Archiv des Autors: Henning Heilmann

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Canyoning – magisches Abenteuer an der Kobelache

Canyoning ist etwas unglücklich übersetzt und meint: Rutschen, Springen und Abseilen in der Schlucht. Die Kobelache bei Dornbirn ist eine der schönsten Touren im deutschsprachigen Raum und zeichnet sich für die Teilnehmer durch ein wunderschönes Naturerlebnis aus. Weiterlesen

Die Kobelache ist einer der Bäche, die durch das Gütle in die Dornbirner Ach fließen und auf dem Weg dorthin gibt es einiges zu entdecken. Auch wenn der folgende Bericht voller Spaß, Action und Adrenalin ist: Canyoning kann gefährlich sein, der maßgebliche Faktor ist immer der Wasserstand. Wenn ihr die Tour machen möchtet, erkundigt euch besser im Vorhinein, wie stark der Strom ist, oder geht mit einem erfahrenen Guide oder einer professionellen Firma.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

So schaut der fertige Canyonaut aus.

Aber nun geht’s los! Naja zumindest fast, denn ohne Ausrüstung ist so eine Schluchtentour nicht zu machen. Der Neoprenanzug schützt vor kaltem Wasser und Abschürfungen, und auch die Neo-Socken sind unverzichtbar, denn mit kalten Füßen macht die Tour nicht wirklich Spaß. Der Helm schützt Denkorgan und Gesicht, der Gurt lässt schwierige Stellen per Abseilen sicher meistern. So (wie rechts) schaut dann der fertige “Canyonaut” aus…

Safety First: Das Sicherheitsgespräch

Zuerst gibt es ein Sicherheitsgespräch. Je nach Canyoning-Erfahrung der Teilnehmer kann dies umfangreich oder kompakt ausfallen. Wichtig ist aber, dass vor der Tour alle Fragen geklärt sind und alle wissen, was auf sie zukommt.

 

canyoning_detail02Bei fitten Gruppen wählt Chris mit seinem Unternehmen Bergwasser oft die Methode “aktives Abseilen”, bei dem die Gäste sich selbst abseilen und natürlich vorher eine vollumfängliche Einweisung und Abseiltraining erhalten müssen. Das erscheint natürlich ein wenig theoretisch und übertrieben, aber beim links abgebildeten Canyonauten, der sich 20 Meter in der Schlucht abseilt, wird schnell klar, warum Sicherheit auf Canyoning Touren allerhöchste Priorität genießt und immer an erster Stelle stehen sollte, damit sich keiner der tapferen Canyoning-Teilnehmer in der wildromantischen Schlucht der Kobelache verletzt und unten alle heil und mit atemberaubenden Erlebnissen bereichert die Schlucht wieder bis zum nächsten Canyoning-Abenteuer verlassen.

 

canyoning_detail03Enge Schlucht vs. Kraxeln in der Sonne

Die Kobelache ist schwer zu beschreiben oder auf eine Erscheinung festzunageln. Denn der Beginn der Tour ist sehr “klamm”, also eng, aquatisch und durchaus angsteinflößend – andere Abschnitte sind wiederum sonnige Kraxeleien im türkisgrünen Wasser. Der letzte Abschnitt führt durch den Dom – ein imposante Felsformation, bei der kaum Sonnenlicht in die Schlucht fällt und so  Canyoning Teilnehmer oft fast andächtig hinterlässt – eben wie in einem großen Gotteshaus. Wer erst einmal vom Rausch des Wassers und der Tiefe der Schlucht ergriffen ist, kann nicht genug kriegen und dem Abseilen in der Schlucht immer neue Facetten abgewinnen.

Rutschen, Springen und Abseilen

Rutschen, Springen und Abseilen sind natürlich das Salz in der Suppe des Canyoning. Wenn die Bedingungen und die Sportlichkeit der Teilnehmer es hergeben, gibt es hier eine Reihe von Abenteuern zu erleben. Bereits der zweite Abseiler führt uns 12 Meter in’s Weißwasser und erfordert starke Nerven. Über die komplette Tour verteilen sich zahlreiche Sprünge, die zwar freiwillig sind, aber einfach auch viel Spaß machen. Die sogenannte “Bobbahn Rutsche” führt um zwei Kurven und hier schauen Teilnehmer beim Auftauchen schon etwas verstörend.

Alles in allem ist es so, dass die Kobelache eine sehr imposante Tour ist, die alle Wünsche des Canyoning-Enthusiasten erfüllt – Rutschen, Sprünge und Abseiler wechseln sich in wunderschönem Naturambiente ab, wie beschrieben birgt Canyoning aber auch Gefahren. Wer noch ohne Canyoning – Erfahrung ist, sollte sich im großen Internet einen guten Anbieter suchen.

canyoning_detail04Chris führt seine Gäste mit dem Unternehmen Bergwasser (https://canyoningallgäu.de)  nun schon seit über 10 Jahren auf Canyoning Touren im Allgäu, Vorarlberg und dem Tessin. Er hat uns mit allen Informationen, Bildern und Videos ausgestattet. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernimmt weder Chris noch Zauberhaft Reisen. Seid schlau und bringt euer Leben und eure Gesundheit nicht in Gefahr, gebt euch stets der alpinen Gefahren bewusst hinauf in die Berge! „Älles goht da Bach `na“, sagt der Schwabe, und hat mit diesem Spruch sowohl die lauernden Gefahren von Verschleiß und Verletzung im Auge wie auch ab und zu ein ganz vergnügliches, gut gesichertes  Canyoning-Vergnügen in den schönsten Schluchten der Alpen.

INFO

Bergwasser Canyoning
„Bergwasser“ von Christian Lemke bietet besondere und außergewöhnliche Canyoning Touren. „Im Fokus stehen auf die Gäste abgestimmte Touren , sodass alle Spaß haben“. erklärt Chris.
https://canyoningallgäu.de

Bergwasser auf Facebook
www.facebook.com/Bergwasser/

Bergwasser auf Youtube
https://www.youtube.com/channel/UCLigF0hAtmDwoCtOM_jdPhw

Kontakt
Bergwasser – Christian Lemke
Tel. +49 8326 997 97 98

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Donau, Dampf & Drahtesel: Biketouren mit dem Naturpark-Express zwischen Schwarzwald und der Schwäbischen Alb

Der Naturpark-Express macht´s möglich: Zug-Hopping mit Bike und Bahn ist fast nirgendwo so schön wie im Naturpark Obere Donau. Auf vielfältigen Strecken gibt es viel Natur zu entdecken. Vom Sauschwänzle bis auf die Schwäbische Alb, mit Fahrradwagen und Zoller Zwickl on Board. Weiterlesen

Bildquelle: TMBW

Genussvoll radeln im Oberen Donautal (Bildquelle: TMBW)

Vom imposanten obere Donautal mit seiner beeindruckenden Felslanschaft bis zum großen Heuberg mit den höchsten Erhebungen der schwäbischen Alb umfasst der Naturpark Obere Donau eine Fläche von über 149.000 Hektar. MIt etwas Geduld gibt es Vielfältiges zu entdecken: Gämse und Luchse, Storche und Füchse, ja sogar der Eisvogel hat hier  sein Zuhause.

 

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Gasthof Bahnhof (Bild: Heilmann)

Auf Radtouren genießt man sofort die frische saubere Luft an der hier noch intakten Natur der Donau, die sich wie ein blaues Band durch den besonders geschützten Naturpark hindurch schlängelt. Das ständige Auf und Ab des Donauradwegs macht freilich schon bald Durst. Aber Durststrecke ist nicht, denn der lässt sich hier in  urigen Gastronomien und Biergärten einzigartig stillen. Da ist zum einen die Ziegelhütte an der grünen Donauschleife von Beuron nach Fridingen. Eine Oase der Ruhe: Wo kein Auto und nicht mal die Bahnlinie die Radlerruhe stört, da ist Einkehr natürlich Pflicht. Bahnhofsgaststätte kann so schön sein: Wenigstens einmal „Warmer Speisewagon“ oder Schaffnerplatte mit Schwarzwälder Schinken mit einem frischen Leibinger vom Fass im Landgasthof Bahnhof in Hausen im Tal muss ebenso sein, bevor man dieses Idyll verlässt.

 

Wie gut, dass es hier den Naturpark-Express mit großem Fahrradwagen gibt und man das Auto gleich zu Hause stehen lassen kann. Dem Naturpark-Verein ist zu verdanken, dass dieser sogar von Donaueschingen und Blumberg-Zollhaus, wo der Dampfzug der Sauschwänzlebahn wartet, bis Sigmaringen und Gammertingen, wo´s ins Killertal und bald nach Münsingen geht, verkehrt.

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Naturpark Express:  Bahnfahren für Biker (Bild: Heilmann)

Lange vor dem Siegeszug der Klimaanlagen war es der größte Spaß, das Zugfenster zu öffnen und ein Bierchen zu trinken. Der Naturpark-Express ist noch ein bisschen Bahnfahren wie früher: Freundliches Personal hilft beim Ein- und Ausladen des Rads, stets ist ein kühles Zoller Zwickl Bier an Bord, und viele Zugfenster lassen sich kippen, um eine herrlich frische Brise Naturpark  hereinwehen zu lassen.

 

Hop on und hop off. Ergänzt durch die weiteren in den angrenzenden Regionen verkehrenden Sonderzüge und dem Naturpark-Express wird das Bahnfahren mit dem Drahtesel schon bald zu einem Intervalltraining als reinem Vergnügen. Ganz und gar außergewöhnliche Radtouren sind möglich. Das Programm heißt Entschleunigung mit dem Zug und Beschleunigung mit dem Rad.

_sauschwaenzle_galerie_01Besonders aufregend ist eine Anreise mit der Museumsbahn Sauschwänzlebahn zum Naturpark-Express nach Blumberg-Zollhaus. Auf Anmeldung nimmt das Sauschwänzle Fahrräder mit. Die DB fährt von Waldshut direkt zur Sauschwänzlebahn nach Weizen, hier wird in den Dampfzug umgestiegen. Nun geht es durch zahlreiche Tunnel und Kehrtunnel die Wutach hinauf nach Blumberg-Zollhaus.

Hier kann man nach einer köstlichen Mittagspause in den Naturpark-Express umsteigen und ins schöne Donautal fahren. Ein Tipp ist, nur bis Fridingen zu fahren, von hier dem Donauradweg die autofreie Donauschleife nach Kloster Beuron zu folgen und in der Ziegelhütte einzukehren. Sportliche Radler strampeln weiter bis Hausen zum Landgasthaus Bahnhof. Es gilt aber, den Naturpark Express Fahrplan genau zu studieren, dass der Zug auch am gewünschten Tag fährt.

_oberesdonautal_galerie08Eine verwunschene kleine Eisenbahnstrecke, die vor zehn Jahren speziell für Wanderer und Radfahrer wieder aktiviert wurde, führt vom oberschwäbischen Aulendorf nach Pfullendorf. Die Rede ist von der „Räuberbahn“, der durch das Niemandsland ehemaliger Landesgrenzen führt, wo sich einst gern die Räuber aufhielten. Mit dabei Max Elsässer, Nachfahre des Räubers “Grandscharle”. Wer mag, steigt einfach in  den Räuberzug bis nach Pfullendorf, um von dort übers Ablachtal, wo die verwunschenen Schienen der Hegau-Ablachtalbahn liegen, die Donau anzusteuern. Nach nur etwa 25 km wird bei Gutenstein das Donautal erreicht, wo man die Tour nach Beuron oder Fridingen fortsetzen und genüsslich abrunden kann. Die Rückreise kann mit dem Naturpark Express nach Sigmaringen und mit DB nach Aulendorf erfolgen.

Aufmerksame Beobachter des Baden-Württemberg-Schienennetzes werden im Schwarzwald noch einen lockenden Lückenschluss zwischen zwei reizvollen Bahnen entdecken, der mit dem Fahrrad in zwei bis drei Stunden zu bewältigen ist: Nämlichkeit die Reise mit der 3Seenbahn nach Seebrugg (verkehrt im Frühjahr und Sommer mit Dampflok von Titisee über Schluchsee dorthin), und von dort weiter nach Blumberg-Zollhaus, wo der Naturpark-Express startet.

_oberesdonautal_galerie09Überhaupt kein Problem, denn die 3Seenbahn nimmt nicht nur Kinderwagen sondern auch Fahrräder mit, nur bei größeren Gruppen oder Sonderfahrten kann es mal eng werden. Die Fahrt mit der 3Seenbahn ist ein wahres Spektakel. Dabei wird auch die höchste Bahnstation Deutschlands, Feldberg-Bärenthal, passiert. Ein Ausstieg, um zum Beispiel den Romartihof anzusteuern, lohnt sich immer.

INFO

Mit Bike und Bahn rund um den Naturpark Oberes Donautal fahren

Tour 1 
Schluchsee – Blumberg Zollhaus
Anreise: Mit RE der DB ab Freiburg & wahlweise 3Seenbahn ab Titisee durchs Höllental und weiter nach Schluchsee (Schwarzwald). Rückreise von Sigmaringen mit DB nach Freiburg.
37,6 km, 669 Höhenmeter. Abfahrt des Naturpark-Express Richtung Sigmaringen um 14:08 (Samstage, Sonn- und Feiertage vom 1. Mai bis 20. Okt 2019).

Tour 2
Pfullendorf-Fridingen an der Donau
Anreise: Mit DB bis Aulendorf, weiter mit der „Räuberbahn“ (ebenfalls DB) bis Pfullendorf
Die Räuberbahn verkehrt vom 1. Mai bis 21. Oktober 2019 jeden Sonn- und Feiertag 3 mal.
Rückreise ab Fridingen an der Donau mit DB oder Naturpark-Express über Sigmaringen nach Aulendorf.  (Achtung: Letzter Naturpark-Express 19:02 hält nicht in Fridingen, nur Beuron)

Allgemeine Infos

Naturpark Obere Donau und Naturpark-Express
www.naturpark-obere-donau.de

3-Seenbahn (Dampfzug Titisee-Schluchsee-Seebrugg)
www.3seenbahn.de

Sauschwänzlebahn
https://sauschwaenzlebahn.de/

Räuberbahn (Aulendorf-Pfullendorf)
www.raeuberbahn.de

 

 

 

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Bella Italia am Idrosee: Die besten MTB- und Wandertouren

Es muss nicht immer Tremalzo und Gardasee sein. Der Lago d´Idro, sonst eher fürs Surfen bekannt, bietet auch viel Spaß für Mountainbiker, und besonders schöne Bike- und Hike-Touren. Vom Monte Censo bis zum Monte Stino lockt Bergfreunde ein faszinierendes Panoramakino. Weiterlesen

Zwischen Gardasee und Iseosee liegt etwas versteckt der Idrosee, wo zwar wenig MTB Strecken ausgewiesen sind, dafür wird der Sprung ins Abenteuer mit anderen Annehmlichkeiten versüßt. Der Idrosee ist der höchstgelegene Voralpensee der Lombardei und bietet an der Grenze zum Trentino Ruhe und Erholung pur. Im Gegensatz zum Gardasee, der mit seinen MTB- Klassikern wie Tremalzo speziell im Sommer sehr überlaufen ist, erlebt man hier noch Touren, wo man den unter sich ist und je nach Jahreszeit sogar die Gipfel für sich exklusiv hat. Oben am Monte Censo merkt man: Der Idrosee ist definitiv einer der Seen in Italien, die es zu sehen lohnt.

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Aktiv in Bewegung

Der Idrosee bietet auf nur 10 Kilometern Länge alles, was Aktivurlauber wünschen: Biken und Hiken, Klettersteige und Kletterwände, Canoning, Surfen und Kitesurfen, Stand-Up-Paddling und Segeln, individuelle sowie geführte Touren. Natürlich spricht im Sommer auch nichts gegen eine Partie Beachvolleyball. Das Azur Sportcamping Rio Vantone ermöglicht für alle, die einen Aktivurlaub mit einem Campingurlaub verbinden wollen, alle diese Aktivsportarten, an einem schönen, gut ausgestatteten Campingplatz direkt am Idrosee.

 

 

Entspannt genießen

Beim Bike & Hike auf aussichtsreiche Gipfel mit Blick auf den Idrosee oder beim Passieren umliegender Alpenpässe wächst mit gesammelten Höhenmetern der Hunger und Durst oder doch zumindest der Appetit auf ein Eis. Auf gar keinen Fall kann man vom Idrosee abreisen, ohne wenigstens einmal das unglaublich leckere Eis der Boom Boom Gelateria in Crone, oder zumindest eine der unglaublich vielfältigen, leckeren Pizzas in der Pizzeria Bar Cinzia in Idro, einem der bekannten Biker Hot Spots, genussvoll ausprobiert zu haben. Gehobene Küche gibt es im Hotel Pizzeria Ristorante Albergo Milano.

INFO

Anreise
Auto
Von Norden über die Brenner-Autobahn A 22 Richtung Verona-Modena, oder über Reschenpass und Meran in Bozen auf die A 22 Richtung Verona-Modena. Von der Ausfahrt “Rovereto” über Riva Richtung Gardasee  zum Idrosee. Alternativ Ausfahrt „Trento Nord“ und über Vezzano Richtung Idrosee. Im Sommer ist eine Anreise über das Stilfser Joch zum Idrosee möglich.
Bahn, Bus und Rad
Eine nachhaltige Alternative zur Anreise mit dem Auto ist die Anreise mit der Bahn, wobei ab Rovereto auf Busse umgestiegen (über Riva del Garda mit den Buslinien 301/214/215) oder viele Restkilometer mit den Fahrrad zurückgelegt werden müssen. Als Bahn & Bike Kombination empfiehlt sich eine Anreise bis Desenzano del Gardo, ab hier ca. 50 km, 1300 hm / 4,5 Std Fahrt. Keine Fahrradmitnahme im ÖBB Nightjet.
www.oebb.at
www.trenitalia.it
www.trentinotrasporti.it

Beste Reisezeit
Mai -September

Touren
Bike & Hike auf den Monte Censo (1.013 m) – Schönster Aussichtsberg am Idrosee
Beim nördlichen Ortsausgang von Anfo die Asphaltstraße links hoch Richtung  Rifugio  Baremone.  Auf  halber  Höhe  beim  Cuca Chetoi  =  926m  die  Straße  rechts  verlassen  (Kammhöhe)  und dem Wegweiser zum Monte Censo auf einem Waldweg folgen.  Die  letzte Viertelstunde zum  Gipfel  muss  man  das Fahrrad abstellen und wandern. Start & Ziel: Anfo Dauer: ca. 2h Höhenmeter: 700 m

Monte Stino (1.466 m)
Entweder auf alten Kriegspfaden wandernd oder auf Umwegen mit dem Bike

PDF-Download: MTB-Touren am Idrosee

Unterkünfte

Bed & Breakfast Tulipano
Bed and Breakfast Tulipano – rundum empfehlenswert und besonders herzlich dank der wundervollen Gastgeberin Susy!
Hervorragend ausgestattet mit Kühlschrank, Kartenmaterial für Ausflüge, Bike-Garage und vielem mehr.
Via Giorgio La Pira, 11, 25074 Idro BS, Italien, www.booking.com

 

Casa Ruth, Via Sasse, 1, 25074 Vesta, Italien, einfache Ferienwohnung für Selbstversorger

AZUR Sportcamping Rio Vantone,
www.idrosee.eu

Genießen
Boom Boom Gelateria Crone, Via Lungo Lago Vittoria, 18, 25074 Crone BS, Italien

Bar Pizzeria Cinzia, Via Lungo Lago Italia, 33, 25074 Crone BS, Italien

 

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Den schönsten Almabtrieb der Alpen gibt´s im Primierotal

San Martino di Castrozza, das Primierotal und Vanoi in den südlichen Dolomiten begeistern den Reisenden nicht nur mit der berühmten Palagruppe, die heuer 10 Jahre Weltkulturerbe feiert. Wer hier Urlaub macht, der findet in nächster Nähe einen riesigen Abenteuerspielplatz vor,
der Outdoor-Liebhabern mit Bergwandern, Klettern, Canyoning, MTB und Rennrad viel bietet. Aber auch das ursprüngliche alpine Leben hat sich noch erhalten, das auf einem großen Fest zum Almabtrieb mit einer Parade der Kühe, Schafe, Ziegen, Esel und Hirtenhunde gefeiert wird. Weiterlesen

Jedes Jahr im September findet im Primierotal bei St Martino in den südlichen Dolomiten das „Gran Festa del Desmontegar“ statt, das den Almabtrieb der Kühe und anderen Tiere von den Bergen feiert. Der Almsommer ist vorbei, und das Vieh wird zurück ins Tal in die Ställe gebracht. Nun ist es Zeit, den Alphirten einmal zu danken und sie ihre Geschichten erzählen zu lassen, die von einem einfachen Leben, alten Traditionen und vor allem von großer Leidenschaft handeln.

Gleich an vier aufeinanderfolgenden Tagen, die ganz dem bäuerlichen Leben in den Bergen, dem Käse und den köstlichen kulinarischen Produkten des Region gewidmet sind, wird in den Dörfern gefeiert und auf den Maisäßen gefeiert und das Vieh nimmt zum Abschluss an einer bunten Parade mit den Alphirten teil. Zur Parade des Almabtriebs am Sonntag lohnt es sich, sich einen Platz im Dörfchen Siror zu sichern, wo die große  Parade gegen 10 Uhr startet. Musikkapellen, Folkloregruppen, Schützen, Alpgenossenschaften und Almhirten nehmen am Alpabtrieb des Viehs und der Hirtehunde teil. Neben den Familien der Alphirten mit ihren Kindern und den bunt geschmückten Kühen nimmt auch alles weitere teil, was den Sommer auf der Alp verbrachte: Bernhardiner, Esel, Hühner, Pferde, Ponys, Schafe und Ziegen.

x_desmontegar_detail_01Eines der weiteren Highlights des zauberhaften Events ist „Agritur in Piazza“, das jedes Jahr in einem ausgewählten Dorf stattfindet. Hier können kulinarische Highlights der Region gekostet und in das bäuerliche Leben eingetaucht werden. Ställe stehen offen und verschiedene Alpen und Bauernhöfe kochen typische lokale Gerichte aus der Region nach uralten traditionellen Rezepten. Die Kinder können Esel und Ziegen streicheln. Weitere Spezialitäten aus den nahen Bergen wie Kräuter und Honig werden ebenso angeboten wie regionales Olivenöl und natürliche Pflegeprodukte. Musik-und Folkloregruppen sowie Alphornbläser runden den äußerst schmackhaften Einstieg in das große Festival rund um den Almabtrieb des Viehs der Berge von St Martino Primiero und Vanoi ab.

x_desmontegar_detail_03Nicht verpasst werden sollte „En Di al Maso“. Zum günstigen Pauschalpreis (Kinder bis 6 Jahren gratis) führt die geführte  kulinarische Wanderung zu den typischen Maisäßen aus der Region („masi“), welche sich zum Beispiel im bezaubernden Val Noana befinden. Wanderer können dabei bis in den späten Nachmittag von einer Berghütte zur nächsten wandern, dabei allerlei köstliche Spezialitäten und „Dolce“ probieren, sich mit Polenta vom Feuer stärken und zum Beispiel beim Kraut einhobeln oder der Zubereitung des heimischen Tosela Käse bei einem Gläschen Wein zuschauen. Es wird während der Wanderung auch gezeigt, wie das Leben auf den Maisäßen in der Vergangenheit war. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten treten Musiker und Chöre der umliegenden Berge auf.

Wer dazu das Glück hat, dass die wärmende Septembersonne vom Himmel lacht, der kann vor oder nach den Feiern zum Almabtrieb spannende Touren in den Dolomiten unternehmen. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung auf dem Trekking del Christo Pensante mit herrlichem Blick auf die Pale di San Martino oder eine entspannte Biketour zur Baita Segantini. Zu beiden Abenteuern brecht Ihr am Passo Rolle auf, der der bei An- oder Abreise passiert wird. Beides lässt sich auch als Hike & Bike kombinieren. Die Panoramawanderung des „denkenden Jesus“ führt von der Segantinihütte zum majestätischen Gipfel Monte Castelaz (2.333 m.ü.M.)

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Einmal weg von dem ganzen Trubel? Dieses Panorama erwartet Euch am Trekking del Cristo Pensante am Passo Rolle

INFO

Allgemein

San Martino di Castrozza, Primiero und Vanoi liegen malerisch in den südlichen Dolomiten. Berühmt ist der Urlaubsort vor allem für die Pale di San Martino, seit 2009 Weltkulturerbe.
Im Winter lockt ein abwechslungsreiches und naturnahes Skigebiet mit 60 km Pistenvergnügen sowie die Möglichkeit zum Eisklettern. Im Sommer können Aktivurlauber zwischen Wandern, Klettersteigen, Canyoning,  Mountainbiken und Rennrad über historische Alpenpässe wählen. Dank eigener Brauerei und vielen Volksfesten wird hier auch der Genuss groß geschrieben.

Tourismusbüro
ApT San Martino di Castrozza, Passo Rolle, Primiero e Vanoi
Tel. +39 0439 768667
www.sanmartino.com

Almabtrieb

Das große Fest des Almabtriebs Gran Festa del Desmontegar  findet heuer vom 19/09/2019 bis 22/09/2019 statt. Für einzelne Programmpunkte wie die geführte kulinarischen Wanderung „En dì al Maso“ ist die vorherige Reservierung wegen begrenzter Teilnahmezahl obligatorisch. Weitere Infos werden vor dem Fest aktualisiert auf www.sanmartino.com/DE/desmontegada/ https://granfestadeldesmontegar.it/ Tel. +39 0439 62407 infoprimiero@sanmartino.com

Anreisen

Per Auto erreicht man San Martino di Castrozza wie folgt: Autobahn A22 vom Brenner Richtung Modena/Verona, Ausfahrt Neumarkt-Auer (BZ). Von hier auf  SS48 (Richtung Val di Fiemme) bis Predazzo, dann auf SS50 Richtung Passo Rolle, San Martino di Castrozza und Fiera di Primiero. Auer – San Martino ca. 85 km. Tipp: bei Anreise über den Reschenpass bis Bozen weniger Maut.

Übernachten

Absolut empfehlenswert: Das Hotel Castel Pietra, ein idealer Ausgangsort für den Aktivurlaub. Das Active Family Hotel in Transacqua di Primiero bietet MTB Fahrern vom Waschbereich bis zum Werkzeugkasten alles was das Herz begehrt inklusive geführten Mountainbike Touren.
Spezialisiert auf Aktivurlaub, kennt das Hotel alle Varianten des Outdoorsports vor der Haustür: Die schönsten Wanderungen, Trekking Touren und Klettersteige, das Canyoning im Naonatal, Mountainbike Touren und Rennrad Touren sowie vieles mehr. Riesiges Bergsteigerfrühstück.
www.hotelcastelpietra.it

Hotels, Bed and Breakfast & Co in San Martino di Castrozza Primiero Vanoi buchen
www.sanmartino.com/DE/hotels/

 

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Autofrei im Aostatal: Charmantes Chamois & La Magdeleine

Autofreier Urlaub in Italien? Das gibt es nur einmal in einem kleinen Ort südlich des Matterhorns. Wer weit weg sein will vom Rummel, der sollte sich im Aostatal die alpine Perle Chamois aussuchen. In Ruhe mit dem Hund spazieren, eine Runde Mountainbiken oder Wandern auf einsamen Wegen. Danach eine köstliche Polenta vom Ofen. Hier ist es noch möglich. Weiterlesen

Das Auto muss sich nicht den Berg hinaufschinden. Die 700 Höhenmeter aus dem Aostatal  hinauf in das autofreie Chamois auf 1.800 Metern lassen sich nur mit der Seilbahn überwinden. Der Urlaub im kleinen hundert Seelen Dorf Chamois oder nebenan in La Magedeleine (welches zur Not mit PKW erreichbar ist) beginnt ebenso entspannt, wie er irgendwann wieder aufhört. Vielleicht bei Polenta mit Fontinakäse über dem Feuer nach einem genussvollen Spaziergang.

Als Alpine Perlen haben sich 25 schöne Urlaubsorte in sechs Alpenländern zusammgeschlossen, die sanfte Mobilität und umweltfreundlichen Urlaub mitten in alpiner Bergkulisse versprechen. Zum ABC dieser besonderen Orte zählt neben mondänen Orten wie Arosa und Berchtesgaden auch das kleine autofreie Chamois mit dem benachbarten La Magdeleine. Wer sich hierher verirrt, findet noch nachhaltige Urlaubsfreude, echte Ruhe und sanft-mobile Ferienerlebnisse.

Mit Hund oder Helm
Von leichten Biketouren übers Gleitschirmfliegen bis hin zu spannenden Hochgebirgswanderungen reicht die Vielfalt der Urlaubserlebnisse. Wanderer finden in Chamois und La Magdeleine ein vielfältiges Angebot aussichtsreicher Spazier- und Wanderwege mit einem besonderen Startvorteil: Beide Orte liegen auf 1.600 bis 1.800 n Seehöhe und ermöglichen, auch das Hochgebirge ohne allzu große Anstrengung zu Fuß zu erreichen. Auch Mountainbiker mit etwas Abenteuergeist finden schnell spannende Wege & Touren. Familien mit Hund fühlen sich speziell in La Magdeleine wohl. Hier heißen nicht nur Hotels und Gasthäuser Hunde ausdrücklich willkommen, es gibt auch einen tollen „Trekking & Dog Bike Park.“

Chamois heißt übrigens auf Französisch Gams, so heißt aber auch das Polster der Radlerhose. Gämsle wurden zwar nicht gesichtet, dafür aber schöne Radwege und auch spannende Trails, die allerdings erst einmal entdeckt werden wollen. Der Mountainbiker kann sich dafür auf Lifte freuen, auch wenn diese vielleicht etwas altmodisch sind. Gern wird das Bike an den Sessellift  angehängt und fährt rauf zum Lago Lod, von wo aus gern Touren in Angriff genommen werden. Vom benachbarten La Magdeleine sind vor allem Touren über den Col Pilaz empfehlenswert.

20180906_140047Großer Genuss
Groß wird der Genuss geschrieben, sowohl in den ausgezeichneten Restaurants wie auf den vielen Festen. Probiert werden sollten Crespelle (Pfannkuchen) alla Valdostana, Pasta alla Valdostana, Spezzatini di Vitello (Kalbsgeschnetzeltes) sowie natürlich Polenta: Polenta Concia mit Fontina Käse aus dem Aoastatal oder Tomino alla boscailola mit Pilzen. Ausgezeichnet ist auch die Küche im Hotel Albergo Residence du Village in La Magdeleine, wo Fabio immer etwas Herzhaftes zubereitet,  das er bei Lob bescheiden mit „meno male“ quittiert. Echte Genießer sollten nicht „Il Gusta di una Passeggiata“ verpassen: 60 Stände mit regionalen Spezialitäten stehen am dritten Sonntag im August auf dem Weg von La Magdeleine nach Chamois zur Wahl. Hochprozentig gehts Anfang September beim „Grappa Summit“ zu.

Sowohl Chamois als auch La Magdeleine haben beide nur jeweils rund einhundert Einwohner. Dem nachhaltigen Tourismuskonzept der beiden Gemeinden als „Alpine Perlen“ ist Erfolg zu wünschen,  aber natürlich ist auch hier die Überalterung ein Problem. Viele Junge wandern ab.

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Nicht so Simone und David. Sie haben eine klare Idee davon, von dem was sie hier oben erreichen wollen. Sie setzen ein starkes Zeichen gegen die Abwanderung, ihre Leidenschaft hat nichts mit iPhones und Discoteken zu tun, von dem ihre Altersgenossen schwärmen. Sie haben beschlossen, Ziegen zu hüten. Mitten in Chamois grüßen sie uns von einem Bild. Beste Wünsche dabei, Jungs! La Magdeleine und Chamois zeigen, dass abseits der Gigantomanie riesiger Skigebiete auch ein nachhaltiger Tourismus möglich ist, der im Sommer wie im Winter sowohl die landwirtschaftlichen Wurzeln erhält als auch Urlaubsgäste dazu einlädt, schöne Urlaubstage in einem Alpendorf zu verbringen, wie es früher einmal war.

INFO

Allgemein
Alpine Pearls
www.alpine-pearls.com

Chamois und La Mageleine – Alpine Perlen
www.alpine-pearls.com/urlaub/italien/chamois-la-magdeleine/

Verkehrsamt Chamois
Loc Corgnolaz
E-Mail: info@infochamois.it

Anreise
Bahn: Eurocity bis Mailand, Umstieg auf Regionalzüge, Zielbahnhof Chatillon. Ganzjährig verkehrt die Seilbahn von Buisson hinauf nach Chamois. Vom Bahnhof Chatillon ins Aostatal verkehren Busse von SAVDA/Arriva, die in Buisson halten (Aktuelle Linienpläne im Internet).
Viele Unterkünfte arrangieren aber auch gerne eine Abholung ab Chatillon.
www.savda.it

Aktiv
Sommer
Mountainbike- und Fahrradverleihstation sowohl in Chamois als auch in La Magdeleine
Winter
Im Winter lockt Chamois mit einem preiswerten Skigebiet bis auf 2.470 Meter, in dem es noch Tagesskipässe zu  20 EUR (Mo-Fr) bzw. 26 EUR (Sa-So) gibt.

Unterkunft
Residence du Village, La Magdeleine

 

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Von Deichen, Dünen & Weichen: Dänische Nordsee per Rad

Kaum ein anderer Fahrradfernweg ist so reich an Eindrücken wie der Nordseeküsten-Radweg in Dänemark. Die Vestkystruten ist eine Erzählung über den Menschen und das Leben am Meer. Von Fischerdörfern, wo die Zeit stehengeblieben scheint bis zum Surfer Hot Spot Cold Hawaii. Eine 560 km lange Geschichte von Deichen, Dünen, Draisinen und einer besonderen Bahn. Weiterlesen

Das Abenteuer Dänischer Nordseeküstenradweg beginnt für Zugreisende zumeist in Niebüll. Dort, wo die Autozüge über den Damm auf die Insel Sylt starten, starten auch die Arriva-Züge an die Dänische Nordsee. Nicht immer ganz leicht ist es, eine Fahrkarte zu einen der Stationen, von denen aus der Nordseeküsten-Radweg gestartet werden kann, online zu buchen, teils hilft leider nur der Fahrkartenautomat. Dafür besteht, ganz anders als in Deutschland, überall WLAN Anschluss, die Züge verkehren pünktlich und das Rad geht ab 09:00 Uhr gratis mit.

Züge in Dänemark sind oft nur bis zum nächstgrößeren Ort ausgeschrieben, auch wenn Sie darüber hinaus weiterverkehren. Der Zug von Niebüll verkehrt zunächst bis Tønder (von hier aus sind es nur noch etwa 10 km bis zum südlichen Ende des Dänischen Nordseeküsten-Radwegs). Meist verkehrt der Zug aber noch weiter, so kann man auch bis ins mittelalterliche Ribe oder nach Nørre Nebel weiterfahren und weiter nördlich in den Nordseeküstenradweg einsteigen.

Tag 1 Nørre Nebel – Søndervig

daenemark_story_001Letzter Halt Nørre Nebel. Wer mag, kann von hier das Abenteuer erleben, die letzten etwa 10 Kilometer bis zur Küste mit der Draisine zurückzulegen. Kommen einem hier andere Fahrer entgegen, muss das lustige Gefährt von den Schienen gehoben werden, um die Entgegenkommenden vorbei zu lassen. Eine sehr spaßige Angelegenheit! Alternativ gibt es auch einen Radweg, für alle die es eilig haben.

An rostigen Schienen wächst lila Heidekraut, die Kiefern recken sich in den blauem Himmel. An Weihern stehen Wildpferde. Am schönen Strand von Nymindegab erklimme ich den Deich und erblicke erstmals die raue Nordsee, die mich die kommenden drei Tage begleiten wird.

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Bei Nymindegab (Foto: Visit Denmark / Niclas Jessen)

Gleich danach beginnt  Holmsland Klit, eine bezaubernde Nehrung, die den Ringkøbing Fjord von der Nordsee trennt. Sie ist etwa 30 km lang und bis zu 2 Kilometer breit. Hinterm Deich sind hübsche Ferienhäuschen mit Reetdächern verstreut. Durch diese Idylle führt der Radweg. Am Ende das kleine Örtchen Søndervig mit Campingplatz: Ziel meiner 1. Etappe auf dem Nordseeküstenradweg.

Tag 2: Søndervig – Stenbjerg

Das Ziel meiner Etappe am Tag 2 ist über 100 Kilometer entfernt. Morgens holt mich Mette ab, um mich etwa 40 km mitzunehmen. So spare ich mir einen kurzen Abschnitt am Nissum Fjord, wo die Vestkystruten auf der Straße verläuft.  Wir fahren zur eindrucksvollen Kirche von Trans, die an einer Klippe direkt an der Nordsee mit Blick über die raue See liegt. Einst lag die Kirche in einem Dorf, aber dem Meer fielen viele Bewohner zum Opfer. Ein wunderschöner einsamer Ort zum Innehalten. Hier setze ich meinen Weg auf dem Vestkystruten-Radweg entspannt fort. P.S. Wer den Nordseeküstenradweg am Nissum Fjord abkürzen möchte, kann auch auf Dänemarks ältestem Radweg von 1922 etwa 10 km bis Ringkøbing radeln, die Bahn bis Vemb nehmen, in die nostalgische Lemvig Bahn steigen und diese bis Ramme fahren, nur 6 km von Trans Kirche.

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Trans Kirche oder auch der darauffolgende Leuchtturm von Bovbjerg von 1877 sind wunderschöne Orte, eine Etappe am Nordseeküstenradweg zu starten. Die grünen Wiesen, der Blick auf das weite Meer auf der Anhöhe sind geradezu malerisch schön.  Im Leuchtturm, der auch heute immer noch schön hell und warm leuchtet, befindet sich ein schönes Café mit lokalen westjütländischen Produkten.

Vom Leuchtturm kann man ein paar Kilometer entspannt bergab rollen in den Ort Ferring. Aber Was wäre ein Nordseeküstenradweg, wenn er nicht wenigstens auch ein Stück auf dem Deich verläuft. Dieses Vergnügen hat man auf dem folgenden Abschnitt, der zwar etwas sandig, aber trotz aller Herausforderungen äußerst spaßig ist, am Ende mit einer kurzen Schiebepassage.

daenemark_galerie_01Selten ist man allein, und man hilft sich. Auch Familien mit Kindern, mit Hundeanhänger und allem möglichen sind unterwegs. Daher muss keiner Angst haben, steckenzubleiben. Vorsicht ist bei der Fahrt im Sand geboten. Von der Natur, der Pflanzen- und Vogelvielfalt zählt die Fahrt bis Thyboron zu den spannendsten der Strecke. Tafeln informieren über Kampfläufer und Alpenstrandläufer.

Bei Vejlby wird ein Bahnhof mit dem lustigen Namen  „Victoria Street Station“ passiert. Im schönen Vrist, das ebenso an der Lemvigbahn liegt, befindet sich ein Tante Emma Laden mit allem, was der Nordseeradler braucht, von frischen Äpfeln bis zu Badeschlappen und  mehr. Öfters sind in den Dörfern kleine Schaukästen mit Produkten der Bauern wie Gemüse, frisches Obst und Marmeladen zu finden. Einfach die entsprechenden Münzen hinterlassen.

daenemark_galerie_06In Thyboron, wo die Fähre nach Agger ablegt,  sollte jeder das Schneckenhaus (Sneglehuset) besuchen. Ein unglaubliches Haus: Millionen von Muschel- und Schneckenschalen machen sofort mächtig Eindruck. Innendrin ist die größte Schneckensammlung Dänemarks mit Exemplaren aus aller Welt versteckt. Die weltgrößte Muschel und die weltgrößte Schnecke zählen zu den faszinierenden Exponaten.

Zu jeder vollen Stunde legt die Fähre von Thyboron nach Agger über den Limfjord ab. Nach der Überfahrt fährt man auf dem Radweg links von der Straße bis kurz vor Agger, wo linksab der Nordseeküstenradweg weiterführt. Es lohnt sich ein Nordseebad am Strand von Agger mit behindertengerechter Rampe den Deich hinauf, wo man auch mit dem Rad rauffahren kann.

daenemark_story_01dUnberührte Dünenheiden und Wälder voller moosbewachsener Bäume: Das kennzeichnet die Landschaft im Nationalpark Thy, Dänemarks ältestem Nationalpark nördlich von Agger. Zurecht bewirbt das Königreich den Park als „größte Wildnis Dänemarks.“ Der Park ist auch größter Nationalpark des Lands. Hier sind sowohl viele seltene Brutvögel als auch Rotwild und Kraniche zu bewundern.

Der Park umfasst riesige 24.370 ha und erstreckt sich in einer Breite von bis zu 12 km von Agger Tange im Süden bis zum Nordseehafen Hanstholm im Norden. Beliebt ist hier auch das Reiten, aber nur selten führt ein Reitweg auf dem Norseeküstenradweg durch den Nationalpark.

daenemark_story_003Am Ende einer langen Tagestour erreiche ich schließlich Stenbjerg. Der Gasthof Stenbjerg Kro, mein heutiges Etappenziel,  erlangte im Jahr 1790 erstmals königliche Privilegien. Zwar ist das ursprüngliche Gebäude nicht mehr erhalten, aber der  Gasthofbetrieb läuft weiter. Das Restaurant kreiert köstliche Nationalpark Menus mit regionalen Spezialitäten und hat eine ausgezeichnete Weinauswahl.

Tag 3 Stenbjerg-Thysted

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Der Nordseeküstenradweg passiert alte und neue Häfen. Auch Fischerei wie anno dazumal erwartet Radurlauber:
In den kleinen Fischerdörfern Vorupør und Stenbjerg Landingsplads sind heute immer noch Fischer zu erleben, die nach erledigter Arbeit die Boote an Land auf den Strand schieben. Dennoch kommen sie nicht mit den Surf-Profis in Konflikt, die hier im windigen  „Cold Hawaii“ ihr Revier haben. Das wahre Dorado für Surfer ist Klitmøller. Die besten Fischbrötchen gibt es im urigen Fischerdörfchen Vorupør. Im krassen Gegensatz hierzu steht der große, moderne Industriehafen in Hanstholm: Hier legen die großen Fischkutter und die Fähren z.B. nach den Färöer-Inseln und Island ab.

Wer nur den südlichen Teil des Nordseeküstenradwegs radeln möchte, kann von Hanstholm über Wald und Wiesen nach Thisted radeln, wo sich die Möglichkeit der Zugrückreise anbietet. Bis zum Abschluss des Dänischen Nordseeküstenradwegs sind es etwa 200 weitere Kilometer. Vom Zielort Skagen im hohen Norden des Königreichs lässt sich wiederum per Bahn abreisen.
Aber diesen Teil des Nordseeküstenradwegs wollen wir ein anderes Mal in Angrifff nehmen.

daenemark_story_04Der letzte ganze Urlaubstag vor meiner Abreise in Thisted wird mit einem überwältigenden Fischgenuss gekrönt. Das Restaurant „Fiskehuset“ ist in ganz Dänemark bekannt geworden und lockt bei malerischer Aussicht über den Hafen und die Boote mit einem schier endlosen Universum von Meeresköstlichkeiten: Von Haus zubereitete Fische, lecker geräucherte Fische aus eigener Räucherstube und viele weitere Fischspezialitäten, dazu beste Weine und sogar Nationalpark-Bier aus der Brauerei Thisted. Eine dänische Spezialität sind marinierte Heringe, die Fiskehuset selbst in einer besonders guten Qualität und mit einer süß/sauren Marinade zubereitet. (Vorreservierung zu empfehlen).

Tag 4: Humlum-Lemvig

Eine reizvolle Landschaft erstreckt sich am Limfjord zwischen Stroer und Lemvig. Am Tag vier fahre ich ein Stück auf der Limfjordsruten, der Nationalen Fahrradroute Nr. 12. Von Thisted nehme ich den Zug Richtung Struer bis zum Halt Humlum wo ich auf die Route 12 einsteige.

daenemark_story_01eNach ein paar Kilometern auf verkehrsreicher Straße biege ich nach links ab und erklimme nicht ganz unbeachtliche Höhenmeter in der idyllischen Landschaft, die etwas ans Ällgäu erinnert. Weiter fahre ich über Gudum nach Nørre Nissum, wo ich die 565 kreuze und eine traumhafte kleine Straße hoch über  dem Limfjord mit fantastischer Aussicht genieße. Ein Lächeln auf dem Kamm des Fjords.

Malerisch an einer kleinen Bucht gelegen und in grüne Hügel eingebettet, erreiche ich Lemvig. Samt eingebauten Panoramanebenstrecken bezwinge ich auf 29 Kilometern 275 Höhenmeter. Die herrliche Aussicht aufs Meer, die steile Küste zum Hafen, die sogar eine Bergbahn erforderlich machte, all das sind Dinge, die der Laie von Dänemark nun nicht unbedingt erwartet hätte. Die Spezialität der Stadt in den guten Restaurants sind fangfrische Krebse. Den Bahnhof von Lemvig erreicht man über eine steile Straße, die speziell Mountainbikes empfohlen wird. Dafür hat man dort das Vergnügen, auf eine der schönsten Bahnen Dänemarks zu stoßen.

daenemark_galerie_10bDie Lemvig Bahn, kurz VLTJ (Vemb-Lemvig-Thyborøn-Jernbane) , ist Dänemarks längste Privatbahn auf einer Strecke von 59,5 km. Eingleisig und nicht elektrifiziert, wird mit nostalgischer Garnitur gefahren, die an die 70er Jahre und den Uerdinger Schienenbus erinnert. Zwischen Lemvig und Harboøre fährt die Bahn beim Nordseeküstenradweg am Rand der Dünen mitten durch die schöne Natur.

Hin und wieder macht die Runde, dass in Dänemark die Lebenshaltungskosten teuer seien. Dennoch landet das Land immer wieder ganz oben als eines der glücklichsten Länder der Welt. Ein Weg, das Glück in Dänemark zu finden, ist ein Tag mit der Lemvig Bahn entlang den Dünen. Dank einer Familienkarte können Nordseeurlauber mit der ganzen Familie einen ganzen Tag auf Entdeckungsreise auf dem gesamten Schienennetz gehen und dabei die reiche Vogelwelt und die Dünenlandschaft erforschen oder an der „Victoria Street Station“ aussteigen. Das Ticket gilt einen Tag für 2 Erwachsene und 4 Kinder bis 15 Jahre und kostet nur DKR 99,- (ca. 13 EUR).

So glücklich wie das Radfahren und das Bahnfahren in Dänemark macht höchstens noch das Wälzen von Reiseführern und das Planen der nächsten Reise in das „hyggelige“ Königreich. Denn Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass schon das Planen einer Reise eine positive Wirkung auf die Stimmung hat. Der positive Effekt kann bis zu acht Wochen anhalten. Wir haben die besten Tipps zum Urlaub mit Bike und Bahn am Nordseeküstenradweg gesammelt, sodass die Planung leicht und das Budget geschont wird. Bis zur nächsten Dänemarkreise!

daenemark_wide_07INFO: Dänischer Nordseeküstenradweg

Anreise

Der Nordseeküstenradweg (dänish: Vestkystruten) führt gut markiert über 560 Kilometer von Rudbøl an der deutschen Grenze nach Skagen am nördlichsten Zipfel Dänemarks.

Empfehlenswerte An- und Abreisemöglichkeiten mit Bike & Bahn kombiniert sind Rudbøl
(10 km von Tønder ), Ribe, Esberg, Vejers Strand (12 km von Oksbøl), Nymindegab (8 km von Nørre Nebel, Draisinenverkehr), Søndervig (12 km von Ringkøbing), Trans Kirke (6 km von Ramme an der Lemvig Bahn),  Thyborøn (Endstation Lemvig Bahn), Hirtshals, Skagen.

Bei Anreise mit Regionalzügen ab Niebüll empfiehlt sich ein Arriva One Day Tagesticket zu buchen, bei Anreise zu den nördlich Ein- oder Ausstiegspunkten Hirtshals oder Skagen die Buchung des Sparpreis Europa Dänemark ab 29,90 EUR (zzgl. Internationaler Fahrradkarte).

Unterwegs

Bike

Circa 70 % des Nordseeküsten-Radwegs in Dänemark verläuft auf Asphalt, doch gibt es auch lange Strecken mit Sand und Kies. Daher ist eine solide Bereifung dringend zu empfehlen .

Bahn

Bahnreisen in Dänemark ist sagenhaft günstig mit ein wenig Geduld es richtig zu organisieren. Wer bei Arriva versucht, online ein Bahnticket aus Thisted nach Niebüll zu lösen, bekommt die Auskunft, dass man das Ticket am Automat lösen muss. Ein Trick ist allerdings, gleich ein Arriva Tagesticket zu lösen, das in allen Arriva Zügen gültig ist. Wer dieses tut, der kann bis zu 35 Euro gegenüber der Online-Buchung mit der Deutschen Bahn (wo die Buchung sowieso nicht zu jeder Station funktioniert) sparen und reist ab 149 DKK (ca. 20 Euro) rund 300 Kilometer. Ein Arriva Fahrrad Tagesticket kostet 25 Dänische Kronen (3,30 EUR). Vor Anreise sollte erkundigt werden, ob zur gegebenen Tageszeit Fahrradmitnahme auf der jeweiligen Strecke möglich ist.

Nützliche Links

daenemark_story_05Visit Denmark
www.visitdenmark.de

Dänischer Nordseeküstenradweg
www,nordseeradweg.dk

Süddänische Nordsee
nordsee.sydvestjylland.com

Visit Nordvestjylland (Lemvig, Thyboron)
www.visitnordvestjylland.de

Nationalpark Thy
de.nationalparkthy.dk

Søndervig Camping
www.soendervigcamping.dk

Stenbjerg Kro
stenbjerg-kro.dk

Arriva (Regionalzüge ab Niebüll)
www.arriva.dk

Reiseplanung für ganz Dänemark
www.rejseplanen.dk

Lemvig Bahn (Vemb-Lemvig-Thyborøn)
www.mjba.dk/lemvigbanen.html