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Fotocollage: Claus Bünnagel / haidenerwin / Heilmann

Kerniger KAT Bike – Königsdisiplin in den Kitzbüheler Alpen

Einmal quer durch die Kitzbüheler Alpen, mit satten Anstiegen und aufregenden Singletrails: Damit lockt der KAT BIke in den Kitzbüheler Alpen, bei welchem in drei oder vier Tagesetappen zwischen 2.820 und sportlichen 6.250 Höhenmetern in der Königsdisziplin zu bewältigen sind. Weiterlesen

Lieber Berge und Almen erklimmen, oder sich auf flowigen Trails ins Tal hinunter schwingen? Diese Frage, welche Crosscountry und Marathon Fahrer von den Downhill-Aktivisten scheidet, braucht man sich in den Kitzbüheler Alpen nicht zu stellen. Denn der KAT BIke verbindet auf seinem Weg von Hopfgarten über Brixen im Thale nach Fieberbrunn „Best of Both Worlds“.

Wer den kompletten KAT Bike bezwingen will, steigt schon in Mariastein oder in Wörgl in den MTB-Fernweg ein. Die erste Etappe nach Hopfgarten ist als Bonus-Etappe gedacht und  ermöglicht mit nur 25 km und 700 Höhenmetern ein leichtes Einradeln in die Kitzbüheler Alpen. Beim Start in Hopfgarten besteht die Wahl, für die Etappe nach Brixen die klassiche Variante mit 46 km, 1.650 hm und Schiebestrecke oder die „light“ Variante mit nur 36 km/1.300 hm zu wählen.

Einführung mit Nationalteam Know-How

MTB-Kurs mit Nationalteam Know-How

Wir haben uns entschieden, erst in Brixen im Thale in den KAT Bike einzusteigen, wo wir im Hotel Reitlwirt logieren. Im Rahmen eines  Technik-Trainings mit dem Team von Kurt Exenberger, dem langjährigen Trainer des Österreichischen Damen-Nationalteams, wird das Mountainbike Know-How nochmal aufgefrischt: Die angewinkelten Arme, zwei Finger an der Bremse, Blick immer nach vorne. Erste kleine Hindernisse und ein Parcours werden überwunden. Die Sicherheit auf den zur Verfügung gestellten Haibike-E-Mountainbikes wächst. Und zugleich der Hunger auf das Abendessen und die ersten Meter auf den zahlreichen Trails, mit welchen der KAT Bike überall in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sowohl für Anfänger und Einsteiger wie auch für die echten Downhill-Cracks aufwartet.

 

Beim Abendessen lernen wir Kurt Tropper kennen, der uns die folgenden Tage begleiten wird. Bei einem köstlichen Menu mit Backhendlsalat füllen wir die Akkus für die folgenden Tage auf. Dabei quetschen wir Kurt gleich mit Fragen über den KAT Bike aus, den er ja selbst konzipiert hat. Daneben ist er auch ein begnadeter Koch, der gerne das Geheimnis der idealen Zubereitung von Kasspatzn und anderen Klassikern der Tiroler Küche beim Plaudern lüftet,

Die Wiegalm ist am Vormittag erreicht

Die Wiegalm ist am Vormittag erreicht

Bei unserem Einstieg in den KAT Bike bewältigen bis in den frühen Vormittag die ersten knappen 800 Höhenmeter hinauf zur Wiegalm auf 1513 Metern Seehöhe. Kurz darauf beginnt schon der Wiegalmtrail, Er ist mit dem Schwierigkeitsgrad S1 angegeben, wobei der Einsteig eher schwerer ausfällt. Stein- und Wurzelpassagen wechseln sich ab. Alternativ lässt sich der KAT Bike auch auf Güterwegen fortsetzen. In leichter Abwandlung der Strecke strampeln wir hinauf zur Ochsalm, wo wir am Mittag köstlich einkehren. Nach der Jause fahren wir weiter hinauf bis zur Bergstation der Hahnenkammbahn. Hier lockt der neue, 2019 fertiggestellte Hahnenkammtrail. Ebenfalls in Stufe S1 und mit einigen Anlegerkurven, ist dieser Trail so angelegt, auch den Einsteigern Spaß zu bereiten.

 

Das mondäne Kitzbühel durchfahren wir im Schnelldurchgang im Zickzackkurs durch die vielen Touristen. Schon kurz darauf erreichen wir unser Etappenziel Oberndorf in Tirol, wo wir im erstklassigen Hotel Penzinghof logieren und erst einmal im Pool die Beine baumeln lassen.

Kernige Auffahrt Foto: M. Spiess

Mit Blick aufs Kitzbüheler Horn steuern wir am nächsten Morgen schon in der Früh die Angerer Alm an. Nach einer verregneten Nacht begrüßt uns die Sonne, klare frische Luft weckt ungeahnte Kräfte. Auf der traditionsreichen Alm begrüßt uns Sommelier Annemarie Foidl. Ein kleiner Rundgang darf nicht ausbleiben, denn in ihrem versteckten Weinkeller lagern allerfeinste Jahrgänge und exquisite Weine. So eine Auszeit auf der Alm ist natürlich sehr erholend, aber unser heutiges Etappenziel Fieberbrunn liegt noch in weiter Ferne. Daher machen wir nur kurz Rast, und wahlweise über den flowigen Harschbichltrail oder über Forstwege fahren wir flott nach St Johann in Tirol hinab, wo wir im Hotel Restaurant Post köstlich Mittag essen,

 

 

Zwischen Wildem Kaiser und Kitzbüheler Horn ist Sankt Johann in Tirol ein Geheimtipp, mit malerischem Ortskern und Spitzengastronomie zählt es zu den schönesten Urlaubsorten in Tirol,

Flowiger Trail Foto: U. Ullmann

Als Entrée ein Erdäpfel Lauch Cappucino, als Suppe in der Tasse serviert, danach ein Linsen Spinat Curry, die hausgemachten Tagliolini oder das Rindsgulasch vom Brunnhof: Wer in der Post zu Mittag isst, sollte etwas Zeit mitnehmen, aber auch nicht zu spät aufbrechen. Denn die heutige Tagesetappe hat noch ein paar „harte Brocken“ in Petto. Zunächst geht es sanft entlang der Tiroler Ache Richtung Kirchdorf bis in den Ortsteil Habach. Ab hier dürfen wir nun die finalen tausend Höhenmeter des KAT Bikes hinaufkurbeln. Immer weiter geht es bergauf, bis wir uns jenseits der Baumgrenze wiederfinden und nach Schatten sehnen. Erst nach den Kalksteinalmen folgt der höchste Punkt. Die Forststraße mündet in einen lässigen Trail, der bald nur noch ein Pfad mit steilen Wurzelpassagen ist.

 

Nun folgt ein Stück echtes Abenteuer. Eine kurze Tragestrecke ist zu überwinden, die es allerdings in sich hat. Wurzelwerk, Fels und steile Stufen. Mit E-Bikes eine  Herausforderung.
In der Gruppe meistern wir die Challenge leicht, die stärksten tragen die Bikes über die Hürden. Wer mit Clickies fährt, sollte auf Etappe 4 nach Fieberbrunn feste Bergschuhe mitnehmen, oder die etwas längere Etappe E4 light wählen, bei welcher dafür die Tragepassage entfällt.

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Schönes Kreuz vor Winterstelleralm

Wo der abenteuerliche Pfad wieder auf einen Güterweg stößt, steht auf der klassischen E4-Strecke ein schönes Kreuz. Hier können sich die KAT-Bike-Helden in heroischer Pose ablichten lassen, bevor die finale Abfahrt beginnt. Die schönsten Trails in den Kitzbüheler Alpen sind bis hier hin gerockt, der Blick schweift in die Loferer Steinberge. Schon kurz darauf folgt die urige Wintersteller Alm, wo eine Erfrischung natürlich nicht ausbleiben darf. Auf 1423 Metern Seehöhe genießen hier, ganz unbeeindruckt von den Taten der KAT Biker, die Kühe das frische Gras. Auf der rasanten Abfahrt nach Sankt Ulrich am Pillersee genießen wir den frischen Fahrtwind im Gesicht. Etwas später erreichen wir unser Ziel Fieberbrunn, wo wir im Hotel Alte Post  mit Blick  auf die Kirche im Pool planschen.

 

Spätestens nach vier Tagen auf dem KAT Bike ist das Mountainbiker-Mindset am Zielort in Fieberbrunn pickepackevoll mit wunderschönen Erinnerungen an die Kitzbüheler Alpen, die man manchmal schweißtreibend bergaufwärts oder auch auf leichten bis schweißtreibenden Trails bergabwärts gesammelt hat. Dank dem Gepäcktransfer zum nächsten Hotel braucht man immer nur das Nötigste mitnehmen. So manche Alm auf der Wegstrecke möchte man gleich wieder ansteuern, um die traumhafte Aussicht in die majestätischen Berggipfel zu genießen.

INFO

Allgemein
Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH, Dorfstraße 11, A-6365 Kirchberg in Tirol.
Tel: +43 57507 8500, info@kitzalps.com, www.kitzalps.com

KAT Bike

Der KAT Bike führt als 3- oder Viertagesvariante von Mariastein/Wörgl bzw. Hopfgarten
über Brixen im Thale und Oberndorf in Tirol nach Fieberbrunn.

Alles wissenswerte rund um den KAT Bike
www.kat-bike.com

KAT Bike Pauschalen

KAT Bike Pauschalen sind für 3 oder 4 Etappen erhältlich und enthalten aks Inklusivleistungen:

  • Übernachtungen in ausgewählten 4****-Hotels und gemütlichen Gasthöfen
  • feinste Halbpension mit regionalen Köstlichkeiten (Frühstück und Abendessen)
  • täglicher Gepäcktransport zum nächsten Etappenziel (1 Gepäckstück bis 20 kg pro Person) bis zum letzten Hotel in Fieberbrunn
  • Rückreise mit ÖBB-Regionalzügen mit der Kitzbüheler Alpen Gästekarte nach Hopfgarten bzw. Wörgl
  • Kartenmaterial sowie Gepäckanhänger

KAT Bike Pauschalen – weitere Infos & Buchung

Hotel-Tipps

Hotel Reitlwirt, Dorfstraße 31, A-6364 Brixen im Thale www.hotelreitlwirt.at

Hotel Penzinghof, Penzingweg 14, A-6372 Oberndorf in Tirol www.penzinghof.at

Hotel Alte Post, Dorfstraße 21, A-6391 Fieberbrunn www.alte-post-fieberbrunn.at

Mountainbike-Schule

Bike Academy, Salzburgerstraße 15, A-6380 St. Johann in Tirol www.bikeacademy.at

 

In schwindlige Höhen biken: Der Salzweg in den Seealpen

_viadesaleheader960aVia del Sale („Salzstraße“) wird eine spektakuläre alte Militärstraße in den Seealpen bei Limone Piemonte genannt, die Berge und Meer verbindet und auf bis zu 2.200 Metern Meereshöhe ein spektakuläres Gebirge auf dem Weg an die sonnige Riviera erschließt. Für Mountainbiker eine  Herausforderung, die auch mit Strom kein Spaziergang ist und gute Kondition verlangt. Weiterlesen

Der Frühling startet schon früher als anderswo in den Alpen im italienischen Limone Piemonte. Seine reizvolle Lage liegt daran, dass hier die hohen Gipfel der Seealpen nicht weit sind und schon bald auf das azurblaue Mittelmeer treffen. Wer an einem Tag in alpinen Höhen auf über 2.000 Metern durch bizarre Gebirgsketten radelt, kann oft schon am anderen Tag die Klickies gegen die Flipflops tauschen, um entspannt in der Riviera zu baden: Das lockt hier die Radler.

_viadesalegalerie001Wer den Tendapass in 1.871 Metern Meereshöhe gleich von Limone Piemonte mit dem Rad erklimmt, darf sich darauf gefasst machen, dorthin fast 900 Höhenmeter zurückzulegen. Wer die ersten Serpentinen im Transporter zurücklegt, der kann sich den recht mühsamen Einstieg in die Gebirgswelt der Alten Salzstraße etwas leichter machen. Wir starten etwa auf halber Strecke in Panice Soprana an der Murmeltierhütte. Unsere Räder sind vollgefederte Haibike-Ebikes mit viel Wums und werden von Smart Power aus Ormea, einem Bike-Verleih bei Cuneo, am Einstieg zur Salzstraße ausgeladen. Die unbefestigte Straße hat eine Gesamtlänge von 39 km. Die Straße ist für Wanderer und Radtouristen frei zugänglich und bei Mautzahlung auch für motorisierte Fahrzeuge zugänglich.

Die hohe Salzstraße, Alta Via del Sale, führt mit dem MTB in mehreren Tagesetappen über den Tendapass nach Monesi und an die Küste bei Ventimiglia. Zurück geht es mit der spektakulären, 1928 eröffneten Tendabahn, die sich durch viele Kreiskehrtunnel von Ventimiglia an der Riviera zurück nach Limone schraubt. Mountainbiker erleben ein echtes Abenteuer an der Grenze von Italien und Frankreich auf einer der schönsten Mountainbikestrecken aus den Alpen ans Meer.

_viadesalegalerie02Auf 39 Kilometern führt die Alta Via del Sale bis in schwindlige 2.200 Meter Meereshöhe. Aufregend in den Fels gehauen, bietet die alte Militärstrasse alles, was Radler mit Hang zu dramatischer Berglandschaft wünschen. Spektakuläre Ausblicke lassen am Colle della Boaria nicht lange auf sich warten. Berghütten wie das Rifugio Alpino Don Barbera in über 2.000 Metern Seehöhe laden Biker zur köstlichen Einkehr und zum Übernachten ein.

Drei Tage Fahrtzeit sollten von Limone nach Ventimiglia eingeplant werden. Eric Rolando, unser MTB Guide, kennt die schönsten Aussichtspunkte sind und flickt auch mal schnell einen Platten oder eine gerissene Kette. Den Motor am E-Bike setzt er sparsam bis überhaupt nicht ein. Da wir leider keine drei Tage Zeit haben, kehren wir vom Rifugio nach Limone zurück. Nach dem anstrengenden und erlebnisreichen Tag wird es Zeit, die piemontesische Küche zu entdecken.

_viadesalegalerie14tavernadegliorsientraquaIn Limone Piemonte gibt es ausgezeichnete Lokalitäten für besondere Gaumenfreuden . In der „Taverna degli Orsi“ kocht „Il Principe“ Andrea die feinsten Speisen. Seit 26 Jahren Weinsommelier, hat er immer ein feines Tröpfchen parat. Einmal sollte man die lokale Spezialität Bagna Cauda kosten, bei dem Gemüse in eine Sauce aus Olivenöl, Sardellen und viel Knoblauch gedippt wird. Als Hauptgang vielleicht Fisch, Fleisch oder Wildspezialitäten, und zum Nachtisch Zabaione. Das ebenso empfehlenswerte Ristorante Maito in Limone bietet ausgezeichnete Fonduespezialitäten zu fairen Preisen, wie die Gnocchi con Fonduta Valdostana. Als Einstieg stehen Polenta oder Prosciutto mit Käse auf der Speisekarte. Deftige Hausmannskost stillt den Hunger. Dazu gibts kräftige Weine.

_viadesalegalerie0001Wer genügend sportliche Stunden auf der Alta Via del Sale im Sattel verbracht hat, und noch etwas Zeit hat, die Umgebung von Limone Piemonte zu erkunden, kann zum Beispiel einen Ausflug ins idyllische Valdieri unternehmen. Genussradler finden hier mit der „Locanda del Falco“ eines der besten Restaurants weit und breit vor. Zu den Spezialitäten zählen Forelle, Kalbsbacke und die köstlichen Desserts. Zu den Delikatessen der Region zählt auch ganz besonders der Käse. Wer auf der Suche nach einem ausgezeichneten Formaggio ist, ist sicher bei Gabriela im benachbarten Entracqua an der richtigen Adresse: Zum Beispiel für den köstlichen Testun al Barolo, ein Barolokäse mit dem kräftigen Wein aus dem Piemont. Mutige nehmen ihn eineinhalb Jahre gereift.

INFO

Alta Via del Sale
Grundlegende Informationen zur Alta Via del Sale
www.altaviadelsale.com

Alpine Pearls – Nachhaltiger Urlaub in Limone Piemonte
www.alpine-pearls.com/urlaub/italien/limone-piemonte/

Packages und Bike-Unterkünfte
www.cuneoalps.it/index.php/de/themenurlaub/bike-experience

Weitere Informationen vom ATL Cuneo
www.cuneoholiday.com

Ufficio Turistico di Limone Piemonte (IAT)
Via Roma, 30 – LIMONE PIEMONTE
Tel. +39.0171.925281  – FAX +39.0171.925289
E-mail: iat@limonepiemonte.it
www.limoneturismo.it

Anreise
Als Ausgangsort für Biketouren auf der Alta Via del Sale empfiehlt sich Limone Piemonte.
Dies liegt rund 120 km südlich von Turin und es ist auch mit der Bahn (Trenitalia) erreichbar, denn der Ort liegt auf der Strecke der legendären Tendabahn, die von Cuneo im Piemont nach Ventimiglia an der Riviera führt. Abholung durchs Hotel am Bahnhof auf Anfrage möglich.
www.trenitalia.com

Hotel
Hotel L’ARTISIN*** Limone Piemonte

Restaurant
Ristorante Locanda del Falco, Piazza Regina Elena, 22, 12010 Valdieri CN, Italien

Taverna degli Orsi, Via Giovanni Viale, 17, 12015 Limone Piemonte CN, Italien

Ristorante Maito, Via Cuneo, 7, 12015 Limone Piemonte CN, Italien

Bikeguide
MTB Guide, Erik Rolando,
Tel. +39-347-3000346
myridebyke.com

Events
La Via del Sale
Mountainbike Marathon über drei Distanzen (30,45 und 131 km) am 21. und 28. Juni 2020
www.laviadelsale.com

Touren
Limone Piemonte – Chalet Le Marmotte – Rifugio Don Barbera
Strecke: 30,6 km
Höhenmeter: 1’943 m
Fahrtzeit: 3,5- 4 Stunden
GPX-Daten auf www.cuneoholiday.com

Chalet Le Marmotte – Rifugio Don Barbera – Monesi – Pigna – Dolceacqua – Ventimiglia
Strecke: 92,2 km
Höhenmeter: 3’252 m bergauf, 5’083 m bergab
Fahrtzeit: 3 Tage (Übernachtung z.B. im Rifugio Don Barbera, Rifugio Gray)
Rückreise per Zug nach Limone Piemonte
GPX-Daten auf www.cuneoholiday.com

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Helgoland – eine kleine Insel, die süchtig macht

Schon in meiner Kindheit bereicherte eine kleine Seehundfamilie meine Kuscheltiersammlung. Nun hatte ich tatsächlich Gelegenheit, sie aus nächster Nähe zu betrachten und die Vögel beim berühmten „Lummensprung“ auf Helgoland, der Insel meiner Kindheitsträume, zu beobachten. Weiterlesen

helgoland_galerie01Endlich in diesen Sommerferien kam die Gelegenheit, das Inselparadies meiner Kindheitsträume zu bereisen. Von Hamburg aus sollte es möglich sein, die Insel direkt anzusteuern und dies sogar im einfachen Tagesausflug. Schnell waren die notwendigen Erkundigungen eingeholt und das Ticket für den schnellen Catameran erwartete mich am Anlegeplatz. Wie empfohlen war ich eine halbe Stunde vor der Abfahrt schon im Hafen.

Schon in meiner frühen Kindheit spielte Helgoland eine große Rolle für mich. Dorthin begab sich nämlich meine Großmutter jedes Jahr aufs Neue, um einige erholsame Tage am Meer zu erleben. Jedes Mal kam sie mit einem Koffer voll Fundstücken und Souvenirs zurück. Kleine Seehundbabys zum Spielen, interessante Steine, Muscheln, Donnerkeile und einmal sogar einen echten Bernstein, den sie dort gefunden hat. Mich faszinierten diese Dinge stets und von dem Bernstein wurde für mich einst ein wunderschöner kleiner Kettenanhänger gefertigt.

„Das Wetter schien heute meinem Vergnügen wohl nicht hold zu sein!“, so dachte ich etwas enttäuscht bei meiner Ankunft. Dichte Wolken hingen an diesem Morgen über Hamburg und die Elbe lag dunkel vor mir. Immer mehr Reisende erschienen, manche mit schweren Koffern. Dann öffneten sich die Tore. Endlich konnte ich an Bord. Hier fand ich meinen Fensterplatz und vom freundlichen Schiffspersonal umsorgt, konnte ich schon bald ein zweites Frühstück einnehmen. Der Hafen und das Elbufer waren mit vielen Sehenswürdigkeiten gespickt.

helgoland_story01Fuhren wir an besonderen Schiffen vorbei, so strömten viele Interessierte aufs Außendeck, um diese zu bestaunen. Interessant waren Hinweise auf Vogelschutzgebiete in den Elbauen. Seltene Brutvögel gäbe es dort und sogar Seeadler könnten gesichtet werden. Idyllisch sah die Landschaft hier aus. Auf den grünen Deichwiesen grasten Schafherden. Rotweiße Leuchttürme leuchteten hervor.

Ab Cuxhaven ging die Fahrt nun übers Meer weiter. Möwen begleiteten die rasante Fahrt. Leichter Seegang war nun zu spüren. Immer häufiger zog es mich auf das Außendeck, denn nun zeigten sich immer mehr Risse in der grauen Wolkendecke. „Es wird nun heller und schöner!“, jubelte ich in mich hinein. Der Fahrtwind mit dem frischen Salzgeruch des Meeres wurde zum Hochgenuss. Wild flackerte die Schiffsfahne und mein Haar wehte in diesen Böen hoch auf. Sämtliche Abenteuergeschichten beflügelten nun meine Fantasie. Heute war ich auf „Großfahrt“ wie einst die Wikinger, Piraten und Weltumsegler. So vergingen die Stunden wie im Flug.

helgoland_galerie03Da erschien die Silhouette der Insel am Horizont, ganz klar und sonnenbeschienen. Bei meiner Ankunft zierten einige wenige weiße Wölkchen den azurblauen Himmel über dem Anlegehafen der Insel. Vergessen war nun der Nebel über der dunklen Stadt.
Im Strom der Touristen wanderte ich zuerst an kunterbunten Häuschen vorbei, um dann in die wenigen Einkaufsstraßen mit den Läden voller Zollfreiangeboten zu gelangen.

Hier verweilte ich jedoch nicht lange. Es zog mich weg von diesem Getümmel hinauf zu den Felsen, denn in den wenigen Stunden meines Aufenthalts wollte ich möglichst viel von der einzigartigen Natur sehen, die Vögel beobachten und das brausende Meer erleben.
Es war sehr einfach, sich zu orientieren, denn die Inselumrundung ist vorbildlich ausgeschildert. Nach einer kleinen Steigung wird ein Höhenweg erreicht. Der Leuchtturm, vielfältige Ausblicke auf das felsige Ufer, Bergschafe und Zwergrinder, Möwen, Kormorane und Basstölpel begleiteten nun meinen Weg. Interessanterweise erreiche ich sogar ein Gipfelkreuz.

helgoland_galerie24Beim sogenannten „Lummenfelsen“ verweilte ich dann lange Zeit. Hier findet im Juni das Spektakel des „Lummensprungs“ statt, las ich auf den Infowänden. Vom hochgelegenem Felsennistort springen die flügge gewordenen Jungvögel todesmutig in die Tiefe, um ab diesem Zeitpunkt mit den Altvögeln in den Weiten des Meeres zu fischen. Die Felsen waren nun aber immer noch bewohnt.

Jetzt im August waren hier in unmittelbarer Nähe des Weges noch hunderte Basstölpel mit der Fütterung ihrer Nestlinge beschäftigt. Reges Treiben herrschte hier, stetes Quäken, Schnattern und Flattern. Die Altvögeln standen regelrecht im Gegenwind über der Brutkollonie. Zielsicher fanden sie ihre Partner, die sie schnäbelnd begrüßten. Für die Jungvögel in ihrem weichen Daunenkleid gab es einen frischgefangenen Imbiss. Es wird daher nicht mehr lange dauern, dass auch diese Kinder flügge werden, um sich wie die Alten mühelos im Wind zu wiegen.
Ein Vogel müsste man über diesen Klippen sein und sich erheben über Fels und Getöse!

helgoland_story02Berauscht von diesem Traum vom Fliegen schloss ich auf einer der vielen Rastbänke verträumt die Augen, um dann ganz still meine mitgebrachte Brotzeit zu geniesen. Die „Lange Anna“ im Blick ließ ich nun einige Besucherströme passieren. Ich verweilte hier, denn dies schien ein Ort zu sein, an dem andere Gesetzmäßigkeiten gelten. Gezeiten und Winde bestimmten hier mein Denken. Ich weidete mich am blauen Horizont.

Im lauten Rauschen der Wogen, die seit Urzeiten hier an die Felsen prallen, verebbten die Geräusche und Stimmen der Zivilisation. Einen Moment fühlte ich mich eins mit diesem Kosmos. So gestärkt wanderte ich meine Runde weiter. Wieder richtete sich mein Blick über die Klippen hinunter. Was waren das für Bewegungen im Meer? Was tummelte sich dort in den Wellen? Robben – auf einmal erkannte ich es klar. Ja, sogar mehrere Kegelrobben schaukelten dort in den Wogen und zogen verspielt ihre Kreise. Nun trieb es mich hinunter ans Meer.

helgoland_story03Ein Steig mit vielen Treppenstufen führte hier zu einem Sandstrand hinunter. Endlich konnte ich den weichen Sand unter den Füßen spüren. Hier war Seetang angeschwemmt worden und Muscheln leuchteten hervor. Ein kleiner Strandvogel tippelte dazwischen mit schnellen Schritten. Immer wieder pickte er sich wohl einen kleinen Leckerbissen auf.

Mein Weg führte mich nun in die Nähe vom Hafen. Von hier aus gäbe es Fährfahrten zur Helgolanddüne, erlas ich auf einen Hinweis. Dort könnte man Baden oder auch sich sonnende Robben und Seehunde beobachten. „Schade, dass mir dazu nun die Zeit nicht mehr reicht“, dachte ich voll Sehnsucht, denn langsam musste ich an die Rückfahrt denken. Erfüllt von diesem ersten Inseleindrücken kehrte ich zum Anlegehafen um. Immer wieder blieb ich noch einmal stehen, um jeden Augenblick auszukosten. Dann spurtete ich zum Boot zurück.

helgoland_galerie27Die Rückfahrt wurde im Austausch mit den Mitreisenden sehr kurzweilig. Einige verbrachten hier wie jedes Jahr ein paar Tage. Viele kleine, private Pensionen gäbe es auf der Insel. Leider hatte ich dieses Mal nur diesen einen Tag gehabt. Aber sicherlich werde ich noch einmal diesen Ort aufsuchen, wieder als Tagesausflug oder auch mit Übernachtung. Auf dieser Hochseeinsel wird es immer wieder neu etwas zu entdecken geben. Einen Abend auf den Klippen zu verbringen, den Sonnenuntergang zu bestaunen oder auch frühe Morgenstunden allein mit dem Wind und den Vögeln – ja, das alles muss ein Traum sein! Nein, ich habe noch nicht alles gesehen, was diese Insel bieten kann, aber ich verstehe nun sehr gut, dass sie so viele Freunde hat.

Auch ich würde Helgoland nicht so schnell überdrüssig werden, so glaube ich, denn so klein dieses Atoll auch ist, dies ist ein Ort, der schon an einem einzigen Tag süchtig machen kann.

Text und Fotos: Susan Wehrmaker

INFO

Helgoland Touristik
www.helgoland.de

Schnellfähre Helgoline
Verkehrt ab Hamburg, Wedel und Cuxhaven
www.helgoline.de

Helgoland-Fotoworkshop mit dem Naturfotografen Uwe Schmid
Helgoland Fotoworkshop von Nordsee Tourismus

 

 

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Canyoning – magisches Abenteuer an der Kobelache

Canyoning ist etwas unglücklich übersetzt und meint: Rutschen, Springen und Abseilen in der Schlucht. Die Kobelache bei Dornbirn ist eine der schönsten Touren im deutschsprachigen Raum und zeichnet sich für die Teilnehmer durch ein wunderschönes Naturerlebnis aus. Weiterlesen

Die Kobelache ist einer der Bäche, die durch das Gütle in die Dornbirner Ach fließen und auf dem Weg dorthin gibt es einiges zu entdecken. Auch wenn der folgende Bericht voller Spaß, Action und Adrenalin ist: Canyoning kann gefährlich sein, der maßgebliche Faktor ist immer der Wasserstand. Wenn ihr die Tour machen möchtet, erkundigt euch besser im Vorhinein, wie stark der Strom ist, oder geht mit einem erfahrenen Guide oder einer professionellen Firma.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

Aber nun geht’s los! Naja zumindest fast, denn ohne Ausrüstung ist so eine Schluchtentour nicht zu machen. Der Neoprenanzug schützt vor kaltem Wasser und Abschürfungen, und auch die Neo-Socken sind unverzichtbar, denn mit kalten Füßen macht die Tour nicht wirklich Spaß. Der Helm schützt Denkorgan und Gesicht, der Gurt lässt schwierige Stellen per Abseilen sicher meistern. So (wie rechts) schaut dann der fertige “Canyonaut” aus…

Safety First: Das Sicherheitsgespräch

Zuerst gibt es ein Sicherheitsgespräch. Je nach Canyoning-Erfahrung der Teilnehmer kann dies umfangreich oder kompakt ausfallen. Wichtig ist aber, dass vor der Tour alle Fragen geklärt sind und alle wissen, was auf sie zukommt.

 

canyoning_detail02Bei fitten Gruppen wählt Chris mit seinem Unternehmen Bergwasser oft die Methode “aktives Abseilen”, bei dem die Gäste sich selbst abseilen und natürlich vorher eine vollumfängliche Einweisung und Abseiltraining erhalten müssen. Das erscheint natürlich ein wenig theoretisch und übertrieben, aber beim links abgebildeten Canyonauten, der sich 20 Meter in der Schlucht abseilt, wird schnell klar, warum Sicherheit auf Canyoning Touren allerhöchste Priorität genießt und immer an erster Stelle stehen sollte, damit sich keiner der tapferen Canyoning-Teilnehmer in der wildromantischen Schlucht der Kobelache verletzt und unten alle heil und mit atemberaubenden Erlebnissen bereichert die Schlucht wieder bis zum nächsten Canyoning-Abenteuer verlassen.

 

canyoning_detail03Enge Schlucht vs. Kraxeln in der Sonne

Die Kobelache ist schwer zu beschreiben oder auf eine Erscheinung festzunageln. Denn der Beginn der Tour ist sehr “klamm”, also eng, aquatisch und durchaus angsteinflößend – andere Abschnitte sind wiederum sonnige Kraxeleien im türkisgrünen Wasser. Der letzte Abschnitt führt durch den Dom – ein imposante Felsformation, bei der kaum Sonnenlicht in die Schlucht fällt und so  Canyoning Teilnehmer oft fast andächtig hinterlässt – eben wie in einem großen Gotteshaus. Wer erst einmal vom Rausch des Wassers und der Tiefe der Schlucht ergriffen ist, kann nicht genug kriegen und dem Abseilen in der Schlucht immer neue Facetten abgewinnen.

Rutschen, Springen und Abseilen

Rutschen, Springen und Abseilen sind natürlich das Salz in der Suppe des Canyoning. Wenn die Bedingungen und die Sportlichkeit der Teilnehmer es hergeben, gibt es hier eine Reihe von Abenteuern zu erleben. Bereits der zweite Abseiler führt uns 12 Meter in’s Weißwasser und erfordert starke Nerven. Über die komplette Tour verteilen sich zahlreiche Sprünge, die zwar freiwillig sind, aber einfach auch viel Spaß machen. Die sogenannte “Bobbahn Rutsche” führt um zwei Kurven und hier schauen Teilnehmer beim Auftauchen schon etwas verstörend.

Alles in allem ist es so, dass die Kobelache eine sehr imposante Tour ist, die alle Wünsche des Canyoning-Enthusiasten erfüllt – Rutschen, Sprünge und Abseiler wechseln sich in wunderschönem Naturambiente ab, wie beschrieben birgt Canyoning aber auch Gefahren. Wer noch ohne Canyoning – Erfahrung ist, sollte sich im großen Internet einen guten Anbieter suchen.

canyoning_detail04Chris führt seine Gäste mit dem Unternehmen Bergwasser (https://canyoningallgäu.de)  nun schon seit über 10 Jahren auf Canyoning Touren im Allgäu, Vorarlberg und dem Tessin. Er hat uns mit allen Informationen, Bildern und Videos ausgestattet. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernimmt weder Chris noch Zauberhaft Reisen. Seid schlau und bringt euer Leben und eure Gesundheit nicht in Gefahr, gebt euch stets der alpinen Gefahren bewusst hinauf in die Berge! „Älles goht da Bach `na“, sagt der Schwabe, und hat mit diesem Spruch sowohl die lauernden Gefahren von Verschleiß und Verletzung im Auge wie auch ab und zu ein ganz vergnügliches, gut gesichertes  Canyoning-Vergnügen in den schönsten Schluchten der Alpen.

INFO

Bergwasser Canyoning
„Bergwasser“ von Christian Lemke bietet besondere und außergewöhnliche Canyoning Touren. „Im Fokus stehen auf die Gäste abgestimmte Touren , sodass alle Spaß haben“. erklärt Chris.
https://canyoningallgäu.de

Bergwasser auf Facebook
www.facebook.com/Bergwasser/

Bergwasser auf Youtube
https://www.youtube.com/channel/UCLigF0hAtmDwoCtOM_jdPhw

Kontakt
Bergwasser – Christian Lemke
Tel. +49 8326 997 97 98

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Donau, Dampf & Drahtesel: Biketouren mit dem Naturpark-Express zwischen Schwarzwald und der Schwäbischen Alb

Der Naturpark-Express macht´s möglich: Zug-Hopping mit Bike und Bahn ist fast nirgendwo so schön wie im Naturpark Obere Donau. Auf vielfältigen Strecken gibt es viel Natur zu entdecken. Vom Sauschwänzle bis auf die Schwäbische Alb, mit Fahrradwagen und Zoller Zwickl on Board. Weiterlesen

Bildquelle: TMBW

Genussvoll radeln im Oberen Donautal (Bildquelle: TMBW)

Vom imposanten obere Donautal mit seiner beeindruckenden Felslanschaft bis zum großen Heuberg mit den höchsten Erhebungen der schwäbischen Alb umfasst der Naturpark Obere Donau eine Fläche von über 149.000 Hektar. MIt etwas Geduld gibt es Vielfältiges zu entdecken: Gämse und Luchse, Storche und Füchse, ja sogar der Eisvogel hat hier  sein Zuhause.

 

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Gasthof Bahnhof (Bild: Heilmann)

Auf Radtouren genießt man sofort die frische saubere Luft an der hier noch intakten Natur der Donau, die sich wie ein blaues Band durch den besonders geschützten Naturpark hindurch schlängelt. Das ständige Auf und Ab des Donauradwegs macht freilich schon bald Durst. Aber Durststrecke ist nicht, denn der lässt sich hier in  urigen Gastronomien und Biergärten einzigartig stillen. Da ist zum einen die Ziegelhütte an der grünen Donauschleife von Beuron nach Fridingen. Eine Oase der Ruhe: Wo kein Auto und nicht mal die Bahnlinie die Radlerruhe stört, da ist Einkehr natürlich Pflicht. Bahnhofsgaststätte kann so schön sein: Wenigstens einmal „Warmer Speisewagon“ oder Schaffnerplatte mit Schwarzwälder Schinken mit einem frischen Leibinger vom Fass im Landgasthof Bahnhof in Hausen im Tal muss ebenso sein, bevor man dieses Idyll verlässt.

 

Wie gut, dass es hier den Naturpark-Express mit großem Fahrradwagen gibt und man das Auto gleich zu Hause stehen lassen kann. Dem Naturpark-Verein ist zu verdanken, dass dieser sogar von Donaueschingen und Blumberg-Zollhaus, wo der Dampfzug der Sauschwänzlebahn wartet, bis Sigmaringen und Gammertingen, wo´s ins Killertal und bald nach Münsingen geht, verkehrt.

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Naturpark Express:  Bahnfahren für Biker (Bild: Heilmann)

Lange vor dem Siegeszug der Klimaanlagen war es der größte Spaß, das Zugfenster zu öffnen und ein Bierchen zu trinken. Der Naturpark-Express ist noch ein bisschen Bahnfahren wie früher: Freundliches Personal hilft beim Ein- und Ausladen des Rads, stets ist ein kühles Zoller Zwickl Bier an Bord, und viele Zugfenster lassen sich kippen, um eine herrlich frische Brise Naturpark  hereinwehen zu lassen.

 

Hop on und hop off. Ergänzt durch die weiteren in den angrenzenden Regionen verkehrenden Sonderzüge und dem Naturpark-Express wird das Bahnfahren mit dem Drahtesel schon bald zu einem Intervalltraining als reinem Vergnügen. Ganz und gar außergewöhnliche Radtouren sind möglich. Das Programm heißt Entschleunigung mit dem Zug und Beschleunigung mit dem Rad.

_sauschwaenzle_galerie_01Besonders aufregend ist eine Anreise mit der Museumsbahn Sauschwänzlebahn zum Naturpark-Express nach Blumberg-Zollhaus. Auf Anmeldung nimmt das Sauschwänzle Fahrräder mit. Die DB fährt von Waldshut direkt zur Sauschwänzlebahn nach Weizen, hier wird in den Dampfzug umgestiegen. Nun geht es durch zahlreiche Tunnel und Kehrtunnel die Wutach hinauf nach Blumberg-Zollhaus.

Hier kann man nach einer köstlichen Mittagspause in den Naturpark-Express umsteigen und ins schöne Donautal fahren. Ein Tipp ist, nur bis Fridingen zu fahren, von hier dem Donauradweg die autofreie Donauschleife nach Kloster Beuron zu folgen und in der Ziegelhütte einzukehren. Sportliche Radler strampeln weiter bis Hausen zum Landgasthaus Bahnhof. Es gilt aber, den Naturpark Express Fahrplan genau zu studieren, dass der Zug auch am gewünschten Tag fährt.

_oberesdonautal_galerie08Eine verwunschene kleine Eisenbahnstrecke, die vor zehn Jahren speziell für Wanderer und Radfahrer wieder aktiviert wurde, führt vom oberschwäbischen Aulendorf nach Pfullendorf. Die Rede ist von der „Räuberbahn“, der durch das Niemandsland ehemaliger Landesgrenzen führt, wo sich einst gern die Räuber aufhielten. Mit dabei Max Elsässer, Nachfahre des Räubers “Grandscharle”. Wer mag, steigt einfach in  den Räuberzug bis nach Pfullendorf, um von dort übers Ablachtal, wo die verwunschenen Schienen der Hegau-Ablachtalbahn liegen, die Donau anzusteuern. Nach nur etwa 25 km wird bei Gutenstein das Donautal erreicht, wo man die Tour nach Beuron oder Fridingen fortsetzen und genüsslich abrunden kann. Die Rückreise kann mit dem Naturpark Express nach Sigmaringen und mit DB nach Aulendorf erfolgen.

Aufmerksame Beobachter des Baden-Württemberg-Schienennetzes werden im Schwarzwald noch einen lockenden Lückenschluss zwischen zwei reizvollen Bahnen entdecken, der mit dem Fahrrad in zwei bis drei Stunden zu bewältigen ist: Nämlichkeit die Reise mit der 3Seenbahn nach Seebrugg (verkehrt im Frühjahr und Sommer mit Dampflok von Titisee über Schluchsee dorthin), und von dort weiter nach Blumberg-Zollhaus, wo der Naturpark-Express startet.

_oberesdonautal_galerie09Überhaupt kein Problem, denn die 3Seenbahn nimmt nicht nur Kinderwagen sondern auch Fahrräder mit, nur bei größeren Gruppen oder Sonderfahrten kann es mal eng werden. Die Fahrt mit der 3Seenbahn ist ein wahres Spektakel. Dabei wird auch die höchste Bahnstation Deutschlands, Feldberg-Bärenthal, passiert. Ein Ausstieg, um zum Beispiel den Romartihof anzusteuern, lohnt sich immer.

INFO

Mit Bike und Bahn rund um den Naturpark Oberes Donautal fahren

Tour 1 
Schluchsee – Blumberg Zollhaus
Anreise: Mit RE der DB ab Freiburg & wahlweise 3Seenbahn ab Titisee durchs Höllental und weiter nach Schluchsee (Schwarzwald). Rückreise von Sigmaringen mit DB nach Freiburg.
37,6 km, 669 Höhenmeter. Abfahrt des Naturpark-Express Richtung Sigmaringen um 14:08 (Samstage, Sonn- und Feiertage vom 1. Mai bis 20. Okt 2019).

Tour 2
Pfullendorf-Fridingen an der Donau
Anreise: Mit DB bis Aulendorf, weiter mit der „Räuberbahn“ (ebenfalls DB) bis Pfullendorf
Die Räuberbahn verkehrt vom 1. Mai bis 21. Oktober 2019 jeden Sonn- und Feiertag 3 mal.
Rückreise ab Fridingen an der Donau mit DB oder Naturpark-Express über Sigmaringen nach Aulendorf.  (Achtung: Letzter Naturpark-Express 19:02 hält nicht in Fridingen, nur Beuron)

Allgemeine Infos

Naturpark Obere Donau und Naturpark-Express
www.naturpark-obere-donau.de

3-Seenbahn (Dampfzug Titisee-Schluchsee-Seebrugg)
www.3seenbahn.de

Sauschwänzlebahn
https://sauschwaenzlebahn.de/

Räuberbahn (Aulendorf-Pfullendorf)
www.raeuberbahn.de

 

 

 

Gipfelluft in der Radlkluft: E-Bike & Hike in der Wildschönau

_wildschoenau_header_04_susan_wehrmakerIn die Berge und Almen radeln ohne Schmerz in den Wadeln, auf entlegene Gipfel hochlaufen ohne schon vorher zu schnaufen: „E-Bike & Hike“ in der Wildschönau im Tirol machts möglich. Dank routiniertem Mountainbike-Guide, Fahrtechniktrainer und Bergwanderführer dringen die Teilnehmer der wöchentlichen Exkursion bis in entfernteste Winkel des herrlichen Hochtals vor. Weiterlesen

Wenn Rainer Schoner freitags früh mit seinen Urlaubsgästen tief in die Berge radelt um anschließend geheime Gipfel zu besteigen, leuchten nicht nur die Augen der munteren Radler trotz saftiger Steigungen. Auch der waschechte Wildschönauer ist voll in seinem Element.

_wildschoenau_galerie_22_susan_wehrmaker_small170.000 Höhenmeter macht Rainer in einer einzigen Saison. Keines der 45 Länder, in denen er schon als Bike-Guide unterwegs war, und auch nicht die Rocky Mountains, in denen er 16 Jahre Skilehrer war, würde er gegen die heimischen Tiroler Berge tauschen, die er wie seine Westentasche kennt und deren bezauberndste Winkel oft in der noch immer urigen Wildschönau liegen, mit seinen bodenständigen Menschen, Almen und Bauernhöfen.

Denn wo Mountainbiker in seinen grünen Heimatbergen öfters schwindlige Höhen erklimmen, will das Wildschönauer Urgestein nun dauerhaft bleiben. Wenn Rainer Schoner die Gäste zum Warm-Up versammelt, dann nicht um sie zu schonen, sondern um zu klären, wie es um Fitness und Fahrtechnik bestellt ist. Nach kurzer Einweisung ins E-Mountainbike und die Fahrtechnik wird in entlegene Winkel der Wildschönau geradelt, die zu Fuß schwer zu erreichen wären.

_wildschoenau_galerie_06_susan_wehrmaker_smallSchon nach den ersten steilen Rampen den Berg hinauf wird klar: Das E-Mountainbike hilft, für die spätere Gipfelwanderung Kraft einzusparen. Dadurch rücken entlegenere Ziele in Reichweite einer spannenden Tagestour – besonders für Leute, die über wenig bis eine normale Kondition verfügen. Heut geht’s aufs Feldalpenhorn, wo der MTB-Guide und Bergwanderführer das Panorama erläutert.

Rosskopf und Lämpersberg, Kitzbüheler Alpen, Loferer Steinberge, Wilder Kaiser. Beim Anblick der Berge schmeckt die mitgebrachte Jause doppelt so gut. Teils noch in Radlkluft, aber stets in festen Bergschuhen werden die bezauberndsten Gipfel der Wildschönau miteinander erobert. Die richtige Bremstechnik zuvor am Lenker vermittelt, stellt die rasante Abfahrt in das idyllische Bergtal der Wildschönauer Ache niemand vor Probleme und alle genießen den Fahrtwind.

__wildschoenau_galerie_09_henning_smallRiesiges Repertoire
300 km Wanderwege, von denen viele auch ambitionierten Mountainbikern Abwechslung bereiten, durchziehen das wundervolle Hochtal der Wildschönau. Dem Wanderer vorbehalten sind einerseits die höchsten Gipfel wie der Lämpersberg (2202 m) und das Große Beil (2309 m), aber auch manch idyllischer Spazierweg im Tal wie der Franziskusweg mit seinen schönen Skulpturen. Entlegene Gipfel wie Breitegg Gern (1981 m) oder Feldalphorn (1923 m) lassen sich wiederum am besten mit Bike und Bergschuh kombiniert erobern, so wie es bei „E-Bike & Hike“ der Fall ist. Ein ambitioniertes Ziel mit dem MTB ist die bewirtschaftete Neuhögenalpe (1718 m), unter dem Lämpersberg gelegen auch Bike & Hike geeignet.

Werktags wandern
Auch Werktags lockt die Wildschönau mit einem wundervollen Wanderprogramm, gemeinsam mit Wanderführern die Wildschönau zu erkunden – übrigens mit der Wildschönau Card ganz kostenlos! Möslalm (1110 m), Breiteggspitze (1866 m), Gratlspitz (1893 m), Joelspitze (1964 m): Die Vielfalt der Mo-Fr erklommenen Berge und Gipfel ist schier grenzenlos. Früh hinauf geht es bei der Sonnenaufgangswanderung aufs Kragenjoch (1425 m). Neu ist die „Bienenwanderung“.

__wildschoenau_galerie_10_henning_smallAuszeit auf der Alm
Achentalalm, Feldalm, Holzalm, Markbachjochalm, Möslalm, Rosskopfhütte, Schönangeralm & mehr: Sonnige Almen und Jausenstationen machen Wanderungen in der Wildschönau zu einem ganz besonderen Genuss. Wer mag, steuert früh morgens die Norderbergalm (1364 m) an, wo ab neun Uhr Gästen ein köstliches „Auszeit-Bergfrühstück“ serviert wird. Auch mit Bike lässt sich die Neuhögenalpe (1713 m) erobern, die aber recht selten angesteuert wird. Hier werden das Bier und die Limo noch im Brunnen gekühlt. Nachdem die Kühe gemolken sind, wird gern ein leckerer Apfelstrudel serviert. Ambitionierte Wanderer erobern anschließend gerne den mächtig über der Alm thronenden Lämpersberg (2202 m).

Preiswert mit Pool
Die Fair-Preis-Region Wildschönau ist bekannt für ihr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 3 Nächte in einer Pension mit Frühstück gibt´s schon ab 84 Euro pro Person im DZ. Andernorts in Tirol reiht sich oft ein Luxushotel an das andere. In der Wildschönau gibt es hingegen noch liebevoll geführte Familienbetriebe mit viel Herzlichkeit und echter Tiroler Gastfreundschaft, die auch auf 3-Sterne-Niveau pure Urlaubsfreude bereiten.  Nur ein Beispiel dafür ist der Lenzenhof mit seinem wunderschönen Garten und großem Pool, geradezu perfekt für Familien geeignet.

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INFO

Allgemein
Die Wildschönau ist ein idyllisches Hochtal in den Kitzbüheler Alpen und ausgezeichnetes Ziel für aktiven Sommerurlaub mit Wandern und Mountainbiken. 300 km Wanderwege bieten ein schier unerschöpfliches Potential. Für Mountainbiker noch ein Geheimtipp, lässt es sich auch in der Wildschönau herrlich biken, was auch das neue Angebot „E-Bike & Hike“ beweist. Hinzu kommt die Mountainbike Schule Wildschönau mit ihrem umfangreichen Angebot. E-MTBs können auch für Kinder ausgeliehen werden, hinzu gibt es Kinder-MTB-Workshops.

Anreise

Bahn & Bus
Umweltfreundliche Anreise per Bahn bis Bahnhof Wörgl im Tiroler Unterland. Der Bahnhof ist ca. 10 km von der Wildschönau entfernt, Anschluss mit Postbus oder Abholung durch das Hotel.

Weitere Infos zur Anreise

Geführte Touren

Wandertouren
Mo-Fr geführte Wanderungen. Die Teilnahme ist mit der Wildschönau Card (ab 1 Übernachtung) kostenlos. Von Mai bis September, nähere Details sind im Wanderprogramm angegeben.

MTB-Touren
Jeden Mittwoch: Geführte E-Mountainbike-Tour mit Rainer Schoner zu den schönsten
Hochalmen. Anmeldung bis Montag bei Wildschönau Tourismus. Mit Wildschönau Card
48 Euro pro Person (inklusive Bike)
Jeden Freitag: „E-Bike and Hike“ mit Rainer Schoner. Anmeldung bis Mittwoch bei
Wildschönau Tourismus. Die Tour ist mit der Wildschönau Card kostenlos. Das Ausleihen
des E-Bikes kostet 38 Euro.

Mountainbikeschule Wildschönau
https://www.mountainbikeschule-wildschoenau.at/

Veranstaltungen

Sa, 22.09.2018 Gruhnacht und Almabtrieb weitere Infos
Do,27. – Sa 29.09.2018 Wander-Weltmeisterschaft weitere Infos
So, 30.09. – So 07.10.2018 Krautingerwoche – der legendäre Rübentrunk weitere Infos

Übernachtung
Tipp: Ferienhotel Lenzenhof – preiswertes 3-Sterne-Hotel mit wunderschönem Pool im Garten
www.lenzenhof.at

Unterkunftsverzeichnis Wildschönau
https://www.wildschoenau.com/de/unterkuenfte-hotels

Kontakt
Wildschönau Tourismus
Tel. 0043/(0)5339 8255-0
www.wildschoenau.com