Archiv der Kategorie: Allgemein

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Canyoning – magisches Abenteuer an der Kobelache

Canyoning ist etwas unglücklich übersetzt und meint: Rutschen, Springen und Abseilen in der Schlucht. Die Kobelache bei Dornbirn ist eine der schönsten Touren im deutschsprachigen Raum und zeichnet sich für die Teilnehmer durch ein wunderschönes Naturerlebnis aus. Weiterlesen

Die Kobelache ist einer der Bäche, die durch das Gütle in die Dornbirner Ach fließen und auf dem Weg dorthin gibt es einiges zu entdecken. Auch wenn der folgende Bericht voller Spaß, Action und Adrenalin ist: Canyoning kann gefährlich sein, der maßgebliche Faktor ist immer der Wasserstand. Wenn ihr die Tour machen möchtet, erkundigt euch besser im Vorhinein, wie stark der Strom ist, oder geht mit einem erfahrenen Guide oder einer professionellen Firma.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

Aber nun geht’s los! Naja zumindest fast, denn ohne Ausrüstung ist so eine Schluchtentour nicht zu machen. Der Neoprenanzug schützt vor kaltem Wasser und Abschürfungen, und auch die Neo-Socken sind unverzichtbar, denn mit kalten Füßen macht die Tour nicht wirklich Spaß. Der Helm schützt Denkorgan und Gesicht, der Gurt lässt schwierige Stellen per Abseilen sicher meistern. So (wie rechts) schaut dann der fertige “Canyonaut” aus…

Safety First: Das Sicherheitsgespräch

Zuerst gibt es ein Sicherheitsgespräch. Je nach Canyoning-Erfahrung der Teilnehmer kann dies umfangreich oder kompakt ausfallen. Wichtig ist aber, dass vor der Tour alle Fragen geklärt sind und alle wissen, was auf sie zukommt.

 

canyoning_detail02Bei fitten Gruppen wählt Chris mit seinem Unternehmen Bergwasser oft die Methode “aktives Abseilen”, bei dem die Gäste sich selbst abseilen und natürlich vorher eine vollumfängliche Einweisung und Abseiltraining erhalten müssen. Das erscheint natürlich ein wenig theoretisch und übertrieben, aber beim links abgebildeten Canyonauten, der sich 20 Meter in der Schlucht abseilt, wird schnell klar, warum Sicherheit auf Canyoning Touren allerhöchste Priorität genießt und immer an erster Stelle stehen sollte, damit sich keiner der tapferen Canyoning-Teilnehmer in der wildromantischen Schlucht der Kobelache verletzt und unten alle heil und mit atemberaubenden Erlebnissen bereichert die Schlucht wieder bis zum nächsten Canyoning-Abenteuer verlassen.

 

canyoning_detail03Enge Schlucht vs. Kraxeln in der Sonne

Die Kobelache ist schwer zu beschreiben oder auf eine Erscheinung festzunageln. Denn der Beginn der Tour ist sehr “klamm”, also eng, aquatisch und durchaus angsteinflößend – andere Abschnitte sind wiederum sonnige Kraxeleien im türkisgrünen Wasser. Der letzte Abschnitt führt durch den Dom – ein imposante Felsformation, bei der kaum Sonnenlicht in die Schlucht fällt und so  Canyoning Teilnehmer oft fast andächtig hinterlässt – eben wie in einem großen Gotteshaus. Wer erst einmal vom Rausch des Wassers und der Tiefe der Schlucht ergriffen ist, kann nicht genug kriegen und dem Abseilen in der Schlucht immer neue Facetten abgewinnen.

Rutschen, Springen und Abseilen

Rutschen, Springen und Abseilen sind natürlich das Salz in der Suppe des Canyoning. Wenn die Bedingungen und die Sportlichkeit der Teilnehmer es hergeben, gibt es hier eine Reihe von Abenteuern zu erleben. Bereits der zweite Abseiler führt uns 12 Meter in’s Weißwasser und erfordert starke Nerven. Über die komplette Tour verteilen sich zahlreiche Sprünge, die zwar freiwillig sind, aber einfach auch viel Spaß machen. Die sogenannte “Bobbahn Rutsche” führt um zwei Kurven und hier schauen Teilnehmer beim Auftauchen schon etwas verstörend.

Alles in allem ist es so, dass die Kobelache eine sehr imposante Tour ist, die alle Wünsche des Canyoning-Enthusiasten erfüllt – Rutschen, Sprünge und Abseiler wechseln sich in wunderschönem Naturambiente ab, wie beschrieben birgt Canyoning aber auch Gefahren. Wer noch ohne Canyoning – Erfahrung ist, sollte sich im großen Internet einen guten Anbieter suchen.

canyoning_detail04Chris führt seine Gäste mit dem Unternehmen Bergwasser (https://canyoningallgäu.de)  nun schon seit über 10 Jahren auf Canyoning Touren im Allgäu, Vorarlberg und dem Tessin. Er hat uns mit allen Informationen, Bildern und Videos ausgestattet. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernimmt weder Chris noch Zauberhaft Reisen. Seid schlau und bringt euer Leben und eure Gesundheit nicht in Gefahr, gebt euch stets der alpinen Gefahren bewusst hinauf in die Berge! „Älles goht da Bach `na“, sagt der Schwabe, und hat mit diesem Spruch sowohl die lauernden Gefahren von Verschleiß und Verletzung im Auge wie auch ab und zu ein ganz vergnügliches, gut gesichertes  Canyoning-Vergnügen in den schönsten Schluchten der Alpen.

INFO

Bergwasser Canyoning
„Bergwasser“ von Christian Lemke bietet besondere und außergewöhnliche Canyoning Touren. „Im Fokus stehen auf die Gäste abgestimmte Touren , sodass alle Spaß haben“. erklärt Chris.
https://canyoningallgäu.de

Bergwasser auf Facebook
www.facebook.com/Bergwasser/

Bergwasser auf Youtube
https://www.youtube.com/channel/UCLigF0hAtmDwoCtOM_jdPhw

Kontakt
Bergwasser – Christian Lemke
Tel. +49 8326 997 97 98

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Donau, Dampf & Drahtesel: Biketouren mit dem Naturpark-Express zwischen Schwarzwald und der Schwäbischen Alb

Der Naturpark-Express macht´s möglich: Zug-Hopping mit Bike und Bahn ist fast nirgendwo so schön wie im Naturpark Obere Donau. Auf vielfältigen Strecken gibt es viel Natur zu entdecken. Vom Sauschwänzle bis auf die Schwäbische Alb, mit Fahrradwagen und Zoller Zwickl on Board. Weiterlesen

Bildquelle: TMBW

Genussvoll radeln im Oberen Donautal (Bildquelle: TMBW)

Vom imposanten obere Donautal mit seiner beeindruckenden Felslanschaft bis zum großen Heuberg mit den höchsten Erhebungen der schwäbischen Alb umfasst der Naturpark Obere Donau eine Fläche von über 149.000 Hektar. MIt etwas Geduld gibt es Vielfältiges zu entdecken: Gämse und Luchse, Storche und Füchse, ja sogar der Eisvogel hat hier  sein Zuhause.

 

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Gasthof Bahnhof (Bild: Heilmann)

Auf Radtouren genießt man sofort die frische saubere Luft an der hier noch intakten Natur der Donau, die sich wie ein blaues Band durch den besonders geschützten Naturpark hindurch schlängelt. Das ständige Auf und Ab des Donauradwegs macht freilich schon bald Durst. Aber Durststrecke ist nicht, denn der lässt sich hier in  urigen Gastronomien und Biergärten einzigartig stillen. Da ist zum einen die Ziegelhütte an der grünen Donauschleife von Beuron nach Fridingen. Eine Oase der Ruhe: Wo kein Auto und nicht mal die Bahnlinie die Radlerruhe stört, da ist Einkehr natürlich Pflicht. Bahnhofsgaststätte kann so schön sein: Wenigstens einmal „Warmer Speisewagon“ oder Schaffnerplatte mit Schwarzwälder Schinken mit einem frischen Leibinger vom Fass im Landgasthof Bahnhof in Hausen im Tal muss ebenso sein, bevor man dieses Idyll verlässt.

 

Wie gut, dass es hier den Naturpark-Express mit großem Fahrradwagen gibt und man das Auto gleich zu Hause stehen lassen kann. Dem Naturpark-Verein ist zu verdanken, dass dieser sogar von Donaueschingen und Blumberg-Zollhaus, wo der Dampfzug der Sauschwänzlebahn wartet, bis Sigmaringen und Gammertingen, wo´s ins Killertal und bald nach Münsingen geht, verkehrt.

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Naturpark Express:  Bahnfahren für Biker (Bild: Heilmann)

Lange vor dem Siegeszug der Klimaanlagen war es der größte Spaß, das Zugfenster zu öffnen und ein Bierchen zu trinken. Der Naturpark-Express ist noch ein bisschen Bahnfahren wie früher: Freundliches Personal hilft beim Ein- und Ausladen des Rads, stets ist ein kühles Zoller Zwickl Bier an Bord, und viele Zugfenster lassen sich kippen, um eine herrlich frische Brise Naturpark  hereinwehen zu lassen.

 

Hop on und hop off. Ergänzt durch die weiteren in den angrenzenden Regionen verkehrenden Sonderzüge und dem Naturpark-Express wird das Bahnfahren mit dem Drahtesel schon bald zu einem Intervalltraining als reinem Vergnügen. Ganz und gar außergewöhnliche Radtouren sind möglich. Das Programm heißt Entschleunigung mit dem Zug und Beschleunigung mit dem Rad.

_sauschwaenzle_galerie_01Besonders aufregend ist eine Anreise mit der Museumsbahn Sauschwänzlebahn zum Naturpark-Express nach Blumberg-Zollhaus. Auf Anmeldung nimmt das Sauschwänzle Fahrräder mit. Die DB fährt von Waldshut direkt zur Sauschwänzlebahn nach Weizen, hier wird in den Dampfzug umgestiegen. Nun geht es durch zahlreiche Tunnel und Kehrtunnel die Wutach hinauf nach Blumberg-Zollhaus.

Hier kann man nach einer köstlichen Mittagspause in den Naturpark-Express umsteigen und ins schöne Donautal fahren. Ein Tipp ist, nur bis Fridingen zu fahren, von hier dem Donauradweg die autofreie Donauschleife nach Kloster Beuron zu folgen und in der Ziegelhütte einzukehren. Sportliche Radler strampeln weiter bis Hausen zum Landgasthaus Bahnhof. Es gilt aber, den Naturpark Express Fahrplan genau zu studieren, dass der Zug auch am gewünschten Tag fährt.

_oberesdonautal_galerie08Eine verwunschene kleine Eisenbahnstrecke, die vor zehn Jahren speziell für Wanderer und Radfahrer wieder aktiviert wurde, führt vom oberschwäbischen Aulendorf nach Pfullendorf. Die Rede ist von der „Räuberbahn“, der durch das Niemandsland ehemaliger Landesgrenzen führt, wo sich einst gern die Räuber aufhielten. Mit dabei Max Elsässer, Nachfahre des Räubers “Grandscharle”. Wer mag, steigt einfach in  den Räuberzug bis nach Pfullendorf, um von dort übers Ablachtal, wo die verwunschenen Schienen der Hegau-Ablachtalbahn liegen, die Donau anzusteuern. Nach nur etwa 25 km wird bei Gutenstein das Donautal erreicht, wo man die Tour nach Beuron oder Fridingen fortsetzen und genüsslich abrunden kann. Die Rückreise kann mit dem Naturpark Express nach Sigmaringen und mit DB nach Aulendorf erfolgen.

Aufmerksame Beobachter des Baden-Württemberg-Schienennetzes werden im Schwarzwald noch einen lockenden Lückenschluss zwischen zwei reizvollen Bahnen entdecken, der mit dem Fahrrad in zwei bis drei Stunden zu bewältigen ist: Nämlichkeit die Reise mit der 3Seenbahn nach Seebrugg (verkehrt im Frühjahr und Sommer mit Dampflok von Titisee über Schluchsee dorthin), und von dort weiter nach Blumberg-Zollhaus, wo der Naturpark-Express startet.

_oberesdonautal_galerie09Überhaupt kein Problem, denn die 3Seenbahn nimmt nicht nur Kinderwagen sondern auch Fahrräder mit, nur bei größeren Gruppen oder Sonderfahrten kann es mal eng werden. Die Fahrt mit der 3Seenbahn ist ein wahres Spektakel. Dabei wird auch die höchste Bahnstation Deutschlands, Feldberg-Bärenthal, passiert. Ein Ausstieg, um zum Beispiel den Romartihof anzusteuern, lohnt sich immer.

INFO

Mit Bike und Bahn rund um den Naturpark Oberes Donautal fahren

Tour 1 
Schluchsee – Blumberg Zollhaus
Anreise: Mit RE der DB ab Freiburg & wahlweise 3Seenbahn ab Titisee durchs Höllental und weiter nach Schluchsee (Schwarzwald). Rückreise von Sigmaringen mit DB nach Freiburg.
37,6 km, 669 Höhenmeter. Abfahrt des Naturpark-Express Richtung Sigmaringen um 14:08 (Samstage, Sonn- und Feiertage vom 1. Mai bis 20. Okt 2019).

Tour 2
Pfullendorf-Fridingen an der Donau
Anreise: Mit DB bis Aulendorf, weiter mit der „Räuberbahn“ (ebenfalls DB) bis Pfullendorf
Die Räuberbahn verkehrt vom 1. Mai bis 21. Oktober 2019 jeden Sonn- und Feiertag 3 mal.
Rückreise ab Fridingen an der Donau mit DB oder Naturpark-Express über Sigmaringen nach Aulendorf.  (Achtung: Letzter Naturpark-Express 19:02 hält nicht in Fridingen, nur Beuron)

Allgemeine Infos

Naturpark Obere Donau und Naturpark-Express
www.naturpark-obere-donau.de

3-Seenbahn (Dampfzug Titisee-Schluchsee-Seebrugg)
www.3seenbahn.de

Sauschwänzlebahn
https://sauschwaenzlebahn.de/

Räuberbahn (Aulendorf-Pfullendorf)
www.raeuberbahn.de

 

 

 

Gipfelluft in der Radlkluft: E-Bike & Hike in der Wildschönau

_wildschoenau_header_04_susan_wehrmakerIn die Berge und Almen radeln ohne Schmerz in den Wadeln, auf entlegene Gipfel hochlaufen ohne schon vorher zu schnaufen: „E-Bike & Hike“ in der Wildschönau im Tirol machts möglich. Dank routiniertem Mountainbike-Guide, Fahrtechniktrainer und Bergwanderführer dringen die Teilnehmer der wöchentlichen Exkursion bis in entfernteste Winkel des herrlichen Hochtals vor. Weiterlesen

Wenn Rainer Schoner freitags früh mit seinen Urlaubsgästen tief in die Berge radelt um anschließend geheime Gipfel zu besteigen, leuchten nicht nur die Augen der munteren Radler trotz saftiger Steigungen. Auch der waschechte Wildschönauer ist voll in seinem Element.

_wildschoenau_galerie_22_susan_wehrmaker_small170.000 Höhenmeter macht Rainer in einer einzigen Saison. Keines der 45 Länder, in denen er schon als Bike-Guide unterwegs war, und auch nicht die Rocky Mountains, in denen er 16 Jahre Skilehrer war, würde er gegen die heimischen Tiroler Berge tauschen, die er wie seine Westentasche kennt und deren bezauberndste Winkel oft in der noch immer urigen Wildschönau liegen, mit seinen bodenständigen Menschen, Almen und Bauernhöfen.

Denn wo Mountainbiker in seinen grünen Heimatbergen öfters schwindlige Höhen erklimmen, will das Wildschönauer Urgestein nun dauerhaft bleiben. Wenn Rainer Schoner die Gäste zum Warm-Up versammelt, dann nicht um sie zu schonen, sondern um zu klären, wie es um Fitness und Fahrtechnik bestellt ist. Nach kurzer Einweisung ins E-Mountainbike und die Fahrtechnik wird in entlegene Winkel der Wildschönau geradelt, die zu Fuß schwer zu erreichen wären.

_wildschoenau_galerie_06_susan_wehrmaker_smallSchon nach den ersten steilen Rampen den Berg hinauf wird klar: Das E-Mountainbike hilft, für die spätere Gipfelwanderung Kraft einzusparen. Dadurch rücken entlegenere Ziele in Reichweite einer spannenden Tagestour – besonders für Leute, die über wenig bis eine normale Kondition verfügen. Heut geht’s aufs Feldalpenhorn, wo der MTB-Guide und Bergwanderführer das Panorama erläutert.

Rosskopf und Lämpersberg, Kitzbüheler Alpen, Loferer Steinberge, Wilder Kaiser. Beim Anblick der Berge schmeckt die mitgebrachte Jause doppelt so gut. Teils noch in Radlkluft, aber stets in festen Bergschuhen werden die bezauberndsten Gipfel der Wildschönau miteinander erobert. Die richtige Bremstechnik zuvor am Lenker vermittelt, stellt die rasante Abfahrt in das idyllische Bergtal der Wildschönauer Ache niemand vor Probleme und alle genießen den Fahrtwind.

__wildschoenau_galerie_09_henning_smallRiesiges Repertoire
300 km Wanderwege, von denen viele auch ambitionierten Mountainbikern Abwechslung bereiten, durchziehen das wundervolle Hochtal der Wildschönau. Dem Wanderer vorbehalten sind einerseits die höchsten Gipfel wie der Lämpersberg (2202 m) und das Große Beil (2309 m), aber auch manch idyllischer Spazierweg im Tal wie der Franziskusweg mit seinen schönen Skulpturen. Entlegene Gipfel wie Breitegg Gern (1981 m) oder Feldalphorn (1923 m) lassen sich wiederum am besten mit Bike und Bergschuh kombiniert erobern, so wie es bei „E-Bike & Hike“ der Fall ist. Ein ambitioniertes Ziel mit dem MTB ist die bewirtschaftete Neuhögenalpe (1718 m), unter dem Lämpersberg gelegen auch Bike & Hike geeignet.

Werktags wandern
Auch Werktags lockt die Wildschönau mit einem wundervollen Wanderprogramm, gemeinsam mit Wanderführern die Wildschönau zu erkunden – übrigens mit der Wildschönau Card ganz kostenlos! Möslalm (1110 m), Breiteggspitze (1866 m), Gratlspitz (1893 m), Joelspitze (1964 m): Die Vielfalt der Mo-Fr erklommenen Berge und Gipfel ist schier grenzenlos. Früh hinauf geht es bei der Sonnenaufgangswanderung aufs Kragenjoch (1425 m). Neu ist die „Bienenwanderung“.

__wildschoenau_galerie_10_henning_smallAuszeit auf der Alm
Achentalalm, Feldalm, Holzalm, Markbachjochalm, Möslalm, Rosskopfhütte, Schönangeralm & mehr: Sonnige Almen und Jausenstationen machen Wanderungen in der Wildschönau zu einem ganz besonderen Genuss. Wer mag, steuert früh morgens die Norderbergalm (1364 m) an, wo ab neun Uhr Gästen ein köstliches „Auszeit-Bergfrühstück“ serviert wird. Auch mit Bike lässt sich die Neuhögenalpe (1713 m) erobern, die aber recht selten angesteuert wird. Hier werden das Bier und die Limo noch im Brunnen gekühlt. Nachdem die Kühe gemolken sind, wird gern ein leckerer Apfelstrudel serviert. Ambitionierte Wanderer erobern anschließend gerne den mächtig über der Alm thronenden Lämpersberg (2202 m).

Preiswert mit Pool
Die Fair-Preis-Region Wildschönau ist bekannt für ihr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 3 Nächte in einer Pension mit Frühstück gibt´s schon ab 84 Euro pro Person im DZ. Andernorts in Tirol reiht sich oft ein Luxushotel an das andere. In der Wildschönau gibt es hingegen noch liebevoll geführte Familienbetriebe mit viel Herzlichkeit und echter Tiroler Gastfreundschaft, die auch auf 3-Sterne-Niveau pure Urlaubsfreude bereiten.  Nur ein Beispiel dafür ist der Lenzenhof mit seinem wunderschönen Garten und großem Pool, geradezu perfekt für Familien geeignet.

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INFO

Allgemein
Die Wildschönau ist ein idyllisches Hochtal in den Kitzbüheler Alpen und ausgezeichnetes Ziel für aktiven Sommerurlaub mit Wandern und Mountainbiken. 300 km Wanderwege bieten ein schier unerschöpfliches Potential. Für Mountainbiker noch ein Geheimtipp, lässt es sich auch in der Wildschönau herrlich biken, was auch das neue Angebot „E-Bike & Hike“ beweist. Hinzu kommt die Mountainbike Schule Wildschönau mit ihrem umfangreichen Angebot. E-MTBs können auch für Kinder ausgeliehen werden, hinzu gibt es Kinder-MTB-Workshops.

Anreise

Bahn & Bus
Umweltfreundliche Anreise per Bahn bis Bahnhof Wörgl im Tiroler Unterland. Der Bahnhof ist ca. 10 km von der Wildschönau entfernt, Anschluss mit Postbus oder Abholung durch das Hotel.

Weitere Infos zur Anreise

Geführte Touren

Wandertouren
Mo-Fr geführte Wanderungen. Die Teilnahme ist mit der Wildschönau Card (ab 1 Übernachtung) kostenlos. Von Mai bis September, nähere Details sind im Wanderprogramm angegeben.

MTB-Touren
Jeden Mittwoch: Geführte E-Mountainbike-Tour mit Rainer Schoner zu den schönsten
Hochalmen. Anmeldung bis Montag bei Wildschönau Tourismus. Mit Wildschönau Card
48 Euro pro Person (inklusive Bike)
Jeden Freitag: „E-Bike and Hike“ mit Rainer Schoner. Anmeldung bis Mittwoch bei
Wildschönau Tourismus. Die Tour ist mit der Wildschönau Card kostenlos. Das Ausleihen
des E-Bikes kostet 38 Euro.

Mountainbikeschule Wildschönau
https://www.mountainbikeschule-wildschoenau.at/

Veranstaltungen

Sa, 22.09.2018 Gruhnacht und Almabtrieb weitere Infos
Do,27. – Sa 29.09.2018 Wander-Weltmeisterschaft weitere Infos
So, 30.09. – So 07.10.2018 Krautingerwoche – der legendäre Rübentrunk weitere Infos

Übernachtung
Tipp: Ferienhotel Lenzenhof – preiswertes 3-Sterne-Hotel mit wunderschönem Pool im Garten
www.lenzenhof.at

Unterkunftsverzeichnis Wildschönau
https://www.wildschoenau.com/de/unterkuenfte-hotels

Kontakt
Wildschönau Tourismus
Tel. 0043/(0)5339 8255-0
www.wildschoenau.com

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Linksab nach Lessinia: Auf in die wilden Veroneser Berge

Wenn in Rovereto Radler aus dem Zug steigen, dann meistens, um die letzten Kilometer zum Gardasee hinüberzustrampeln, manchmal auch, um in einen Zug ins Valsugana umzusteigen. Aber wer hat schon einmal etwas von Lessinia gehört? Dabei ist es absolut lohnenswert, die wilden Veroneser Berge und den Naturpark Lessinia mit dem Rad zu erklimmen und entdecken. Danach lohnt es sich, die Tour in den Weinregionen Valpolicella und Soave ausklingen zu lassen. Weiterlesen

Kaum einer Handvoll Touren in Lessinia stehen in einschlägigen Foren zumeist gleich hunderte Touren am Gardasee entgegen. Zugegeben, wer auf dem MTB noch nie Tremalzo gefahren ist, für den ist es sicher reizvoller, erst einmal den Gardasee auf den Bike zu entdecken. Aber gleich danach folgt Lessinia, diese eigentümlich wilde Landschaft im Norden Veronas.

Weg vom Trubel
Wer jahrein, jahraus Riva als Revier wählt, und einmal weg von all dem Trubel will, dem sei der Naturpark Lessinia in den Voralpen nördlich von Verona einmal ganz besonders ans Herz gelegt. Nur wenige Stationen nach Rovereto folgt in dem Regionalzug nach Verona das kleine Örtchen Peri, von wo aus sich eine kleine, aber kehrenreiche Straße (SP57) auf dasbezaubernde Hochplateau von Lessinia windet. Auf nur sechs Kilometern sind knapp 800 Höhenmeter zu überwinden, bevor im Örtchen Fosse endlich das Hochplateau der Lessinia erklommen wird. Völlig dehydriert mit reichlich Gepäck für fünf Tage das erstbeste Lebensmittelgeschäft gestürmt und etwas Energie getankt. Noch mal 400 sind es bis nach Erbezzo, dem höchstgelegenen Ort der Provinz Verona (1.118 m.ü.M.).

signal-2843078_1920Terrasse mit Traumblick
Alles, was der müde und durstige Radler hier braucht, gibt es im „Al Terrazzo“: Restaurant, Bar, Pizzeria, gepflegte Zimmer mit Dusche und sogar frisches Fohrenburger vom Fass aus Vorarlberg, das ich hier nicht erwartet hätte. Dieses genießt man auf der herrlichen Sonnenterrassse mit wunderschönem Blick in die benachbarten Berge Lessinias.

Erbezzo zählt zu den 13 Gemeinden, einer früheren deutschen Sprachinsel in Lessinia zwischen der Etsch und dem Agno in der Provinz Verona. Das einst gesprochene „Zimbrische“ ist heute gänzlich ausgestorben. Das zimbrische Kulturerbe wird aber noch gepflegt, wie beim „Tzimbar Race“, einem Triathlon aus 10 km Laufen, 15 km Mountain Bike und Holzstämmen sägen.


„Lessinia Legend“

10 km weiter liegt Bosco Chiesanuova, dies heißt eigentlich „Neuenkirchen“. Hier findet immer Ende Juni ein MTB Rennen der Superlative statt. „Bist Du bereit, in die Geschichte einzugehen und zur Legende zu werden?“ wirbt Lessinia Legend, der wohl härteste Mountainbike Marathon Italiens.

Zwischen 55 und 100 km und zwischen 1740 und 3610 Höhenmeter werden bezwungen. Bis zu 1000 Biker überwinden die Distanzen. Laut Red Bull Europas härtestes MTB Rennen. Hier nimmt auch die MTB-Elite teil, aber jeder der möchte, kann seine Heldenhaftigkeit frei entfalten. Eine Herausforderung in Landschaften verkannter Schönheit, eingebettet in den venetischen Voralpen östlich des Gardasees und zwischen den Provinzen von Trient, Verona und Vicenza.

20180624_111211Zur Entspannung nach den technisch anspruchsvollen Trails in den Höhenzügen des Lessinia Naturparks lohnt es sich anschließend, die Nachbarregionen kennenzulernen und die Radtour nach Verona, Soave oder Vicenza fortzusetzen. Dabei geht es fast ständig sanft bergab. Wer die richtige Route wählt, kann es im wildromantischen Tal des Torrente Squaranto bis kurz vor Verona fast ohne jeden Verkehr richtig schön rollen lassen. In Montorio trifft man auf große und herrschaftliche Weingüter.Es lohnt sich, die Fahrt hier Richtung Soave und Vicenza fortzusetzen. Über eine anstrengende Anhöhe wird San Martino di Buon Albergo bei Marcellise im Weinbaugebiet des Valpolicella erreicht. Hier sollte unbedingt ein Zwischenstopp in der Locanda Marcellise mit ausgezeichneter Küche und köstlichem Birra Lessinia eingelegt werden, bevor die Tour weitergeht.

 

Foto: Pinotshop / Creative Commons

Weiter geht die Fahrt auf Nebenstraßen nach Soave in das Anbaugebiet berühmter Weißweine. Bei ausreichender Zeit lohnt sich der Besuch einer der vielen Weingüter in der Region. Das mittelalterliche Soave ist von einer Wehrmauer umgeben, die von der Burg hinabführend errichtet wurde. Der gigantische Verteidigungswall ist umgeben von einem Meer aus Weinreben, aus deren Beeren der berühmte Soave-Wein hergestellt wird. Überall wird der Wein gerne gekostet, gleichzeitig ist das Städtchen auch der touristischste Abschnitt unserer Tour. Bei der Weiterfahrt zum Zielort Vicenza lohnt sich ein Ausflug nach Lonigo, dass ich als Gast beim Couchsurfen näher entdecken und kennenlernen durfte.

 

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Lonigo
liegt etwa 30 Kilometer östlich von Verona und auch ca. 30 Kilometer südwestlich von Vicenza. Genau in der Mitte, ist die Kleinstadt gut für einen Zwischenstopp zwischen  den beiden Orten geeignet. Sehenswert ist hier vor allem die Villa Pisani, die als eine der von Andrea Palladio entworfenen und gebauten Villen zum Weltkulturerbe der Stadt Vicenza und der Villen Andrea Palladios zählt. Einen Besuch ist auch die Chiesa del Santissimo Redentore wert. Das kleine Städtchen hat auch eine hübsche Fußgängerzone, Montags lohnt sich der Besuch auf dem Markt mit frischem Obst und Gemüse, wie es eben nur auf italienischen Märkten anzutreffen ist. Schön ist auch der Park im Herzen des Städtchens.

 

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Das reizvolle Zentrum von Vicenza wird von der lebhaften Piazza dei Signori und der mächtigen Basilika beherrscht. Mit der Villa La Rotonda und der Basilica Palladiana befinden sich zwei Hauptwerke Palladios in Vicenza. 1994 wurde Vicenza als „Stadt des Palladio“ in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Sehenswert ist auch das Teatro Olimpico. In Vicenza besteht Anschluss an internationale Zuglinien aus Deutschland und Österreich in Richtung Venedig. So lässt sich das Fahrrad bequem in den reservierten Zug hinein packen und beim gemütlichen Rattern über die Schienen noch einmal die schöne Fahrradreise Revue passieren.

 

INFO

Praktische Informationen zu dieser ca. 5 tägigen Fahrradtour

  • Start: Peri (bei Rovereto)
  • Ziel: Vicenza
  • Stationen: Erbezzo, Bosco Chiesanuova, San Martino di Buon Albergo, Soave, Lonigo, Val Liona, Vicenza
  • Länge: 118 km | Dauer: 4-5 Tage | Höhenmeter: 2.353 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni-September
  • Praktische Tipps: Tourplanung mit Naviki-App (Basisversion gratis)
  • Ausrüstung: Mountainbike. Trekkingbike
  • Einkehrmöglichkeiten:  Locanda Al Terrazzo (Erbezzo), Locanda Marcellise (San Martino di Buon Albergo)
  • Übernachtung: Locanda Al Terrazzo (Erbezzo), Hotel Frizzolan (Bosco Chiesanuova)

Schlaflos auf Sardien: MyLand Mountainbike nonstop

myland960Bis zu 440 Kilometer und 10.000 Höhenmeter Mountainbiken nonstop: MyLand an der Westküste Sardiniens ist ein echtes Abenteuer. Ein Mountainbike-Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein. Wildpferde in der heißen Mittagssonne oder Pasta-Party nachts um zwei? Wer das ursprüngliche Sardinien entdecken und ein echtes Abenteuer erleben will, sollte sich das Myland Mountainbike Festival Ende April im Kalender dick anstreichen. Weiterlesen

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Bissiger Antieg bei Roja Mente  – Villa Verde  –  Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Das MyLand MTB Non Stop Bike Festival ist eine Idee, die in der Marmilla an der Westküste Sardiniens, vierzig km von Oristano, entstand, um die bezaubernde Bergregion aktiven Gästen bekannt zu machen.  Die Marmilla ist eine äußerst dünn besiedelte Landschaft, wo sich Sardinien natürlich entdecken lässt. Von sanften Hügeln geprägt, ragen auch sportliche Berge hervor: Das Naturreservat Monte Arci (812 m), die Giara di Gesturi (609 m) mit seinen Wildpferden und Ausläufer des Gennargentu.

 

Drei sportliche Streckenprofile von 120 bis zu über 400 Kilometern: Das sind die Eckdaten des MyLand Bike Festivals. Was sich noch aufregender liest, ist die dabei akkumulierte Kraxlerei: Von Anfang an waren dies 2.500, 5.000 oder 10.000 Höhenmeter. Vom ersten Jahr an war das Myland Bike Festival ein Event, das die Ausdauer der Teilnehmer auf die Probe stellte. Von Anfang an gab es Teilnehmer, die aufgaben. Dennoch hat sich die Anzahl der Teilnehmer seit der ersten Auflage jährlich in etwa verdoppelt: 2015 waren es 60, 2016 schon 120 und 2017 nahmen bereits 166 Mountainbiker am MyLand Mountainbike Festival teil.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Typische Frühlingslandschaft auf den Feldern der Marmilla Foto: © MyLand / Marcello Olla

Drei Tage, hunderte von Kilometern, meilenweit absolute Wildnis, Verlass nur auf den GPS-Track: Das MyLand Bike Festival ist ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Wer einmal am MyLand MTB Festival teilnimmt, wird schnell Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, die sich auf kniffligen Trails im Dickicht der mediterranen Macchia oder inmitten leuchtend roter Felder aus Süßklee, der so typisch für die Marmilla ist, meist ganz automatisch  entwickelt.

 

Fünf Eigenschaften werden von den Organisatoren für einen Erfolg am MyLand Bike Festival stets  hervorgehoben: Hartnäckigkeit, Geschicklichkeit, Mut, Kraft, und Zusammenhalt. Wer sich die 400 Kilometer zutraut, sollte darauf gefasst sein, über 50 Stunden im Sattel zu sitzen und für eine Top-Platzierung auch nachts in die Pedale zu treten. Gewiss ist, dass auch nachts um drei Checkpoints offen sind, die Pasta zubereiten oder Platz für ein Nickerchen bieten.

MyLand MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein

MTB Marathon vom Morgengrauen bis zum Mondschein Foto: © MyLand / Marcello Olla

Einen der ersten Plätze auf dem MyLand Mountainbike Marathon belegt aber nur, wer quasi nonstop durchbiked. „Ich habe nur vier Stunden ausgeruht, aber könnte sofort wieder starten“, erzählt Piero, angetreten auf den vollen 400 km. Als einer der „Senatoren“ hat er an allen drei bisherigen Ausgaben von MyLand erfolgreich teilgenommen. Eigentlich habe er es dieses Mal gemütlich angegangen, das nächste Mal will er erst so richtig durchstarten.

 

Pfeilschnell, widerstandsfähig und mit goldenen Reflexen ausgestattet sollte man in der Tat sein, um einen der ersten Plätze dieses in ganz Italien einzigartigen Bike-Events zu erobern. Konzentration erfordert nicht nur die Aufmerksamkeit auf die in allen Varianten technisch anspruchsvollen Trails des Marathons, sondern auch aufs GPS-Gerät, welches zumeist alleinige Orientierung bietet. Mancherorts ist gar kein Weg zu erkennen. Der Blick streift im Abschnitt bei Nureci hinter jedem Gebüsch ins GPS. Zur Sicherheit ist jedem der Rat zu geben, vor dem Start nochmal das GPS und die Halterung zu checken, damit es nicht Lost in Sardegna heißt. Zu empfehlen ist die Teilnahme in einer Gruppe, dennoch treten öfters auch Biker alleine an.

On the Trail – 120 km MyLand Mountainbike nonstop

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Checkpoint in Baradili: Im kleinsten Dorf Sardiniens ist das Herz zur Gastfreundschaft groß Foto: Heilmann

Sicher mutig war es, das MyLand Bike Festival, von dem ich kurz zuvor auf der FREE Messe erfuhr,  gleich zum ersten Mal alleine auf 120 km anzutreten. Doch alleine bleibt man nicht lange. Wer sich in den Sattel schwingt und sich dem Abenteuer MyLand in der märchenhaften Marmilla stellt, wird augenblicklich Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, der er als „MyLander“ fortan angehört und damit der Region fürimmer im Herzen verbunden bleibt.

 

Herausforderungen lassen speziell fern der Heimat oft nicht lange auf sich warten. Schon in der zweiten steilen Passage der 120 km kurz nach dem Start um 14 Uhr in Villa Verde ist es soweit. Eine Abzweigung verpasst, wenige Meter abseits des Tracks ist blitzartig der Reifen platt. Schnell gefixt, wartet kurz darauf die nächste Überraschung. Das GPS macht sich selbständig und fällt vom Lenker herunter. Doch ohne den Track zu checken, hat man sich blitzschnell verfahren.

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Meeting some good friends on the trail, you never can fail: „Skall aus“ aus Oristano Foto: Henning Heilmann

Eine Gruppe passionierter Mountainbiker aus Oristano hilft mir aus der Patsche. Die nette Gruppe lerne ich am Aufstieg kennen und treffe sie später glücklicherweise gleich wieder, als sie mir nach einer weiteren gut versteckten und eben verpassten Abzweigung entgegen kommen. Glück gehabt!  Es sind „Skall aus“ aus dem benachbarten Oristano, die mich zum nächsten Checkpoint begleiten. Grazie a Michaelangelo hält mein GPS wieder fest. Tape auf dem Trail ist ein toller Tipp. Lesson 1: With good friends on the trail, you never can fail.

 

Ankunft in Assolo in der Abenddämmerung. 43 km geschafft. Hier am Checkpoint erwartet mich mein Nachtquartier bei Francesca. Ein herzlicher Empfang mit köstlichem Kuchen, einer warmen Dusche, gemeinsamer Pasta-Party am Kamin und Plauderei mit der Familie. Schnell falle ich ins Bett.  Für die tapferen sardischen Biker aus Oristano ist erst Halbzeit. Sie radeln gegen 21 Uhr nach kurzer Rast weiter zum nächsten Checkpoint Baradili, der erst nach 86 Kilometern folgt. Das hätte ich wohl nicht mehr geschafft. Lesson 2: You´re never lost with a good host.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili © MyLand / Olla

Am nächsten Morgen um sechs sitz auch ich schon wieder im Sattel. Es sind nicht viele Grade über 0. Francesca vom Checkpoint reicht mir noch eine Tasse heißen Tee zum Wärmen. Da sich niemand meiner Stopstrategie angeschlossen hat, bin ich heute navigationstechnisch auf mich allein gestellt. Schon nach den ersten Kilometern bekomme einen Eindruck davon, was die Biker aus Oristano in der Nacht zuvor noch geleistet haben. Auf einem Feldweg zweigt ein kleiner Trail ab, den ich im Morgengrauen verpasse und erst wenige Hundert Meter später nach Kontrolle des GPS entdecke. Etwas später bei Nureci folgt schließlich ein Abschnitt, wo überhaupt kein Weg mehr ersichtlich ist. Doch aufs GPS ist Verlass. Sicher führt es über ein kleines Gatter hinaus aus dem Wirrwarr. Lesson 3: Don´t worry about the way, it´s going to be ok.

 

Bei Genoni habe ich knapp die Hälfte der 120 km-Rundstrecke erreicht. Der Wasserstand in der Trinkflasche bereitet mir Sorgen. Wer weiß, wo Sardinien wieder frisches Wasser bereithält. So frage ich einen Mann im Garten, dem ich begegne. „Oggi domenica“ erinnert er mich. Er  winkt mich in eine Einfahrt, welche ich kurze Zeit darauf wieder verlasse. Sardische Gastfreundschaft! Fix Mineralwasser, Kekse, Kuchen, Wildschweinsalami, Pecorino und Äpfel hinzu gepackt. „Graaazie mille!!!“ Die Marmilla zu entdecken, ist ein Geschenk.  Lesson 4: Expect unexpected.

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The best trail is sometimes on the rail. Foto: © MyLand / Olla

Die folgenden dreißig Kilometer sind nun fast ausschließlich abschüssig. Einer der Gründe dafür ist, dass ich bei Nuragus auf eine stillgelegte Eisenbahnstrecke treffe, welche einst bis Villacidro führte. 70 Kilometer frühere Schmalspurbahn, herrliche Tunnel, ein Stückchen zum Rollen lassen. Bis nach Las Plassas habe ich das Vergnügen, dieser einmal bedeutenden Bahnstrecke zu folgen. Ich passiere Barumini mit seinen eindrucksvollen Nuraghen und Las Plassas mit seiner über alles thronenden Burg und dem Museum über das einstige Königreich von Arborea. Sardinien und ebenso die Marmilla ist nicht nur reich an eizigartiger intakter Natur, sondern auch reich an Ärchäologie und Jahrtausende alter Kultur, Lesson 5: The best trail is sometimes to follow the rail.

 

 

Bald darauf erreiche ich das idyllische Baradili. Sardiniens kleinste Gemeinde hat 84 Einwohner und ist doch voller Leben. Sogar ein Schwimmbad lädt zur Erfrischung ein. Am Checkpoint werde ich schon ein Weilchen erwartet. „Wann ist den Simona aus Oristano angekommen?“, frage ich. „Heut Nacht um drei“, erklärt Fabrizio bei einer Tasse frischem Kaffee und lacht. Baradili liegt am Fuße der Giara di Gesturi. Die steilen Hänge der Hochebene winken am Horizont als nächste Herausforderung. Ein reizvoller Abstecher führt ins benachbarte Baressa mit seinem Albergo Diffuso, mit Betten über die Häuser in der historischen Altstadt verteilt.

Ebenso passierte MyLand heuer auch das Naturreservat der Giara di Gesturi. Hier leben inmitten knorriger Korkeichen mal an fruchtbaren Wassertümpeln, mal in einem Meer aus weißen Blüten die „Cavallini della Giara“. Was für eine traumhafte Szenerie. Einen Ort, wo auf etwa 40 km² 600 Wildpferde grasen – das findet man weit und breit kein zweites Mal. Die bezaubernde Hochebene will allerdings erklommen werden. In der heißen Mittagssonne ist der Anstieg auf die Terrasse über der Marmilla, welche fast ein wenig märchenhaft anmutet, nicht zu empfehlen. Beim raufstrampeln werde ich von rasanten Sarden, welche 220 Kilometer (quasi doppelte Distanz) fahren, eingeholt. Lesson 6: If you want to have fun, don´t climb in the sun.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Henning Heilmann

An einem Tümpel auf der Anhöhe bekomme ich schon die ersten Giara-Wildpferde zu Gesicht.  Ein Trail aus rotem Sand, der später durch die wilde Macchia führt  und dort im Dickicht noch ein paar Schiebestellen bereithält. Bereits etwas müde führt schließlich ein Trail durch den schattigen Wald hinab, und an einer Lichtung folgt sogar eine Straße. Schnell ist Albagiara erreicht. Über verträumte Feldwege erreiche ich nach den letzten Höhenmetern am späten Nachmittag Villa Verde. Herzlichst werde ich im Ziel empfangen, obwohl  über dem 24 Stunden Limit. Der schnellste Teilnehmer auf meiner 120 km Distanz war schon am Vorabend eingetroffen. 120 Kilometer und 2500 Höhenmeter in unter sieben Stunden. Die gesamten 400 Kilometer mit 10.000 Höhenmetern wurden vom Sieger des Bike-Festivals unter 43 Stunden bewältigt. Respekt. Was für mich zählt, ist angekommen zu sein. „Non mollare“ sagt der Italiener. Nicht aufgeben!

Fast das ganze Jahr über Trail-Genuss

Ob 120 Kilometer, 220 Kilometer oder die vollen 400 Kilometer: Die Strecken und Etappen des einzigartigen Bike-Festivals in einer Ecke Sardiniens, welche noch ein echter Geheimtipp ist, lassen sich nicht nur während des Festivals, sondern das ganze Jahr über entdecken. Vom Klima sind Frühling und Spätsommer zu empfehlen. Leicht sind bezaubernde Unterkünfte gefunden. Zur Orientierung stehen die GPS-Tracks auf der MyLand Homepage jederzeit bereit.

Sardinien ist mehr als Solarium mit Strandgarnitur. Die Insel ist ein echtes Trekking-Paradies. Wer die bezaubernde Marmilla und ihre Menschen entdeckt, wird sich schnell in die Region verlieben. Spätestens wenn ein anstrengender Tag voller imposanter Eindrücke auf dem Sattel seinen entspannten Ausklang bei einem Glas Cannonau und einem guten Abendessen findet.

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Sardische Spezialitäten Foto: Heilmann

Vielleicht bei Spezzatini, Malloreddus oder den für die Region typischen frittierten Seadas. Als Nachtisch zuckersüße Pippia de Zuccuru (Zuckerpuppe), Amarettus und Pani ´e Saba aus Mandeln (Gebäck aus aufgekochtem Traubengelee) und Wein. Sportliche Verausgabung und kulinarischer Hochgenuss: In der Marmilla liegt beides, wie in ganz Sardinien, nie weit auseinander.

 

INFO

Allgemein: Das MyLand Bike Festival findet jedes Jahr an vier Tagen gegen Ende April statt. Drei Strecken-Varianten stehen zur Wahl: 440 km in 72 Stunden (10000 hm), 220 km (5000 hm) in 48 Stunden, 120 km in 24 Stunden (2500 hm).

Lage: Die Marmilla ist eine Hügellandschaft im Hinterland von Oristano an der Westküste Sardiniens. Hier findet alljährlich das MyLand Nonstop MTB Bike Festival statt.

Beste Reisezeit: Besonders empfehlenswert ist natürlich Ende April, wenn das Bike Festival steigt. Die Tracks und Trails des Festivals lassen sich aber auch im übrigen Jahr abrufen und befahren. Vom Klima ist die Anreise von April-Juni oder September-November zu empfehlen.

Anreise: Flug nach Cagliari, Mietwagen oder Bahn bis Uras-Mogoro, Abholung arrangieren

Ausrüstung:
Fahrradverleih mit ausgezeichneten Mountainbikes in Oristano, Abstellplätze für Wohnmobile, geführte Touren mit Gepäcktransfer auf Anfrage. GPS-Tracks auf der Homepage des Bike Festivals. Bei Teilnahme am Bike Festival an Beleuchtung, Werkzeug, Schlafsack, warme Sachen denken.

Übernachtung: Die Rundstrecken des MyLand Bike Festivals können vom Startort in Villa Verde oder auch von beliebigen Etappenorten aus gestartet werden. Teilnehmer des Bike Festivals können am Startort im Schlafsaal und in einigen Checkpoints ebenfalls in Schlafsäcken übernachten. Während des übrigen Jahrs stehen Agriturismos und Alberghi Diffusi in kleinen Dörfern zur Wahl. Tipps: Albergho Diffuso Il Mandorlo, 09090 Baressa (OR);  Agriturismo „Su Massaiu“, 09020 Turri (CA)

Web:

MyLand Mountainbike Festival
www.mylandbikefestival.it

Reiseinformationen der Italienischen Zentrale für Tourismus – ENIT Deutschland

Reiseinformationen der Italienischen Zentrale für Tourismus – ENIT Österreich

Alle GPS Tracks zum Download:

GPS-Track der Vorjahrsausgaben

www.mylandbikefestival.it/tracce-gps/

MyLand, Marmilla, Mountainbike nonstop – Versione italiano

myland960Una Maratona su MountainBike – ininterrottamente – per 400 km di percorso, sfiancati nelle tenebre, mentre gli altri partecipanti giaciono già sotto le lenzuola. MyLand in Marmilla è una Mountain-Bike Maratona alle prime luci dell´alba sino al chiar di luna. Weiterlesen

I Cavallini – cosi engono chiamati affettuosamente nel loro habitat – ma la traduzione in Lingua Sarda è: Quaddeddus Arestisi – a prendere la tintarella nella calura del mezzodì – nella rada del Parco. Party/Spuntino a base di pasta della regione: a notte inoltrata verso le ore 2 del mattino? Chi volesse conoscere e vivere di persona la Sardegna nel vero senso della parola – in originale – e scoprirla – e volesse assaporare un´avventura speciale nella Selva sarda, consigliamo agli a tutti coloro che amano l´ avventura, di evidenziare in grasseto nell´agenda degli appuntamenti, l´evento: Myland Mountainbike Festival – sottolineandolo in grasseto per non mancarlo.

Antieg bei Roja Mente - Villa Verde - Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

Vicino Roja Mente – Villa Verde – Oristano Foto: © MyLand / Marcello Olla

L´evento-avvenimento MyLand MTB – Non Stop – Festival è nata 3 anni addietro da un´idea – chiamata in essere e voluta da entusiasti ciclisti appassionati delle Due Ruote Fuoristrada – per promuovere una Regione Montagnosa nel cuore dell´Entroterra della costa occidentale della Sardegna, circa 40 km dalla città di Oristano (Provincia); far conoscere ad un largo ed attivo pubblico di affezionatie e far conoscere più appronditamente le potenziali risorse turistico-sportive.

 

Il fascino della Marmilla è una regione di per sé alquanto poco popolata, ragion per cui scoprirla e conoscerne i pregi si consiglia di scegliere la forma ed il metodo di scoprirla al naturale. Impressa da dolci colline, tronano dappertutto dal suolo collinoso, e per conquistarle necessitano l´impegno di ogni singolo  col sudore della fronte pigiando i pedali della Mountainbike (MTB), per scalarle. La Riserva Naturale di Monte Arci (812 mt.s.l.d.m.), la Giara di Gesturi (609 m.s.l.d.m.) coi suoi Cavallini selvaggi allo stato brado e indomati, ed infine le pendici del Gennargentu, che innalza meostoso fino ad un´altezza di 1.874 mt.

In 3 anni, 3 edizioni, 3 profili di percorso sportivo di 120 estesi anche ai 400 km: questi sono i dati di rilievo della maratona MyLand Bike Festival. Was detto che quello che più emozionante è la somma di sforzi accumulati spingendo sui pedali: già dall´inizio c´erano da superare dislivelli di altura a partire dai 2.500, 5.000 oppure 10.000. Già a partire dal primo anno la manifestazione MyLand Bike Festival un evento di forte richiamo che metteva a dura e severa prova la condizione agonistica dei partecipanti, che si ripeteva di anno in anno.

Avventure per l´Eternità

E sempre dall´inizio – si registravano defaillances (ritiri forzati), dovuti alla durezza dei percorsi. Ciónonostante, questo fatto non ha inciso affatto sul numero dei partecipanti: ma si è registrato sempre un crescendo degli iscritti, annualmente il doppio dei partecipanti grosso modo: nel 2015 erano 60, nel 2016 120 e nel 2017 hanno partecipato all´evento in ben 166 partecipanti.

Typische Frühlingslandschaft in der Marmilla

Ciclismo in la Marmilla (Foto: © MyLand / Marcello Olla)

Il MyLand Bike Festival è nato all´insegna con scopi mirati, di attrarre tutti quei visitatori che desideravano conoscere la Marmilla in maniera attiva, persistente e culturalmente. Le tratte e i percorsi a cerchio sono stati creati apposta per lambire anche quei paesetti sperduti – sparsi quà e là – lungo l´intero percorso – affinchè paesaggi e natura – da meno – ma anche per far conoscere al visitatore i loro abitanti, particolarmente calorosi ed ospitali.

3 giorni, centinaia di chilometri macinati, mille miglia lontano, nessuna anima viva, nel mezzo di lande selvatiche. La fiducia è riposta sul  GPS ed i veicoli della Carovana, sicuro apparecchio e compagno irrinunciabile: il MyLand MTB Festival è un evento di vita vissuta, che rimane impressa ed indelebile a tutti coloro che vi hanno partecipato. Chi vi partecipa una volta, diventa parte integrante  di una Famiglia tutta speciale, che si nasconde nei convogli della boscaglia nascosti della macchia mediterranea, nel bel mezzo di rossi campi ricoperti di trifoglio dolce e lucicante, erba tipica della Marmilla, cresciuta rigogliosamenete in valli incontaminate.

Le 5 caratteristiche del MyLand

Sono ben 5 le caratteristiche che vengono messe sempre in evidenza dagli organizzatori per la buona riuscita dell´evento: abilità, coraggio, potenza, resistenza e collaborazione. Chi affronta i 400 km, dovrebbe mettersi in testa che deve resistere per oltre 50 ore sulla sella, e per ottenere un piazzamento di prestigio, disposto a pedalare anche con il crepuscolo della notte.

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili bei Francesca Foto:

With a good host, you never get lost: Checkpoint Baradili Foto: Heilmann

Certo che, alle 3 di notte i punti di controllo sono aperti, e pronti a servire un bel piatto di pasta calda e anche un posticino tranquillo per schiacciare un pisolino. Questi punti di controllo rimangono aperti soltanto per coloro che pedalano di notte – senza sosta alcuna. „Io, nel mio piccolo, ho riposato soltanto 4 ore, e poi ho potuto ripartire immediatamente“, racconta Piero, presentatosi per percorrere i 400 km. Come partepitante “ Senatore“ incallito, a preso parte a tutte le precedenti 3 edizioni precedenti del Festival  MyLand. Ad onor del vero, Piero, se l´è presa molto comoda la Maratona, ma la prossima vorrebbe darci sotto e andare spedito. Veloce come una freccia scagliata dall´ arco, resistente e dotato  di riflessi prontissimi, per ambire ad un posto di riguardo, bisognerebbe  – che il partecipte – si dia da fare – in una competizione come la marato – popolarissima in italia.

 

In una competizione di questo calibro, la comcentrazione è quello che più conta e bisogna sfoderare in un contesto di questa portata, in modo particolare la prontezza dei riflessi ed il richiamo all´attenzione in ogni frangente e per tutta la durata della gara; senza mai scordare e tralasciare, che il percorso è abbastanza tecnico – pieno di varianti – là dove la bravura del singolo viene chiamata a dura prova, in modo particolare ricorrere e rispettare i segnali e tracce del GPS, che nel maggior parte dei casi, dà la possibilità potersi orientare, senza mai uscire fuori-rotta. In alcune località – non esiste alcuna indicazione del percorso da seguire. Lo sguardo del singolo osserva attentamente le indicazioni delle coordinate del GPS. Si consiglia di aggregarsi ad un Gruppo – ossia di far squadra, ma alcuni scelgono di avventurarsi in solitaria.

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo commune d´Italia

Checkpoint Baradili: Pausa di riposo in la piu piccolo comune d´Italia e partecipare in la comunitá

Sicuramente da considerare coraggioso il fatto che l´organizzazione del MyLand Festival  – resomi noto poco prima dell´evento Manifestazione della Fiera Outdoor – di potervi parcepare in solitaria lungo un tragitto di 120 km – il che per la prima volta in assoluto. Tuttavia, la solitudine è piuttosto breve. Chi cavalca la sella di una bici fuoristrada ed affronta l´avventura, diventa presto membro di una comunità unita e decisa, comunità „MyLander“.

 

Le prime sfide non tardano molto a farsi sentire, coinvolgenti. Al secondo passaggio ripido – dopo il via alle ore 14:00 in Villa Verde, ecco il primo trabocchetto!-trappola. Una deviazione mancata – a pochi metri dalla Carovana, ma scostato, salta un tubolare, una foratura. Ripararlo è presto fatto, ma, appena più in là la prossima sorpresa sgradita. Il GPS faceva le bizze.

With friends on the trail, you never can fail: "Skall Aus" da Oristano.

With friends on trail, you never fail: Grazie a „Skall Aus“

Un Gruppetto di ciclisti mi dá man forte, porgendomi la pezzetta riparatrice. Il simpatico Gruppetto, dopo aver mancato una seconda deviazione, mi vengono incontro, per darmi una mano a rientrare. Mi considero abbastanza fortunato, pericolo scampato. Il Grupo „Skall Aus“, che mi porta fuori dalla ravvicinata Provincia di Oristano, coloro che mi guidano al prossimo checkpoint. Arrivo ad Assolo nelle prime ore e l´imbrunire della sera, dopo una fatica di 43 km, finalmente l´arrivo.

 

Dalle prime luce

So che quì posso contare di avere a disposizione una possibilità di bivaccare, al punto di controllo, mi hanno sistemato da Francesca. Un benvenuto cordiale, accompagnato da tartine e tortine dal sapore e gusto delizioso, una doccia calda, spuntino a base di pastasciutta al focolare, conversazione generale coi Padroni di Casa. Mi addormento quasi subito sul mio giaciglio. È tappa per i partepitanti e coraggiosi ciclisti sardi di Oristano, metá tragitto per loro è alle spalle. Riprendono a pedalare alle ore 21:00 – dopo brevissima sosta – sino a  passare il prossimo punto di controllo di Baradili, che segue poi dopo 86 km di percorso. Il mattino dopo – alle ore 6:00 del mattino – cavalco anch´io nuovamente la mia bici.

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MTB Maratona dalle prime luci (Foto: © MyLand / M. Olla)

Da Francesca ricevo una tazza di thé caldo per scaldarmi. Nessuno si è adattato alla tattica da me adottata per le pause intermedie, devo fare affidamento e contare esclusivamente nelle mie qualità di nozioni tecnico-navigatorie personali. Già dopo alcuni km percorsi, sono costretto – giocoforza – di constatare e prendere atto delle prestazioni fatte dai miei predezessori bikisti oristanesi, nottetempo.

 

In una strada di campagna, c´è in sosta una Carovana dell´Assistenza, che nell´ancora oscurità del primo mattino, manco del tutto, ma che rilevo e scopro dopo aver controllato il mio GPS in dotazione. Raggiunta la contrada Nurecci, segue alla fine un tratto, dove la scia da seguire si perde. Ma l´amico infallibile GPS non sgarra e di cui bisogna assolutamente fidarsi. Il percorso attraversa un piccolo steccato che conduce fuori dal guazzabuglio.

Nei pressi di Genoni – ho percorso praticamente quasi la metà del percorso. Il livello della mia borraccia mi allarma. E chi sà con esattezza, quando e dove la Sardegna mi darà l´oppurtinitá di fare rifornimento d´acqua potabile. A questo punto, tento la carta di chiedere a qualcuno informazioni, ad un uomo che è intento a coltivare il suo orto. La sua risposta: „oggi è domenica“ – mi ricorda. Il suo gesto amicale, mi fá notare che – conducendomi a gesti, in un passo carraio, che lascio poco dopo,  Ospitalità Sarda, appunto! In un attimo mi rifornisco di acqua minerale, biscotti, tortine, salame, pecorino sardo e mele, che infilo velocemente nel mio zainetto in dotazione. „Grazie mille!“ Scoprire la Marmilla và considerato come un dono immenso della natura.

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Tratta ferroviaria dismessa e galeria Foto: © MyLand / Marcello Olla

I chilometri a seguire, poi, sono quasi tutti in discesa. Uno dei motivi è che, a partire dalla borgata chiamata Nuragus, devo seguire e percorrere una tratta ferroviaria dismessa, che in un lontano passato, conduceva sino a raggiungere la cittadina di Villacidro. I 70 quasi di chilometri ferroviari, su un percoso a scartamento ridotto, fantastici viadotti e gallerie, mi hanno consentito di lasciarmi trasportare dalla facile discesa. Ho potuto godere e rivivere il piacere della ex tratta ferroviaria, parte intregante del  tragitto – binari di una volta – ma ora da tempo dismessi – di questa tratta ferroviaria – una volta molto frequentata in quel tempo – seguirla e percorrerla in in MTB, una goduria immensa!!! La Marmilla non è soltanto ricca di intatta natura, ma anche ricca di reperti acheologici e cultura antica e millenaria, Terra dei menhir, tombe dei giganti di pietra ed imponenti e superbi Nuraghi, che parlano da soli.

 

A tale riguardo vanno citati in modo particolare come a titolo esemplificativo – esempi imponenti –  la città Nuragica di Barumini e di Las Plassas, coi loro scrigni inconfondibili e tipici della civiltà nuragica, ma in modo particolare và menzionata quest´ultima, perchè faceva parte in un passato remoto del Regno di Arborea, con il suo tronante Castello,  regnata e governata da una Regina rimasta famosissima per aver scritto e applicato – anche con metodi spicciativi – quel Codice a lei tanto caro, perchè da lei anche fortemente voluto e applicato alla lettera.

Baradili è alle porte, la Borgata meno popolata della Sardegna coi le sue 84 anime, ma colma di vita intensa – dotata anche di piscina! Al varco del punto di controllo vengo atteso ancora per un pò, perchè le forze mi sono venute meno. „Mi domando, quando è arrivata Simona l´oristanese? Mi chiedo. „Stanotte alle ore 03:00, spiega Fabrizio, tenendo e ridendo – tenendo ben salda in mano una tazza di caffé. Baradili si trova ai piedi della Giara di Gesturi. I ripidi pendii dei pianori si accommiatano all´orizzonte come invitanti alla prossima sfida.

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Wildpferd auf der Giara di Gesturi Foto: Heilmann

Cavallini della Giara

La Carovana ciclistica di MyLand lambisce – per la prima volta – anche la Riserva Naturale della Giara di Gesturi – enclave ed habitat dei Cavallini della Giara. Quì sono di casa – questa razza rara equina – praticamente – da secoli – nascono – crescono e muoino in questo pianoro – con abbondanti acquitrini durante le stagioni di copiose piogge – ma con l´incalzare dell´estate – calura – venti torridi – periodi di piogge scarse e grame – l´acqua evapora e se ne và, ma i Cavallini – abituati – come sono – riescono a sopravvivere – perchè – nel tempo si sono assimilati alla natura dell´habitat – ma tanti riescono a sopravvive anche durante le stagioni di magra: acqua poca – erba ed arbusti secchi e sbiaditi – si arrangiano come sanno fare.

 

Nel bel mezzo del Pianoro vi si trovano le quercette da sughero – con numerosi acquitrini – che rendono la vita dei Cavallini abbastanza piacevole durante le stagioni di prosperità naturale. Popolano gli acquitrini rigogliosi prati di fiori acquatici – che sono il cibo prelibato dei Cavallini.L´estensione del Parco si aggira sui 40 km quadrati – e circa 600 Cavallini Rampanti – che brucano in cotinuazione quello che i loro habitat passa – e questo – molto raramente – possiamo viverlo altrove – una seconda volta. I Cavallini hanno caratteristiche particolari e peculiari con un DNA particolare – anche dovuto al terreno – la mancanza di cibo – durante i periodi di magra – l´acqua che scarseggia – erba poca – e vita grama e difficile, ma resistono nel tempo. Il grande ed esteso Pianoro non è facilmente raggiungibile, meglio accompagnati da una guida esperta – per non incorrere in brutte sorprese – perchè il terreno è abbastanza accidentato.

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Salita alla Giara di Gesturi (Foto: Heilmann)

Si sconsiglia di avventurarsi nelle ore del mezzogiorno – perchè il sole in quelle lande – picchia inesorabile – le salite sono ripide ed insidiose – territtorio della stupenda Marmilla. Premendo sui pedali della mia Due Ruote – vengo sorpassato da Bikisti spericolati ed arditi – con alle loro spalle già ben 220 km (quasi la doppia distanza). Questa è la conferma che si può sempre migliorare sportivo.

 

Le tappe e gli itinerari e gli appuntamenti di questo Festival di Biking del tutto speciale, in un angolo di un paesaggio specialissimo e stupendo dal punto di vista paesaggistico – si può considerare come: un suggerimento segreto – si possono vivere sia durante le fasi dello svolgimento della manifestazione sia durante tutto l´anno. Dal punto di vista climatico, si suggerisce la stagione primaverile che l´estate inoltrata. La sistemazione e gli accomodamenti presso i locali, sono facilmente e presto rintracciabili coi sistemi sia elettronici che tradizionali. Orientativmente, potete rivolgerVi in qualsiasi frangente di necessità alle Carovane appositamente messe a disposizione e dotate di GPS sulla pagina web www.mylandbikefestival.it .

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Paradiso vicino la comune Villa Verde (Foto: Heilmann)

Un Paradiso per praticare il Trekking

La Sardegna è qualcosa di più di un Solario – dotata di arredi per starsene su una poltrona ad osservare il mare e a goderselo. L´Isola sul Mediterraneo è qualcosa di più: un Paradiso a cielo aperto – votato al Trekking!  Coloro che amano il Trekking e vogliono conoscere e scoprire la Marmilla e i suoi abitanti – presto se ne innamoreranno. Al più tardi – quando avranno assaporato un calice di contenuto rubino – chiamato „Su Cannonau“ – il vino tipico di quasi tutti i Sardi sparsi nell´universo – e ad una cena tipica a base di prodotti genuini sardi DOC e dopo una giornata sportiva a spasso su strade e pendii in sella ad una Moutain Bike – arricchito dalle impressioni dei paesaggi magici ed accattivanti.

 

Meglio e, probabilmente, dopo aver consumato – dopo una giornata trascorsa all´aperto – su una Bike – un ottimo spezzatino – malloreddus (gnocchi sardi) – oppure dopo aver consumato ed assaporato il tipico dolce sardo – chiamato Seadas/Sabadas fritte in padella – a base di formaggio – ricotta – ma anche e spesso di profumate erbe tipiche della regione – come menta – zafferano ed altro…come dessert=dolci sardi.

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Dolce Sarde (Foto: Heilmann)

Vengono servite le così chiamate vezzeggiativamente: „Pippias de e Izzuccuru = bambole con mantello di zucchero, amaretti a base di mandorle farcite – ma anche Pani de Saba = Pane a base di sepa – prodotta con gelé di uva o uveta e vino. Sforzo sportivo e godimento lucullico-palatale. In Marmilla – si possono trovare entrambi – sia l´uno sia l´altro – il posto e la località che fà per Voi….lettori – il passo é abbastanza breve e fattibile allo stesso tempo.

 

INFO

Posizione-ubicazione: La Marmilla è una Regione prettamente collinosa – situata nell´hinterland – ossia all´interno della provincia di Oristano – costa occidentale della Sardegna. Quivi si svolge tutti gli anni la manifestazione sportiva: MyLand  Non Stop  Festival  di Biking (Festival Non Stop delle Due Ruote Fuoristrada).

Le Stagioni più consigliate sono: fine aprile – quando appunto si apre la manifestazione Festival di Biking. Le Carovane-Convogli del Festival sono fattibili e percorribili anche durante gli altri periodi dell´anno. Climaticamente – si consiglia di scegliere i seguenti periodi: da aprile-giugno – oppure settembre-novembre.

Come arrivarci: volo aereo per Cagliari, auto a noleggio oppure a mezzo ferrovia per la cittadina di Uras-Mogoro – programmare e prevedere chi e con chi si occupa di andarvi a prendere o direttamente all´ aeroporto di Cagliari-Elmas – Mario Mameli.

Equipaggiamento:
Noleggio bici: Ad Oristano trovate un eccellente Bike Noleggio – con parcheggio annesso per Caravan e Roulotte; escursioni guidate con trasporto bagagli a richiesta. Carovane dotate di GPS su Pagina Web (Homepage) del Festival di Bikes. Durante le fasi della manifedstazione, provvedere a procurarsi illuminazione e/o sorgenti di illuminazione, attrezzatura utensiliera, sacco a pelo e abbigliamento consono – a seconda degli sbalzi di temperatura. L´occorrente và inteso a pagamento.

Generali:
La manifestazione MyLand Festival ha luogo a fine aprile – con le sue 3 varianti in programma, comprendenti le distanze di:
– 400 km in 70 ore di gara e durata (10.000 di dislivello), 220 km (5.000 di dislvello) da percorrere in 48 ore e 120 km  in 24 ore (2.500 di dislivello) .

Pernottamento:
I Giri organizzati e previsti dagli organizzatori-allestitori – sono ubicati nelle seguenti località: da Villa Verde – e a scelta – da qualsiasi località in cui transita la gara di distanza su bike. I partecipanti del Biking Festival possono benissimo bivaccare al luogo di partenza, portandosi l´occorrente necessario per trascorrere la notte a cielo aperto oppure su caravan o roulotte o altra sistemazione di fortuna o anche alberghiera, a seconda dei gusti. Durante tutti gli altri periodi dell´anno, possono servire e/o essere contattati, in quanto disponibili, agriturismo e alberghi diffusi, in piccole località del circondario. Suggerimenti: Albergo diffuso: Il Mandorlo, IT-09090 Baressa (OR) ; Agriturismo “ Su Massaiu“ IT-09020 Turri (Cagliari).

Web:

MyLand
www.visitmyland.it

MyLand Mountainbike Festival
(in linea di massima:Fine Aprile – da Villa Verde);

www.mylandbikefestival.it

Tutte i GPS e Carovane-Seguito scaricabili da Internet col modus „download“

www.mylandbikefestival.it/18-04-2017-le-tracce-waypoint-documenti-tutti

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La presente traduzione, composta di 4 pagg. scritte e redatte a macchina dal giornalista Free Lancer – Libero Professionista e Fotografo – che vi ha personalmente partecipato in occasione della manifestazione del mese di aprile 2017.
La traduzione dal tedesco è stat eseguita e curata dal traduttore e linguista: Enrico Madeddu – che ne ha curato la traduzione con dovizia fedeltà – e con qualche aggiunta mancante – che l´autore e curatore-redattore iniziale – non poteva conoscere e sapere.
Ringraziamo entrambi tutti i lettori-visitatori disposti a spendere qualche minuto per la lettura sul Web – postato su FB – mentre porgiamo distinti saluti.
*All rights reserved – original translation from German into Italian – by exsclusively by Enrico Madeddu – IT-09019 Teulada (CA) Italy – Original German version by Henning Heilmann – Austria. Un caloroso grazie a tutti e buona lettura.
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