet.

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INFO

Allgemein
Die Wildschönau ist ein idyllisches Hochtal in den Kitzbüheler Alpen und ausgezeichnetes Ziel für aktiven Sommerurlaub mit Wandern und Mountainbiken. 300 km Wanderwege bieten ein schier unerschöpfliches Potential. Für Mountainbiker noch ein Geheimtipp, lässt es sich auch in der Wildschönau herrlich biken, was auch das neue Angebot „E-Bike & Hike“ beweist. Hinzu kommt die Mountainbike Schule Wildschönau mit ihrem umfangreichen Angebot. E-MTBs können auch für Kinder ausgeliehen werden, hinzu gibt es Kinder-MTB-Workshops.

Anreise

Bahn & Bus
Umweltfreundliche Anreise per Bahn bis Bahnhof Wörgl im Tiroler Unterland. Der Bahnhof ist ca. 10 km von der Wildschönau entfernt, Anschluss mit Postbus oder Abholung durch das Hotel.

Weitere Infos zur Anreise

Geführte Touren

Wandertouren
Mo-Fr geführte Wanderungen. Die Teilnahme ist mit der Wildschönau Card (ab 1 Übernachtung) kostenlos. Von Mai bis September, nähere Details sind im Wanderprogramm angegeben.

MTB-Touren
Jeden Mittwoch: Geführte E-Mountainbike-Tour mit Rainer Schoner zu den schönsten
Hochalmen. Anmeldung bis Montag bei Wildschönau Tourismus. Mit Wildschönau Card
48 Euro pro Person (inklusive Bike)
Jeden Freitag: „E-Bike and Hike“ mit Rainer Schoner. Anmeldung bis Mittwoch bei
Wildschönau Tourismus. Die Tour ist mit der Wildschönau Card kostenlos. Das Ausleihen
des E-Bikes kostet 38 Euro.

Mountainbikeschule Wildschönau
https://www.mountainbikeschule-wildschoenau.at/

Veranstaltungen

Sa, 22.09.2018 Gruhnacht und Almabtrieb weitere Infos
Do,27. – Sa 29.09.2018 Wander-Weltmeisterschaft weitere Infos
So, 30.09. – So 07.10.2018 Krautingerwoche – der legendäre Rübentrunk weitere Infos

Übernachtung
Tipp: Ferienhotel Lenzenhof – preiswertes 3-Sterne-Hotel mit wunderschönem Pool im Garten
www.lenzenhof.at

Unterkunftsverzeichnis Wildschönau
https://www.wildschoenau.com/de/unterkuenfte-hotels

Kontakt
Wildschönau Tourismus
Tel. 0043/(0)5339 8255-0
www.wildschoenau.com

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Linksab nach Lessinia: Auf in die wilden Veroneser Berge

Wenn in Rovereto Radler aus dem Zug steigen, dann meistens, um die letzten Kilometer zum Gardasee hinüberzustrampeln, manchmal auch, um in einen Zug ins Valsugana umzusteigen. Aber wer hat schon einmal etwas von Lessinia gehört? Dabei ist es absolut lohnenswert, die wilden Veroneser Berge und den Naturpark Lessinia mit dem Rad zu erklimmen und entdecken. Danach lohnt es sich, die Tour in den Weinregionen Valpolicella und Soave ausklingen zu lassen. Weiterlesen

Kaum einer Handvoll Touren in Lessinia stehen in einschlägigen Foren zumeist gleich hunderte Touren am Gardasee entgegen. Zugegeben, wer auf dem MTB noch nie Tremalzo gefahren ist, für den ist es sicher reizvoller, erst einmal den Gardasee auf den Bike zu entdecken. Aber gleich danach folgt Lessinia, diese eigentümlich wilde Landschaft im Norden Veronas.

Weg vom Trubel
Wer jahrein, jahraus Riva als Revier wählt, und einmal weg von all dem Trubel will, dem sei der Naturpark Lessinia in den Voralpen nördlich von Verona einmal ganz besonders ans Herz gelegt. Nur wenige Stationen nach Rovereto folgt in dem Regionalzug nach Verona das kleine Örtchen Peri, von wo aus sich eine kleine, aber kehrenreiche Straße (SP57) auf dasbezaubernde Hochplateau von Lessinia windet. Auf nur sechs Kilometern sind knapp 800 Höhenmeter zu überwinden, bevor im Örtchen Fosse endlich das Hochplateau der Lessinia erklommen wird. Völlig dehydriert mit reichlich Gepäck für fünf Tage das erstbeste Lebensmittelgeschäft gestürmt und etwas Energie getankt. Noch mal 400 sind es bis nach Erbezzo, dem höchstgelegenen Ort der Provinz Verona (1.118 m.ü.M.).

signal-2843078_1920Terrasse mit Traumblick
Alles, was der müde und durstige Radler hier braucht, gibt es im „Al Terrazzo“: Restaurant, Bar, Pizzeria, gepflegte Zimmer mit Dusche und sogar frisches Fohrenburger vom Fass aus Vorarlberg, das ich hier nicht erwartet hätte. Dieses genießt man auf der herrlichen Sonnenterrassse mit wunderschönem Blick in die benachbarten Berge Lessinias.

Erbezzo zählt zu den 13 Gemeinden, einer früheren deutschen Sprachinsel in Lessinia zwischen der Etsch und dem Agno in der Provinz Verona. Das einst gesprochene „Zimbrische“ ist heute gänzlich ausgestorben. Das zimbrische Kulturerbe wird aber noch gepflegt, wie beim „Tzimbar Race“, einem Triathlon aus 10 km Laufen, 15 km Mountain Bike und Holzstämmen sägen.


„Lessinia Legend“

10 km weiter liegt Bosco Chiesanuova, dies heißt eigentlich „Neuenkirchen“. Hier findet immer Ende Juni ein MTB Rennen der Superlative statt. „Bist Du bereit, in die Geschichte einzugehen und zur Legende zu werden?“ wirbt Lessinia Legend, der wohl härteste Mountainbike Marathon Italiens.

Zwischen 55 und 100 km und zwischen 1740 und 3610 Höhenmeter werden bezwungen. Bis zu 1000 Biker überwinden die Distanzen. Laut Red Bull Europas härtestes MTB Rennen. Hier nimmt auch die MTB-Elite teil, aber jeder der möchte, kann seine Heldenhaftigkeit frei entfalten. Eine Herausforderung in Landschaften verkannter Schönheit, eingebettet in den venetischen Voralpen östlich des Gardasees und zwischen den Provinzen von Trient, Verona und Vicenza.

20180624_111211Zur Entspannung nach den technisch anspruchsvollen Trails in den Höhenzügen des Lessinia Naturparks lohnt es sich anschließend, die Nachbarregionen kennenzulernen und die Radtour nach Verona, Soave oder Vicenza fortzusetzen. Dabei geht es fast ständig sanft bergab. Wer die richtige Route wählt, kann es im wildromantischen Tal des Torrente Squaranto bis kurz vor Verona fast ohne jeden Verkehr richtig schön rollen lassen. In Montorio trifft man auf große und herrschaftliche Weingüter.Es lohnt sich, die Fahrt hier Richtung Soave und Vicenza fortzusetzen. Über eine anstrengende Anhöhe wird San Martino di Buon Albergo bei Marcellise im Weinbaugebiet des Valpolicella erreicht. Hier sollte unbedingt ein Zwischenstopp in der Locanda Marcellise mit ausgezeichneter Küche und köstlichem Birra Lessinia eingelegt werden, bevor die Tour weitergeht.

 

Foto: Pinotshop / Creative Commons

Weiter geht die Fahrt auf Nebenstraßen nach Soave in das Anbaugebiet berühmter Weißweine. Bei ausreichender Zeit lohnt sich der Besuch einer der vielen Weingüter in der Region. Das mittelalterliche Soave ist von einer Wehrmauer umgeben, die von der Burg hinabführend errichtet wurde. Der gigantische Verteidigungswall ist umgeben von einem Meer aus Weinreben, aus deren Beeren der berühmte Soave-Wein hergestellt wird. Überall wird der Wein gerne gekostet, gleichzeitig ist das Städtchen auch der touristischste Abschnitt unserer Tour. Bei der Weiterfahrt zum Zielort Vicenza lohnt sich ein Ausflug nach Lonigo, dass ich als Gast beim Couchsurfen näher entdecken und kennenlernen durfte.

 

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Lonigo
liegt etwa 30 Kilometer östlich von Verona und auch ca. 30 Kilometer südwestlich von Vicenza. Genau in der Mitte, ist die Kleinstadt gut für einen Zwischenstopp zwischen  den beiden Orten geeignet. Sehenswert ist hier vor allem die Villa Pisani, die als eine der von Andrea Palladio entworfenen und gebauten Villen zum Weltkulturerbe der Stadt Vicenza und der Villen Andrea Palladios zählt. Einen Besuch ist auch die Chiesa del Santissimo Redentore wert. Das kleine Städtchen hat auch eine hübsche Fußgängerzone, Montags lohnt sich der Besuch auf dem Markt mit frischem Obst und Gemüse, wie es eben nur auf italienischen Märkten anzutreffen ist. Schön ist auch der Park im Herzen des Städtchens.

 

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Das reizvolle Zentrum von Vicenza wird von der lebhaften Piazza dei Signori und der mächtigen Basilika beherrscht. Mit der Villa La Rotonda und der Basilica Palladiana befinden sich zwei Hauptwerke Palladios in Vicenza. 1994 wurde Vicenza als „Stadt des Palladio“ in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Sehenswert ist auch das Teatro Olimpico. In Vicenza besteht Anschluss an internationale Zuglinien aus Deutschland und Österreich in Richtung Venedig. So lässt sich das Fahrrad bequem in den reservierten Zug hinein packen und beim gemütlichen Rattern über die Schienen noch einmal die schöne Fahrradreise Revue passieren.

 

INFO

Praktische Informationen zu dieser ca. 5 tägigen Fahrradtour

  • Start: Peri (bei Rovereto)
  • Ziel: Vicenza
  • Stationen: Erbezzo, Bosco Chiesanuova, San Martino di Buon Albergo, Soave, Lonigo, Val Liona, Vicenza
  • Länge: 118 km | Dauer: 4-5 Tage | Höhenmeter: 2.353 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni-September
  • Praktische Tipps: Tourplanung mit Naviki-App (Basisversion gratis)
  • Ausrüstung: Mountainbike. Trekkingbike
  • Einkehrmöglichkeiten:  Locanda Al Terrazzo (Erbezzo), Locanda Marcellise (San Martino di Buon Albergo)
  • Übernachtung: Locanda Al Terrazzo (Erbezzo), Hotel Frizzolan (Bosco Chiesanuova)

Schlaflos auf Sardien: MyLand Mountainbike nonstop

myland960Bis zu 440 Kilometer und 10.000 Höhenmeter Mountainbiken nonstop: MyLand an der Westküste Sardiniens ist ein echtes Abenteuer. Ein Mountainbike-Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein. Wildpferde in der heißen Mittagssonne oder Pasta-Party nachts um zwei? Wer das ursprüngliche Sardinien entdecken und ein echtes Abenteuer erleben will, sollte sich das Myland Mountainbike Festival Ende April im Kalender dick anstreichen. Weiterlesen

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Bissiger Antieg bei Roja Mente  – Villa Verde  –  Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Das MyLand MTB Non Stop Bike Festival ist eine Idee, die in der Marmilla an der Westküste Sardiniens, vierzig km von Oristano, entstand, um die bezaubernde Bergregion aktiven Gästen bekannt zu machen.  Die Marmilla ist eine äußerst dünn besiedelte Landschaft, wo sich Sardinien natürlich entdecken lässt. Von sanften Hügeln geprägt, ragen auch sportliche Berge hervor: Das Naturreservat Monte Arci (812 m), die Giara di Gesturi (609 m) mit seinen Wildpferden und Ausläufer des Gennargentu.

 

Drei sportliche Streckenprofile von 120 bis zu über 400 Kilometern: Das sind die Eckdaten des MyLand Bike Festivals. Was sich noch aufregender liest, ist die dabei akkumulierte Kraxlerei: Von Anfang an waren dies 2.500, 5.000 oder 10.000 Höhenmeter. Vom ersten Jahr an war das Myland Bike Festival ein Event, das die Ausdauer der Teilnehmer auf die Probe stellte. Von Anfang an gab es Teilnehmer, die aufgaben. Dennoch hat sich die Anzahl der Teilnehmer seit der ersten Auflage jährlich in etwa verdoppelt: 2015 waren es 60, 2016 schon 120 und 2017 nahmen bereits 166 Mountainbiker am MyLand Mountainbike Festival teil.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Typische Frühlingslandschaft auf den Feldern der Marmilla Foto: © MyLand / Marcello Olla

Drei Tage, hunderte von Kilometern, meilenweit absolute Wildnis, Verlass nur auf den GPS-Track: Das MyLand Bike Festival ist ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Wer einmal am MyLand MTB Festival teilnimmt, wird schnell Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, die sich auf kniffligen Trails im Dickicht der mediterranen Macchia oder inmitten leuchtend roter Felder aus Süßklee, der so typisch für die Marmilla ist, meist ganz automatisch  entwickelt.

 

Fünf Eigenschaften werden von den Organisatoren für einen Erfolg am MyLand Bike Festival stets  hervorgehoben: Hartnäckigkeit, Geschicklichkeit, Mut, Kraft, und Zusammenhalt. Wer sich die 400 Kilometer zutraut, sollte darauf gefasst sein, über 50 Stunden im Sattel zu sitzen und für eine Top-Platzierung auch nachts in die Pedale zu treten. Gewiss ist, dass auch nachts um drei Checkpoints offen sind, die Pasta zubereiten oder Platz für ein Nickerchen bieten.

MyLand MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein

MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein Foto: © MyLand / Marcello Olla

Einen der ersten Plätze auf dem MyLand Mountainbike Marathon belegt aber nur, wer quasi nonstop durchbiked. „Ich habe nur vier Stunden ausgeruht, aber könnte sofort wieder starten“, erzählt Piero, angetreten auf den vollen 400 km. Als einer der „Senatoren“ hat er an allen drei bisherigen Ausgaben von MyLand erfolgreich teilgenommen. Eigentlich habe er es dieses Mal gemütlich angegangen, das nächste Mal will er erst so richtig durchstarten.

 

Pfeilschnell, widerstandsfähig und mit goldenen Reflexen ausgestattet sollte man in der Tat sein, um einen der ersten Plätze dieses in ganz Italien einzigartigen Bike-Events zu erobern. Konzentration erfordert nicht nur die Aufmerksamkeit auf die in allen Varianten technisch anspruchsvollen Trails des Marathons, sondern auch aufs GPS-Gerät, welches zumeist alleinige Orientierung bietet. Mancherorts ist gar kein Weg zu erkennen. Der Blick streift im Abschnitt bei Nureci hinter jedem Gebüsch ins GPS. Zur Sicherheit ist jedem der Rat zu geben, vor dem Start nochmal das GPS und die Halterung zu checken, damit es nicht Lost in Sardegna heißt. Zu empfehlen ist die Teilnahme in einer Gruppe, dennoch treten öfters auch Biker alleine an.

On the Trail – 120 km MyLand Mountainbike nonstop

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Checkpoint in Baradili: Im kleinsten Dorf Sardiniens ist das Herz zur Gastfreundschaft groß Foto: Heilmann

Sicher mutig war es, das MyLand Bike Festival, von dem ich kurz zuvor auf der FREE Messe erfuhr,  gleich zum ersten Mal alleine auf 120 km anzutreten. Doch alleine bleibt man nicht lange. Wer sich in den Sattel schwingt und sich dem Abenteuer MyLand in der märchenhaften Marmilla stellt, wird augenblicklich Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, der er als „MyLander“ fortan angehört und damit der Region fürimmer im Herzen verbunden bleibt.

 

Herausforderungen lassen speziell fern der Heimat oft nicht lange auf sich warten. Schon in der zweiten steilen Passage der 120 km kurz nach dem Start um 14 Uhr in Villa Verde ist es soweit. Eine Abzweigung verpasst, wenige Meter abseits des Tracks ist blitzartig der Reifen platt. Schnell gefixt, wartet kurz darauf die nächste Überraschung. Das GPS macht sich selbständig und fällt vom Lenker herunter. Doch ohne den Track zu checken, hat man sich blitzschnell verfahren.

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Meeting some good friends on the trail, you never can fail: „Skall aus“ aus Oristano Foto: Henning Heilmann

Eine Gruppe passionierter Mountainbiker aus Oristano hilft mir aus der Patsche. Die nette Gruppe lerne ich am Aufstieg kennen und treffe sie später glücklicherweise gleich wieder, als sie mir nach einer weiteren gut versteckten und eben verpassten Abzweigung entgegen kommen. Glück gehabt!  Es sind „Skall aus“ aus dem benachbarten Oristano, die mich zum nächsten Checkpoint begleiten. Grazie a Michaelangelo hält mein GPS wieder fest. Tape auf dem Trail ist ein toller Tipp. Lesson 1: With good friends on the trail, you never can fail.

 

Ankunft in Assolo in der Abenddämmerung. 43 km geschafft. Hier am Checkpoint erwartet mich mein Nachtquartier bei Francesca. Ein herzlicher Empfang mit köstlichem Kuchen, einer warmen Dusche, gemeinsamer Pasta-Party am Kamin und Plauderei mit der Familie. Schnell falle ich ins Bett.  Für die tapferen sardischen Biker aus Oristano ist erst Halbzeit. Sie radeln gegen 21 Uhr nach kurzer Rast weiter zum nächsten Checkpoint Baradili, der erst nach 86 Kilometern folgt. Das hätte ich wohl nicht mehr geschafft. Lesson 2: You´re never lost with a good host.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili © MyLand / Olla

Am nächsten Morgen um sechs sitz auch ich schon wieder im Sattel. Es sind nicht viele Grade über 0. Francesca vom Checkpoint reicht mir noch eine Tasse heißen Tee zum Wärmen. Da sich niemand meiner Stopstrategie angeschlossen hat, bin ich heute navigationstechnisch auf mich allein gestellt. Schon nach den ersten Kilometern bekomme einen Eindruck davon, was die Biker aus Oristano in der Nacht zuvor noch geleistet haben. Auf einem Feldweg zweigt ein kleiner Trail ab, den ich im Morgengrauen verpasse und erst wenige Hundert Meter später nach Kontrolle des GPS entdecke. Etwas später bei Nureci folgt schließlich ein Abschnitt, wo überhaupt kein Weg mehr ersichtlich ist. Doch aufs GPS ist Verlass. Sicher führt es über ein kleines Gatter hinaus aus dem Wirrwarr. Lesson 3: Don´t worry about the way, it´s going to be ok.

 

Bei Genoni habe ich knapp die Hälfte der 120 km-Rundstrecke erreicht. Der Wasserstand in der Trinkflasche bereitet mir Sorgen. Wer weiß, wo Sardinien wieder frisches Wasser bereithält. So frage ich einen Mann im Garten, dem ich begegne. „Oggi domenica“ erinnert er mich. Er  winkt mich in eine Einfahrt, welche ich kurze Zeit darauf wieder verlasse. Sardische Gastfreundschaft! Fix Mineralwasser, Kekse, Kuchen, Wildschweinsalami, Pecorino und Äpfel hinzu gepackt. „Graaazie mille!!!“ Die Marmilla zu entdecken, ist ein Geschenk.  Lesson 4: Expect unexpected.

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The best trail is sometimes on the rail. Foto: © MyLand / Olla

Die folgenden dreißig Kilometer sind nun fast ausschließlich abschüssig. Einer der Gründe dafür ist, dass ich bei Nuragus auf eine stillgelegte Eisenbahnstrecke treffe, welche einst bis Villacidro führte. 70 Kilometer frühere Schmalspurbahn, herrliche Tunnel, ein Stückchen zum Rollen lassen. Bis nach Las Plassas habe ich das Vergnügen, dieser einmal bedeutenden Bahnstrecke zu folgen. Ich passiere Barumini mit seinen eindrucksvollen Nuraghen und Las Plassas mit seiner über alles thronenden Burg und dem Museum über das einstige Königreich von Arborea. Sardinien und ebenso die Marmilla ist nicht nur reich an eizigartiger intakter Natur, sondern auch reich an Ärchäologie und Jahrtausende alter Kultur, Lesson 5: The best trail is sometimes to follow the rail.

 

 

Bald darauf erreiche ich das idyllische Baradili. Sardiniens kleinste Gemeinde hat 84 Einwohner und ist doch voller Leben. Sogar ein Schwimmbad lädt zur Erfrischung ein. Am Checkpoint werde ich schon ein Weilchen erwartet. „Wann ist den Simona aus Oristano angekommen?“, frage ich. „Heut Nacht um drei“, erklärt Fabrizio bei einer Tasse frischem Kaffee und lacht. Baradili liegt am Fuße der Giara di Gesturi. Die steilen Hänge der Hochebene winken am Horizont als nächste Herausforderung. Ein reizvoller Abstecher führt ins benachbarte Baressa mit seinem Albergo Diffuso, mit Betten über die Häuser in der historischen Altstadt verteilt.

Ebenso passierte MyLand heuer auch das Naturreservat der Giara di Gesturi. Hier leben inmitten knorriger Korkeichen mal an fruchtbaren Wassertümpeln, mal in einem Meer aus weißen Blüten die „Cavallini della Giara“. Was für eine traumhafte Szenerie. Einen Ort, wo auf etwa 40 km² 600 Wildpferde grasen – das findet man weit und breit kein zweites Mal. Die bezaubernde Hochebene will allerdings erklommen werden. In der heißen Mittagssonne ist der Anstieg auf die Terrasse über der Marmilla, welche fast ein wenig märchenhaft anmutet, nicht zu empfehlen. Beim raufstrampeln werde ich von rasanten Sarden, welche 220 Kilometer (quasi doppelte Distanz) fahren, eingeholt. Lesson 6: If you want to have fun, don´t climb in the sun.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Henning Heilmann

An einem Tümpel auf der Anhöhe bekomme ich schon die ersten Giara-Wildpferde zu Gesicht.  Ein Trail aus rotem Sand, der später durch die wilde Macchia führt  und dort im Dickicht noch ein paar Schiebestellen bereithält. Bereits etwas müde führt schließlich ein Trail durch den schattigen Wald hinab, und an einer Lichtung folgt sogar eine Straße. Schnell ist Albagiara erreicht. Über verträumte Feldwege erreiche ich nach den letzten Höhenmetern am späten Nachmittag Villa Verde. Herzlichst werde ich im Ziel empfangen, obwohl  über dem 24 Stunden Limit. Der schnellste Teilnehmer auf meiner 120 km Distanz war schon am Vorabend eingetroffen. 120 Kilometer und 2500 Höhenmeter in unter sieben Stunden. Die gesamten 400 Kilometer mit 10.000 Höhenmetern wurden vom Sieger des Bike-Festivals unter 43 Stunden bewältigt. Respekt. Was für mich zählt, ist angekommen zu sein. „Non mollare“ sagt der Italiener. Nicht aufgeben!

Fast das ganze Jahr über Trail-Genuss

Ob 120 Kilometer, 220 Kilometer oder die vollen 400 Kilometer: Die Strecken und Etappen des einzigartigen Bike-Festivals in einer Ecke Sardiniens, welche noch ein echter Geheimtipp ist, lassen sich nicht nur während des Festivals, sondern das ganze Jahr über entdecken. Vom Klima sind Frühling und Spätsommer zu empfehlen. Leicht sind bezaubernde Unterkünfte gefunden. Zur Orientierung stehen die GPS-Tracks auf der MyLand Homepage jederzeit bereit.

Sardinien ist mehr als Solarium mit Strandgarnitur. Die Insel ist ein echtes Trekking-Paradies. Wer die bezaubernde Marmilla und ihre Menschen entdeckt, wird sich schnell in die Region verlieben. Spätestens wenn ein anstrengender Tag voller imposanter Eindrücke auf dem Sattel seinen entspannten Ausklang bei einem Glas Cannonau und einem guten Abendessen findet.

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Vielleicht bei Spezzatini, Malloreddus oder den für die Region typischen frittierten Seadas. Als Nachtisch zuckersüße Pippia de Zuccuru (Zuckerpuppe), Amarettus und Pani ´e Saba aus Mandeln (Gebäck aus aufgekochtem Traubengelee) und Wein. Sportliche Verausgabung und kulinarischer Hochgenuss: In der Marmilla liegt beides, wie in ganz Sardinien, nie weit auseinander.

 

INFO

Allgemein: Das MyLand Bike Festival findet jedes Jahr an vier Tagen gegen Ende April statt. Drei Strecken-Varianten stehen zur Wahl: 440 km in 72 Stunden (10000 hm), 220 km (5000 hm) in 48 Stunden, 120 km in 24 Stunden (2500 hm).

Lage: Die Marmilla ist eine Hügellandschaft im Hinterland von Oristano an der Westküste Sardiniens. Hier findet alljährlich das MyLand Nonstop MTB Bike Festival statt.

Beste Reisezeit: Besonders empfehlenswert ist natürlich Ende April, wenn das Bike Festival steigt. Die Tracks und Trails des Festivals lassen sich aber auch im übrigen Jahr abrufen und befahren. Vom Klima ist die Anreise von April-Juni oder September-November zu empfehlen.

Anreise: Flug nach Cagliari, Mietwagen oder Bahn bis Uras-Mogoro, Abholung arrangieren

Ausrüstung:
Fahrradverleih mit ausgezeichneten Mountainbikes in Oristano, Abstellplätze für Wohnmobile, geführte Touren mit Gepäcktransfer auf Anfrage. GPS-Tracks auf der Homepage des Bike Festivals. Bei Teilnahme am Bike Festival an Beleuchtung, Werkzeug, Schlafsack, warme Sachen denken.

Übernachtung: Die Rundstrecken des MyLand Bike Festivals können vom Startort in Villa Verde oder auch von beliebigen Etappenorten aus gestartet werden. Teilnehmer des Bike Festivals können am Startort im Schlafsaal und in einigen Checkpoints ebenfalls in Schlafsäcken übernachten. Während des übrigen Jahrs stehen Agriturismos und Alberghi Diffusi in kleinen Dörfern zur Wahl. Tipps: Albergho Diffuso Il Mandorlo, 09090 Baressa (OR);  Agriturismo „Su Massaiu“, 09020 Turri (CA)

Web:

MyLand Mountainbike Festival
www.mylandbikefestival.it

Reiseinformationen der Italienischen Zentrale für Tourismus – ENIT Deutschland

Reiseinformationen der Italienischen Zentrale für Tourismus – ENIT Österreich

Alle GPS Tracks zum Download:

GPS-Track der Vorjahrsausgaben

www.mylandbikefestival.it/tracce-gps/

MyLand, Marmilla, Mountainbike nonstop – Versione italiano

myland960Una Maratona su MountainBike – ininterrottamente – per 400 km di percorso, sfiancati nelle tenebre, mentre gli altri partecipanti giaciono già sotto le lenzuola. MyLand in Marmilla è una Mountain-Bike Maratona alle prime luci dell´alba sino al chiar di luna. Weiterlesen

I Cavallini – cosi engono chiamati affettuosamente nel loro habitat – ma la traduzione in Lingua Sarda è: Quaddeddus Arestisi – a prendere la tintarella nella calura del mezzodì – nella rada del Parco. Party/Spuntino a base di pasta della regione: a notte inoltrata verso le ore 2 del mattino? Chi volesse conoscere e vivere di persona la Sardegna nel vero senso della parola – in originale – e scoprirla – e volesse assaporare un´avventura speciale nella Selva sarda, consigliamo agli a tutti coloro che amano l´ avventura, di evidenziare in grasseto nell´agenda degli appuntamenti, l´evento: Myland Mountainbike Festival – sottolineandolo in grasseto per non mancarlo.

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Vicino Roja Mente – Villa Verde – Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

L´evento-avvenimento MyLand MTB – Non Stop – Festival è nata 3 anni addietro da un´idea – chiamata in essere e voluta da entusiasti ciclisti appassionati delle Due Ruote Fuoristrada – per promuovere una Regione Montagnosa nel cuore dell´Entroterra della costa occidentale della Sardegna, circa 40 km dalla città di Oristano (Provincia); far conoscere ad un largo ed attivo pubblico di affezionatie e far conoscere più appronditamente le potenziali risorse turistico-sportive.

 

Il fascino della Marmilla è una regione di per sé alquanto poco popolata, ragion per cui scoprirla e conoscerne i pregi si consiglia di scegliere la forma ed il metodo di scoprirla al naturale. Impressa da dolci colline, tronano dappertutto dal suolo collinoso, e per conquistarle necessitano l´impegno di ogni singolo  col sudore della fronte pigiando i pedali della Mountainbike (MTB), per scalarle. La Riserva Naturale di Monte Arci (812 mt.s.l.d.m.), la Giara di Gesturi (609 m.s.l.d.m.) coi suoi Cavallini selvaggi allo stato brado e indomati, ed infine le pendici del Gennargentu, che innalza meostoso fino ad un´altezza di 1.874 mt.

In 3 anni, 3 edizioni, 3 profili di percorso sportivo di 120 estesi anche ai 400 km: questi sono i dati di rilievo della maratona MyLand Bike Festival. Was detto che quello che più emozionante è la somma di sforzi accumulati spingendo sui pedali: già dall´inizio c´erano da superare dislivelli di altura a partire dai 2.500, 5.000 oppure 10.000. Già a partire dal primo anno la manifestazione MyLand Bike Festival un evento di forte richiamo che metteva a dura e severa prova la condizione agonistica dei partecipanti, che si ripeteva di anno in anno.

Avventure per l´Eternità

E sempre dall´inizio – si registravano defaillances (ritiri forzati), dovuti alla durezza dei percorsi. Ciónonostante, questo fatto non ha inciso affatto sul numero dei partecipanti: ma si è registrato sempre un crescendo degli iscritti, annualmente il doppio dei partecipanti grosso modo: nel 2015 erano 60, nel 2016 120 e nel 2017 hanno partecipato all´evento in ben 166 partecipanti.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Ciclismo in la Marmilla (Foto: © MyLand / Marcello Olla)

Il MyLand Bike Festival è nato all´insegna con scopi mirati, di attrarre tutti quei visitatori che desideravano conoscere la Marmilla in maniera attiva, persistente e culturalmente. Le tratte e i percorsi a cerchio sono stati creati apposta per lambire anche quei paesetti sperduti – sparsi quà e là – lungo l´intero percorso – affinchè paesaggi e natura – da meno – ma anche per far conoscere al visitatore i loro abitanti, particolarmente calorosi ed ospitali.

3 giorni, centinaia di chilometri macinati, mille miglia lontano, nessuna anima viva, nel mezzo di lande selvatiche. La fiducia è riposta sul  GPS ed i veicoli della Carovana, sicuro apparecchio e compagno irrinunciabile: il MyLand MTB Festival è un evento di vita vissuta, che rimane impressa ed indelebile a tutti coloro che vi hanno partecipato. Chi vi partecipa una volta, diventa parte integrante  di una Famiglia tutta speciale, che si nasconde nei convogli della boscaglia nascosti della macchia mediterranea, nel bel mezzo di rossi campi ricoperti di trifoglio dolce e lucicante, erba tipica della Marmilla, cresciuta rigogliosamenete in valli incontaminate.

Le 5 caratteristiche del MyLand

Sono ben 5 le caratteristiche che vengono messe sempre in evidenza dagli organizzatori per la buona riuscita dell´evento: abilità, coraggio, potenza, resistenza e collaborazione. Chi affronta i 400 km, dovrebbe mettersi in testa che deve resistere per oltre 50 ore sulla sella, e per ottenere un piazzamento di prestigio, disposto a pedalare anche con il crepuscolo della notte.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili Foto: Heilmann

Certo che, alle 3 di notte i punti di controllo sono aperti, e pronti a servire un bel piatto di pasta calda e anche un posticino tranquillo per schiacciare un pisolino. Questi punti di controllo rimangono aperti soltanto per coloro che pedalano di notte – senza sosta alcuna. „Io, nel mio piccolo, ho riposato soltanto 4 ore, e poi ho potuto ripartire immediatamente“, racconta Piero, presentatosi per percorrere i 400 km. Come partepitante “ Senatore“ incallito, a preso parte a tutte le precedenti 3 edizioni precedenti del Festival  MyLand. Ad onor del vero, Piero, se l´è presa molto comoda la Maratona, ma la prossima vorrebbe darci sotto e andare spedito. Veloce come una freccia scagliata dall´ arco, resistente e dotato  di riflessi prontissimi, per ambire ad un posto di riguardo, bisognerebbe  – che il partecipte – si dia da fare – in una competizione come la marato – popolarissima in italia.

 

In una competizione di questo calibro, la comcentrazione è quello che più conta e bisogna sfoderare in un contesto di questa portata, in modo particolare la prontezza dei riflessi ed il richiamo all´attenzione in ogni frangente e per tutta la durata della gara; senza mai scordare e tralasciare, che il percorso è abbastanza tecnico – pieno di varianti – là dove la bravura del singolo viene chiamata a dura prova, in modo particolare ricorrere e rispettare i segnali e tracce del GPS, che nel maggior parte dei casi, dà la possibilità potersi orientare, senza mai uscire fuori-rotta. In alcune località – non esiste alcuna indicazione del percorso da seguire. Lo sguardo del singolo osserva attentamente le indicazioni delle coordinate del GPS. Si consiglia di aggregarsi ad un Gruppo – ossia di far squadra, ma alcuni scelgono di avventurarsi in solitaria.

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo commune d´Italia

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo comune d´Italia e partecipare in la comunitá

Sicuramente da considerare coraggioso il fatto che l´organizzazione del MyLand Festival  – resomi noto poco prima dell´evento Manifestazione della Fiera Outdoor – di potervi parcepare in solitaria lungo un tragitto di 120 km – il che per la prima volta in assoluto. Tuttavia, la solitudine è piuttosto breve. Chi cavalca la sella di una bici fuoristrada ed affronta l´avventura, diventa presto membro di una comunità unita e decisa, comunità „MyLander“.

 

Le prime sfide non tardano molto a farsi sentire, coinvolgenti. Al secondo passaggio ripido – dopo il via alle ore 14:00 in Villa Verde, ecco il primo trabocchetto!-trappola. Una deviazione mancata – a pochi metri dalla Carovana, ma scostato, salta un tubolare, una foratura. Ripararlo è presto fatto, ma, appena più in là la prossima sorpresa sgradita. Il GPS faceva le bizze.

With friends on the trail, you never can fail: "Skall Aus" da Oristano.

With friends on trail, you never fail: Grazie a „Skall Aus“

Un Gruppetto di ciclisti mi dá man forte, porgendomi la pezzetta riparatrice. Il simpatico Gruppetto, dopo aver mancato una seconda deviazione, mi vengono incontro, per darmi una mano a rientrare. Mi considero abbastanza fortunato, pericolo scampato. Il Grupo „Skall Aus“, che mi porta fuori dalla ravvicinata Provincia di Oristano, coloro che mi guidano al prossimo checkpoint. Arrivo ad Assolo nelle prime ore e l´imbrunire della sera, dopo una fatica di 43 km, finalmente l´arrivo.

 

Dalle prime luce

So che quì posso contare di avere a disposizione una possibilità di bivaccare, al punto di controllo, mi hanno sistemato da Francesca. Un benvenuto cordiale, accompagnato da tartine e tortine dal sapore e gusto delizioso, una doccia calda, spuntino a base di pastasciutta al focolare, conversazione generale coi Padroni di Casa. Mi addormento quasi subito sul mio giaciglio. È tappa per i partepitanti e coraggiosi ciclisti sardi di Oristano, metá tragitto per loro è alle spalle. Riprendono a pedalare alle ore 21:00 – dopo brevissima sosta – sino a  passare il prossimo punto di controllo di Baradili, che segue poi dopo 86 km di percorso. Il mattino dopo – alle ore 6:00 del mattino – cavalco anch´io nuovamente la mia bici.

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MTB Maratona dalle prime luci (Foto: © MyLand / M. Olla)

Da Francesca ricevo una tazza di thé caldo per scaldarmi. Nessuno si è adattato alla tattica da me adottata per le pause intermedie, devo fare affidamento e contare esclusivamente nelle mie qualità di nozioni tecnico-navigatorie personali. Già dopo alcuni km percorsi, sono costretto – giocoforza – di constatare e prendere atto delle prestazioni fatte dai miei predezessori bikisti oristanesi, nottetempo.

 

In una strada di campagna, c´è in sosta una Carovana dell´Assistenza, che nell´ancora oscurità del primo mattino, manco del tutto, ma che rilevo e scopro dopo aver controllato il mio GPS in dotazione. Raggiunta la contrada Nurecci, segue alla fine un tratto, dove la scia da seguire si perde. Ma l´amico infallibile GPS non sgarra e di cui bisogna assolutamente fidarsi. Il percorso attraversa un piccolo steccato che conduce fuori dal guazzabuglio.

Nei pressi di Genoni – ho percorso praticamente quasi la metà del percorso. Il livello della mia borraccia mi allarma. E chi sà con esattezza, quando e dove la Sardegna mi darà l´oppurtinitá di fare rifornimento d´acqua potabile. A questo punto, tento la carta di chiedere a qualcuno informazioni, ad un uomo che è intento a coltivare il suo orto. La sua risposta: „oggi è domenica“ – mi ricorda. Il suo gesto amicale, mi fá notare che – conducendomi a gesti, in un passo carraio, che lascio poco dopo,  Ospitalità Sarda, appunto! In un attimo mi rifornisco di acqua minerale, biscotti, tortine, salame, pecorino sardo e mele, che infilo velocemente nel mio zainetto in dotazione. „Grazie mille!“ Scoprire la Marmilla và considerato come un dono immenso della natura.

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Tratta ferroviaria dismessa e galeria Foto: © MyLand / Marcello Olla

I chilometri a seguire, poi, sono quasi tutti in discesa. Uno dei motivi è che, a partire dalla borgata chiamata Nuragus, devo seguire e percorrere una tratta ferroviaria dismessa, che in un lontano passato, conduceva sino a raggiungere la cittadina di Villacidro. I 70 quasi di chilometri ferroviari, su un percoso a scartamento ridotto, fantastici viadotti e gallerie, mi hanno consentito di lasciarmi trasportare dalla facile discesa. Ho potuto godere e rivivere il piacere della ex tratta ferroviaria, parte intregante del  tragitto – binari di una volta – ma ora da tempo dismessi – di questa tratta ferroviaria – una volta molto frequentata in quel tempo – seguirla e percorrerla in in MTB, una goduria immensa!!! La Marmilla non è soltanto ricca di intatta natura, ma anche ricca di reperti acheologici e cultura antica e millenaria, Terra dei menhir, tombe dei giganti di pietra ed imponenti e superbi Nuraghi, che parlano da soli.

 

A tale riguardo vanno citati in modo particolare come a titolo esemplificativo – esempi imponenti –  la città Nuragica di Barumini e di Las Plassas, coi loro scrigni inconfondibili e tipici della civiltà nuragica, ma in modo particolare và menzionata quest´ultima, perchè faceva parte in un passato remoto del Regno di Arborea, con il suo tronante Castello,  regnata e governata da una Regina rimasta famosissima per aver scritto e applicato – anche con metodi spicciativi – quel Codice a lei tanto caro, perchè da lei anche fortemente voluto e applicato alla lettera.

Baradili è alle porte, la Borgata meno popolata della Sardegna coi le sue 84 anime, ma colma di vita intensa – dotata anche di piscina! Al varco del punto di controllo vengo atteso ancora per un pò, perchè le forze mi sono venute meno. „Mi domando, quando è arrivata Simona l´oristanese? Mi chiedo. „Stanotte alle ore 03:00, spiega Fabrizio, tenendo e ridendo – tenendo ben salda in mano una tazza di caffé. Baradili si trova ai piedi della Giara di Gesturi. I ripidi pendii dei pianori si accommiatano all´orizzonte come invitanti alla prossima sfida.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Cavallini della Giara

La Carovana ciclistica di MyLand lambisce – per la prima volta – anche la Riserva Naturale della Giara di Gesturi – enclave ed habitat dei Cavallini della Giara. Quì sono di casa – questa razza rara equina – praticamente – da secoli – nascono – crescono e muoino in questo pianoro – con abbondanti acquitrini durante le stagioni di copiose piogge – ma con l´incalzare dell´estate – calura – venti torridi – periodi di piogge scarse e grame – l´acqua evapora e se ne và, ma i Cavallini – abituati – come sono – riescono a sopravvivere – perchè – nel tempo si sono assimilati alla natura dell´habitat – ma tanti riescono a sopravvive anche durante le stagioni di magra: acqua poca – erba ed arbusti secchi e sbiaditi – si arrangiano come sanno fare.

 

Nel bel mezzo del Pianoro vi si trovano le quercette da sughero – con numerosi acquitrini – che rendono la vita dei Cavallini abbastanza piacevole durante le stagioni di prosperità naturale. Popolano gli acquitrini rigogliosi prati di fiori acquatici – che sono il cibo prelibato dei Cavallini.L´estensione del Parco si aggira sui 40 km quadrati – e circa 600 Cavallini Rampanti – che brucano in cotinuazione quello che i loro habitat passa – e questo – molto raramente – possiamo viverlo altrove – una seconda volta. I Cavallini hanno caratteristiche particolari e peculiari con un DNA particolare – anche dovuto al terreno – la mancanza di cibo – durante i periodi di magra – l´acqua che scarseggia – erba poca – e vita grama e difficile, ma resistono nel tempo. Il grande ed esteso Pianoro non è facilmente raggiungibile, meglio accompagnati da una guida esperta – per non incorrere in brutte sorprese – perchè il terreno è abbastanza accidentato.

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Salita alla Giara di Gesturi (Foto: Heilmann)

Si sconsiglia di avventurarsi nelle ore del mezzogiorno – perchè il sole in quelle lande – picchia inesorabile – le salite sono ripide ed insidiose – territtorio della stupenda Marmilla. Premendo sui pedali della mia Due Ruote – vengo sorpassato da Bikisti spericolati ed arditi – con alle loro spalle già ben 220 km (quasi la doppia distanza). Questa è la conferma che si può sempre migliorare sportivo.

 

Le tappe e gli itinerari e gli appuntamenti di questo Festival di Biking del tutto speciale, in un angolo di un paesaggio specialissimo e stupendo dal punto di vista paesaggistico – si può considerare come: un suggerimento segreto – si possono vivere sia durante le fasi dello svolgimento della manifestazione sia durante tutto l´anno. Dal punto di vista climatico, si suggerisce la stagione primaverile che l´estate inoltrata. La sistemazione e gli accomodamenti presso i locali, sono facilmente e presto rintracciabili coi sistemi sia elettronici che tradizionali. Orientativmente, potete rivolgerVi in qualsiasi frangente di necessità alle Carovane appositamente messe a disposizione e dotate di GPS sulla pagina web www.mylandbikefestival.it .

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Paradiso vicino la comune Villa Verde (Foto: Heilmann)

Un Paradiso per praticare il Trekking

La Sardegna è qualcosa di più di un Solario – dotata di arredi per starsene su una poltrona ad osservare il mare e a goderselo. L´Isola sul Mediterraneo è qualcosa di più: un Paradiso a cielo aperto – votato al Trekking!  Coloro che amano il Trekking e vogliono conoscere e scoprire la Marmilla e i suoi abitanti – presto se ne innamoreranno. Al più tardi – quando avranno assaporato un calice di contenuto rubino – chiamato „Su Cannonau“ – il vino tipico di quasi tutti i Sardi sparsi nell´universo – e ad una cena tipica a base di prodotti genuini sardi DOC e dopo una giornata sportiva a spasso su strade e pendii in sella ad una Moutain Bike – arricchito dalle impressioni dei paesaggi magici ed accattivanti.

 

Meglio e, probabilmente, dopo aver consumato – dopo una giornata trascorsa all´aperto – su una Bike – un ottimo spezzatino – malloreddus (gnocchi sardi) – oppure dopo aver consumato ed assaporato il tipico dolce sardo – chiamato Seadas/Sabadas fritte in padella – a base di formaggio – ricotta – ma anche e spesso di profumate erbe tipiche della regione – come menta – zafferano ed altro…come dessert=dolci sardi.

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Vengono servite le così chiamate vezzeggiativamente: „Pippias de e Izzuccuru = bambole con mantello di zucchero, amaretti a base di mandorle farcite – ma anche Pani de Saba = Pane a base di sepa – prodotta con gelé di uva o uveta e vino. Sforzo sportivo e godimento lucullico-palatale. In Marmilla – si possono trovare entrambi – sia l´uno sia l´altro – il posto e la località che fà per Voi….lettori – il passo é abbastanza breve e fattibile allo stesso tempo.

 

INFO

Posizione-ubicazione: La Marmilla è una Regione prettamente collinosa – situata nell´hinterland – ossia all´interno della provincia di Oristano – costa occidentale della Sardegna. Quivi si svolge tutti gli anni la manifestazione sportiva: MyLand  Non Stop  Festival  di Biking (Festival Non Stop delle Due Ruote Fuoristrada).

Le Stagioni più consigliate sono: fine aprile – quando appunto si apre la manifestazione Festival di Biking. Le Carovane-Convogli del Festival sono fattibili e percorribili anche durante gli altri periodi dell´anno. Climaticamente – si consiglia di scegliere i seguenti periodi: da aprile-giugno – oppure settembre-novembre.

Come arrivarci: volo aereo per Cagliari, auto a noleggio oppure a mezzo ferrovia per la cittadina di Uras-Mogoro – programmare e prevedere chi e con chi si occupa di andarvi a prendere o direttamente all´ aeroporto di Cagliari-Elmas – Mario Mameli.

Equipaggiamento:
Noleggio bici: Ad Oristano trovate un eccellente Bike Noleggio – con parcheggio annesso per Caravan e Roulotte; escursioni guidate con trasporto bagagli a richiesta. Carovane dotate di GPS su Pagina Web (Homepage) del Festival di Bikes. Durante le fasi della manifedstazione, provvedere a procurarsi illuminazione e/o sorgenti di illuminazione, attrezzatura utensiliera, sacco a pelo e abbigliamento consono – a seconda degli sbalzi di temperatura. L´occorrente và inteso a pagamento.

Generali:
La manifestazione MyLand Festival ha luogo a fine aprile – con le sue 3 varianti in programma, comprendenti le distanze di:
– 400 km in 70 ore di gara e durata (10.000 di dislivello), 220 km (5.000 di dislvello) da percorrere in 48 ore e 120 km  in 24 ore (2.500 di dislivello) .

Pernottamento:
I Giri organizzati e previsti dagli organizzatori-allestitori – sono ubicati nelle seguenti località: da Villa Verde – e a scelta – da qualsiasi località in cui transita la gara di distanza su bike. I partecipanti del Biking Festival possono benissimo bivaccare al luogo di partenza, portandosi l´occorrente necessario per trascorrere la notte a cielo aperto oppure su caravan o roulotte o altra sistemazione di fortuna o anche alberghiera, a seconda dei gusti. Durante tutti gli altri periodi dell´anno, possono servire e/o essere contattati, in quanto disponibili, agriturismo e alberghi diffusi, in piccole località del circondario. Suggerimenti: Albergo diffuso: Il Mandorlo, IT-09090 Baressa (OR) ; Agriturismo “ Su Massaiu“ IT-09020 Turri (Cagliari).

Web:

MyLand
www.visitmyland.it

MyLand Mountainbike Festival
(in linea di massima:Fine Aprile – da Villa Verde);

www.mylandbikefestival.it

Tutte i GPS e Carovane-Seguito scaricabili da Internet col modus „download“

www.mylandbikefestival.it/18-04-2017-le-tracce-waypoint-documenti-tutti

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La presente traduzione, composta di 4 pagg. scritte e redatte a macchina dal giornalista Free Lancer – Libero Professionista e Fotografo – che vi ha personalmente partecipato in occasione della manifestazione del mese di aprile 2017.
La traduzione dal tedesco è stat eseguita e curata dal traduttore e linguista: Enrico Madeddu – che ne ha curato la traduzione con dovizia fedeltà – e con qualche aggiunta mancante – che l´autore e curatore-redattore iniziale – non poteva conoscere e sapere.
Ringraziamo entrambi tutti i lettori-visitatori disposti a spendere qualche minuto per la lettura sul Web – postato su FB – mentre porgiamo distinti saluti.
*All rights reserved – original translation from German into Italian – by exsclusively by Enrico Madeddu – IT-09019 Teulada (CA) Italy – Original German version by Henning Heilmann – Austria. Un caloroso grazie a tutti e buona lettura.
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Kampen goes Lech: Zwischen Kriegerhorn & Krabbenkutter

_lech960header2017aAustern auf der Alpe, carvende Knirpse zwischen Kriegerhorn und Kutter: Quicklebendig ist die Partnerschaft zwischen Lech Zürs am Arlberg und dem Nordseebad Kampen auf Sylt. Zum 20- jährigen Jubiläum war überall Nordsee am Arlberg, welcher als größtes Skigebiet Österreichs mit traumhaften Pisten, aber auch Rückzugsgebieten für Familien und Freerider aufwartet. Weiterlesen

Mit Start in die Wintersaison 2016/17 wurde am Arlberg Skigeschichte geschrieben: Die neue Flexenbahn zwischen Zürs und Stuben macht das Skigebiet Ski Arlberg mit seinen Orten Lech-Zürs, St Anton am Arlberg, Stuben und Warth-Schröcken zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit 305 Pistenkilometern und 87 Liftanlagen. Dennoch hat sich Lech-Zürs sein ganz eigenes Flair erhalten. Dazu passen familienfreundliche Übungslifte mitten im Ortskern, vielfältige Varianten für Freerider und die Partnerschaft mit einer winzigen Gemeinde auf der nordfriesischen Insel Sylt. Denn nördlich des Winter-Wunderlandes liegt Westerland, und noch etwas nördlicher das idyllische Kampen, welches 1989 auf ganz eigene Weise Geschichte schrieb: Nämlich mit der Gründung eines eigenen Schiklubs, dem „Skiclub Kampen“.

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Freeride-Variante an der Valfagehr

Im Großen wie im Kleinen, locken sowohl Lech als auch Kampen mit viel Feinem. Größtes Schigebiet, größte Nordseeinsel.  Anonymer Massentourismus? Fehlanzeige. Sowohl sportlich Ambitionierte als auch Familien finden ihre Rückzugsreviere. Hier ein Hotspot für Freerider, dort ein Refugium für Wellen-Profis. Auch Familien haben etwas für sich, hier die  Ferienwohnung direkt an der Piste, dort das Reetdachhaus.


Reling am Rüfiplatz

Ausgerechnet zur Jubiläumssause macht das Schönwetter Pause. Aber auch das hat etwas Gutes: Wenn am Rüfiplatz „Schietwetter“ ist, fallen oben frische Flocken für die Freerider herab. Ein paar unerschrockene Skifahrer lassen sich den Spaß nicht verderben, und ordern nach einer Runde auf dem Weißen Ring an der Reling am Rüfiplatz Riesengarnelen und Krabbenbrötchen mit Flens vom Fischkutter serviert. Nordseegenuss im Skiurlaub.

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Runter vom Rüfikopf, rein in den Powder

Am nächsten Tag, wie fein, am Himmel eitel Sonnenschein. Also flugs in die Skischuhe und rauf auf den Rüfikopf auf 2.362 m. Heute begleitet uns Ski-Guide Eberhard, einer von über 500 bestens ausgebildeten Schneesportlehrern, Diplomskilehrern und Skiführern in Lech-Zürs. Wir wollen von Lech bis ins Skigebiet von St Anton vordringen. Frischer Powder lädt zu Varianten abseits der Traumpisten ein.

Kurswagengondeln
Über den Trittalpliift weiter zur neuen Trittkopfbahn, ein Meisterstück der Liftbaukunst. An der Mittelstation befindet sich der Übergang zur Flexenbahn, welche Skifahrer zur Alpe Rauz und ins Schigebiet von St Anton transportiert. Ambitionierte können mit der Trittkopfbahn II  weiter bis zur Bergstation auf 2.423 m fahren, wo im Sommer ein neues Bergrestaurant eröffnet. Raffiniert biegt ein Teil der Gondeln ebendorthin ab. Über die Valfagehr-Bahn ab Alpe Rauz wird die endlos lange blaue 100, die vielleicht schönste Piste des Tages, erreicht. Freerider wählen die Pfannköpfle-Skiroute oder eine vieler weiterer Varianten, um zur Alpe Rauz zurückzukehren.

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Nordseegenuss am Rüfiplatz

Ein strahlendblauer Skitag führt uns übers Madloch-Joch (2.438 m) und Balmalp zurück zum Rüfikopfplatz, wo uns „Klein Kampen“ mit Riesengarnelen und Krabbenbrötchen erwartet. Die Sylter Partyhochburg „Club Rotes Kliff“ packte ihren Plattenkoffer, um auf der Rud Alpe mit chilligem Kampen-Groove bei Minusgraden für musikalisches Alpenglühen und heiße Rhythmen zu sorgen.

 

Die wilden Sechziger
Die Väter brachten in den wilden Sechzigern das Surfen nach Deutschland. Auf den Surfer folgten bald Snurfer und Snowboard, deren Fahrtechnik sich vom Wellenreiten ableitete. Nun bringen die Söhne original Kampener Strandpartyflair in den mondänen Wintersportort Lech.

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Schwarzwandlift: Viel Platz für Anfänger

Väter, Mütter, Söhne und Töchter finden in Lech übrigens etwas vor, was es nur noch selten in großen Skigebieten gibt: Eigene Übungshänge abseits der großen Rummelpisten. Anfänger brauchen keine Arlberg-Tageskarte lösen, eine Anfängerkarte für Übungslifte wie den Schwarzwandlift, ebenfalls in den Sixties erbaut, reicht. Hier liften Kinder noch für unter 20 Euro und Erwachsene unter 30 Euro am Tag.

 

Wer vom platten Land kommt und in Lech zum ersten mal auf den Brettern steht, findet an den Übungsliften den idealen Einstieg vor. Danach lässt sich die große weite Welt um den Arlberg erkunden. Mit der Flexenbahn, welche Zürs nunmehr auch mit dem Skigebiet von St Anton verbindet, wächst am Arlberg zusammen, was zusammengehört. Gleiches gilt auch für die Partnerschaft von Lech mit Kampen auf  Sylt. Nie zuvor wurde hier so lässig im Strandkorb gechillt.

INFO

Allgemein

Lech-Zürs
www.lech-zuers.at

Ski Arlberg
www.skiarlberg.at

Ski Arlberg Pistenplan
www.flexenbahn.ski/images/partnertool/panoramakarte/Panokarte_Ski_Arlberg_16_17.pdf

Kampen goes Lech
Aktuelle Infos zur Partnerschaft

Nordseebad Kampen
www.kampen.de

Hotel-Tipps

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Der Berghof ****S
Gehobener Luxus, Familiensuiten, zentrale Lage Nähe Rüfiplatz (Seilbahn-Talsation) und am Übungslift Schwarzwand. Für Familien gibt es Kinderbetreuung, Indoor-Spielplatz u.v.a.
www.derberghof.at

 

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Aurelio Lech*****S
Direkt an der Schlegelkopfpiste (Ski-In / Ski-Out), 1000m² großer SPA zur Entspannung, Drei-Hauben-Restaurant für den Genuss, Kochkurs, Yoga, Alpaca-Trekking, Babysitting u.v.a.

 

 

 

 

 

 

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Radurlaub an der Ruhr bietet Naturgenuss pur

Wie ein grünes Band verbindet die Ruhr die Gebirgsregion des Sauerlands mit den aufregenden Metropolen im Pott. Statt rauchenden Schloten wird allerhand Natur geboten: Auf über 230 Kilometern gibt es auf dem Ruhrtalradweg nicht nur Industriegeschichte an vielen Ecken, sondern auch herrliche Seen und eine faszinierende Vogelwelt zu entdecken. Weiterlesen

Ruhrtalradweg begins here: Beim Start in WinterbergVon der Quelle bis zum Rhein
Die Ruhr ist sicher eines der abwechslungsreichsten Flüsse Deutschlands. Sie bietet Natur pur und zahlreiche Stauseen, aber auch kleine stillgelegte Zechen und spannende Industriekultur zu besichtigen. Mit einer überaus sympathischen Radlergruppe bin ich den Ruhrtalradweg von der Quelle bis zur Rheinmündung gefahren!

Mit internationaler Fahrradkarte erreiche ich am Abend Winterberg im Sauerland. Bei einer köstlichen Ofenkartoffel besprechen wir in Bennys Kartoffelkiste Details unserer viertägigen Tour durchs Ruhrtal. Nicht weniger als 232 Streckenkilometer, 543 Meter Aufstieg und 1158 Meter Abstieg stehen bevor. Lecker und gesund gestärkt, peilen wir das Nachtquartier an.

Nach wenigen Höhenmetern erreichen wir am nächsten Tag die Ruhrquelle. Herrlich im Grünen gelegen, wie der Großteil des Radwegs bis zur Rheinmündung. Hier  ein kleines Bächlein, ist die 218 Kilometer lange Ruhr erst ab Fröndenberg schiffbar. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Melanie von „Simply out Tours“ begleitet uns dabei mit allerhand Wissenswertem über das Ruhrtal und seine Geschichte. Munter radeln wir das Ruhrtal Richtung Arnsberg, unserem ersten Etappenziel, hinab. Die zunächst noch recht frostige Witterung macht Hoffnung auf mehr Sonne. Allerdings ist dadurch auch so mancher Gegenanstieg leichter. Bei Meschede wechseln wir die Ruhrseite und machen einen Abstecher nach Wehrstapel.

Gastlichkeit hat einen Namen: Hier empfängt uns das Restaurant St Wendelin mit heißer Spargelsuppe und einer Brotzeit. Als Abschluss wähle ich das Zipfelmützchen, heißer Zwetschgenschnaps und Likör mit Sahne. So´n usseliges Wetta, sagt man im Ruhrgebiet. Köstlich von innen gewärmt, fallen die letzten Kilometer bis Arnsberg dennoch nicht schwer.

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Das Kettenschmiedemuseum in Fröndenberg

Am nächsten Morgen brechen wir wieder zu einer etwa 70 km langen Etappe auf. Mittags machen wir in Fröndenberg am einzigen Kettenschmiedemuseum Deutschlands Rast. Bei sprühenden Funken und klirrenden Schmiedehämmern lässt sich hier Industriegeschichte mit allen Sinnen  erleben. Manchmal springt der Funken auch auf andere Art über, denn heute ist die Kettenschmiede auch eine Heiratsschmiede.

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Blässhuhn und Kormoran: Vogelwelt an der Ruhr

Besonders lieblich wird der Ruhrtalradweg bei Herdecke am Hengsteysee und Harkortsee. Gleich hinter Herdecke verzaubert das imposante Ruhrtalviadukt, das den Beginn des Harkortsees markiert. Hier erwartet den Ruhrtalradler eine außergewöhnliche Vielfalt an Wasser- und Sumpfvogelarten. Blässhuhn, Haubentaucher, ja sogar Kormoran und Eisvogel fühlen sich hier heimisch.

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Fahrradfähre bei der Burgruine Hardenstein

Bei der Burgruine Hardenstein hat man das Vergnügen, die Ruhrseite mit der Fähre zu wechseln. Ende des 19. Jahrhunderts verkehrte an dieser Stelle ein Ruderboot. Heute nimmt die Fähre Radfahrer und Spaziergänger an Bord. Am anderen Ufer lädt das Schleusenwärterhäuschen mit Biergarten zur Rast ein. Hier erfrischt ein kühles Pils aus der Bochumer Privatbrauerei Moritz Fige die Radler.

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Viel Grün rundum die stillgelegte Henrichshütte.

So lecker verwöhnt, fällt die Weiterfahrt in die schöne Altstadt von Hattingen leicht. Highlights sind das Bügeleisenhaus und die St Georgskirche mit schiefem Kirchturm. Ausgezeichnete Eiscafés laden zur Rast. Am Stadtrand kann die in den 80ern stillgelegte Henrichshütte besichtigt werden. Hier wird Industriegeschichte für Groß und Klein verständlich erklärt, zudem lockt ein gigantischer Ausblick.

 

Unser abendliches Ziel lautet Essen, wo wir den Abend nach einer anstrengenden Etappe in der Rüttenscheider Hausbrauerei ausklingen lassen. Wir genießen unfiltriertes Kellerbier im gemütlichen, rustikalen Ambiente. Zwei gebürtige Iraner haben die einzige Hausbrauerei in Essen übernommen und führen diese schöne Tradition fort.

Tags drauf steht der letzte Tag der Tour an. Vorbei an Baldeneysee und Villa Hügel erleben wir noch einmal eine schöne Fahrt ins Grüne. Am Aquarius Wassermuseum in Mülheim an der Ruhr erfahren wir, welche Bedeutung das Wasser nicht nur an der Ruhr hat.

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An der Rheinorange ist das Ziel der Tour erreicht.

An der Rheinorange, einer orangenen Steele, mündet die Ruhr in den Rhein und in der Ruhrmetropole Duisburg endet unsere Tour. Wer sich etwas Wellness gönnt, radelt weiter Richtung Dinslaken und schließt die Tour in der Niederrhein-Therme ab.  Entspannt im Solebecken, beim Erlebnis-Aufguss in der Kelosauna oder beim Sonnenbad lässt sich hier die aufregende Tour Revue passieren.

 

INFO

Allgemein
Ruhrtalradweg
www.ruhrtalradweg.de

Organisierte Touren
Simply Out Tours
www.simply-out-tours.de

Daten & Fakten
Start: Winterberg (Sauerland)
Ziel: Duisburg
Schwierigkeit:   mittel
Strecke: 232 km
Aufstieg: 543 m
Abstieg: 1158 m
Tiefster Punkt: 23 m
Höchster Punt: 694 m
Dauer: 3-4 Tage

An- und Abreise
Internationale Züge bis Dortmund, Umstieg auf RE 57 nach Winterberg.
An verkehrsreichen Tagen verkehren zusätzlich Busse mit Fahrradanhängern zwischen Dortmund und Winterberg. Abreise von Duisburg ebenfalls mit IC oder City Night Line mit Fahrradmitnahme (reservierungspflichtig) möglich.
www.bahn.de

Unterkunft
Alle Betriebe entlang des Ruhrtalradwegs sind vom ADFC Bett+Bike zertifiziert

Entdecken

Henrichshütte Hattingen
www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/henrichshuette.html
Ruhrtalradweg-Kurzfilm
www.ruhr-tourismus.de/radrevierruhr/ruhrtalradweg.html

Einkehren

Bennys Kartoffelkiste, Winterberg
www.bennys-kartoffelkiste.de

Restaurant St Wendelin, Meschede-Wehrstapel
www.restaurant-sanktwendelin.de

Rüttenscheider Hausbrauerei, Essen
www.ruettenscheider-hausbrauerei.de

Entspannen

Niederrhein-Therme
www.niederrhein-therme.de